Kolonne fahren

  • Guten Tag,
    meine Erfahrung: Üben, üben, üben. Weiche Hand, feste loben, wenn das Pferdchen locker wird. Nicht festziehen.
    Das Problem: Man findet so wenig Gespanne , um zu üben.
    Grüße
    Florian

  • Hallo, ihr Lieben,


    vielen Dank, daß ihr von euren Erfahrungen und Überlegungen berichtet habt; ich fand es hochinteressant, davon zu erfahren und habe daraus lernen können.


    Offenbar hat mein Vergleich mit gerittenen Pferden hier Widerspruch ausgelöst - ich korrigiere also gerne meine Ansicht:-) Eigentlich hatte ich auch eher gemeint, einem Reiter ständen mehr Mittel zu Gebot, sich mit seinem Pferd zu verständigen, aber das ist ja hier nicht Thema. Also: Reitpferde pullen auch.


    Das Temperament eines Pferdes scheint eine große Rolle zu spielen - einige tun es, andere nicht. Was die ausschlaggebenden Faktoren sind, warum ein Pferd gesittet sich in eine Kolonne einreiht, ein anderes dagegen nicht, scheint nicht ganz klar zu sein, aber offensichtlich scheint man mit dem richtigen Üben einiges bessern bzw. durch unglückliches Verhalten ("Pferd nach vorne orientieren") etwas in die falsche Richtung lenken zu können.


    Unstrittig scheint zu sein, daß es von Vorteil ist, wenn das Pferd im allgemeinen auf die Hilfen des Fahrers reagiert:-) und daß es schwer ist, andere Fahrer zum gemeinsamen Üben zu finden. Wäre es nicht so umständlich und unmöglich, würde ich euch der Reihe nach besuchen kommen zum Üben und Lernen:-)


    Ich habe noch zwei Dinge in dieser Sache:


    Gestern abend habe ich im Internet einmal nach Lösungen für dieses Problem gesucht. Gähnende Leere habe ich gefunden. Versuchsweise habe ich auch englische Seiten durchforstet - ich bin zu einem einzigen vernünftigen Treffer gekommen; ein englischer Fahrclub hat Richtlinien zum sicheren Fahren ins Netz gestellt.


    Zum Thema Kolonne gab es da genau zwei Aussagen:
    1. Wenn man in Kolonne fährt, legen sich die Pferde ins Zeug.
    2. Will man das beherrschen, schnalle man die Kandare schärfer.


    Im Pape habe ich zu diesem Thema übrigens auch nichts gefunden; das mag aber am oberflächlichen Durchsuchen gelegen haben.


    Heute waren wir wieder unterwegs und ich hatte ein Schlüsselerlebnis, zumindest ein kleines: wir trabten auf einem ehemaligen Bahndamm, der eigentlich nur für Radfahrer gedacht ist. Wir wurden mit hohem Tempo von einem Fahrradfahrer überholt, der sich nicht angekündigt hatte. Und Moritz wollte hinterher. Und wie er das wollte. Gemäß den Richtlinien meiner Fahrlehrerin ("laufen lassen, der beruhigt sich schon wieder"), habe ich ihn mit sanften Paraden an meine Anwesenheit erinnert, ihm beruhigend zugesprochen und nach etwa 300 m hatte er sich soweit sortiert, daß ich ihn anständig in den Schritt bringen konnte. Das war nötig wegen Umfahren der Poller und das ging dann auch unspektakulär.


    Es ist nicht ganz vergleichbar mit Kolonne fahren, aber vielleicht ein bißchen schon.
    Ich hatte den Eindruck, er ist nicht ganz bei mir und wünschte mir, ich hätte Mittel, ihm meine Anwesenheit schneller wieder zu Bewußtsein zu bringen, ohne gleich grob zu werden. Da werde ich üben müssen.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin


    @Sabine
    Wegen der Hunde - ich meinte mit meinem Vergleich ein selbstbelohnendes Verhalten. Jagen gilt als selbstbelohnend und ich überlege, ob Hinterherrennen auch selbstbelohnend ist, ob es tatsächlich so etwas wie Siegeswillen o. ä. gibt.


    @Santina
    Ich finde, wenn man die Ursache eines Verhaltens erkennen kann, kann man damit arbeiten. Sonst stochert man im Nebel und macht vielleicht sogar etwas ganz Verkehrtes.

  • Und ob Ponys einen Siegeswillen haben! Murmel würde sich eher die Lunge aus dem Hals rennen, als zweiter zu werden.
    Er hat immer mit meiner Arabärin trainiert. Wir mussten öfter anhalten, weil der Schimmeline die Luft ausging, als das Murmel man nicht mehr dabei war.


    Damit Dein Pony nicht vergisst, das Du noch dahinten dran hängst, kannst Du nur über immer wiederkehrende Halbe Paraden arbeiten, oder auch mal in Falle das er schon unterwegs ist, mal mündlich deutlich an Dich erinnern. Meine Jungs reagieren darauf gut. Nur Murmel will immer an die Spitze. Er ist aber auch hier mein Lehrpferd für die anderen, weshalb er Zuhause zu 98% vorne geht. Wahrscheinich ist es also mein Fehler.

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Hallo,


    @Sonja
    Danke für die Tips - dann scheine ich es ja im Prinzip nicht gar so verkehrt zu machen. Selbstverständlich werden wir weiter üben - ich will mich eigentlich nicht damit abfinden, daß sich der Autopilot einschaltet.


    Aber es mußte hier ja auch ein kräftiges Mini-Kaltblut sein, wenn es schon kein "richtiges" Kaltblut sein kann. Was brauche ich mich da über Kraft und (Arbeits-)Willen zu wundern?


    Wenn Du eine Lösung siehst für Murmel, bitte, berichte hier davon!


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Hallo,


    naja, 300 m in denen das Pony weitgehend das Tempo bestimmt, nur weil ein Radfahrer überholt hat, das würde ich aber durchaus etwas energischer versuchen zu unterbinden... Ich kenne die Situation vor Ort natürlich nicht, hätte aber von deiner Beschreibung her den Eindruck, dass du zu passiv bist und dein Pony entscheiden lässt. In solchen Fälle kann eine klare Ansage (Parade, Stimmhilfe) direkt im Ansatz des unerwünschten Verhaltens meist Abhilfe schaffen, 2 m später kann man i.d.R. loben und nachgeben. Man ist schließlich Fahrer und kein Ponypassagier ;-) Wie gesagt: Im Zweifelsfalle erst vom Boden aus Üben.
    Natürlich sollte man sich keine sinnlosen Kämpfe mit dem Pferd liefern, aber das Pferd darf m.E. NIE den Eindruck gewinnen, dass es das Tempo bestimmen darf. Es gibt Situationen (z.B. Massenstart auf Distanzritt) wo ich nicht auf die Idee käme, zu versuchen das Pferd Schritt gehen zu lassen, aber ich verlange dann eben einen halbwegs zivilisierten Trab (und die Möglichkeit, im Notfall anhalten zu können), bei dem das Pferd immer denken muss, dass genau das meine Anweisung ist - und nicht seine Entscheidung.
    Zum Thema: "Der beruhigt sich schon wieder"... DAS funktioniert rein gar nicht bei fitten und temperamentvollen Pferden, z.B. am Berg, der wird schon müde werden.... Kann 10x gut gehen, beim 11. mal ist das Pferd fit genug um mit 35 km/h über die Kuppe zu schießen - dann viel Spaß. (Schreibt jemand, der schon einen Pferd geritten ist, das nach 70 km in Trab und Galopp fragte, ob man das schöne Wiesental runter jetzt nicht mal unkontrolliert Vollgas geben könnte -ohne äußeren Anlass, nur eben ein einladender Weg...Hätte ich mit dem Pferd nicht vorher mal abgeklärt, dass ich zumindest grundsätzlich das Tempo bestimme, wäre es sehr schnell geworden...)


    Mein Pony will übrigens eigentlich sowohl Radfahrern als auch Joggern hinterher. Während Radfahrer schnell weg sind, könnte ein Pony im Nacken dem Jogger wohl einen Schrecken einjagen :-P u.A. deshalb ist das eben nicht erlaubt...


    Gruß Tina

  • Hallo, Tina,


    danke für Deinen Kommentar zur Sache!


    Du plädierst also für sofortiges energisches Eingreifen, ja?
    Welche Art Stimmhilfe stellst Du Dir vor?


    Zu Deinem Vorschlag des Übens am Boden: ich glaube nicht, daß Du meinst, ich solle ihm hinterherlaufen, oder? Also, das ginge hier schlicht nicht, dazu bin ich nicht sportlich genug. Und im Schritt - es gibt keine bekannten Probleme. Er geht und steht nahezu mustergültig. Angespannt üben wir Anhalten/Anziehen. Da muß etwas korrigiert werden. Und auch das funktioniert stetig besser.


    Letztlich wird mir wohl niemand die Entscheidung abnehmen können, aber sollte sich dazu jemand noch äußern mögen, wie sie bzw. er das handhabt, würde ich mich freuen.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • da Husche ja einspännig gefährlich ist haben wir das Beipferd langsam durch die Hund ersetzt, nach ersten Tötungsversuchen beidseits, sinds ein super Team geworden, so dass ich jetzt die Hunde auch mal mit Schleppleine zum Üben nutz (2 Schlittenhundmixe....absolut nicht wildsicher), ich mein du hast auch Hunde? Und ich denk schon das Greenorest hinterherlaufen meinte, du wirst dich noch arg wundern wieviel du am End laufen wirst!! (ich behelf mir mit Skistöcken/krüken da unsicher auf den füßen). So Jogger sind von der Kutshc aus schwierig unter Kontrolle zu bekommen, sowas geht vom boden aus viel schneller (und sei es, dass man vorher mal schon was Dauerlauf übte und gezielt auf Jogger lauert). und Greenorest hat auch recht mit zunehmender Kondition funzt das wir lassen mal grad Stress wegrennen nur begrenzt, meine regen sich viel schneller ab als früher und gehen später hoch, aber wenn dies heut passiert, dann sollt einem schnell ne gute Idee zur Deeskalisation kommen.....mfg Kirsten

  • Dass er das beim Radfahrer auch versucht hat, macht ein Üben solcher Situationen ja einfacher.
    Wenn wer vorweg joggt/radelt, kann dieser wer ab und zu spontan die Richtung wechseln, abbiegen, bremsen, extrem langsam werden etc. - so dass Dein Pony nicht nur stumpf ins Hinterherrennen und Hirn abschalten kommt, sondern etwas Achtsam bleibt.
    Liesse sich in einige Richtungen ausbauen - ob's wirklich hilft ist die andere Frage.
    Bei der Welsh-Dame damals hätte rein gar nix geholfen. (Deswegen durfte die mit 23 ihren ersten Distanzritt gehen...)

  • Ardennerin: Darauf zielte meine erste Frage in diesem Thread ab: "Bestimmst du das Tempo oder dein Pony!" Und die Antwort lautet dann wohl doch "Im Zweifel das Pony!" ;)
    Glücklicherweise ist mein Pony eher Energiesparmodell, die tendentiell eher bei Aufregung schneller wird. Jogger und Radfahrer sind egal; Begleithund auf gleicher Höhe beeindruckt auch Null; Nichtsdestotrotz sehe ich das wie greenorest... Auch nach 50 km Trab und über 3000 Höhenmetern können die (in dem Falle Reit-Welsh) noch seeeehr deutlich anfragen (und wehe es erzählt mir nochmal wer, dass die Motivation nach 20 km nachlässt)
    Aus dem Grund bin ich da rigoros: Auch (oder erst recht) das Kutschpony hat das Tempo zu gehen, welches ICH will. Entweder eine kurze eindeutige Parade erstickt die Anwandlung im Keim ("ups... ganz vergessen, dass da noch wer am Ende der Leinen ist, der was zu sagen hat"), oder ich diskutiere, bis Pony nachgibt und man sich auf ein gesundes Mittelmaß einigt (beim "verrückten" Reit-Welsh meist der Fall) oder ich pariere durch zum Schritt (beim Kutschpony meist der Fall) und trabe erst wieder an, wenn das "ich will da hinterher" weg ist... oder ich steige eben ab und führe (ganz früher auf dem Heimweg mit der Kutsche so gewesen). Es führen einfach zu viele Wege auf vielbefahrene Bundesstraßen; da möchte ich ungern drauf landen.
    WIr haben einen super einladenden ansteigenden Weg; selbst Pferde, die noch nie da waren, fragen bereits beim Einbiegen an bzgl. Gangartenwechsel. Das Pony grummelt immer, wenn da dann eine kleine Parade kommt akzeptiert es aber sofort, denn sie weiß: Wenn sie "so tut als wenn nichts wäre", dann kommt spätestens nach 1/3 des Weges das "Beschleunigungskommando" (und wer gedacht hat, das Pony schlendert verträumt vor sich hin... SO aufmerksam und prompt reagiert sie sonst nie wie auf diesem Weg thumbsup.png)

    Never be afraid to try something new;
    remember: Amateurs built the Ark
    but Professionals built the Titanic...

  • WIr haben einen super einladenden ansteigenden Weg; selbst Pferde, die noch nie da waren, fragen bereits beim Einbiegen an bzgl. Gangartenwechsel. Das Pony grummelt immer, wenn da dann eine kleine Parade kommt akzeptiert es aber sofort, denn sie weiß: Wenn sie "so tut als wenn nichts wäre", dann kommt spätestens nach 1/3 des Weges das "Beschleunigungskommando" (und wer gedacht hat, das Pony schlendert verträumt vor sich hin... SO aufmerksam und prompt reagiert sie sonst nie wie auf diesem Weg )

    Oh ja! An diesen *Lieblingswegen* reicht es schon anders zu atmen. Manchmal ist ein Gedanke schon genug zum Gas geben.


    Murmels Problem ist (zum Glück) nur in Verbindung mit anderen Pferden da. Klar, wenn wir grade Bummelschritt (das bei Murmel ein guter Gebauchsschritt ist) fahren und wir werden von Joggern oder Radlern überholt, zieht er auch an, aber ein zartes annehmen der Leinen und ein leises He reichen aber um wieder in den Gewünschten Modus zurück zu schalten.
    Wenn ich hinter anderen Pferden anhalten will, tut er das, aber er lauert bis zu einer Distanz von 1,5 - 2 km in Sichtweite darauf hinterher zu dürfen. Mit stehen hat es dann auch nicht viel zu tun. Er ist da wie ein Pulverfass mit berennender Lunte, dessen Länge nicht bekannt ist. Er windet sich wie ein Aal, selbst wenn die Hufe fest am Boden bleiben. Dsas tun sie dann aber eher selten. Wenn er sehr aufgepuscht ist, steigt er, aber nicht *gefährlich*, sondern weil er seiner Engie einfach einen Weg öffnen muss. Wenn er dann endlich folgen darf hat er einen Takt wie
    Sleipnir, als hätte er 8 Beine. Und das in jeder Gangart.
    Wende ich, in dem ich einen anderen Weg nehme oder umdrehe, ist er ganz schnell wieder unten und mit Fingerspitzen und Flüstern zu fahren. Zeigt mir aber schon, das er gerne noch mal richtig rennen will, ohne damit zu stressen.

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Da meine alte Reitstute eine verkappte Rennziege war, die nach dem ersten Trab im Gelände keinen Meter mehr Schritt gehen konnte (auch nicht mit 26 Jahren, da hat kein Trainer und auch keine Ausrüstung was ändern können :S ), bin ich von derartigen Ideen geheilt und demenstprechend streng mit meinem Pony, wenn er auf eigene Ideen bzgl. des Tempos kommt. Vor allem, weil man im Vergleich zum Reitpferd auf der Kutsche noch weniger Einflussmöglichkeiten hat und die Gefahr von einem durchgehenden Tier mit Kutsche hintendran um ein Vielfaches höher ist.
    Mein Pony pullt in der Kolonne gerne auf den ersten Kilometern, lässt sich aber immer regulieren (bei den ersten Touren war dann die eine oder andere Parade auch mal heftiger und immer in Verbindung mit der Stimme, aber mit nachhaltiger Wirkung). Meine Einstellung dazu: lieber einmal ein Donnerwetter und dann ist Ruhe, als immer wieder zu diskutieren.

    Suns always shine :)

  • Jupp, dass nervt mich an meinen Pony am meisten: Das der Ton heftig sein muss, so ein höfliches Säuseln wird hier leider nicht registriert.....Husch ist speziell aber auch fazinierend: geflucht wie ein Bierkutscher kann man anschließend sehr oft die Leinen "hängenlassen" (bei der Tante dreht es sich ums Thema stehen statt steigen), aber wehe man bittet höflich.
    Im Falle Husch ist ein kräftiges STEH, MADAM! UND ZWAR JETZT deutlich erfolgversprechender als STEH! und wir arbeiten jetzt seit 6 Jahren an dem Problem, okay, wenigstens die lange deftige Fluchserie können wir uns mittlerweile sparen, aber ich hätt gern die gleiche Reaktion auf ein halblautes: Steh! Zum Glück reichen bei den anderen scharf jedoch leis gesprochene Kommandos. Und in der Kolonne fahrend merk ich auch, dass wenn man nicht nachgibt sich die Situation nach 10 km verbessert. mfg Kirsten

  • Hallo,


    vom Boden üben: Ich meine schon, neben/hinter dem Pony herzulaufen, auch im Trab ;-) Wenn ganz viel zu klären ist, in normaler Führposition, wenn ihr schon weiter seit, vom Boden aus fahrend. Erstens kann hier nicht groß was passieren wenn das Pony mal explodiert etc., zum zweiten hat man hier bessere Mittel, das Pony einzubremsen als auf dem Sulky.


    Stimmhilfe kommt drauf an - vereinbare etwas mit deinem Pony. Bei mir ist es "laaaaangsam"


    Mein Pony ist anfangs in wilden Bocksprüngen explodiert, wenn ein anderes Pferd in Sichtweite auftauchte. Inzwischen ist er recht zivilisiert, immer noch schnell und ehrgeizig aber eben kontrollierbar. Übungssache. Hätte ich den Kerl ein paarmal hinterherrennen lassen, hätte jetzt sicher gar keine Bremse mehr im Pony.


    Gruß Tina

  • Hallo, ihr Lieben,


    hier ist also eine eindeutige Meinung: durchsetzen, auch wenn es mal mit - nun, ja: weniger damenhaften Mitteln zugehen muß.
    Ay, Ay, mesdames! Ich werde von unseren Fortschritten berichten.


    @Tina
    Danke - ich verstehe jetzt, was und wie Du es meinst. Ich muß schauen, was ich davon umsetzen kann - nicht, daß es nicht alles klar und vernünftig wäre.
    Ich freue mich, daß das bei euch so gut geklappt hat und hoffe jetzt, daß sich auch hier noch Einiges bessert.


    @Kirsten
    Ja, Hund als Trainingspartner wäre da, allerdings eher von der unsportlichen Sorte (HSH-Mix, keine Schlittenhunde). Mitnehmen würde ich den Hund furchtbar gerne, wage aber nicht, ihn an der Kutsche anzubinden (Schleifgefahr?). Auch bei Dir bringt Säuseln nichts? Ich schäme mich manchmal so, wie ich Moritz verbal angehe...


    @gentille
    Ganz Deiner Meinung.


    Am Sonntag werde ich testen, wieweit ich komme, da ich jetzt weiß, daß ich auf meinem Tempo bestehen soll.


    Danke an alle.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Äh, hier wird nix an irgendetwas angebunden ohne Sicherung....heukordel oder halbe heukordel ist immer zwischen Tier und Gegenstand! Die Schlittenhunde sind aufgeschirrt und nach über jahr nun fest mit den Zugsträngen an Kutsch befestigt, jedoch mit patenthaken dessen auslöser mittels winzkördelchen in meiner Griffnähe endet. Bitte Nachhilfe HSH-Mix? Also ziehen kann definitiv jeder Hund und bisher fanden das hier noch alle toll plötzlich Rucksack zu tragen oder etwas zu ziehen (im weitesten Sinn SH-Mixe). Es gibt natürlich anfangs grad eine gewisse Schleifgefahr, besonders wenn Mensch jahrelang Knecht des Hundes gemacht hat, dauert es das schonmal 2-3 Fahrten bis geklärt ist, dass man beim Arbeiten nicht an jeder Ecke schnüffeln bzw. scheißen kann, sondern das in den Pausen zu erledigen hat. Aber ehrlich? So ein Hund ist nicht blöd und hat einen gesunden Überlebenwillen, der ihn durchaus zu Lernleistungen befähigt. Wir hatten bisher 5 unterschiedliche hundis öfter an Kutsch mit und es gab nie erwähnenswerte Szenen oder so. Die Kutschpony schätzen den neben ihnen laufenden hund als Partner in "gefährlichen" Situationen und auch ängstliche Hundis werden plötzlich mutig, wenn der Riese daneben so cool bleibt. Irgendwie hatte ich das jetzt in 2 jahren Hund mit noch nie, dass beim Einachser Hund vorn mitlaufend sich plötzlich zur Flucht nach hinten seitlich entschlossen hat (äh, was wir öfter hatten war bei unsern extrem wildernden exemplaren, das die sich im erstne Jahr vergassen und versuchten zb den aufgescheuchten Rehen vorwärts seitlich zu folgen...der eine kandidat war deshalb stets ohne Sicherung mit dessen zugleine hatten wir zweifach um die Reling gewunden und Ende in Kinderhand, denn 37 kg mit Speed entwickeln Kräfte, im Jahr 2 laufen beide brav mit, sind eh Engel geworden). mfg Kirsten

  • Ah, Kirsten,


    danke für die Erklärungen. Aber wo denkst Du hin? Bzw. wo denke ich hin?


    [OT - Anfang]


    Schleifgefahr - angebunden ohne Kirstens Patentauslöser:-) bei durchgehendem Pferd und wild schleudernder Kutsche. Das sind meine Horrorvorstellungen.
    Früher habe ich nie den geringsten Gedanken an evtl. Gefahren im Zusammenhang mit Pferden verschwendet, aber seit ich begonnen habe zu fahren, hat sich das sehr geändert.


    Herden-Schutzhund = Hirtenhund ungleich Hütehund ungleich Schäferhund
    große, ruhige, eigensinnige Dickköpfe


    Ich überlege immer mal, ob ich die Kutsche nicht so umbauen soll, daß ich ihn mitnehmen kann... er ist so sperrig, daß er nicht auf die Sitzbank und auch nicht in den Fußraum paßt. Auf der Gig ist gar kein Platz für ihn.


    [OT - Ende]


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Hallo,


    hier noch ein paar Anregungen:


    So kann es aussehen, wenn die Pferde das korrekt gelernt haben:





    Gruß Tina

  • Super Videos!


    Das kleine Pony ist wirklich herzig, wenn es so neben den Grossen herflitzt. Und der Blick vom Grossen zur Seite als das Pony von links kommt.


    So eine schöne "Flusseinfahrt" hätte ich auch gerne.

  • Danke, Tina!


    Sehr schöne Demonstration. BTW: weiß jemand etwas über diese Halskoppel, die die Pferde im ersten Video tragen?


    Mir fällt auf, wie entspannt es da zugeht - und wie angespannt und streng reglementiert dagegen unser Kolonne-Fahren ist. Ob das vielleicht der Schlüssel ist?


    Ich werde am Sonntag versuchen, ob es nicht möglich ist, zeitweise nebeneinander zu fahren. Das könnte ich mir noch gut vorstellen, wenn der Weg es zuläßt. Vielleicht hilft auch gegenseitiges Überholen - das könnte ja die Situation lockern und Moritz zeigen, daß er nicht auf ewig eingesperrt ist auf seiner Position.


    Im Geiste suche ich jetzt nicht nur nach Übungspartnern, sondern auch nach Übungsstrecken - tatsächlich habe ich schon etwas ausfindig gemacht, wenn es auch lange nicht so idyllisch ist.

  • Was mich im ersten Video stört, ist das die Mädels immer wieder mit dem Leinen treiben. Sind wir denn im Wilden Westen?


    Im zweiten Video erinnert mich das BSP sehr an Murmel. Er hippelt zwar nicht so rum, sondern zeigt seinen Unwillen darüber, das er überholt wird kaum, dafür aber um so deutlicher, wenn er hinten bleiben soll.
    Es wäre also interessant auszuprobieren, was er durch ständige Wechsel lernt. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten. Entwerder die Frustationsgrenze sinkt oder steigt.

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

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