Säumer für Schutzhüttenversorgung gesucht

  • Die ÖIPK versucht schon seit einiger Zeit ein Pilotprojekt zur Schutzhüttenversorgung mit Tragtieren zu initiieren. Dieses Projekt soll mit einer Dokumentation und Evaluierung aller ökonomischen und ökologischen Fakten einer solchen Versorgung verbunden sein. Bisher scheiterte es meist an der Bereitschaft der Hüttenpächter, sich für so ein Projekt wegen des doch größeren Logistikaufwandes zur Verfügung zu stellen.


    Nun wurden wir informiert, dass sich in Südtirol/Passeier ein Hüttenwirt mit einem über den Sommer bewirtschaftetem Schutzhaus für so ein Projekt zur Verfügung stellen würde. Ein als Selbsstädiger agierender Säumer könnte bei dieser Hütte neben der reinen Hüttenversorgung zusätzlich Trekkingtouren anbieten, da die Hütte in ein gut gehendes Tourismusprojekt eingegliedert ist.


    Voraussetzungen wären:

    • Übernahme der laufenden Frischwarenversorgung (die Grundversorgung im Frühjahr würde weiter per Heli erfolgen) – Tonnage müsste erst erhoben werden.
    • Mindestens gleiche Versorgungssicherheit wie Hubschrauber hinsichtlich Versorgungskontinuität (Ausfälle wegen Krankheit oder anderer Probleme auf Säumerseite müssten abgedeckt werden – keine zusätzliche Heliflüge aus diesem Grund!)
    • Sicherstellung der Lebensmittelqualität beim Tragtiertransport (Kühlkette)
    • Minimierung des zusätzlichen Logistikaufwandes (Mithilfe bzw. Übernahme der Warenbereitstellung und Transportverpackung am Startpunkt sowie Wareneinlagerung auf der Hütte)
    • Dem Hüttenwirt dürfen keine Mehrkosten gegenüber der Hubschrauberversorgung entstehen – bei solchen müsste versucht werden, dass sie durch Förderungen abgedeckt werden können (Diesbezüglich erscheinen die Voraussetzungen bei dieser Hütte günstig.)

    Sollte sich ein Säumer finden, bitte um Kontaktaufnahme mit der ÖIPK

    Lange Ohren sind meine Leidenschaft! Deine auch?

    Einmal editiert, zuletzt von Albert ()

  • Ja der Artikel über das Säumen war von Björn Rau und handelte von dem Säumertreffen 2015 auf dem Schneeberg. Ich versuch mal das Bild hier einzuscannen.
    Gruß
    FRITZ

  • OK - weiß nicht, wer uns da "geschossen hat.
    Hier drei Bilder von mir auf unserem Weg zum Säumertreffen und eines von einer gemütlichen Pause auf unserem Weiterweg danach:





    Lange Ohren sind meine Leidenschaft! Deine auch?

  • 'ne tolle Bilddokumentation zum Säumertreffen gibt's von Jasmin und Norbert bei saumpferd.de dazu - die Fotos sehen zum Teil aus wie Gemälde.
    Ein Blick lohnt sich, oder auch zwei.
     :)

    > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <

  • Uuuups, hab' gerade erst gesehen, dass bei saumpferd.de - Bericht Albert ja auch der Bericht von Albert ist. Wahrscheinlich hast Du sowieso schon den link hier irgendwo beim Pferdekutscher geteilt ... sorry, nix für ungut. Oder - doppelt genäht hält besser. ;)

    > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <

  • Lieber Albert, das ist ein schöner Bericht vom Säumertreffen und der Heimreise. Ich finde, Deine Taori ist das schönste Tragtier gewesen. Können denn Großpferde und Tinker mit Maultieren und Eseln mithalten?
    Gruß Fritz

  • Lieber Albert, das ist ein schöner Bericht vom Säumertreffen und der Heimreise. Ich finde, Deine Taori ist das schönste Tragtier gewesen. Können denn Großpferde und Tinker mit Maultieren und Eseln mithalten?
    Gruß Fritz

    Lieber Fritz,



    Die jeweiligen Stärken von Pferden, Mulis und Esel sind in der Literatur und unter Equidenhaltern ja hinlänglich beschrieben und bekannt. Bei dieser Veranstaltung konnten auch Großpferde problemlos mithalten. Es ist nicht allein die Trittsicherheit bei Gebirgspfaden das Ausschlaggebende, ob Gebirgspferderassen, Esel oder Mulis anderen Pferderassen im Vorteil sind, sondern auch Steigbreite, Wegkehrenradius und Steigtragfähigkeit. Da können eben leichtere, wendigere und kleiner Tiere ihren Vorteil ausspielen.



    Ich bin auf meinen Wanderungen mit meinem Esel auch Wegstellen gegangen, wo ich anderen Säumern nur sagen kann: "Ich weiß es nicht, ob dein Tier dort nicht vielleicht Probleme bekommen wird. Das musst du selber abschätzen können!"



    Da du Tinker ansprichst: Norbert Barons Atlanta (LustundLaune_08 hat oben ja auf seine Webseite verlinkt) ist eine bergerfahrene Tr(corr.)inkerstute. Er beschreibt aber auch in seinem Blog (Tour der unvorhergesehenen Ereignisse) dass sie bei einer Stelle (die sie übrigens schon einmal, Jahre zuvor, in der Gegenrichtung gemeistert hatte) Probleme bekommen hat, während Sunny, sein Muli, sie ohne Probleme begangen ist. Ich bin mit meinem Esel wenige Tage später dort vorbei und habe diese Stelle fast nicht finden können, da sie für den Esel absolut unproblematisch war. Hier ein Foto - vermutlich besagter Stelle:

    Der Unterschied zwischen Muli, Esel und Tinker, ob sie dort Probleme bekommen konnten, lag bei dieser Stelle nur an der Tiergröße– und kaum an Trittsicherheit oder Wendigkeit.

    Lange Ohren sind meine Leidenschaft! Deine auch?

    Einmal editiert, zuletzt von Albert ()

  • Hallo zusammen, nun melde ich mich auch einmal zu Wort.


    Meine Atlanta ist mit 24 Jahren eine betagte ältere Dame und mit Ihrem Gewicht von 550 Kilogramm nicht wircklich geeignet für das hochalpine Säumen. Neben der Tauglichkeit verschiedener Tragtiere ist im wesentlichen die Fähigkeit und Erfahrung des Tragtierführes entscheidend um Gefahren einschätzen und abwägen zu können um letztendlich Abstürze und Unfälle zu verhindern. Die richtige Ausbildung der Tragtiere und ihrer Führer sollte eine selbstverständlich Grundvoraussetzung für das sichere Säumen in schwerem Gelände sein. Unwissenheit und falscher Ehrgeiz können jedes Tier zum Absturz bringen.
    In diesem Sinne wünsche ich allen weiterhin schöne Touren, ohne Hals und Beinbruch.

  • Danke Fritz.
    Ich bin oft mit dem Pferd durchs Rheintal gezogen. Wenn du Wanderreiter bist, dann kennst du vielleicht auch den Freddy Mudersbach aus Sankt Goar - Wernau, das ist nicht weit von Kastellaun.