Heuballentransport

  • Aber ganz gewiß...wenn ich so beobachte wie sich es Flitze Mittwinter stundenlang auf Lauer legt um die eine Katze zu erwischen, die zugegebenermassen nicht besonders intelligent sich einbildet ne Abkürzung durchs Paddock nehmen zu müssen....oder es wartet bis Husch tief in der Sonne mittagsschläfle für ältere Herrschaften pennt und dann pirscht es von hinten ran und haps ein beherzter Biß ins seitlich entspannt hängende Öhrli….ist die Rache dafür das es sein Leben lang rangnieder bleibt (warum wohl nur?). mfg Kirsten

  • die in der gemieteten Scheune nicht funktionieren würden.

  • Das ist Klasse !

    Ob das mit Pferden auch so gut geht ?

    ja. geht.

    meine können das auch.

    habe leider kein so schönes filmchen davon.

    Mit Tieren kann man reden,sind ja keine Menschen (Adriano Celentano).

  • Ich habe in 35 Jahren Pferdehaltung am eigenen Hof mit Heu auch einiges durch. Die Zeiten ändern sich. In DDR-Zeiten hatten wir nicht genug Land, um selbst Heu zu machen. Zu kaufen gab es auch kaum. Stoppeln ging. Großballen gab es nicht. für Heu hat unsere LPG extra locker gepresst, damit das Heu gut durchlüftet. In den Kurven flogen ballen runter. Die durfte man stoppeln. Das hab ich mit Eselchen und kleinem Wagen mit hohem Aufbau getan.
    Nach der Wende hatten wir dann 3 ha Land. Einige Jahre hatte ich einen kleinen Schlepper, dahinter Pferdemähwerk, Gabelheuwender, Schwader, Trommelschwadwender. Z. Teil lose eingefahren mit Esel, später pressen lassen. irgend wann hatten die hier nur noch Rundballenpressen. Die Rundballen haben wir mit Hilfe von Freunden aus der Großstadt, für die "zum Heu einfahren auf's Land" ein Event war, mit Geländewagen und Pferdehänger eingfahren. In den letzten Jahren ist es bei uns so trocken, dass auf unserer Kuppelweide Heu machen einfach nicht mehr lohnt. Die gekauften Rundballen hat man mir zwar in der Scheune gestapelt, aber das runterholen (mit eingeschlagenem Dorn und Geländewagen) , auseinanderzerren und in stall und Auslauf schaffen hatte ich dann satt.
    Seit einigen Jahren nur noch Großquaderballen (hier schwer zu bekommen) die mir in der Scheune gestapelt werden. Die schneide ich auf und kann das Heu scheibenweise in Stall und Auslauf mit GROWIkarre. Die ist mir inzwischen zu schwer.
    Jetzt hab ich mir wieder ein Eselchen gekauft. mit dem ziehe ich das Heu mit Kinderschlitten mit Gestell drauf täglich in Auslauf und Stall.
    Die heute übliche ad libitum Heufütterung hätte früher überhaupt keiner in Erwägung gezogen. Alle tun so, als würden sie das zum Wohle der Pferde tun. In Wahrheit liegt es wohl eher an den Rundballen, die man kaum auseinander bekommt und deshalb lieber komplett in den Auslauf stellt.

    Demnächst wird mir Eselchen auch beim misten helfen. ich habe mir einen Panjewagen bauen lassen, mit dem ich durch die Stalltüren komme.
    Esel anlernen war schon etwas speziell. Aber inzwischen geht sie sehr brav, vorwärts, rückwärts seitwärts. Mein Pony wäre mir dazu zu rappelig.

  • In Wahrheit liegt es wohl eher an den Rundballen, die man kaum auseinander bekommt und deshalb lieber komplett in den Auslauf stellt.

    ....

    Rundballen sind ja "aufgewickelt", die lassen sich genau so einfach wieder "abschälen", wie eine Zwiebel. Braucht etwa 3 m Platz. Ich mache das jeden Tag morgens und abends bei meinen fünf Pferden, die kriegen ihr Heu immer portioniert.

    In Wahrheit liegt es wohl eher an der Bequemlichkeit der Leute, dass die Ballen einfach auf die Weide / Paddock gestellt werden!

    Eine ganz andere Baustelle ist es natürlich wenn du Pferde- oder Rinderherden hast von 20 - 200 Tieren.


    renatus

  • Kleiner Scherzkeks. Denkst Du ich bin blöde? Wenn ich einen eingestapelten fast 2m-Ballen mit Auto runter geholt habe, dann liegt der wo und wie er gefallen ist, oft genug auf der Seite. Aber selbst wenn er steht, steht er zu dicht an den anderen, als dass Platz zum Abwickeln wäre. Und dann wird es schwer. Die Dinger sind so groß und schwer, dass sie nicht mehr ohne Technik zu bewegen sind, alleine. Durch die Lagerung rollt da nichts mehr.
    Ich setze alles daran Quader zu bekommen. Mit der Rundballen hab ich jahrelang gekämpft. Das ist heute nicht mehr drin.

    Das mit der Bequemlichkeit wollte ich so drastisch nicht ausdrücken. Aber wie geschrieben. Je nach Größe und Umständen kann es zum Kraftakt werden, die auseinander zu bekommen, wenn Wickeln nicht möglich ist.

  • Hallo kaidan,

    das mit den Rb abrollen stimmt so wie von dir geschrieben,

    ich habe seit Jahrzehnten einen Frontladerschlepper,

    hierdurch bekam ich schon früh durch Vollerwerbsbauer Rundballen.

    Die ersten Jahre hatte ich meine Rinder und Pferd noch in Stall-Scheune.

    Wegen Platzmangel stellte ich die Rb in je eine Ecke,

    das Heu und Stroh zu entnehmen ein Kraftakt:cursing:

    Heute habe ich meine Tiere in Offenstall und für die Rundballen rundherum Platz.

    Jetzt ist das Futter zu entnehmen kein Problem mehr:thumbsup:

    Die Rinder bekommen allerdings je zwei Rb komplett in ein gekauftes Fressgitter.

    Die Pferde bekommen wegen Übergewicht nur Portionen.

    MfG

  • kaidan

    Ich stelle hier keinesfalls deine Intelligenz in Frage. Heuballentransport ist ja eher eine technische Herausforderung. Vielleicht habt ihr in D ja andere Ballen als wir hier in F. Die Grössten sind hier bei 120x160 cm, ca. 350 kg. Kann ich gerade eben noch selbst rollen (ist etwas mühsam, aber geht).

    Ich vermeide hingegen Quaderballen (hier 120x250) weil ich die nun absolut nicht mehr bewegen kann. So hat jeder seine "Vorlieben".


    renatus

  • Die Quaderballen brauche ich nicht mehr bewegen. Die liegen trocken eingestapelt in der Scheune. Da ich portioniert füttere, nehme ich einfach scheibenweise ab.
    Viel einfacher als sich mit Rundballen zu balgen.
    Aber jeder hat andere Gegebenheiten.

  • Wir müssen unsere Heuballen immer über den Hof rollen. Anders kriege ich sie da nicht weg wo unser Lieferant sie ablädt.

    Wir kriegen ca 1x im Monat 4 Ballen Heu und 3 Ballen Stroh.

    Ich fände es schon praktisch wenn mir mein Pferd dabei hilft und ich nicht immer jemand zweites bitten muss.

    Ob es auch ohne Schere funktionieren kann? Nur diese Nägel an den Seiten? Es geht nur um 20m Strecke und 2 Kurven.

    Das sollte kein Problem sein, wenn die Nägel lang genug sind --> das kommt auf die Pressdichte an. Wenn die Nägel dann noch schöne große Köpfe haben, kannst du entsprechend lange Kettenstücken mittels Ring vor dem Einstecken auf die Nägel aufschieben. Diese dann einfach nur noch mit den Strängen verbinden - fertig.


    Hm komisch, vorhin als ich das geschrieben habe war Dorinas Post auf der letzten Seite - scheinbar wurden die letzten Seiten nicht angezeigt . Dann schreibe ich gleich mal weiter:


    Im Hinblick auf Rundballen haben wir das gleiche Problem, allerdings mit Stroh. Unser Heu pressen wir auf unseren Flächen zu kleinen HD - Ballen. Die sind schön handlich und die ca. 2000 Stück bekommen wir auch auf unserem Heuboden unter. Viel mehr geht aber auch nicht.


    Das Stroh hingegen haben wir uns bisher nach Bedarf als Quaderballen per Autoanhänger von der LPG geholt. Das klappte super, mit Radlader hochkant aufgeladen und ab nach hause und den Hänger direkt neben die Pferdestalltür gestellt. Dort wurde dann das Häubchen aufgesetzt, das überstehende Stroh abgestochen und in den Stall geworfen. Auf diese Weise steht das Stroh trocken und muss nur noch Schicht für Schicht eingestreut werden.

    Seit 2018 presst die LPG nur noch Rundballen - die passen weder auf den Hänger noch durch die Tür. In einem anderen Thread Wie händelt ihr Stroh - Rundballen (im Stall)? hatte ich schon darüber geschrieben. Zum Glück gab es noch einige alte Quaderballen, die wir gleich für uns reserviert haben. Damit hat sich das Problem auf das nächste Winterhalbjahr verschoben. Favorisiert hatte ich damals eine rollbare Unterlage/Wagen auf dem der Rundballen so auf einem Drehteller gelagert ist, das man ihn schön abwickeln kann. Aber auch die Anhänger vom Anfang dieses Threads (mit Seilwinde) finde ich spannend. Da wäre sogar das Transportproblem gelöst. Allerdings ist nach wie vor der Knackpunkt die trockene Lagerung in Stallnähe.

    Edited 2 times, last by PrinzB ().

  • Der Siloballen war an einer Seite aber schön schwarz verschimmelt. Soetwas würde ich meinen Pferden nicht zu fressen geben. Das füttern von ganzen, unkontrollierten Silageballen halte ich bei Pferden für untragbar, denn die wenigsten Silageballen haben eine durchgehend gute Qualität, um einfach so verfüttert zu werden.


    Warum sich Pferdehalter mit diesen großen, schweren Ballen quälen, anstatt angepasste Ballenformate zu nehmen, das bleibt mir ein Rätsel.

  • Hallo,

    habe das Video auch gesehen,

    Super Toll die gehorsamen, gängige Pferde.

    Sie werden sicher nicht nur zum Rundballentransport eingespannt?

    Es ist ein Vergnügen so ein eingespieltes Team zu sehen:thumbsup:

    @ Lawirant,

    ich selbst habe Jahrelang "Heulage" an nur 2 Pferde gefüttert.

    War sogar eine Haflingerstute dabei, die hatte beim Vorbesitzer Hufrehe.

    Gab zumindest bei mir in 20 Jahren keine Probleme

    Pferde und auch Rinder fressen keine schimmelige Silage.

    Hier ein Pferdereitstall füttert sogar im Sommer Silageballen?

    MfG

  • Pferde und auch Rinder fressen keine schimmelige Silage

    Da sollte man sich mal die Fahrsilos bei so machem Rinderhalter genau anzusehen. Wenn diese unzureichend verdichtet wurden, dann ist das Silo voll mit Schimmelnestern und das Rinder und Pferde kein verschimmeltes Futter fressen gehört leider ins Reich der Märchen. Zumal sich das giftige Pilzmyzel bei einem größeren Schimmelfleck bereits im ganzen Ballen ausgebreitet hat, auch wenn man es nicht sehen kann.


    Heulage ist ein Ausdruck, den man nicht verwenden sollte, wenn man etwas Ahnung von Grundfutter und dessen Herstellung hat, denn Heulage gibt es nicht. Entweder das Futter im Ballen ist siliert = Silage oder es ist nicht siliert = vergammeltes, hoch pilzbelastetes Heu.

  • Moin Lawirant.

    Dann scheinst du ja zu wenig Wissen / Erfahrung über die Herstellung von Silagen zu besitzen .

    In den einschlägigen Dokumentationen und Lehrbüchern, die dir ja sicherlich bekannt sind, kannst du dein Wissen ja auffrischen.

    Gruß Martijn

  • Hallo Lawirant,

    das waren nur meine persönliche Erfahrungen.

    Landwirte die TMR in Futtermischwagen mischen ,

    so wie heute sehr viele Landwirte, hier sieht es anders aus.

    Aber meine Mutterkühe, Rinder und Pferde die einen ausgepackten Silageballen in einer Futterraufe vorgelegt bekommen,

    haben bei mir in 20 Jahren nicht einen schlechten Silageballen gefressen.

    Die riechen an dem Ballen, gute Silage duftet?????????

    Schimmelige Silage stinkt schon sehr schlecht.

    Ich habe in einem Winter 47 Ballen entsorgt,

    bzw mitten in der Winterweide ausgepackt,

    die Rinder haben lieber Heu gefressen.

    So meine letzten Erfahrung vor ca 4 Jahren.

    Seither habe ich keine Silage mehr gemacht.

    Nutztieren sollte schon gutes Futter gefüttert werden,

    sonst sind Krankheit oder Unfruchtbarkeit vorprogrammiert?

    MfG

  • vor allem: "nur 6 minuten" für das ganze gedöns -und der ballen ist oben.

    Mit Tieren kann man reden,sind ja keine Menschen (Adriano Celentano).