100% still stehen

  • Geht doch :sleeping:https://www.facebook.com/lotha…videos/10201302381078004/
    .. musst bloß noch n büschen üben.


    Mit den Wanderpokalen & gebrauchten Ponys bin ich auch durch. Iss einfach so. Ich bin nicht Donna Quischotta und will es auch nicht mehr werden.
    Was sagte noch der Pferdehändler: "Die bringen mir einen verzogenen Gaul in Anzahlung und wollen einen Top-Neuen. Wie soll das funktionieren Und ich kann auch nicht alle zum Schlachter bringen".
    Ich kann nur jede/n bewundern, der sich die Mühe macht. P.S.: Hupps, is jetz 2-deutig, t´schuldigung.


    ... willste n Keks? ^^

    besten Gruß :-]

    Edited 3 times, last by Igel ().

  • So Verladetechnik mit Kutsche kommt auch als Schaubild immer wieder gut an, nur da bleibt der Fahrer auf dem Bock und zieht im Zweifelsfall nur den Kopf ein (Beifahrer passt meist eh):

    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.

  • Igel : Den Keks nehm ich doch glatt, denn mehrspännig ist Husch auch eher keine Option.


    1. ) Kein vernünftiger Passer vorhanden, zweispännig Dräng/Abdeichselsorgen und als Vorpferd Einhorn, Tandem, Random zwar möglich, aber einfacher mit den anderen....
    2.) Reitpferdzeit ist beendet, abends mal ne Runde um den Block, aber ansonsten sind die Reiteigenschaften baubedingt einfach schlecht. da sie gut bis sehr gut auf Stimme funzt darf sie immer die Anfängers im Gelände schleppen, was beiden Parteien komischerweise gut gefällt. Aber ich hab hier keine Anfänger mehr....mal ein Schulmädel von Kai so alle 3 Monate...
    3.) Arbeiten, das wär die Aufgabe für Madam, die die mit freuden machen würd, aber da ich lahm bin, brauch ich kaum ein Arbeitspferd. Dies minirangieren hier im Hof macht sie klasse und brav.
    4.) Madam ist ein Sozialkrüppel und im Gegensatz zu anderen Forenmitgliedern ist mir da noch nie eine Resozialisation geglückt. Sozialkrüppel bleibt bei mir in aller regel auch einer, lediglich das Ausmaß läßt sich via Arbeit erheblich dämpfen, aber ein Kandidat zur Gnadenbrotfütterung ist dieses Pferd gewiß nicht. Ich vermute ganz stark, dass die EMS hat bzw bekommt, sobald die weniger gearbeitet wird, bei der ist regelmäßige und gleichförmige Bewegung immens wichtig, also langsam und Langstrecke.


    mfg Kirsten

  • PP ist vor allem eine Schule für den Menschen und lehrt unter anderem auch bei kleinsten Fortschritten, dass es Fortschritte sind und man nicht 2.5 Stunden das Pferd müde exerziert. Löst so manches Problem, wenn man denn genug offen ist, sich auf Neues und Anderes einzulassen.

  • Neues von der Stehfront: noch zweimal losgewesen, jedesmal massive Verbesserung Verhalten. Pony hat kapiert, dass Steigen nicht länger geduldet wird und ich mich da am boden durchsetzen kann und das sie einfach abwarten muss ob nu was fürchterliches passieren wird oder nicht. Sieht also so aus, an unseren bisher 5 markierten zukünftigen Stehpunkten im Dorf hat die Dame frei stehenzubleiben also bei durchhängenden Leinen bevorzugt. Klappt ungefähr 5 Minuten in Ruhe, dann folgt Schaukel und Scharren, ich hab dabei ~300-500 gr auf den leinen, also gut akzeptabel. Erfolgt kein Kommando "Abfahrt" folgt nach 5 Minuten Hampelei stehen im Pennmodus sehr lang möglich. Ich bin für die kurze Zeit sehr zufrieden. Wenn Madam auf dem Hof gut arbeiten kann, also frei auf Stimme gehorchen, dann muss ich wohl "Hof" aufs ganze Dorf ausdehnen. Ein Problem, was wir akut noch sehr haben: ich darf nicht reden, dh sobald ich deutlich lobe: fein, braves Pony......meint Madam: supi, jetzt aber sofort nach Hause....und sie frißt mir noch zu wenig (himmel, lehre mich Geduld, es hat jahre gedauert bis dieses Tier überhaupt ein lecker genommen hat, verfressen wird die nie!), dh sobald wir länger als 15 Mintne "unterwegs" sind wird am Brot geschuppert aber gefressen wird da nix, Stimmlob wird aber deutlich als solches erkannt und akzeptiert. mfg Kirsten
    Dreispänner: stehen Hinweg 1a top, fahren vom boden aus hinweg top, zurückrichten vom boden aus und vom bock aus: sehr gut. stehen Rückweg 1. Drittel: bißle piaffe, 2. Drittel: piaffe, schaukel nach ungefähr 30 Sekunden, nach spätestens 2 Minuten kritisch (starkes Steigen und Absprung mit den Hinterbeinen voll in die Kandare, mit leine unhaltbar), mit Kind am kopf bis 5 Minuten möglich 3. Drittel nur am Kinderzu/absteigpunkt möglich, da jedoch völlig entspannt. Hier werd ich erstmal mit den anderen Kandidaten das ganz sichere ruhige stehen separat üben gehen.

  • Heut abend hat Madam zum erstenmal komplette Tour Leckerli gefressen und ich kann ungefähr seit Mitte der Woche : fein oder gut sagen, ohne dass die Madam meint nun die Berechtigung für im Galopp heimwärts zu stürmen zu haben. Wir stehen ungefähr pro Punkt 15 Minuten, 2-3 Minuten ruhig, dann ungefähr 5-7 Minuten harmloses Gehampel (schaukel und Scharren), danach parkt Madam sich mit durchhängenden leinen ein und wird dreibeinig bzw Leckerli fressend. nach ungefähr 15 Minuten folgt nochmal kurze scharphase aber ganz harmlos und kurz. heute standen wir ungefähr 100 m vor Hof mind. 15 Minuten mit durchhängenden Leinen friedlich kopf heimwärts. Bin recht zufireden ich denk so in 2-3 Wochen wieder einspännig versuchen wird, aber ganz sicher erst nach Schwerlast Schlitten und wahrscheinlich erst nachdem ich Einachslastkarren fertig gebastelt hab. mfg Kirsten

  • Kirsten, das Problem mit dem Stimmlob hab ich bei den Hunden, speziell Erwin, sobald ich den lobe, dass er fein bei Fuß geht, stürmt er los.

  • Und bei meinem Hafiwallach das genaue Gegenteil. Sobald ich ihn lobe, dass er z.B. schön an der Longe läuft, hält er an, guckt und meint, dann sei es ja dann gut für heute. :D

  • Stehtraining ist absolut durchschlagend, könnt ich mich in den hintern beißen, dass ich die Madam nicht schon beizeiten vorher in die Laterne gesetzt hab, die steht von Tour zu Tour besser, jetzt sind völig andere Dinge möglich als je zuvor, stehen auf dem hinweg egal wo gibt dreibeinstand bei allen und leinen durchhängend. meine Stimme wirkt besser als früher, ein klares NEIN bei Zirkus bringt nochmal deutlich mehr Minuten "pause", gezickt wird eher halbherzig. und obwohl ich bisher mit den anderen ( nur nell hab ich mir vorgeknöpft, bei der war es auch dringend und gleichzeitig völlig simpel) nix an dem Punkt gearbeitet hab, stehen die plötzlich anders/gelassener. Nochmal paar Wochen Husch nächtliches Stehtraining und der fall hat sich erledigt (okay, natürlich nicht immer und nicht bei jeder Wetterlage, aaaber wir leben ja auch nicht erst seit gestern mit Madam zusammen), schon jetzt sieht man deutlich wie Ruhe und Gelassenheit ins Pferd kommt, die massive Luftscharrerei dämpft sich Richtung Vorderbein kreuzen (hatte ich eh vermutet) und geht rasch in dreibeinstand über. Wie es kommt ists recht im leben, vielleicht wär es vorher einfach zu früh für uns gewesen an das Problem zu gehen, Madam hatte ja nu reichlich genug Baustellen, aaaber ganz bestimmt lern ich hieraus niemals mehr so einen murks zu dulden, sondern werd sofort paar Einheiten "steh" beim nächsten Kandidaten einflechten! mfg Kirsten

  • Hallo, Kirsten,


    ich gratuliere und freue mich mit Dir!


    Und ich werde für mich Konsequenzen ziehen - auch hier wird es so etwas geben müssen. Im stillen hatte ich Deine Geduld bewundert und gedacht, daß ich das nicht tun würde, aber ich sehe, wie es sich auszahlt.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin


    ... die ähnlich Durchschlagendes erlebt hat, als sie begonnen hatte, ein paar sehr energische Machtworte zu ihren Hunden zu sprechen.

  • Ich bin froh, das ich mich mit diesem Thema noch nie beschäftigen musste. Mein süddeutsches hat es gut gelernt bekommen und bei meinen früheren Reitpferden war das auch kein Thema. Wenn ein steh oder Brrrrr kommt dann stehen wir und du kannst wenn magst die Leinen wegschmeißen. Aber stehen ist absolutes Muss.

    Gruß Bernd

  • Jupp, aber ich hab da echt auf dem Schlauch gestanden, die Madam hatte kein Stehproblem, sondern massivsten Heimwärtsdrang, ab dieser Erkenntnis war die Lösung relativ einfach, zumal meine Tiere das Angebunden sein stundenlang an ungewöhnlichen Orten kennen und dulden, war also nur die Übertragung vom angebunden sein auf auch am langzügel, auch an der Schleppe und auch an der Kutsch wird noch folgen....allerdings noch nicht so schnell: jahrelang mit Unart durchgekommen, muss erst sich das Neulern bißle setzen. Und mein Gefühl, dass mein Fahrlehrer und ein Bodenprofi, die mal sich an dem Tier versucht haben flaschne Weg wählten war stimmig, eine solche Unart korrgier ich nicht an "Fremdpferd" und schon gar nicht am Wagen!! mfg Kirsten

  • Huschs Verhalten ändert sich, echt toll zu beobachten: neu ruhiges Stehen, dafür a la Flitz Hals giraffenähnlich nützen (um Umwelt wahrzunehmen), Wahnsinn was sich dieses alte stocksteife Pony noch verrenken kann (äh , Brotstückle gibt es nur wenn die Schnüß maximal li/re hintere kommt). Wir sind jetzt bei 20 Minuten pro Stehpunkt: 10 Minuten ruhig+Halsgymnastik, 5 Minuten wahlweise "schaukel" (leider nicht die gewünschte, zuviel li/re Varianz, mehr so der halbherzige Versuch mit dem po unter die leine zu tauchen leinenaugschrotten/Chaos im Visier, mit tadelnder Ansprache korrigierbar) oder starkes Luftscharren/kreuzen Vorderbein, 5 Minuten dreibeinstand (hat jemand dreibeinstand schon mal fest als Kommando/Befehl installiert??? akut geht der huf wieder zu Boden bei Ansprache, leider...). Lob+Fressen geht immer ohne lospreschen jetzt. Neu: Madam kann die letzten 100 m heimwärts ihren Schritt halten, also ich hab max. 500 gr Leine und Madam läuft Schritt mit extrem hoher Frequenz mit null raumgriff (kann ich gut mit leben). Sie tobt zwar ab und an immer noch, jetzt jedoch mit 500 gr leinendruck ohne lautes gebrülle, eher in Zeitlupe und mit halbierter kraft, echt witzig, ich vermut die testet/spielt noch was das mal in Zukunft geben kann, aber beeindruckend ist und bleibt dieses Pony immer noch für mich: Ein Mini-Kb still mit Piaffe, Levade, spanischen Schritt usw Der Schreine rkann seit Weihnachten nicht meine Haustür reparieren (hat Kind am 24.12. die Glasschiebe eingetreten), aber das benötigte Spezielle Holz fürs Lastkarri hat er besorgt, so dass das da weitergeht---> wird wohl Husche endgültiges Gefährt werden, zweiachsig traue ich Madam nicht genügend und 120 kg+1,40 m Spur ist für die ausreichend Masse hinter, die Bremse sei hervorragend laut Vorbesitzer, der die nur zwecks Korrektur/einfahren nutzte. mfg Kirsten

  • Dreibeinstand hab ich geclickert. Weniger als ruheposition, sondern weil das Plüsch schlecht Hinterbeine geben kann. Auf "drop" entlastet sie nen hinterhuf und ich kann auskratzen, ausschneiden und ggf einmal mit der zange rumknipsen. Zum raspeln oder Schuhe anziehen muss die Gräte dann zwar doch rauf, aber es spart uns schon ne Menge kampf.


    Kann man also sicher auch als ruheposition installieren.

  • Heut zum erstenmal heimwärts auf letzten 500m ausgiebig gepaust --> Bißle gescharre von Madam, versuche der anderen 2 Deppen sich die kopfstücke abzustreifen und sonst nix!! mfg Kirsten

  • Das NICHTSTEHENBLEIBEN können scheint doch weit verbreitet.
    Auch unsere Stute hat ansatzweise dieses Problem und es ist hausgemacht, weil wir es nie wirklich geübt haben.
    Dieses Manko dürfen wir jetzt nachholen, allerdings da ansonsten unproblematisch ist es ein reines Nachsitzen



    Die Technik im Horsemanship mit Seilschwingen ist und war für uns schon immer kontraproduktiv.
    Unsere Pferde sind und werden durch für unsere Zwecke angepaßtes GHP geführt, sie müssen ein streifendes Seil ertragen ohne zu weichen, wie auch einen streifenden Ast. Berührungen an den Beinen oder am Körper dürfen nicht gleich durch zurückweichen quittiert werden. Genausowenig ein Flatterband oder Vorhang. Somit entfällt auch das bekannte Stöckchen von den "Pferdeprofis". Vertrauen ist unsere Basis. Da kann man soviel Seilchenkreisen oder Stöckchenschwingen wie man will. Sie weichen auf das Stimmkommando weil wir es ihnen so beigebracht
    haben.
    Bevor es überhaupt in die Zugarbeit ging (Reiten fällt bei uns weg) fand ein ausgiebigtes Verkehrssicherheitstraining statt.
    Und so sind wir auch immer wieder im Industriegebiet unterwegs. Netterweise gibt es dort ein paar Betriebe (Sägerei, Metallbau, Motorrad- und Autowerkstätten) die für eine Abhärtung der Sinne hervorragende Optionen bieten.
    Unsere Pferde mußten von anfang an allein rausgehen lernen und sie durften niemals in Stallnähe das Tempo allein steigern.
    Trotz alledem kann man Nachlässigkeiten entwickeln, s.o., Stillstehen haben wir leider nicht genug etabliert.


    Die meisten "Unarten" sei es nicht stillstehen oder nach Hause "rennen" sind Ausbildungsfehler.
    Wer ein solches Pferd/Pony hat muß sich dieser Aufgabe des Nachsitzens stellen und je nach Schwere oder Art kann es lange dauern oder gar unmöglich werden.
    Ich kenne Stallkleber die nicht mehr korrigierbar sind, genauso wie unreitbar oder unfahrbar gewordenen Pferde/Ponies.

  • ich hab ja beim Einfahren "pfiff"+ Stimmkommando "tief" (fuer Kopf tief) installiert. War zwischen März und Mai, das Gras schoss langsam aber sicher hoch und das Pony hat gelernt, nach dieser Kombi die Nase ins Gras stecken zu duerfen. somit hatte anhalten und stehen bleiben natuerlich fuer ein Pony einen hohen Belohnungs-Anreiz :D
    zum Anspannen gibts nur den Pfiff, ohne "tief", und ich schieb alle naslang mal nen Mini-Heucob oder ein Möhrenstueck ins Pony. zum Anhalten im Busch im Normalfall auch nur Pfiff und sie steht


    Ist aber auch was, das ich zu Reitpferdezeiten gnadenlos vernachlässigt hatte; da hab ich mich halt irgendwie aufs losmarschierende Pony gehangelt. Wuerde ich wohl heute anders machen, man wird ja bequemer.

  • Die allseits und urplötzlich auftretende "Nackenmuskelschwäche" angesichts einer Futterstelle habe ich unterwegs nie zugelassen. Es kann für das ein oder andere Pony/Pferd eine Lösung darstellen für uns ist das eher kontraproduktiv.
    Unterwegs wird nur mit Stimme und Berührung gelobt.


    Welche Methode für das eigene Pferd gut ist muß man einfach probieren.
    Wer sein Pferd gut kennt wird das richtige tun.