Heuwerbung mit Pferden, Einsatz Heuma

  • Hallo,
    nachdem wir schon einiges mit den Pferden gearbeitet haben (Transport, Holzrücken, erste Versuche auf dem Acker), ärgert mich, dass wir sie bei der Heuwerbung noch nicht einsetzen konnten. Wir haben hier im Weserbergland fast jedes Jahr nur eine Woche als Zeitfenster, in der der erste Schnitt erfolgen kann und es sind ca. 12 ha Fläche. Daher schließe ich derzeit das Mähen aus. Vielleicht nach Umbau meines polnischen Pferdemähbalkens auf Doppelmesser, dann aber im kleineren Maßstab und beim zweiten Schnitt.
    Beim Schwaden allerdings habe ich meist weniger Stress und hier habe ich nun über den Einsatz einer Heuma oder einer neueren Version (z.B. Raptor) davon nachgedacht.
    Wie sind Eure Erfahrungen mit einer Heuma? Vor allem im extrem dicken Schnittgut des ersten Schnitts (Uferbereich der Weser, da wächst es immer wie verrückt). Ich habe Angst, dass dadurch alles zusammen gedreht wird und dadurch beim Pressen in Rundballen Probleme bereitet.
    Freue mich auf Eure Antworten.
    VG aus dem Weserbergland

  • Hallo


    Wir hatte vor jahren mal eine Heuma mit vier Sternen getestet aber sie hat garnicht gut gewendet und beim schwaden ist Sie merfach verstopft hate kein wert. Für Öhmd oder Bergwiesen bestimmt geeignet aber im fetten Gras nicht brauchbahr.


    Bei uns hier in der Gegend, werden bis zu fümf Schnitte gemacht . Lehmboden mit viele kleine Bäche und Gräben viel Südhang.
    Wir düngen auch noch mit dem Pferdemist und haben natürlich sat Futter.


    LG Manuel

    Zitat Ralf Zauner: " Kannst Du schon mit Pferden arbeiten?



    Oder musst Du noch Traktor fahren?"

    (11.09.1965-22.10.2015)


    Unsere HP : ....kochertaler-fuhrhalterei.de


  • Ich konnte meine Heuma (4 Sterne bisher nur zum Schwaden vom Grummet und drehen von Strohschwaden verwenden, was sehr gut ging. Weiter bin ich bisher noch nicht gekommen. Aber warum sollte des Altheu nicht zum Schwaden mit der Heuma sein? Man darf ggf. halt nicht die volle Arbeitsbreite hernehmen.
    Bezüglich der Verzopfung durch des Eindrehens des Futters hatte ich beim Grummet keine Probleme. Beim Altheu kann ich es mir nur vorstellen, wenn das Futter noch recht grün ist...




  • Es gibt schon einige Threads zu Heuwerbung.
    Hier 2:


    Heu werbung


    Schwaden


    Ein Sternrad Schwager welches nach rechts kehrt ist schwierig in der Rechtskurve, da die Räder nicht drehen und der Angriffsfläche sich vergrössert.
    Dagegen Links fahren ist einfach und verstopft nicht. Rechtwinkelige ecken rechen wir von Hand nach. bzw. kürzen die Schwaden mit ein Gabel damit das Gerät in der Wendung nicht arbeiten muss.
    Auch das einfassen ein Frischgemähtes Feld ist kein Problem.
    Wir arbeiten sowohl mit ein Heuma wie aus eine Bautzspinne. Wesentlich sind die Zinken. Es gibt gebogene sowie geknickte. Die gebogene sind schonende.




  • Hallo @DoktorBig, hallo @Noro , hallo @Arthur,


    vielen Dank für Eure hilfreichen Hinweise und schönen Videos! Ich bin seit vielen Jahren interessierter Leser des Forums, hatte auch nach Heuma hier gesucht, aber den Thread Heu Werbung war mir nicht aufgefallen. Toll sind immer wieder die kleinen Dinge wie, dass gebogene Zinken schonender sind etc. Bei uns ist wie beschrieben das Gras im Uferbereich der Weser auch immer sehr dick.
    Gibt es Probleme mit eingedrehtem Heu im langen Gras nur wenn anschließend wieder verteilt werden soll, z.B. bei Nachtschwaden, oder auch beim Pressen?


    Die Homepage von Tonutti habe ich mir angesehen und auch die neuen mittigen beiden Sterne gesehen, die auch dafür sorgen sollen, dass alles Heu bewegt wird, auch insbesondere das direkt unter dem Schwad liegende. Wird hierdurch evt. auch das Eindrehen zum Zopf gemildert? Gibt es Erfahrungen hierzu?


    @E. Schmid wie sind denn Deine Erfahrungen nach den ersten Einsätzen der Tonutti Raptor?

  • Hallo,


    wir haben eine 6er Heuma mit vier Rädern und sind damit sehr zufrieden. Leider kommt sie vorerst nur hinter dem Trecker zum Einsatz.


    Bei den Rechtskurven hat Arthur recht, wir versuchen daher die Kurven sachte anzugehen und erst einmal 2 - 3 Schwade außen rum zulegen und wegzupressen. Danach hat man Platz zum drehen (Sternräder ausgehebelt) ohne ständig die Schwadenden vor sich herzuschieben und Berge aufzutürmen. Die Ecken werden bei uns auch von Hand geharkt.


    Mit Zöpfen haben wir keine Probleme aber wenn von beiden Seiten geschwadet wird ist es manchmal zuviel für unsere Presse (Welger AP 41). Von daher sind wir dieses Jahr dazu übergegangen einseitig zu schwaden und gleich mit der Presse hinterher zu fahren. Bei der nächsten Runde wird dann gleich das mit aufgesammelt was die Presse liegengelassen hat.


    Ich habe wegen unserer Hanglage schwere Stahlräder mit Steg (nur für die Wiese) anfertigen lassen. Wir hoffen das man dann genauer fahren kann ohne das die Heuma bei jeder Lenkbewegung einen Schlenker hangabwärts macht. Ob's klappt sehen wir nächstes Jahr. Da ich unsere Pferde nächstes Jahr gerne direkt anspannen möchte, ist das vielleicht auch hilfreich.


    Diesbezüglich gleich noch eine Frage. Wo geht der Fuhrmann bei einer Heuma? Normal würde ich am Hang immer oberhalb gehen, nur müsste ich dann die Seiten wechseln. Das wiederum macht sich evtl. hinten rum schlecht, weil die Leinen in die Sternräder kommen könnten. Also bleiben doch eigentlich nur drei Möglichkeiten.


    • Einen Leinenaufhalter auf der Heuma anbringen
    • nur im Stand die Seiten wechseln oder
    • erstens und dann gleich hinterher gehen.


    Wie seht Ihr das?


    LG Marcus

  • Hallo Marcus,


    bei unsere Heuma kann man das zweite Hinterrad fixieren. Dies soll dazu helfen das es weniger "schwimmt".


    Selber fahre ich inzwischen viel lieber unsere Bautzspinne. Wir haben viel Wind und können am dritten Tag die Schwad liegen lassen und nur drehen.


    Zu Deine Frage wegen direkt anspannen, die Heuma wurde früher mit Sitz vertrieben. Ein Pferdebauer in der Nähe fährt so. Wir fahren immer mit Vorderwagen.


    Hier ein Bild, eingestellt für den Nachtschwad:


  • Hallo Arthur,


    wir haben eine Niemeyer RLZ66 ähnlich dieser hier:



    Allerdings hat unsere die von dir angesprochenen gebogenen Zinken ( wie auf deinem Bild). Beide Hinterräder kann ich in verschiedenen Positionen arretieren, wobei das rechte HR nur am Hang festgestellt werden soll. Am Hang und auf trockenem, glattem Gras geht es trotzdem manchmal etwas hangabwärts, sodass das VR mit der Deichsel teilweise im 45° Winkel zur Fahrtrichtung gezogen wird - daher die Stahlräder.


    Uns bleibt nur der Direktzug, da wir keinen VW haben. Das war zwar mal angedacht und wir haben uns auch intensiv damit beschäftigt aber momentan ist das erst einmal vom Tisch - vielleicht später mal. Generell gab es früher allerhand verschiedenes Zubehör wie Radgewichte, Sitz, Pferdedeichsel, etc.. Das aber ein Sitz an unserer Heuma angedacht war kann ich mir nicht so recht vorstellen, wo sollte der angebracht werden? Auch möchte ich den Schwerpunkt nicht zu sehr anheben, da wir ja am Hang arbeiten und man weiß nie wie dumm es kommen kann. Daher meine Frage wo denn der Fuhrmann am besten geht. Möglicherweise muss man in Kauf nehmen das man nur auf einer Seite gehen kann.



    VG Marcus

  • Morgen zusammen,
    und noch eine Frage:


    Weiß jemand wie lang die Deichsel für so eine Heuma sein sollte und welcher Mindestabstand zwischen Rad und Spielwaage einzuhalten ist?


    Danke!


    VG Marcus

  • Allerdings hat unsere die von dir angesprochenen gebogenen Zinken ( wie auf deinem Bild).

    Das ist fortgeschrittener Verschleiß. Die so verschlissenen Zinken federn nicht mehr, sondern reißen den Boden auf weil die Winkelung der Zinken zum Boden nicht mehr stimmen und die Spitzen auch nicht mehr federn. D.h. eine umgehende Erneuerung ist fällig!

  • Das ist fortgeschrittener Verschleiß. Die so verschlissenen Zinken federn nicht mehr, sondern reißen den Boden auf weil die Winkelung der Zinken zum Boden nicht mehr stimmen und die Spitzen auch nicht mehr federn. D.h. eine umgehende Erneuerung ist fällig!

    Hallo jkoerner,


    hier in Allgäu werden geknickte und gebogene Zinken verwendet. Je nach Bedarf!


    Die gebogene sind schonender und die von PrinzB abgebildete kratzen eher, besser für langes Pferde Heu.


    Das die Zinken sich abnützen können ist mir unbekannt. Sie werden eher spitz und am Rad rind scheuern sich durch und brechen ab.


    das sind meine Beobachtungen.

  • So sehen die Geräte im neuen Zustand aus. Aber letztendlich hab' ich auch keine Lust darüber zu diskutieren.

    schad, ich hab grad was gelernt
    ich hatte mir da nie Gedanken drüber gemacht

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)