Zehn tote Pferde durch Herpes-Epidemie

  • passenden Impfstoff gibt es schon eine Weile nur als importierte "Bückware" ...

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • passenden Impfstoff gibt es schon eine Weile nur als importierte "Bückware" ...


    Nach allem was ich bisher dazu gelesen habe ist die Impfung gegen Herpes so gut wie sinnlos und es erkranken und sterben sowohl geimpfte als auch ungeimpfte Pferde.
    Einige Berichte schreiben sogar von einer erhöhten Sterblichkeitsquote bei geimpften Pferden.

  • Das liegt in der Natur des beteiligten Virus; was Einzeltiere angeht stimmt das unter Umständen, deswegen werden auch keine Notimpfungen bei schon verdächtig kranken/angesteckten Tieren empfohlen;
    Wichtig wäre der Populationsschutz: die Impfung würde das Ausbrechen einer aktiven Erkrankung verhindern, weil weniger Virus in der Pferdepopulation zirkuliert. Einmal angesteckt bleibt ein Pferd Virusträger, nur je besser die körpereigenen Abwehr, desto weniger Virus wird ausgeschieden, desto weniger zirkuliert im Bestand.
    Nachdem unsere Pferde mangels Impfstoff immer seltener geschützt sind, sich Stress-Situationen unter denen es zur Virusvermehrung kommt nicht vermeiden lassen, werden solche Ausbrüche wohl immer häufiger werden.

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Ja, schon heftig. Wir wohnen 40km vom betroffenen Stall entfernt und mein Mann ist Hufschmied. Ein Teil seiner Kunden haben abgesagt und warten ab, bis man neues weiß. Bei den Kunden, zu denen er fährt, wechselt er vor betreten des Stalls komplett die Kleidung und alles andere wird desinfiziert.


    Aber bis jetzt ist zum Glück nur der eine Stall betroffen, bis jetzt gibt es keine weiteren Fälle. Das ist schon ein bisschen beruhigend, auch wenn die Situation an sich schon besorgniserregend ist.

  • Ein bekannter von mir hat seine Süddeutsche Kaltblutstute wegen Rehe in die Giessener Tierklinik gebracht, hier wurde es von einem Pferd welches mit Kolikverdacht aus dem betroffenen Stall wo 11 Pferde wegen Herpes eingeschläfert wurden mit weiteren drei mit Herpes angesteckt. Eine mords Sauerei, sowas dürfte in einer Universitätsklink nicht passieren. Jetzt geht es los, Klinik will nichts bezahlen,Pferd steht auf der Klippe zum einschläfern. Bin mal gespannt wie die Sache ausgeht. Gruß juergren :evil:X(

  • Dieses Kolikkranke Pferd wurde in die Klinik gebracht, BEVOR im heimischen Stall der Virus ausbrach. Kein Mensch wusste, dass da Herpes im Anmarsch war.
    Das betroffene Pferd war erst in der Inneren und kam dann in die Chirurgie.
    Dann erst brach das Virus aus.
    Sorry, so was kann der besten Klinik passieren.
    Sieht man ja in der Humanmedizin. Was sich da jährlich an Patienten mit sog. Krankenhauskeimen ansteckt geht auf keine Kuhhaut.
    Dem kranken Pferd alles Gute und ich drück die Daumen.

  • Ich finde die Angriffe gegen die Uniklinik in Giessen ebenfalls ein zweischneidiges Schwert.


    Ja, es hätte nicht passieren dürfen. Aber wie würde man wohl als Besitzer eines kolikenden Pferdes (oder mit einer anderen, lebensbedrohlichen, akuten Erkrankung) reagieren, wenn der Zutritt zur Klinik erst nach aufwändigem Gesundheits-Check gewährt würde........

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • Das mag ja sein, aber Fakt ist doch das die Pferde in der Klinik angesteckt wurden. Und wenn mein Freund seine Stute (Sie war geheilt von der Rehe und hat Sie auf eigenen Wunsch noch zwei Tage länger dort gelassen) gleich heim geholt hätte, hätte er seine beiden anderen Pferde auch noch angesteckt, das ist Fakt. Denn am nächsten Tag stellten Sie Herpes fest.

  • hallo bardigiano ,wie kann ich dich pn anschreiben-finde keinen butten

    und ich bin keine "karteileiche" ;-) nur manchmal länger beim shetty


    Mit Tieren kann man reden,sind ja keine Menschen (Adriano Celentano).

  • nur mal zum nachdenken zur Aussage "wäre das kranke Pferd nicht in Giessen gewesen"....


    http://pferde-rhein-main.de/wp…t-ueber-den-herpes-virus/


    Bezeichnend ist folgende Passage:


    "Die Besonderheit der Equinen Herpes 1 Virusinfektion (EHV1) beginnt damit, dass es sich Herpes typisch um eine Infektion handelt, die bereits in praktisch jedem Bestand vorhanden ist, also nicht eingeschleppt werden muss, sondern je nach Region bereits in einer sehr hohen Zahl von Pferden (ca. 80%) versteckt schlummert und – wenn sie so wollen – auf die Gelegenheit eines Ausbruchs wartet."

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies