100% still stehen

  • Heut zum drittenmal am Langzügel im Dustern los, Husch natürlich, Kai mit Neo, Moppel, Tria (katzen) bei mit. Beginn völlig genial, zum erstenmal zügig flüssig und sehr gut rückwärts um die bepflanzte Dreiecksverkehrsinsel ohne Kommentar seitens Pony. Sobald sie Rückweg witterte fing der Punk wie gewohnt an, ich hatte heut siegesgewiß Langzügel im Leinenauge Selett...fehler..Steh und Zirkus und dann einfach mal aushalten und schauen bis zu welchen Punkt Madam auffährt (heut war ich mal sehr sicher auf den füßen und hatte Kai bei, die im Notfall noch eingreifen konnt, die 2 mal vorher war ich viel vorsichtiger). Also ganz klar, sobald ein seltenes Auto kommt, plant Madam den "Angriff" dh die macht Scheiß unmittelbar bevor Auto kommt, natürlich nur auf der Gegenfahrbahn, eigene Seite eher nicht. Heut auch mal wieder quer über die Straße gestürmt, aber ich habs noch rechtzeitig mit Peitsch erwischt, ab da nächstes Auto nur noch Vorderbeine auf Straße, drittes Auto hatte ich es dann (muss beine vorne hinten kreuzen lassen, Kopf Richtung Straße). Dann massiv stehengeblieben, daß Kai brotstückle mithatte wußte Madam, also ihrerseits gedämpftes Programm, mäßig steig, versuchen links rum zu kommen, was ich ja nach dem ersten Auto im blick hatte, dann rückwärts, war ich mir heut ganz sicher, dass sie mich nicht treten wird also ich stehengeblieben, Hand auf po und Madam wieder vorgegangen.....und dann hatte sie genug rumprobiert angeboten hat sie mir dann folgendes: 1,5 bis 2 Schritt vorwärts rein in die feste Kandare, dann genau die zwei Schritt zurück, sozusagen Schaukel. und ihre Zwischeneinlage scharren, ein extrem hohes Scharren höher als spanischer Schritt wurde auf einmal ohne Bodenkontakt und Tendenz langsamer, manchmal im Zurückziehen Vorderbeine kruz gekreuzt und Denkpause Pferd, Kai hat gefüttert bei langsamem Luftscharren und Kurzpause Schaukel. ich denk, dies sind beides Angewohnheiten mit denen ich leben kann, ist halt ein altes verdorbenes Pony, wichtig ist mir Eisen bleiben ganz und es wird kein nah am Pony stehender Mensch erwischt. Vor 2 jahren hat sie ja begonnen mir Piaffe anzubieten, dh sobald ihre nerven belastet sind, fängt sie an auf der Stelle zu trippeln, wobei der Hintern nach 2-3 Minuten sehr tief kommt (immer bedenken stark überbaut bis 7 cm auf 1,15m Seitenlänge und daher chronisch tiefe Kopfhaltung) und erst danach geht es ab in die lüfte, allerdings spätestens beim 3. Steiger sollte man nun Plan B haben sonst besucht einen Pony rückwärts im Einachser.
    @ polldi: DANKE! dein tip mit Zurück war es in diesem fall für uns beide, husch haßt zurück und wenn mir es zuviel Zirkus wird, drehe ich und sie darf zurück sich dem heim nähern, scheint sie irgendwie zu kapieren bis jetzt jedenfalls. Für sie senkt zurück und Seitengänge den Streß bzw so kann sie den gefahrlos ausleben und wenn ich nochmal jemand zum füttern mithab, denk ich haben eine Arbeitsbasis für da snächste halbe Jahr erstmal. ich war seeehr stolz auf unsere Schaukel, husch ist halt steif wie Brett, anders kann die ihren Stress nicht lassen, so lang ich dabei nur 300 gr in der Hand hab ist das für mich akzeptabel. mfg Kirsten

  • Schön, dass es einen Ansatz gibt ;)
    Leider hab ich nicht ganz verstanden, was Ihr da heut' versucht habt.

  • Bisher hatte ich mich nicht getraut Madams Wutanfall oder was auch immer Not auszuhalten, sondern hatte sobald die stresste sofort umgedreht und 10-20 m "falsche" Richtung eingeschoben (also wegwärts heim) und dann "falschrum" erneuter Anhalteversuch, der fast immer brav war oder mindestens akzeptabel. Heut abend war die Situation günstig, dh ich mal fest auf den Füßen und Töchterchen als Hilfe bei, also jetzt erste Halteversuche richtigrum (Nase Richtung heim), wir haben uns abgetastet und Husch hat angeboten in Zukunft zu schaukeln also 1-2 Schritt vor/rück, womit ich recht gut leben könnte. Man muss ja immer bedenken, dass das Tierle nicht ganz ungefährlich ist und bockelalt. Im Moment tut sie zusätzlich noch zwischendrinn sehr hoch luftscharren, aber da bot sie heut Abend an in Zukunft dies nur noch in der Luft zu machen, also ohne Funken+Scheppern auf Asphalt, was für mich auch eine deutliche Verbesserung darstellt. Witzig, war das verlangsamen der Scharrbewegung beim Nachdenken und öfter anschließendes Kreuzen der Vorderbeine und kurzes entspannen (genau dann hat Kai tief gefüttert). Das die sich anfangs willig und brav und ruhig eine weite Strecke rückwärts auch um mehrere Ecken "fahren" ließ, zeigt generelle Akzeptanz Mensch hat sich weiter verbessert, zum Zeitpunkt Kauf vor 6 Jahren hat Madam einiges angestellt um jegliches zurück zu vermeiden. Anfangs war bereits 1 Schritt zurück am Putzplatz ein no go. mfg Kirsten

  • Mit "Zurück" hatte meine Grosse anfangs ein Problem.
    Es gibt Ponys, die kennen und können das einfach nicht.
    Als sie kam, ging rückwärts vom Hänger partout nicht.
    Danach war sie vorm Heustall mal in eine 1x7m Gasse geraten. Mein Mann hatte vergessen, sie zuzumachen. Als ich abends nach Hause kam, stand sie drin, hinter sich alles vollgeäppelt, also seit Stunden. Es hätten 3-4 Schritte rückwärts gereicht!


    In einem Reiturlaub (Marlie) hab ich "Zischen" für Rückwärts kennengelernt, entnervte mich dort noch, weil alle zischten und mich das völlig kirre machte.


    Zu Hause schnell festgestellt, welch praktisches Stimmsignal das ist, weil man es quasi zeitlich unbegrenzt einsetzen kann und es auch auf Entfernung nutzbar ist.
    Die Grosse liebt es, weil sie dafür totgelobt wurde.
    Wobei Lob nicht nur Keks, sondern auch überschwängliches Stimmlob ist und noch wichtiger: Pause. Immer wieder danach einfach eine längere Pause mit Ohrenkrabbeln oder wasweißich einlegen, inzwischen geht sofort der Kopf entspannt runter.


    So lange ich zische, muss sie rückwärts gehen. Höre ich auf, darf sie stoppen. Aber nicht vorher.
    Auf dem Weg kommt sie nun im Roundpen (frei) nur noch rückwärts zu mir rein, fordert mich also zum Zischen auf, parkt dann perfekt rückwärts neben mir ein und geht beim Rausschicken auch so wieder zum Hufschlag :tongue:


    Zischen könntest Du also auch versuchen zu etablieren.
    (Mich hat überzeugt, als im Urlaub der nach frischer OP einseitig erblindete VB sich in seiner Doppellonge verstrubbelte, panisch durchging und das blinde Auge "innen" den RL nicht wahrnehmen konnte. Er zischte und das Pferd blieb doch tatsächlich sofort (!) stehen. Und das auf grössere Distanz auf dem RP!)

  • Neuester Stand, mittlerweile dreimal zu fuß los, Pony wurd deutlich ruhiger und interessiert an der Leckerei. dann vor 2 tagen Mißgeschick, akuter zeitmangel bei Ausfahrt, dh akut sind die letzten ~500 m durch eine Obtsplantage zwischen den reihen zurückzulegen. Mit Beschlag wird selbstverständlich Asphalt gegangen und normalerweise ab Wald eh Schritt bei Zeitmangel maximal noch 200 m trab, Im Sommer abends selten auch mal Galopp geritten oder einachsig, aber sehr abgestimmt auf die Situation. Die letzten 50 m heim sind Asphalt. jedenfalls den tag ist mir Husch durchgegangen wie seit mind. 4 jahren nicht mehr, ich hatte kinnkette relativ locker, da war nix mit bremsen mehr zu wollen, nach 200 m kam Lenkung li/re wieder und temporeduktion dezenter, wir haben dann mal ignoniert und kurz vor Asphalt war normales Durchparieren möglich...Zeitmangel, dh keine zeit zur Korrektur (ich glaub auch, dass die bei husch nicht unbedingt sofort und im Grundsatz sein muss, dafür ist Pferd zu alt und kann lesen/schreiben). Allerdings hatte ich schon den Verdacht, dass das was ziemlich übles war, was da passiert ist. Heut abend zu Fuß um den Block, Kandare weich/kette locker, Ab Durchmesser Kreis vermehrte Stehübungen, wobei Madam ne Menge anstellt und ich noch mal üben schleich am langzügel, hatte heut in weiser Vorraussicht extra auf ellbogenhöhe eingeschnallt, aber paarmal war sie doch zu flott für mich. Sobald sie mit Hintern unter die äußere leine geschoben bekommt wird es echt konfus, sie rast rückwärts bis ihr die leinen das Gebiß fest auf brust drücken danach kommt ministeig mit nahezu 360° Drehung... ich darf dann länger ausknoten. Die letzten hundert Meter heim sind ja am massivsten, zumal ich ja fußlahm gern Pony mit Rücksicht auf Frauchen hätt, dh ich kann da nicht im Schritt hinterherrasen. heut abend war die Steigerei fast ganz weg. Viel Scharren ohne Bodenkontakt und oft kreuzen der Vorderbeine als Abschluß scharren. Heut abend war jedenfalls Pony Geduld mit blöden Mensch erschöpft, die hat doch gleich zweimal versucht am Langzügel mit Anlauf nach haus zu stürmen, zum glück haben wir hier praktisch Straßenbeleuchtung, allerdings war ich nun etwas ungehalten und Pony durfte da es ja so eilig heim wollt ~ 200 m rückwärts laufen, fand sie dann nicht so prickelnd, sobald sie einen Scharrer zeigte ging wieder zackig heimwärts aber halt falschrum. So lang sie brav war gab es zucker und Ruh und eventuell auch den versuch vorwärts paar meter, aber wenn ich schon im Drehen merk wie sich die Maulwinkels einbetonieren, dann brauch ich dies Pony auch nicht vorwärts. ich verlier extrem selten die Geduld, aber heut abend das war mir etwas zu extrem und wie immer, wenn ich bei der Tante deutlich sag hier ist Grenze, dann sieht man förmlich genau, wie es rattert im Schädel. Bin mal gespannt auf den weiteren Verlauf der Geschichte....mal fahren Einspänner 2 Wochen durch Bodenzirkus ersetzen geh. Falschrum stehend ist Madam die entspannte Ruh in Person. mfg Kirsten

  • Je länger ich nachdenk, desto gefährlicher erscheint mir der momentane Stand, und dass ich unglaublich viel Glück bisher mit Husch gehabt hab, viel haben wir uns im Alltag ums echte Problem rumgetrickst, mit fahren nur im Mehrspänner (anfangs auch hier nur Ärger: permanenter versuch über Deichsel zuklettern bei Publikum, extrem zackiges Zurückschieben mit Absicht Drehkranz zu schrotten), reiten 1. Jahr nur ich, heimwärts nur geführt Kette scharf+Pitsch undundund
    Und sobald das einspännige kam immer nur in der Herde unterwegs, meistens Oritte/Wandertouren weit entfernt von heim. Dann das einspännige alleinfahren (Pony bereits 3 Jahre anwesend) 1. Jahr nur langsam nur Kampf weg vom Haus (massiver Einbau extremer rechter Winkel immer nach links bevorzugt im galopp) und im Gelände immer wachsam zumindest im 15 km Radius, heimwärts gleiches System wie beim reiten erfolgreich durchgesetzt: Scharf gezäumt, jedoch mit nur minimaler Anlehnung (nix durchhängend, nix unaufmerksam, Husch ist zu gefährlich für fehler), Pony darf maximalschritt rennen und braucht nicht stehenbleiben bzw wenn ist sofort jemand am kopf.
    Und jetzt, wo ich am Boden so "langsam" bin wegen Lahmen Fuß, wird es halt eben chaotisch. Kutsch einspännig ist akut jedenfalls längere zeit gestrichen.....Menno ist das Pferdsausbilden schwierig, okay, vor Husch hab ich definitiv nicht umsonst mit dem Bolzenschußapparat gestanden und über 4 jahre gebraucht bis ich mich getraut hab allein mit der ohne kette scharf+Peitsche im Dunkeln zu spazieren (.also nur mit halfter+Strick+leckerli), denn 280 kg außer Rand und band ohne Hilfsmittel ist einfach eine große Aufgabe, an dem Pony schreib ich noch meine Doktorarbeit, ihr wird dies alles vermutlich nicht mehr helfen, aber jedem Pferd nach ihr bei mir sehr wohl.
    mfg Kirsten

    Edited once, last by Bennyblue ().

  • Kirsten,
    Hast du dich schon mal mit Parelli befasst?
    Das könnte durchaus etwas mehr Ordnung in dein Chaos bringen. Ich exerziere es auch nicht bis ins Detail, habe aber einige Lektionen intus und staune immer wieder wie gut die Pferde darauf ansprechen und gewisse Alltagsprobleme verschwinden.
    LG

  • Jupp, ich bin grad dabei mich in PP einzulesen, aber ich vermute bald wir kommen auch ohne Fußmatte und PP zurecht, uffffff unsere gestrige Abendrunde dauerte bei normaler Vorwärtslaufzeit von <10 Minuten gestern dann so 2,5 Stunden, heut abend waren wir so ne Stunde unterwegs. Schon zu Beginn war Pferd ganz anders, irgendwie entspannt....weg vom heim bei meter 50 erstes testen, aber stehen perfekt. Dann in 200meter der Dreh heimwärts und sofort der erste Stehplatz (Kindergartenbushäusle bereits fest installiert mit po heimwärts), den ich jetzt versuch festzulegen für die Zukunft (hab mir überlegt im Dorf fest 5 Stehplätz zu installieren, wo sowohl Nas als powärts geparkt zu werden hat und zwar um die 20 Minuten). gestern sehr interessant, heut? nach ca. 5 Minuten erste Schaukel in Kombi mit Scharren und Abschluß kreuzen der Vorderbeine, also das worauf wir uns einigen werden, was erlaubt ist. ich erwarte, dass Scharren auf Dauer noch verschwindet und nur dieses Kreuzen der Vorderbeinen bei Stress bleibt. ich mußte lang warten mit immer wieder langem ruhigen Stehpausen+füttern bei durchhängenden Leinen bis Madam auspackte. Jetzt zeigte sie was aus ihrer Steigerei im Einachser dann werden soll, sie steigt ja kerzengrad praktisch mit brustbeißen und springt dann mit den Hinterbeinen stark ab, der Ruck den das leinenmäßig gibt ist auch am Boden nicht zu halten, ganz gewiß nicht mit nem ledergeschirr (die hatte gestern bei massiven Rückwärtsrennen nach Tauchen unter Leine das Schrotten von leinenaugen im Visier), tja aber unser feinen Straßenlaternen hab ich ja stets im blick und bremsten auch heut Madam zuverlässig, ferner war ich wütend also zackig 30 m zurück, danach pause und freies Stehen-->funzte....Zückerchen...wurd genommen im Gegensatz zu gestern abend....auch wenn Madam teil noch zu gestreßt ist um Zückerchen zu nehmen meine Stimme hört die wohl und kann sie auch umsetzen. ich bin recht zufrieden mit dem verlauf der Dinge, hatte gedacht das das jetzt deutlich schwierige rund länger würd (nein, keine Sorge eh Madam nicht bewiesen hat, dass sie in zukunt auf Stimmkommando sich beliebig frei abstellen läßt, wird die nicht mehr allein einspännig gefahren schon gar nicht zweiachsig, wenn dann einachsig, aber erst wenn Schlitten mit 50 kg Zement auf Stimme völlig obB ist. mfg Kirsten

  • Mach' nicht zuviel auf einmal. Es muss nicht gleich 2,5h dauern.


    Warum hast Du nach dem ersten50m-Stop nicht aufgehört? Gerade, wenn sie "the day after" so kompromissbereit war.


    Weitermachen und mißlingen provozieren halte ich für keine gute Strategie.


    Und wütend sein ebenfalls nicht.


    Genausowenig, wie ich "absichtliches Leinenaugenzerstören" unterstellen würde.


    Irgendwann hast wieder mal keine Zeit für 2,5h Spielchen, dann war alles für die Katz und Husch noch verunsicherter, als sie eh schon ist.




    (Bei PP krieg ich Pickel - sorry, gefällt mir gar nicht, als Beweis laufen auf jeder Equitana unzählige totgespielte, ausdruckslose, resignierte Pferde rum. Wie bei allen "Horsemanship-Kandidaten". Pfisters Vorführung, ein Graus...
    Frederic Pignon hingegen viel freier im Umgang mit seinen Tieren, die pure Freude ausstrahlten, wie bei allen, die eher mit positiver Verstärkung arbeiteten als mit Druck wie die PPler.)



    Und bitte: Bau wenigstens ab und zu mal einen Absatz ein.


    Kein Wunder, dass hier niemand reagiert und mitschreibt.
    Es ist mehr als eine Zumutung ein Lesen einzufordern. Die Meisten tun's einfach nicht mehr. Was, ich erwähnte es bereits, extrem schade ist, da es meist lesenswert wäre.

  • Huhu,


    Also den 1. Abend hat sich das so ergeben, Madam brauchte einen Punkt, ich hab viel geduld, aber irgendwann ist Schluß. ich bin früher auch schon 4 Atunden hinter irgednwelchen Vollblüter auf Koppel nachgedackelt, weil den tag die fangerei halt eben hakte, mir wird dann alles andere egal, ich wäre da auch 8 Stunden hinterhergelaufen (bei einem Pferd, was genau wußte was Sache ist und mir bestens vertraut war undundnund). Ich hab erst heim zeit gehabt auf Uhr zu gucken und völlig erstaunt festgestellt, dass meine geschätze halbe Stunde wohl länger war...
    Gestern hab ich mit mehr Zeit gerechnet und dann war es bereits so klasse, dass es halt eben kürzer geworden ist und ich vermute mal, dass sich das jetzt deutlich einkürzt die folgende Woche, vor allen Dingen Strecke (also wie weit kommst in 10 Minuten zackig gehen?). Wenn ich erst um 21.00 starte hab ich theoretisch die ganze nacht zeit und bin diesbezüglich ungebunden, wichtig ist das ich psychisch fit bin also nicht bereits strapazierten geduldsfaden hab.
    mein momentanes Ziel ist ruhiges Stehen Kopf heimwärts ohne leinenkontakt mit Kommando fixiert, weil die via Leine viel zuviel anstellt. Gestern abend wollte ich nochmal austesten, was eigentlich bei diesen Kutschaktionen rauskommen würde: Seit Jahren ist spätestens beim 3. Steiger jemand an den Leinen am Kopf, wenn ich vorn bin (geht nur wenn ich "allein" bin, weil Risiko irgendjemand anderen auf der Kutsch viel zu hoch ist), dann komme ich mit Umarmung und ins Ohr flüstern besser zurecht als mit Griff in die Leinen. Erst gestern konnte ich beobachten was nach dem dritten Steiger Ziel wäre und ich konnte jetzt mehrfach am Boden den Punkt setzen und die Tatsache, dass Pony anschließend ruhig stehen konnt zeigt mir, dass die den verstanden hat, zumal die gestern danach sogar Leckerchen fraß. Ab gestern ist nur noch ausbauen und Geduld, aber ich denk die Hauptsache ist geklärt. Übrigens Steigen ist ja mit den Jahren stark eingeschlafen und bei der jetzigen Überei ist Madam so gut wie kaum hoch gekommen, lediglich einmal gestern und da kont ich halt fein beobachten wie das vor der kutsch im Extremfall aussehen täte, aber diesbezüglich ist bisher noch nie etwas passiert, weil wir getrickst haben.
    mfg Kirsten

    Edited once, last by Bennyblue ().

  • Frage eines Reitlehrers, als irgendwas partout nicht "funktionieren" wollte und die Besitzerin unglaublich geduldig dran blieb und es immer und immer wieder versuchte.


    "Macht er nicht, wenn Du das versuchst, oder?"


    Nein.


    "Meinst Du er macht das irgendwann, wenn Du das auf dem Weg zum 97x mal probierst?"


    Nein.


    "Warum probierst Du das dann immer wieder auf dem Weg?"




    Nur als Beispiel, ich würde auch keine 8h hinter nem Pferd herlaufen. Nicht mehr.
    Sondern überlegen, wo ich den Fehler mache.


    Und auch sofort nach gutem Stop nach 50m aufhören - ich bleib dabei ;)

  • Ein erfolgreiches Training kann auch schon nach 3 Minuten zuende sein.

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Natürlich, jedoch wenn ein Problem erst nach 10-15 Minuten Standdauer auftritt, wird das Training in Einheiten a 3 Minuten nicht unbedingt Erfolg bringen.....


    Nur als Beispiel, ich würde auch keine 8h hinter nem Pferd herlaufen. Nicht mehr.
    Sondern überlegen, wo ich den Fehler mache.

    Jupp, nicht mehr, wer weiß was wir beim nächsten Pferd verändern mit zunehmender Erfahrung usw Jedes Problem was mit Husch massiv ist, wird bei den anderen mal flott im Vorbeigang abgehakt. Bekäm ich heut eine Husch neu, ich würd anders rangehen (wenn ich denn die benötigte Zeit hätt!), und vermutlich so ein Pferd nicht nochmal anspannen (ich beobachte mal noch die Entwicklung dieses Jahr, bevor ich eventuell entscheide nur noch mehrspännig die Madam zu fahren). mfg Kirsten


    Ach so, seit 6 Jahren sprinten wir bei halt zum Ponykopf und versuchen mit kraul +Zucker etwas am Ponyverhalten zu verändern. Das entspricht der Reitschülerin aus dem obigen Beispiel, also mußte etwas geändert werden, ob die meine Methode nu recht oder falsch war, wer weiß, ich werd jedenfalls in der nächsten zeit mal Video drehen und einstellen. Heut sind wir dreispännig mit Husch als Mittelpferd vom Wald Obstanlage im Schritt heimwärts, okay die leinen hingen nicht durch, aber Gangart war schritt bei allen dreien. und als Dreispänner mehrfach obB auf dem Hinweg ausgiebig gehalten stressfrei, alle drei vollrelaxt. Auf dem Heimweg zwei kurze Stehversuche von 1-2 Minuten Dauer auch io/ruhig, aber der Antritt mir etwas zu forsch.

    Edited once, last by Bennyblue ().

  • Vielleicht ist die Auswahl der hier schreibenden Fahrer auch nicht repräsentativ, sondern eher im hochehrgeizigen Lager zu ermitteln:-)


    Bei meinen bescheidenen Blicken in die Szene habe ich auf offiziellen Ausfahrten nur wenige Gespanne gesehen, die einfach so stehenblieben ohne daß jemand vor den Pferden stand. Und auch da treffen sich ja nicht gerade diejenigen, die hinterm Haus ein Shetty haben und es mal "irgendwie fahren"...


    Selber habe ich ja manchmal auch große Not mit Stehenbleiben - mein Moritz hat es nie richtig gelernt und wir üben ganz geduldig, bis er seine Angst verliert. Irgendwelche Abspring-Aktionen gibt es hier nicht, weil ich alleine fahre - so bestimmen die Umstände auch das Training.


    Das alles ist aber nicht entfernt mit Kirstens Situation zu vergleichen, die Husche ja offenbar seit Jahren in Therapie hat. Können wir beurteilen, ob das so, wie sie es macht, nicht insgesamt das beste Vorgehen für alle Beteiligten ist? Aus der Ferne scheint alles klar und leicht.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Wenn ich hier so lese, bin ich echt froh, dass wir nicht viele "gebrauchte" Ponys haben, sondern unsere von klein auf lernen, was STEH heißt. So hat man später bei der Arbeit deutlich weniger Arbeit. Egal wie temperamentvoll sie sind, sie können (fast) alle gut stehen und das überall. Der einzige, der das im ersten Jahr überhaupt nicht konnte, das war Mirage, aber er hatte hier sowieso den absoluten Kulturschock. Von etwas freizeitmässig durch den Busch fahren, hin zu all den Veranstaltungen, die wir mit unseren Ponys besuchen, dazwischen lagen halt Welten. Aber jede Veranstaltung lernte er dazu und als er anfing uns zu vertrauen, ging auch stehen auf den Punkt immer besser. Er hat auch anfangs immer versucht mit Steigen vom Punkt weg zu kommen, wenn die anderen auch Stehen blieben. Da mußte ich mich frontal vor stellen, damit er so was ließ. Gut das diese Zeit rum ist. Der einzige der hier ungern steht ist unser Shetty Cyphir. Er macht es nur, weil er weiß, dass er sonst Ärger bekommt. Trotzdem steigt er dann öfter mal, kommt dann runter, geht aber nicht vom Stehposition weg. Aber alles noch gut zu vertreten, aber oft für andere etwas gefährlich wirkend. Cy ist halt ein kleiner Dickkopf und trotzdem absolut zuverlässig, denn je brisanter ein Situation ist, desto weniger macht er so einen Schabernack.

    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.

    Edited once, last by Ulrike ().

  • Hihi, wie recht du hast Ulrike! Auch ein genetisch nicht einfach veranlagtes hysterisch Jungtier-Viechle a la Flitz ist völliger Peanuts gegen ein altes verdorbenes "Kaltblut"-Pferd, dem ich den Streß vor der Explosion kaum ansehe. Das bemerkenswerte an der Rasse Shette an sich finde ich, dass die zwar häufig Clown gefrühstückt haben, aber wenn es drauf ankommt ist trotzdem Verlaß drauf (Husch hat uns nach dem schweren Unfall sozusagen gerettet/war nicht panisch /hat auf Zuruf begonnen zu stemmen, denn wegen zusammengebrochenem Kutschbock war da nicht viel mit bremsen im hang). mfg Kirsten

  • Ich habe auch gerade gedacht: "Lieber die Gefahr des "Selbstvergurkens" als "Gebrauchtponys" mit Vorgeschichte." Mein Pony reagiert recht gut auf Steh. Im schlimmsten Fall mal ein Nachfragen oder halbherziges Gehampel. Anziehen ist aber immer total entspannt (selbst am steilen Berg, als unser Mitreiter sich von seinem Pferd getrennt hat). Zum einen habe ich extrem viel Wert auf "Steh" gelegt; zum anderen ist es aber auch der Charakter: Als ich beim letzten Ausritt die neuen Hufschuhe einer Mitreiterin im Galopp begutachten sollte, fand das Pony es völlig normal, im Gelände stehend zu warten, während da plötzlich von hinten jemand vorbeigaloppiert kam...

    Never be afraid to try something new;
    remember: Amateurs built the Ark
    but Professionals built the Titanic...