Mobile Weidehütten - richtig auswählen und aufstellen (lassen)

  • Ihr Lieben,


    ich bin nahezu entschlossen, meine Pferde auch im Winter am Hause zu halten. Dazu braucht es vor allem noch einen winterfesten Stall. Ohne das Thema erneut zu strapazieren - legal darf ich nichts bauen. Mobile Weidehütten sind natürlich auch nicht legal, ggfs. aber wiederverkäuflich, sollte es zum Äußersten kommen.
    Kann ich das so machen, oder würden sich die Pferde dort nicht wohlfühlen?


    Hat jemand zufällig Erfahrungen sammeln können und kann mir Hinweise geben, auf was ich bei der Beschaffung unbedingt achten muß?
    Reichen soll es für die Unterbringung eines Großpferdes und eines Shetland-Ponies und wahrscheinlich wird es eine Neuanschaffung, da der Gebrauchtmarkt nur wenig herzugeben scheint.


    Wegen der Feuchtigkeit von unten bzw. oben verzichtet man vielleicht am besten auf einen Boden, oder? Aber nicht auf ein Vordach, damit sowohl Sonne als auch Regen nicht ungehinderten Einfluß auf den Innen- und Frontbereich haben, hm? Das Material ist wahrscheinlich immer eine Kombination aus Siebdruckplatte und Stahlkonstruktion. Gibt es da Qualitätsmerkmale, auf die ich achten sollte?


    Was kann ich tun, damit die Hütte so luftig wie möglich ist, aber trotzdem wintergeeignet? Ob ich es wagen kann, eine Seite lediglich mit Windnetzen zu bestücken?


    Der Unterbau - Paddockplatten? Naturboden? Irgendetwas zu beachten?
    Die Aufstellung - ob die Dinger sturmsicher sind?


    Was habe ich vergessen?


    Danke im voraus.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Carport wäre auch meine Idee, die Pfosten mit Erdankern befestigen. Die lassen sich leicht wieder ausdrehen. Wobei ich beim Carportdach etwas mehr Geld investieren würde für andere Platten, die normalerweise dabei sind, halten nicht viel aus.
    Bezügl. Windschuztnetze habe ich keine Erfahrungen, ich war letzte Woche in einer Halle, welche nur mit Windschutznetzen zu war und war nicht so begeistert....ich fand es etwas zugig. Vermutlich gibt es da aber auch Qualitätsunterschiede.

  • Wenn der Unterstand auf einer Seite offen ist und Schlitze zwischen der Wand und Dach ist, ist es normalerweise genug belueftet. Bei uns gibts Weidehuetten im Landhandel aus druckimpraegnierten Holz und Sperrholzplatten mit Blechdach fuer 1000 bis 2000$. Platziere die Huette auf einer Anhoehe, damit das Wasser nicht staut.Verankerungen sind zu empfehlen, ich hab auch schon umgekippte gesehen.
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  • Eine Bekannte hatte jahrelang zwei Weidezelte, die Rückwand hat sie jeweils mit Holzbrettern verstärkt. Die Dinger hielten auch den dicksten Herbststurm stand. Innen waren sie mit Paddockplattten ausgelegt. Sie ist vor wenigen Monaten auf einen alten Bauernhof umgezogen, daher sind die Zelte verkauft worden. Ich kann gerne mal nachfragen, von welchem Hersteller die Zelte waren, wenn Interesse besteht.
    Standort sollte so gewählt werden, daß der Boden abfällt in Rtg Ausgang, auch der Bereich unmittelbar vor dem Unterstand sollte a) abfallend sein und b) einigermaßen befestigt.

    Suns always shine :)

  • Danke für die vielen Antworten.


    Hier kann nichts Festes gebaut werden - die Abrißverfügung habe ich, bevor die Farbe trocknet. Das ist das Aus für Carport und Ähnliches.


    Weidezelte als Ganzjahreslösung? Wenn der Eisregen um die Ecke pfeift und nirgendwo sonst Schutz besteht - ich bin da ehrlich etwas skeptisch. Ja, und das mit dem Gefälle ist verstanden und wird beachtet werden.


    @Rossknecht
    Der Unterstand sieht gut aus! Ich glaube, ich kann an diese Dimensionen hier nicht denken - es wird niedriger und kleiner werden müssen. Bei euch ist man sicher nicht so unvernünftig mit den Vorschriften wie hier.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • wir haben letztes Jahr eine "fertige" Weidehütte gekauft.
    3x7m mit 1m Vordach, besteht aus Siebdruckplatten und stabilem Metallrahmen, Dach ist aus Trapezblech.
    Inkl. Erdanker, Deichsel, Achse und Räder 2500 Euro mit Anlieferung und Aufbau.
    Zum rechtlichen: eine fahrbare Weidehütte ist rechtens, wenn sie auch fahrbereit ist, das heißt, die Räder NICHT abmontiert sind. Die könnte man zum Beispiel lösen, indem für die Räder ein Loch gebuddelt wird, sodass der Rahmen auf dem Boden steht.

