Stressbedingte Kolik - hat jemand Erfahrung damit

  • Hallo zusammen,


    wir hatten heute zum ersten Mal eine eindeutig stressbedingte leichte Kolik.


    Hat das auch schon einmal jemand miterlebt?
    Der Stress entsteht bei uns durch Scheuklappen die unsere Stute (Kaltblut) völlig ablehnt.
    Bitte keine Diskussion für oder gegen Scheuklappen.
    Fakt ist - sie steigert sich selbst dermaßen in den Stress rein das sie heute das erste Mal dann beim Abschirren bereits erste Kolikzeichen zeigte und sich dann auf dem Paddock sofort in den Sand geworfen hat.
    Ablongieren und führen hat das ganze dann am Ende entaktualisiert. Es dauerte rund 45 min - ein Tierarzt war zum Glück nicht nötig.


    Unsere Stute hatte früher schon mal bei zu schnellem Anweiden leichte Gaskoliken aber das können wir ausschließen, wir sind seit zwei Wochen dabei und jetzt bei 20 min täglich in den Nachmittagstunden. Das letzte Gras vor der Kolik lag als fast 24 Std zurück. Wir weiden also wirklich äußerst vorsichtig an.


    Viele Grüße
    Phoenix

    Edited once, last by Phoenix ().

  • das sind manchmal auch "nur" Verhaltensmuster die einer Kolik ähneln
    ist das Problem weg, hört die "Kolik" schlagartig auf; es ist nicht ganz einfach das eine vom anderen zu trennen; Schmerzmittel helfen nicht, wenn der Auslöser bleibt ...
    wenn sie ohne Scheuklappen zu arbeiten ist, wär das sicher ein Weg
    wenn aus irgendeinem Grund Scheuklappen doch nötig sind: es gibt welche, die lassen ein weites Blickfeld und schirmen nur nach hinten ab

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Leider war es kein Verhaltensmuster - wäre mir deutlich lieber gewesen.
    Das war eindeutig eine Kolik mit Schwitzen (nicht von der Arbeit), verstärkter Atmung und wälzen, aufstehen, wälzen, aufstehen
    Ich hab dann beim anschließenden longieren etwas Luft lösen können - trotzdem ging es noch fast 45 min weiter (schwitzen, erhöhte Atemfrequenz, Unruhe - nicht vom longieren das war nur kurz und keine Rennerei) was wir mit ruhigem Führen abgefangen haben.
    Wie gesagt - ich kenne Koliken von ihr - das war eindeutig eine und zum Glück leichte Kolik.
    Halbe Scheuklappen oder wie man sie auch immer nennt - haben wir bestellt.
    Sie läßt sich ohne Scheuklappen arbeiten - ich habe dennoch meine Gründe einen Scheuklappenzaum im Verkehr verwenden zu wollen unabhängig davon soll sie auch künftig zweispännig laufen.
    Seitdem wir sie an den Scheuklappenzaum heranführen wird es imgrunde immer schlimmer. Sobald die Bezugsperson verschwindet geht es mit der Toleranz des Zaumes bergab, trotz viel Stimme und auch Berührungen. Da sie in einem Dilemma steckt - Verweigern tut/will sie sich nicht, rollt sich sie sich innerlich wohl immer mehr auf durch die für sie bedrückende Situation. Sie ist völlig verspannt und löst sich auch auf längerem Weg nicht wirklich. Heute war die Strecke kurz, eigentlich nur mal um den Block, also nichts was sie überfordern sollte oder gar zum Schwitzen führt - es war eine reine Schrittstrecke. Aber es gab Rasentrecker, Strassenkehrmaschine, Trecker mit Pflug, LKW etc. in der Nähe, nicht neben ihr. Solange sie alles sehen konnte war es gut, sobald die "Dinge" die Krach machen aus ihrem Blickfeld sind verspannt sie total.


    Jetzt mache ich mir natürlich so meine Gedanken.
    Ein Verhaltensmuster um z.B. nicht arbeiten zu müssen schließe ich eigentlich aus. Dafür kennen wir sie lange genug. Sie zeigte bisher immer guten Arbeitswillen, braucht bei neuen Dingen aber immer ihre Zeit, da sie ein kleiner Hasenfuß ist. Die haben wir ihr eigentlich auch gegeben. Zuerst haben wir sie nur mit Scheuklappen geführt, dann mit Langleinen gearbeitet, am Ende dann mit Egge, Reifen und zuletzt mit Kutsche - das ganze über Monate. Sie wurde immer unsicherer obwohl wir immer wieder mit und ohne Klappen arbeiten. Ein Gewöhnungseffekt an die Scheuklappen hat auf jeden Fall nicht stattgefunden, sie werden mehr oder weniger nur ertragen mehr aber nicht. Und jetzt sind wir eben an einem Punkt von scheinbar "nicht-mehr-ertragen-können" denn es zeigt sich eine stressbedingte körperliche Reaktion.


    Für uns heißt das jetzt wir müssen unseren Weg mit dem Pferd zu arbeiten neu überdenken.


    Mich würde interessieren ob es noch mehr Pferde gibt die zu einer stressbedingten Kolik neigen - das muß jetzt nicht durch Scheuklappen sein. Es könnte auch durch andere Dinge wie Turnier, Anhänger, unverträgliche Herdenkonstellation o.ä. sein und wie am Ende die Lösung zur Vermeidung aussah.

  • Ganz anderer Ansatz:
    Hat sie evtl ein -noch unerkanntes- Problem mit den Augen, was die Sache mit den Scheuklappen für sie verschärft?


    Sonst kann ich nichts beitragen, ICH würde, bevor ein Kolikrisiko eingehe, dass ich so eindeutig verhindern kann, nicht mit Scheuklappen fahren. Ein magenerkranktes Pferd bräuchte ich (auch finanziell) genausowenig wie Klinik & Co.
    Aber das magst ja nicht hören ;)

  • Huhu, Hier auch ein klarer Scheuklappenfall (Schiß vor den selbst aufgewirbelten Drecksklumpen bei tempo....und natürlich sämtlich sonstig möglichem zb dem eigenem schatten), Madam steht jetzt seit 1 Jahr mit Dingern beim putzen rum, gewandert sind wir bisher noch nie....noch sind wir am Erhöhen der "Steh"-Zeiten...mfg Kirsten

  • polldi ein Augenproblem liegt nicht vor und das "Aber das magst ja nicht hören" trifft nicht zu. Ich frage ja ob es Lösungen gibt auch mit dem Resultat, dass ich etwas gesagt bekomme was mir nicht so gefällt. Was ich tatsächlich nicht hören wollte sind die hitzigen Diskussionen für oder gegen Scheuklappen.


    Also auf Scheuklappen verzichten ist eine Lösung die wir auch zur Zeit weiterverfolgen dennoch frage ich mich gibt es wirklich Pferde die sich so reinsteigern können bis hin zu körperlichen Auswirkungen wie eine Kolik?
    Da es keine anderen Auslöser gibt und alles im Zusammenhang steht scheint dies auf unsere Stute leider zu zutreffen.
    Ich habe gestern telefonisch mit meinem Tierarzt gesprochen der mir sagte das auch durch die Verkrampfung der Muskulator sich Gas mal ganz blöd an einer Stelle festsetzen kann. Er hat zum Bewegen und zuwarten geraten und 45 min später konnten wir Entwarnung geben. Ansonsten hätte er nach eine Untersuchung ein krampflösendes Mittel gespritzt. Bisher hatten wir schon 4x eine Gaskolik. Die erste war ganz heftig und im Dezember 2012 aufgetreten. So einfach aus dem Nichts - unser Tierarzt sagte an dem Tag herrschte eine Wetterkonstellation (eine Art Föhn-Situation wie in den Bergen) wo bei Pferden mit Kolikneigung schon einmal etwas auftreten kann. Bis zu dem Tag hatten wir nie eine Kolik. Jedenfalls keine die wir mitbekommen haben. Die anderen 3 waren jeweils beim Anweiden entstanden als wir bereits vier Wochen in der Phase waren und dann von 2 Stunden auf 3 Stunden gegangen sind. So eine "schnelle" Steigerung - wissen wir heute - ist nicht gut bei ihr. Wir steigern jetzt tatsächlich beginnend mit 15 min über eine Woche täglich danach bis zu einer Stunde in 5 min Rhythmus jeweils jeden 2. Tag und nach einer Stunde im 15 min Rhythmus jeden 3 Tag. Das funktioniert ohne Probleme. Es sind immer Gaskoliken niemals Verstopfungskoliken.


    Wetterkonstellation und Anweiden kann ich ausschließen. Das letzte Gras 15min lang (sie war jetzt den 8.Tag für 15min täglich in der Weide) hatte sie 24 Stunden vor der Kolik.


    Aber ich werde die halben Scheuklappen versuchen in der Hoffnung ihr und mir damit eine Lösung anbieten zu können. Leider sind die so selten gefragt das sie im Fahrsportladen bei uns nicht auf Lager sind.


    Bennyblue wir arbeiten seit fast einem Jahr daran mit Scheuklappen zu fahren und haben wie beschrieben in kleinsten Schritten aufgebaut.
    Sie versucht immer alles richtig zu machen und gehört nicht zu den Verweigeren.
    Wenn es dann zu solchen Symptomen kommt muß ich unser Vorgehen hinterfragen.

  • Huhu,
    Ich hab das schon alles recht begriffen, ich meinte nur, dass ich noch weit vor dem fahren mit den Dingern bin....auch noch vor Spaziergang mit Dingern, ich warte bis Madam dreibeinig dmait am sicheren Putzplatz rumsteht bevor ich weitermach, ich kann im mehrspänner problemlos ohne fahren und im Einspänner gibt es halt eben nix tempo, so trickse ich mich akut durch und sehe insgesamt schon gute fortschritte in der Akzeptanz. Ganz eventuell könnte Sieltec nochmal ne Option bei euch sein, die sind nämlich arg winzig und sehr weit stellbar. Mir geht aber um Akzeptanz hier und 100% sichere Gewöhnung, deshalb bekommt meine zum Üben Leder und groß. mfg Kirsten

  • So sieht es bei uns auch aus. Also wir haben auch gleich Scheuklappen XXL (Shire) bei unserer am Zaum.
    Was ich sagen wollte damit ist das sie vordergründig die Scheuklappen scheinbar akzeptiert hatte oder anders ausgedrückt ich hab das Problem erstmal gar nicht so ernst wahrgenommen. Sie lief gut an der Hand mit und anfänglich war das arbeiten mit Scheuklappen zwar zappelig ab machbar. Zappelig nahm ich hin im Sinne von es fehlt Routine mit Gewöhnung wird das schon. Es wurde dann aber mit jedem Anspannen schlimmer bis jetzt zur Kolik. Andere Pferde reagieren vielleicht mit einer Art direkten Verweigerung. Sie jedoch nicht. Ist eben ein subtiles Frauchen, total introvertiert, wer sie lesen will braucht lange dazu und wie wir heute sehen, auch die die sie zu kennen meinen liegen mal falsch.
    Am Putzplatz putzen mit Scheuklappen hatte ich als Option auch schon im Gepäck. Seltsamerweise wird mir davon aus Fahrerkreisen immer wiederabgeraten. Aber wie du gehen auch wir schon mal unkonventionelle Wege.


    Wir haben ja noch einen dreijährigen der jetzt auch an Scheuklappen und das Geschirr gewöhnt wird. Er zuckt nicht mal mit der Wimper. Okay - eingeschränkte Sicht na und. Er ist das genaue Gegenteil, extrovertiert und außerordentlich selbstbewußt - mir ist er eigentlich fast schon zu unvorsichtig falls man das so beschreiben kann. Wenn die Herde Gefahr signalisiert geht er erst mal nachsehen ob das stimmt 8o jedoch mit noch hoffentlich genügend Respekt.... Ich meine in unserer Zivilisation ist ja von echter Gefahr nicht die Rede...


    Ich bin kein Verfechter von Scheuklappen aber ich bin imgrunde beim Fahren Anfänger (Fahrabzeichen 2012 und seit 2010 in der "Lehre" als Beifahrer bei einem Haffigespann) und habe die Hilfe eines langjährigen Fahrers der eben auf die Scheuklappen im Zweispänner Wert legt. Deshalb lag die Prämisse beim Einfahren auch im Einspänner mit Scheuklappen zu beginnen.
    Das war - wie es jetzt scheint - nicht unbedingt der richtige Weg.

  • warum mit aller Gewalt weitere Probleme bei/für die Stute riskieren (die ja wohl ohne Scheuklappen besser klarkommt), anstelle mit dem Fahrer, der hilft, hier klar zu besprechen, dass in diesem Fall nicht seine Wünsche, sondern die anhaltende Gesundheit des Pferdes Vorrang hat?


    Ja, ich verstehe das Dilemma, würde aber von jemandem mit Erfahrung dann doch erwarten, dass er flexibel genug ist, bei solch extremer Ausprägung von Stress dann alternative Wege in Betracht zu ziehen.

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • Bitte mal genauer nachhorchen warum rumstehen mit Scheuklappen unerwünscht sei!!! ist oft interessant was da für Begründungen kommen. Und euer Stuti würd ich doch erstmal ohne fahren, wenn die doch damit lauft. ich hab an den Außenpferden im Dreier keine klappen, weil ich ja auch oft ohne Spezialschere fahr, dh ohne Aufhaltefunktion, womit die Pony bei X Ortscheid in die Füße bekommen können, deshalb sollen die hier unbedingt nach hinten gucken können. und ob wer im Zweier Panik bekommt wegen Peitschhilfe nachbar sollte/muss man doch erstmal ausprobieren, meine sind diesbezüglich relativ autark, einfach weil wir auch Langstrecken fahren und ich Husch ja jahrelang fast nur via Pitsch dirigiert hab. mfg kirsten

  • Nach Deiner Beschreibung ist Deine Stute nicht unbedingt ein Fahrpferd- sie scheint den Menschen dichter bei sich zu brauchen. Vermutlich wird es ihr im Zweispänner besser gehen, dann ist sie "da vorne" nicht ganz allein.
    Ich selbst habe meine Ponys immer gerne ohne Klappen eingefahren, damit sie in Ruhe ihre Umwelt betrachten können. Die Klappen habe ich später erst dazu genommen, wenn sie entspannt und zufrieden vor dem Wagen gingen.
    Wirklich unerlässlich sind Klappen mE nur, wenn man sein Pferd dressurmäßig auf dem Platz arbeiten möchte ( dann aber auch im Einspänner) , für den normalen Alltag im Straßenverkehr und auf Feld und Flur halte ich sie für verzichtbar.


    Zu den Stresskoliken: für mich klingt es so, als habe Dein Pferd möglicherweise ein körperliches Problem und die Stresssituation ( oder das Anweiden oder oder...) sind dann nur noch der letzte Auslöser - schon mal an Magengeschwüre gedacht?
    Sie sind bei Pferden sehr verbreitet und können die Ursache vieler Probleme sein. Gerade sensible, introvertierte Pferde neigen dazu, Magengeschwüre zu entwickeln und daraus entsteht ein fieser Teufelskreis:
    Es ist ständig ein latenter Schmerz vorhanden, der das Pferd nach innen horchen und dünnhäutig werden lässt. Schon kleine Stress- Auslöser schlagen auf den Magen, der Schmerz verstärkt sich-das Pferd verkrampft sich, wird immer empfindlicher...


    Magengeschwüre lassen sich inzwischen mit Antibiotika recht gut behandeln! Damit sie aber gut abheilen und nicht wiederkommen muss man einige Dinge beachten:
    Dem Pferd muss ständig gutes Heu zur Verfügung stehen, Fresspausen sollten vermieden werden.
    Ausreichend Bewegung! Am besten sind solche Pferde in Offenställen aufgehoben.
    Und dort: eine stressfreie Umgebung! Unruhige Herden, aggressive Weidegenossen machen alles nur schlimmer ( Pferde mit Magenproblemen sind oft eher unten in der Hackordnung)
    Manchmal hilft es dann, wenn das Pferd zu den Fütterungen separiert wird.
    Und : KEIN Kraftfutter, bzw nur kleine Mengen und die erst nach mindestens einer Stunde Heufütterung.

  • Sanhestar es ist das ERSTE Mal das sie diesen Stress so zeigt. Das offenbarte sich erst gestern.
    Bisher bin ich bei der Verspannung und Unruhe erst mal von einem unangenehmen Gefühl ausgegangen und nicht von echtem Stress.
    Arbeiten müssen ist ja nun mal bekanntlich nicht immer das was Pferd jetzt und in dem Augenblick besonders toll findet.


    Infolgedessen hat unser Ausbilder auch nicht gesagt, wir lassen jetzt die Scheuklappen weg.
    Ich denke nicht das sich unsere Stute absolut nicht zum Fahrpferd eignet, sie geht ja ohne Scheuklappen alleine gut.
    Das Problem liegt einfach in der fehlender Sicht und das ihr das eben scheinbar erhöhten Stress verursacht. Ich denke nicht das es zu einem Magengeschwür geführt hat. Vorstellen kann ich mir allerdings das zusätzlich noch andere Faktoren mit hineinspielen und der Stress nur der Auslöser war wie Pauline es anführt. Trotzdem hinterfrage ich bei solchen doch schon einschneidenden Folgen die Nutzung von Scheuklappen.


    Nochmal mich interessiert vor allem ob noch andere ähnliche Erfahrungen mit stressbedingten Koliken vielleicht auch in Verbindung mit Scheuklappen gemacht haben?
    Haben halbe Scheuklappen dann etwas verbessert, gab es andere Lösungen?


    Das Problem wird von uns auf die ein (grundsätzlich ohne Klappen) oder andere Art (Gewöhnung an halbe Scheuklappen) gelöst, ich setze nicht die Gesundheit des Pferdes aufs Spiel.


    Haltung: ganzjährig Offenstall mit 24 Std-Heuzugang (3 Pferd/Pony und vier Netze) - so gut wie kein Kraftfuter
    Hackordnung gibt es keine, sie lebt in absoluter Harmonie in Kleinfamilie mit Chef Minishettymann und Kaltblutjüngling (3 Jahre) wobei der Jüngling nach ihr kommt.


    Bis jetzt brauchte ich bei unserer Stute nur wenig Peitschenhilfe, sie geht sehr gut auf Stimme und Leinenimpulse.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen das alle beide sich von Peitschenhilfen für den jeweils anderen eher nicht irritieren lassen. Bliebe aber noch auszuprobieren.


    [Blocked Image: https://lh3.googleusercontent.com/--APDHh9HQS8/VxtWfBv7yXI/AAAAAAAADeY/Cjhw3q02EAMr8GX2kPOtKjl7BkuvNrJbwCCo/s516/03092015-02.jpg]


    Ich fand sie zwar nicht erfreut über die Scheuklappen jetzt aber auch bisher nicht dermaßen gestreßt wie gestern
    und wir waren noch nicht mal mit der Kutsche unterwegs sondern hatten nach der Winterpause nur den Reifen dahinter


    [Blocked Image: https://lh3.googleusercontent.com/-cvo-fl9S9fY/VxG_vi_XYlI/AAAAAAAADZI/haVp3a2uu-AdU39LocAH8c81w_Srf_Z0ACCo/s583/2013-05-30-2982.jpg]


    Bild aus 2013


    [Blocked Image: https://lh3.googleusercontent.com/-uMdRjV1VksY/VxtXYmuSqEI/AAAAAAAADek/msIy3FBokKUxc4VQW-gdL5Q2TMb6b8RagCCo/s575/07092015-01.jpg]




    [Blocked Image: https://lh3.googleusercontent.com/-eCvt4F3kbl4/VxtYbPOyTeI/AAAAAAAADew/xlmOis-jUmgxys2Bb6cMSi7eVVun9m5HQCCo/s625/03092015-05.jpg]

    Edited 5 times, last by Phoenix ().

  • Deine Haltungsbedingungen sind optimal - das ist doch wunderbar!



    Quote


    Das Problem liegt einfach in der fehlender Sicht und das ihr das eben scheinbar erhöhten Stress verursacht. Ich denke nicht das es zu einem Magengeschwür geführt hat.

    Nein, natürlich nicht :rolleyes: . Magengeschwüre entstehen in der Regel durch Infektion mit Helicobacter pylori , genau wie beim Menschen auch. Und genau wie beim Menschen auch sind bestimmte Charaktere anfälliger dafür als andere. So ein Geschwür kann schon viele Jahre vor sich hinschlummern und erst durch sich steigernde Stresssituationen aktiv werden.


    Ganz ehrlich: mit "ich glaube nicht" machst Du es Dir etwas einfach!
    Eine Kolikneigung ist ernst zu nehmen weil lebensbedrohlich und nicht durch Erziehung, Anweiden mit Stoppuhr oder das Weglassen von Ausrüstung in den Griff zu kriegen.
    Du solltest Ursachenforschung betreiben und nicht nur an den Symptomen herumschrauben...

  • Pauline ich vertrau auf meinen Tierarzt - denn der ist mein erster Ansprechpartner bei Gesundheitsproblemen und nicht das Internet
    Es war die 4. Kolik in 6 Jahren wovon drei ohne Medikamente auskamen und nur eine einmalig eine krampflösende Spritze brauchte. Ursachenforschung für diese Neigung ist bereits erfolgt.
    Ich suche nicht nach Lösungsvorschlägen für mein Problem durch den Post hier sondern ich suche nach anderen die ähnliches erlebt haben und nach Austausch deren Erfahrungen.


    Wenn ich es mir leicht machen würde, dann würde ich mir keine Gedanken darüber machen ob ich etwas ändern muß = ob die Ursache bei mir liegt und meiner Arbeit rund um das Pferd

  • also ich würde auch an Magengeschwüre denken. Magengeschwüre haben auch "normale" Ponys, so wie unser 2 1/2 alter Hengst, der bis zu seiner durch die Magegengeschwüre ausgelösten Kolik noch nie was gemacht hatte. Wir mußten wegen einer plötzlichen Kolik in eine Tierklinik und sind dann ins Tierspital Zürich und haben dann dort an einer Studie der Uni Zürich teilgenommen (sehr interessante Projekte, siehe mehr dazu unter http://forschungpferd.ch/index.php/stiftung/projekte ).


    Das Pony hat also - so wie der Mensch auch - den Wirkstoff Omeprazol bekommen (6 Wochen) und kein Raufutter, nur Gras. Es wurde mehrere Magenspiegelungen gemacht und dann waren die Geschwüre weg. Seither sind 4 Jahre vergangen und alles ist gut...


    Als Magengeschwüre auslösende Ursachen sieht Fr. Dr. Katharina Birkmann sozialen und physischen Stress, hohe Kraftfutterrationen, lange Fütterungsintervalle sowie nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Phenylbutazon. Sowas kommt also weit häufiger vor als man denkt. Hier noch ein paar Zahlen zu den Pferden mit Magengeschwüren. Bei Rennpferden im Wettkampfsind es 100 Prozent, im Endurance steigt der Anteil von 48 auf 93 Prozent bei Pferden, die an Wettkämpfen eingesetzt werden. Und selbst Fohlen sind davon nicht verschont – der Anteil liegt zwischen 22 und 57 Prozent.


    Nebst einer medikamentösen Therapie empfiehlt Fr. Dr. Birkmann, bei der Fütterung anzusetzen: Reduktion oder Verzicht auf Kraftfutter, Leckerli und Mash, dafür Heufütterung über den ganzen Tag verteilt, damit mehr puffernder Speichel in den Magen gelangt.


    LG
    Dartie

  • ein Magengeschwür scheint lt. TA zum jetzigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich. Bisher hatten wir es sporadisch mit leichten Gaskoliken zu tun die bis dato immer auf einen Futterzusammenhang schließen ließen. Die Stute hat ansonsten keinerlei Darmprobleme.
    Unser TA empfiehlt noch keine TIerklinik oder Magenspiegelung.
    Bis jetzt sind keine Probleme mehr aufgetreten.


    Danke für eure bisherigen Erfahrungen!
    Wir werden das ganze sehr sorgfältig im Auge behalten.
    Der sichere Ausschluß geht nur über eine Magenspiegelung.