Navigationsgerät

  • Hi, liebe Forengemeinschaft,


    bestreitet jemand von euch seine Wanderfahrten mit Navi? Mittlerweile gibt der Markt ja etliche wandertaugliche Geräte her.
    Im Sommer war bei uns ein Weitreiter auf der Durchreise (4500 km von Bayern an die französische Atlantikküste und wieder heim), der hatte das Garmin Montana und hat es empfohlen.
    Ich kann wunderbar Karte lesen, aber bei Strecken von über 400 km ist das kein Schnäppchen (im Maßstab 1:25000) und zudem nicht unerheblich Gepäck.


    Hat jemand Erfahrung damit? Oder gibt es Gründe, die dagegen sprechen....


    Würde mich über Denkanstöße und vor allem Praxisberichte freuen....

  • Wir haben das Garmin Oregon. Immer, wenn ich es ein paar Monate aus der Hand gelegt habe, starte ich wieder neu, wie es zu bedienen ist...
    Kartenformate etc.
    Da sind aber alle Garmins gleich grauenvoll. Ohne eine größere EDV-Affinität sind sie sehr mühevoll zu bedienen, da sollte man schon wirklich Spaß an der Materie haben...
    Im Gegensatz zu meinem Smartphone ist dem Garmin dafür aber noch nie der GPS-Kontakt abgebrochen...
    Wenn GPS, dann definitiv ein Garmin. Und wenn Garmin, dann ist man eben fix bei 400€...


    Des Feuerreiters weitere Tour kannste übrigens hier nachlesen: http://www.pferd.de/threads/64…eitritt-2015-wohin/page78

  • Hi, Polldi, vielen Dank für die ersten Erfahrungen.
    Habt ihr dann trotzdem noch Kartenmaterial dabei bzw. jemals darauf zurückgreifen müssen?
    Die Preise von Garmin, kein Billigteil, aber wenn ich mir überlege, wieviel Geld ich bisher in Topo-Karten investiert habe auf unseren diversen Touren, da wäre ein Navi schon längst drin gewesen....


    Die Feuerreiter-Tour kenne ich natürlich, aber trotzdem danke...

  • Nutzen das Ding nur zum Wandern und MTB-Fahren.
    Klar, ohne Karte geht's niemals los! Als Backup Pflicht!
    Mit dem alten Garmin standen wir mal in der Heide in dichtem Blätterwald und kein GPS-Empfang, da half dann die Karte.
    Und die Batterien sind IMMER ausgerechnet dann leer, wenns spannend wird :)

  • Wir nutzen für Wanderritte das Garmin Montana 650t. Alle notwendigen Karten sind im Gerät bereits enthalten, so dass dafür keine weiteren Kosten anfallen. Die Akkulaufzeit ist deutlich höher, als vom Hersteller angegeben, auch wenn man den ganzen Tag die Hintergrundbeleuchtung an hat. Notfalls läuft das Gerät auch mit normalen AA-Zellen. Routen werden vorher über die Garmin Basecamp-Software geplant oder bearbeitet, so dass das Navi auf der Tour nur als reine "Karte" fungiert.
    Normale topografische Karten sind natürlich auch immer zur Reserve dabei.

  • Ah, Gardist, du hast ja dann genau das für uns interessante Gerät.
    Hmm, welchen Maßstab als Karte habt ihr denn als Backup dabei? Nur eine grobe für die ungefähre Richtung?
    Denn wenn ich eh Karten kaufen müsste, weil ich dem Navi nicht vertrauen kann, wäre es ja doppelt gemoppelt. Mit dem Navigieren per Karte habe ich null problemo, das Navi sollte also als Kartenersatz (Gepäckminimierung) dienen....klappt das?

  • Die topografischen Karten sind im Maßstab 1:25000. Im Navi entsprechen die Karten eigentlich genau den topografischen Karten. Vertrauen kann man dem Navi schon. Die Karten sind eben nur Backup, falls kein zweites Navi als Reserve dabei ist.
    Schön ist es natürlich, wenn die geplante Strecke bereits im Navi hinterlegt ist. Das hatten wir z.B. gerade vor kurzem auf einem Wanderritt von Neustadt-Dosse nach Redefin.

  • Gewichtstechnisch wirst Du nichts sparen - dank Ersatzbatterien und/oder Ladegerät für Akkus.

  • Im Vorjahr habe ich mir für unsere Wanderkutschenfahrt in Kroatien ein Garmin Montana 600 zugelegt. Als Karte habe ich mir die im Internet frei verfügbare www.wanderreitkarte.deinstalliert. Die war in dem Gebiet, wo wir unterwegs waren, informativer als alle verfügbaren und gekauften, gedruckten Karten. "wanderreitkarte.de" basiert auf open street map und ist z. B. direkt bei uns zuhause eher Mist. Es kommt also auf die Qualität des installierten Kartenmaterials an, wie gut dich dein GPS bei einer Wanderkutschenfahrt unterstützen kann.


    Bei unserer Fahrt hat sich das Navi als Orientierungsmittel bewährt. Ich hatte es mit einer serienmäßigen Befestigung an der Reling vor mir montiert. So konnte ich vom Bock aus direkt auf die Anzeige sehen. In der Praxis war eine Bedienung mit Fahrhandschuhen nicht gut möglich. Aber auch ohne Handschuhe war zur Bedienung (und Einschalten) meist ein Halt notwendig.


    Die Route hatte ich mit www.gpsies.com (Tracks for Vagabonds) geplant und dann die Tracks auf das Garmin übertragen. Damit war ich recht zufrieden. Mittlerweile wird es noch andere gute Kartensoftware im Netz geben.



    Im Forum habe ich unter Die Parenzana -unsere Trüffelkutschenfahrt über unsere Fahrt berichtet. Dort ist auch ein Link zu den Tracks, die ich verwendet habe.

    Lange Ohren sind meine Leidenschaft! Deine auch?

  • @Polldi: Platz wollen wir sparen, Gewicht ist in diesem Grammbereichen zu vernachlässigen. Und Karten nehmen Platz weg, ich fand das immer ätzend bei den Wanderritten....


    nikt : Danke für den Link, werde ich bei Gelegenheit näher reinschauen...


    Albert : Vielen Dank für dein Statement. Hört sich doch schon ganz vielverstprechend an. Hattet ihr auch noch eine Reservepapierkarte dabei?
    In den Thread werde ich gleich mal reinlesen.

  • Moin,


    vom Radfahren her hab ich ein Garmin GPSMAP 60c (ca. 12 Jahre alt). Damals war an Smartphones nicht zu denken. Auf diesem hab ich auch noch die Topo-Karte 1:25000 zum laden kaufen müssen.


    Ein großer Vorteil des Gerätes ist, dass der Stromverbrauch relativ niedrig ist und handelsübliche Batterien passen. Es ist wasserdicht (zumindest kann es aus eigener Erfahrung starken Regen ab). An der Kutsche find ich nach wie vor die Übersicht mit Uhrzeit, Sonnenuntergangszeit, Geschwindigkeit und gefahrene Strecke gut. Meines ist an der Halterung der Kurbelbremse befestigt. Ein Vorteil der alten Geräte sind die Knöpfe zur Bedienung, die funktionieren auch mit Handschuhen noch ganz gut (zumindest Sommerfahrhandschuhe und auch mit den dünneren Winterhandschuhen zum Radfahren, wobei ich da nie bei Minustemperaturen gefahren bin).


    Bei den Radtouren hat es vor allem gute Dienste geleistet, wenn man wissen will wo man ist. Leider gibt es kein Verzeichnis der Waldwegschranken!


    Eine Papierkarte habe ich mit dem Programm zur Planung immer noch selbst erzeugt. Mann kann da den Maßstab seinen Wünschen angepasst wählen.

  • ..... Hattet ihr auch noch eine Reservepapierkarte dabei? ....

    Ja, aber wie gesagt, die waren weit nicht so genau wie die herunter geladene "wanderreitkarte.de".

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  • wenn die Batterien grad im ungünstigsten Moment alle sind: vorsichtig warmmachen ...

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • wenn die Batterien grad im ungünstigsten Moment alle sind: vorsichtig warmmachen ...


    Statt Batterien: Akku fürs Navi nehmen. Dann zusätzlich eine Powerbank mitnehmen. Damit kann man Fotoapparat, Handy, Smartphone, Navi,...einfach alles, was ein Kabel mit USB-Anschluss hat aufladen.
    http://powerbanktest.net/
    Funktioniert super und man braucht seine Abende nicht immer mit der Suche nach einer Steckdose :D verbringen

    Never be afraid to try something new;
    remember: Amateurs built the Ark
    but Professionals built the Titanic...

  • Wir fahren mit einem Garmin Origon 450. Meistens auch noch mit Kartenmaterial (aber nicht immer Topos 1:25.000, sondern auch mal Fahrradkarten). Ich finde es immer sehr hilfreich in fremden Gegenden, dass man zusätzlich ein Handy hat und da mal auf Googlemaps die Gegend ansehen kann. So sind wir schon um das eine oder andere Hindernis gekommen.

    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.

  • Hallo,


    es muss nicht unbedingt ein Garmin sein:
    Ich verwende die App "outdooractive" auf einem normalen Smartphone. Karten (TOP 25 und größerer Maßstab) sind in der pro-Version für ca. 10€ vor der Tour runterladbar - man braucht also im Wald KEIN Handynetz. (keine Zusatzkosten, keine ewigen Ladezeiten, kein Problem mit fehlendem Handynetz)
    Die Sache funktioniert zuverlässig und hat sich schon auf mehreren Wanderritten bewährt. Die App läuft auf meinem älteren, billigen Smartphone problemlos und der Akku hält locker den ganzen Tag durch.
    Als Backup würde ich allerdings immer noch eine Papierkarte, gern in gröberem Maßstab, mitnehmen, falls die Technik ausfällt.


    Gruß Tina

  • Vielen Dank euch allen für die guten und hilfreichen Antworten.
    Das mit der Powerbank ist mal ein richtig guter Tipp, so ein Ding kommt auf jeden Fall mit, sind ja genügend Geräte dabei, die Strom brauchen.
    Das Montana hat halt zudem den großen Vorteil, nicht nur mit seinem Akku sondern auch mit handelsüblichen Batterien betrieben werden zu können, das ist ein unschlagbares Argument FÜR dieses Gerät.
    Mein Smartphone ist eine Mini-Variante, ich kann mir also gut verkneifen, dieses als Ersatz für ein vernünftiges Navi für eine Tour zu benutzen. Für gelegentliche Runden im Wald geht es oder auch für die erwähnte Google-Maps-Übersicht, aber bei vielen Navi-Funktionen gerade des Montana kann es nicht mithalten. Aber als Backup für den Notfall vielleicht eine lohnende Investition.


    Es wird wohl wirklich auf das Montana hinauslaufen, dazu eine 1:100000 oder 200000 Karte als allernötigste Groborientierung. Kompass ist außerdem dabei und wir werden für Übernachtungen fernab jeder Zivilisation sowieso ausgerüstet sein, wenn denn mal alle Orientierungshilfsmittel versagen....

  • Na das hört sich ja nach einer abenteuerlichen Tour an. Da krieg ich gleich wieder Lust mit zu machen - na ja und wenn ich dann raus schaue, macht Kutsche fahren im Moment nicht wirklich Spass.

    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.