  • Zwei Bekannte haben statt Stall seit Jahren nur Weidezelte und das funktioniert super.
    Paneels mit LKW-Planendach und an den 3 Seiten Windschutznetze (alternativ wieder Plane).


    Innen sind Paddockplatten und/oder Fallschutzmatten.


    Wichtig sind Erdanker.


    Mein Nachbar hat das Zelt ganz ohne aufgestellt und darf es nun neu kaufen...

  • Hier ist beim letzten Sturm eins auf dem freien Feld komplett zerlegt gewesen. Und das war mit Erdankern gesichert. Unbedingt windgeschützt aufstellen

    Optimismus ist bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf den höchsten Berg zu steigen und "Scheiß Götter" zu rufen. (frei nach Terry Pratchet)

  • Weidezelte waren doch in ne früheren Diskussion glaub ich schonmal ausgeschlossen worden - oder verwechsel ich da was?
    Meine beiden von Shelter Logic stehen nun seit vier Jahren bei jedem STurm draußen rum, jeweils gesichert durch 4 STk 50cm Erdanker und zwei Spanngurte, die übers zelt gehen, von Anker zu Anker. jetzt beim letzten Sturm vor ein paar Wochen wars mir das erste Mal mulmig, die Dinger standen aber wie ne 1. jeweils die vorderen Anker, also am der Sturmfront-Seite, waren minimal gelockert. wieder reingeklopft und gut.

  • @ Ponydriver: Man kann die Räder dran lassen und den freibleibenden
    Luftraum mit Bahnschwellen oder Ähnliches schließen,
    die Bodenanker gegebenenfalls verlängern

  • Ihr Lieben,


    was die rechtliche Seite angeht, mache ich mir hier wenig Illusionen. Landschaftsschutzgebiet. Außenbereich.
    Ich hatte vor einiger Zeit da schon einmal vorgefühlt - nichts zu wollen.


    Ich wage das Ganze nur, weil ich auf meiner Pachtwiese einen Offenstall stehen habe, der als Notquartier in Frage käme. Und ggfs. könnte ich mich dazu durchringen, die Gebäude hier neu vermessen zu lassen, um dann vielleicht eine Nutzungsänderung für meine Garage zu beantragen. Deshalb ist es wichtig, daß die installierten Lösungen hier wieder leicht wegzubringen sind. Stationäre Hütten kann man hier gegen Selbstabbau zu Spottpreisen bekommen - wahrscheinlich alles Abrißverfügungen.


    @ponydriver
    Wie nutzt ihr die Hütte und wie seid ihr denn zufrieden? Der Preis, wenn es ein regulärer Neupreis war, scheint mir sensationell günstig.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Unsere Hütte haben wir vor einem Jahr gekauft. Letztes Jahr haben wir sie dann zweimal auf andere Weide umgeparkt (1x mit Auto, 1x mit Bulldog), die Deichsel ist fest montiert und wird mit Litze abgesperrt, damit keiner drin hängen bleibt.
    Im Winter soll sie dann mal als Erweiterung für den Ponyoffenstall dienen, war aber jetzt noch nicht nötig. Daher steht die Hütte derzeit noch ungenutzt auf der Weide.
    Das Angebot hatte ich über e.kleinanzeigen gefunden, Aufbau und Lieferung deutschlandweit:
    Weidehütte e.kleinanzeigen
    Hatte die Maße falsch im Kopf. Wir haben wohl die 6x2,50m für 2400 Euro

    Einmal editiert, zuletzt von ponydriver ()

  • laut Tierschutzgesetz ist den Tieren eine Unterstellmöglichkeit anzubieten, also sollte die Behörde mal einen Vorschlag machen und nicht nur sagen das ist nicht möglich. Unter Umständen findet sich dann eine Möglichkeit.

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • @ponydriver


    Danke! Den Anbieter hatte ich auch schon gefunden und wollte anfragen. An der fest montierten Deichsel soll es nicht scheitern. Wie seid ihr denn sonst zufrieden, falls sich das schon sagen läßt? Habt ihr die Räder abmontiert in der Standzeit?


    @HeiBo
    Oh, da sind die hier sehr schnell mit fertig: stellen Sie die Pferde in einen Pensionsstall. Alles hier schon vorgekommen. Tierschutz ist da kein richtiges Argument.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin