Stute kastrieren

  • Grüß Euch liebes Forum!


    Ich habe heute meine zehnjährige Norikerstute Mona nach erfolgter Kastration und neuntägigem Klinikaufenthalt in Gießen wieder zu uns nach Hause geholt. Prof. Röcken hat ihr beide Eierstöcke entfernt. Die OP wurde notwendig nachdem beidseitig tumorartige Vergrößerungen diagnostiziert wurden. Im Vorfeld mühte ich mich mit Mona fast ein Jahr ab um mit ihr vernünftig zu arbeiten. Sie wurde zunehmend lästig bis bösartig. Als es dann schon zu gefährlich wurde mit ihr zu arbeiten und mein TA auch nicht mehr helfen konnte riet mir dieser zur Eierstockentfernung. Nachdem mir schon klar ist, dass dies keine blitzartige Besserung bringen kann frage ich euch ob damit schon jemand Erfahrung sammelte und wie schnell eine spürbare Besserung eintrat?


    Schöne Grüße aus Österreich


    Lois

  • Mit Kastration bei Stuten hab ich keine Erfahrung, nur mit Mönchspfeffergabe. Meine Einstellerstute ist seeeehr bissig und unleidlich. Mit der Mönchspfeffergabe war das in gut 14 Tagen so ziemlich erledigt. Hormonhaushalt IM Körper denke ich, das dürfte bis zu 2 Monaten dauern bis da alles raus ist. So ungefähr war die Zeit die es brauchte, dass sich Rüden nicht mehr für meine kastrierte Hündin interessierten.

  • Danke für deine Antwort Illefons!
    Mit nur zwei Monaten wäre ich mehr als zufrieden. Ich bin auf einen längeren Prozess eingestimmt, wäre aber über jede Woche die es früher normalisiert glücklich.

  • Ich wünsche Nora und Dir, daß sich dieses seltsame Benehmen schnellstmöglich erledigt.
    Vor kurzem habe ich eine inzwischen gemeingefährliche Shettystute schlachten lassen. Wenn Du Nora also helfen konntest...


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Ich wünsche Nora und Dir, daß sich dieses seltsame Benehmen schnellstmöglich erledigt.
    Vor kurzem habe ich eine inzwischen gemeingefährliche Shettystute schlachten lassen. Wenn Du Nora also helfen konntest...


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

    Ich glaube einfach dran, dass es geholfen hat. Eine leichte Besserung war bei Mona schon ab dem ersten Tag spürbar.

  • Ich glaube auch, dass es hilft, sieht man ja auch bei Hengsten:-) Fällt mir grad noch ein, ich hab mal ein Ponyhengstchen gekauft, aus Mitleid. War ein tolles Pferd und auch als Hengst händelbar, aber da eine Stute da ist, hat er sich mit den Wallachen nicht vertragen. Er war gut 30 Jahre alt und ich habe ihn dann noch kastrieren lassen, damit er in die Herde konnte. Ich habe ihn nach gut 10 Wochen in die Herde stellen können.


    Frag doch mal deinen TA ob man das ganze noch mit Mönchspfeffer unterstützen könnte. Ich hab das in Tablettenform, da kosten 100 Stück um die 8 Euro. Ich würde der Stute 3 Stück am Tag geben, oder 4. Das ist rein pflanzlich und ich denke nicht, dass da irgendwas "kaputt" gehen könnte.


  • Frag doch mal deinen TA ob man das ganze noch mit Mönchspfeffer unterstützen könnte. Ich hab das in Tablettenform, da kosten 100 Stück um die 8 Euro. Ich würde der Stute 3 Stück am Tag geben, oder 4. Das ist rein pflanzlich und ich denke nicht, dass da irgendwas "kaputt" gehen könnte.

    sorry, aber auch "rein pflanzliche" Wirkstoffe können Schaden anrichten. Mönchspfeffer wirkt direkt auf die Hormonproduktion, sonst wäre es witz- und wirkungslos.


    Wenn die Stute Zysten hatte, dann ist vermutlich der Hormonspiegel im Blut noch höher als normal, das muss erst mal abgebaut werden. Und danach müssen die Hormonregelsysteme sich darauf einstellen, dass die Eierstöcke nicht mehr da sind - das GESAMTE Hormonsystem von der Hirnanhangsdrüse bis runter zu den Hormondrüsen ist ja aufeinander abgestimmt und reguliert sich durch Feedback, kein Hormon steht einzeln da.


    Und dann gilt es auch noch, das erlernte Verhalten, das aufgrund der Hormonstörung aufkam, in Betracht zu ziehen und ggfs. muss hier auch noch über trainerische Unterstützung nachgedacht werden.

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • Ich wünsche Nora und Dir, daß sich dieses seltsame Benehmen schnellstmöglich erledigt.
    Vor kurzem habe ich eine inzwischen gemeingefährliche Shettystute schlachten lassen. Wenn Du Nora also helfen konntest...


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

    Wie kam's denn dazu? Zur Gemeingefährlichkeit?

  • Polldi, ich hatte auch kurz überlegt, diese Stute zu nehmen, war bei Ebay-Kleinanzeigen drin und war echt gefährlich. Gezieltes Treten nach dem Menschen, richtig auf Menschen losgehen usw. Ich hab mich dagegen entschieden und Ardennerin hatte sich erbarmt. War die einzige Chance, sie vor dem Schlachter zu retten. Leider war sie wirklich so gefährlich wie beschrieben und m.M. nach hat Ardennerin die einzig richtige Lösung gewählt.
    Wie das kam, dass sie so gefährlich wurde, hat niemand verraten......
    Sorry Ardennerin, wenn ich Dir was vorweggenommen habe.


    @Sanhestar, deswegen hatte ich ja geschrieben, er soll erst den TA dazu fragen.......

  • @Lois
    Ich freue mich, daß Du schon etwas bemerkst! Auch wenn es noch dauert, bis sich alles eingependelt hat. Die Hauptsache ist doch, daß ein Anfang gemacht wurde, nicht?


    @Illefons
    Du hast alles so schön beschrieben - ich hätte es nicht besser gekonnt:-)))
    Ganz tief im Herzen nagt die Sache natürlich, auch wenn ich glaube, das Richtige getan zu haben.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Ardennerin, da brauchst Du Dir wirklich keine Gedanken zu machen. Für das Stütchen war das wirklich das Beste. Sie war aggressiv und gefährlich, die Vorbesitzerin hatte ja auch schon vieles versucht und ist gescheitert. Man weiß nicht, was die Ursache war, aber man muss einfach mal sagen, hier ist Schluss. Es waren Menschen in Gefahr

  • Grüß Gott!

    So, jetzt sind eineinhalb Jahre vergangen seit ich die Norikerstute Mona kastrieren hab lassen. Wie befürchtet verging viel Zeit bis sich eine deutliche Besserung zeigte. Aber jetzt ist sie wenigstens wieder ein brauchbares Fahrpferd geworden. Rücken wäre mir noch immer zu gefährlich mit ihr. Ab und zu hat sie noch ein paar spinnende Tage aber dann ist sie wieder relativ brav. Ausserdem konnte ich beobachten, dass sie nur bei oder fast bei Vollmond zickt. Kennt ihr das auch, dass sich ein Pferd je nach Mondphase so oder anders verhält?


    Schöne Grüße

    Lois

  • Ich hab 2 „Werwölchen“ im Pferdepelz?. Man gewöhnt sich daran, dass man immer weiss wann Leermond und wann Vollmond ist. Einer der Zwei reagiert auch auf den Leermond. Habe mich ca 3Jahre darüber aufgeregt- heut nicht mehr.

  • Vollmond plus zusammenbrechender Föhn gibt hier im Voralpenland eine Gemengelage bei der ich im Seniorenheim schon gefragt habe, welches Kraut die Patienten an dem Tag zu Rauchen bekommen haben ...

    den Betreuern war der Zusammenhang klar

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    Es ist keine Option, den Nazis und Völkischen nun einfach das Feld zu überlassen, weil sie gewaltvoller sind. Es ist auch keine Option, sie zu umwerben und zu verharmlosen und dann jedes Mal wieder überrascht zu sein, wenn sie schießen. Max Czollek 2019