Wanderfahrt 2016 - Vom Harz an die Ostsee

  • Hallo ,vielen Dank für den ausführlichen Reisebericht, ich habe ganz gespannt auf den Abschnitt durchs Wendland und der Prignitz gewartet, weil ich im Wendland zu Hause bin. Habe vieles wieder erkannt, Volzendorf, Rebensdorf und die schöne Nemitzer Heide Bei Martin in Ferbitz waren wir auch mit der Kutsche,Kraftfütter hatte er nicht ,Heu gab es reichlich und das Gras der Weide hatte sein Muffelwild rasiert.
    Schade das Martin nicht gut drauf war, er ist irgend wie doch ein Orginal und ein Lebenskünstler .Hatte er immer noch seine grüne Latzhose an?
    Zimmer und Verpflegung war gut und ausreichend.Wir sind auch schon die 60 Km mit dem Fahrrad zu ihm gefahren, eine Übernachtung und zurück,wir hatten immer viel Spaß.
    Soweit ich weis dürfen in Niedersachsen die Schranken nicht verschlossen sein,die Wege müssen frei zugänglich sein für Rettungsdienst und Feuerwehr.Ein Schlüsseldienst gibt es hier nicht.
    Jetzt freue ich mich schon ganz besonders auf meine nächste Planwagenfahrt .

  • Dieses Wanderfahrt-Tagebuch ist wirklich einmalig und mit viel Liebe zum Detail geschrieben, gerade das viele Foto-Hochladen und die dazugehörigen Videos benötigen viel Zeit und Geduld. Ein megadickes Dankeschön für diese Mühe!!! :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Das Foto bei der Ankunft an der Fähre lies mich lachen: "BIN DA" sagt da der Pkw vor Euch :D
    Locksley ist ein tolles Pferd und hat während Eurer Tour wirklich viel gesehen und gelernt. Seine Kumpeline Uraja durfte sich von ihn bestimmt die vielen Geschichten anhören, als die beiden wieder vereint waren.
    Erstaunt war ich darüber, daß gerade die "offiziellen" Übernachtungsmöglichkeiten eher die unfreundlicheren Anlaufstellen auf Eurer Tour waren. Gut, daß die "Weiterreiter" die Fahne der guten und freundlichen Wanderreitstationen hochgehalten haben :-]

  • Hallo Coeslin, ich bin ziemlich erstaunt, daß Ihr solche Tagesetappen, teilweise über 60 km, und das mehrmals hintereinander, gefahren seid. Euer Locksley ist ein tolles Pferd!
    Ich bin schon öfters mit dem (Reit)Pferd mit Fähren übergesetzt. Das Gefährliche daran ist der Untergrund, meist ist das ein sog. Riffelblech. Beschlagene Pferde können da ganz übel ausrutschen, man muss deshalb vorher die Hufe mit Lappen o.ä. umwickeln. Mit Euren Duplos hattet Ihr damit natürlich keine Probleme.
    Gruß FRITZ

  • Erst mal euch allen ein Dankeschön für das tolle Feedback, da berichtet man gerne von solchen Touren.


    Fritz: Wir wohnen hier in der Südpfalz recht bergig und sind idR Runden von 30-40 km unterwegs, auf der Tour war es ja doch weitestgehend eben. Aber trotzdem, so lang sollten die Etappen eigentlich nicht werden, aber durch den Zeitdruck, wann wir von der Ostsee wieder abgeholt würden, mussten wir an die Grenzen gehen. Er hat das super weggesteckt und ist auch hier daheim nach wie vor sehr motiviert bei jegliche Arbeit dabei.
    Zum Thema Fähre: wir sind vor Jahren auf einer Tour zwei Fähren gefahren, einmal die Rheinfähre bei St. Goar und dann eine schnucklige Weserfähre. Dabei hatten wir drei Pferde (zwei Reit-, eines Pack...). Alle waren rundum mit Eisen und Vidiastiften beschlagen. Das mit Lappen oder Socken hatte ich auch schon gehört, aber nimm mal für 12 Hufe genügend Lumpen mit, da brauchts ja fast ein eigenes Packpferd. Socken in den Größen dürften auch schwer zu bekommen sein. Auch bin ich mir bezüglich des Argumentes, dass Eisen im Vergleich zu Stoff mehr rutschen, nicht so sicher, ich selber hätte zumindest Bedenken, in Socken auf dem Fährenblech Halt zu finden. Jemand anderes meinte, wegen des Geräusches, das sei das Schlimmste. Nur gut, dass wir genau dieses Geräusch bei uns trainieren können, in Form eines ca. 2 m langen und 1 m breiten Tropfenbleches, das über einen laut rauschenden Seeablauf drüberführt. Wir waren auf jeden Fall ohne Lumpen oder Socken o.ä. mit den blanken Eisen auf der Fähre und es gab keine Probleme, weder mit Geräusch noch mit Rutschen.
    Die Duplos sind da natürlich die Luxusausrüstung, das muss ich zugeben.

  • Auch von mir vielen Dank für die tollen Bilder und die Erzählungen dazu


    @Herr Nemitz, vielen Dank, das Fax lag heute in meinem Fach:-)

  • Tolle Fahrt und tolle Leistung von locksley!!! Hat er gut gemeistert und gut überstanden! ! :thumbsup:
    Vielen Dank für die Berichterstattung und die vielen Bilder!! Da möchte man gleich selber los!!


    Und auch die Kinder haben gut durchgehalten! ;) Auch wenn sie murren, war es ein unvergessliches Erlebnis!


    Ich finde es immer sehr interessant, welche Leute man unterwegs so kennenlernt!

  • Ich finde es immer sehr interessant, welche Leute man unterwegs so kennenlernt!

    Das ist nach meiner Erfahrung etwas ganz Wichtiges: Durch das langsamere Fahrtempo kommt man mit den Menschen am Wegesrand und auf den Feldern wieder ins Gespräch, im Gegensatz zum Auto und wohl auch zum Fahrrad kann man leicht anhalten und einen kleinen Schwatz nach dem Wohin und Woher machen. Oft erhält man so gute Informationen über stille Seitenwege, Nachtquartiere und Stallungen.


    A, Nemitz

    A. Nemitz

    Edited once, last by A. Nemitz ().

  • Und genau aus dem Grund buchen wir vorab überhaupt nicht mehr. Es findet sich IMMER eine Möglichkeit, dass man bei aufgeschlossenen und gastfreundlichen Menschen unterkommt. Und wir hatten es in der Vergangenheit nicht selten, dass unser geplanter Weg nicht gangbar war, was wäre es da für eine Quälerei gewesen, über Umwege zu einem Quartier zu kommen, anstatt die Route komplett zu ändern.


    Derzeit bin ich in Planung für einen "Kurztripp". Mal eben rüber in den Schwarzwald zu einem Reitertreffen.
    Die erste Etappe wird von uns daheim über den Rhein gehen, rund 60 km, dafür der zweite Tag in den Bereich Achern nur noch gut 30 km. Zurück dann genau umgekehrt, erst die 30, dann die 60 km. Ich freu mich und sitz schon auf heißen Kohlen, obwohl es noch zwei Monate bis hin sind....

  • Ich will im Mai los und bin am Karten studieren. Aber das macht auch Riesen-Spass!!' Nebenbei' :P wird natürlich fleißig trainiert und der Frühling und das Unterwegssein genossen! ! 8)
    :-]

  • Wir wollen im Mai auch wieder los, aber nur eine kurze Tour. Vier Tage von uns in den Schwarzwald, das sind insgesamt knapp 200 km. Die erste und letzte Etappe werden mit +/- 60 km recht lang, dafür die die beiden dazwischen recht entspannnend mit um die 30 km.
    Ich hoffe, beide Pferde mitnehmen zu können und trainiere derzeit recht intensiv. Die Stute läuft sehr gut, locker und motiviert, ich bin guter Dinge.
    Heute geht es zur Kletterhütte in Annweiler, das wären am Ende des Tages irgendwas zwischen 50 und 60 km (wenn wir fahren wie geplant, Abkürzung ist möglich).

  • Vier Tage von uns in den Schwarzwald, das sind insgesamt knapp 200 km. Die erste und letzte Etappe werden mit +/- 60 km recht lang,

    Bei solchen Distanzen können die auch bei uns mal mitfahren.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Hallo Coeslin,ich war heute in Ferbitz bei Martin und habe von eure Tolle Reise erzählt .
    Habe kurz das Problem mit seinem Nachbarn angesprochen. Das Grundstück ist optisch eine Abkürzung zur "Weide" wird ständig von Wanderreitern nicht als Privatgrundstück erkannt. Vielleicht wäre ich auch etwas angesäuert.


    ,Auf dem Weg dahin queren wir noch ein als solches nicht erkennbares Privatgrundstück, dessen Besitzer mit den benachbarten Reitersleuten nicht grade gut Freund sind und werden von denen auch noch angepampt


    Zu der Unfreundlichkeit von Martin möchte ich nur soviel sagen.
    Martin ist unheilbar krank ,mein Besuch ist hoffentlich nicht der Letzte gewesen.
    Euer Erlebnis in Verbitz will ich etwas gerade rücken. Ich bin das Martin schuldig

  • beseland: Das wird mich nicht dazu bringen, dort noch einmal nach Quartier zu fragen. Er war sehr knurrig und unfreundlich, wäre nicht das Pferd gewesen, welches sich den Feierabend mehr als redlich verdient hatte, wären wir 6 km weiter zum nächsten Anlaufpunkt gezogen.
    So haben wir uns halt von jedem anpampen lassen ("Martin" und der Nachbar) und unseren Ärger runtergeschluckt. Die salzige Rechnung am nächsten Morgen für fast nix als Gegenleistung hat unsere Meinung auch nicht gerade positiv beeinflussen können.
    Er mag ein netter Kerl sein, aber diese Begegnung hat das nicht durchblicken lassen.

  • Ein herrlicher Bericht.


    Ist schon komisch wenn man vieles auf den Bildern erkennt und wie die "Heimat" von anderen erlebt wird. Selbst komme ich aus dem Landkreis Gifhorn, arbeite in Wolfsburg und bin der Pferde wegen jetzt in die Altmark gezogen. Einer der Gründe war auch dieses verd... Schild "Waldweg Ein Befahren mit Kraftfahrzeugen und Zugtiergespannen verboten" und diese elende Schrankerei. Wenn dann doch mal ein Waldweg befahrbar ist wird er für den Holzabtransport geschottert. Wir haben versucht mit der Forstverwaltung zu diskutieren, haben viel Verständnis geerntet aber letztlich nichts erreicht. In Sachsen-Anhalt kann man noch viel durch den Wald fahren.


    Weyhausen ist übrigens am letzten Wochenende übelst abgesoffen bei dem starken Regen. In einem Einkaufsmarkt, der nicht weit von eurem Rastplatz weg ist stand das Wasser ca. 40 cm hoch. Meines Wissens haben die immer noch wieder geöffnet.

  • Da muss ich @ramon recht geben wir haben es in Sachsen-Anhalt sehr gut mit der Nutzung von Feld und Waldwegen.
    Hier bei uns im Harz gibt es auch noch nicht einmal viele Schranken so das man eigendlich ungehindert unterwegs sein kann.
    Ein Privatwaldbesitzer hier hatte sogar mal Schilder aufgestellt wo ausdrücklich das nur das Fahren mit Motoriesierten Fahrzeugen untersagt wurde, damit Gespanne weiterhin fahren dürfen.

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