Gig / Sulky für Shettys / K-Ponys - Erfahrungswerte gesucht

  • Ich lehne mich gar nicht an.
    Vor der BS-OP konnte ich in allen Gangarten ein- und austeigen. Heute nur noch im Schritt.
    Wo die Lehne zum Einsatz kommen würde, ist, wenn ein Pony komplett durchgehen und ich mich zum Halt zwischen Schmutzbrett und Lehne klemmen müsste um die Gig nicht zu verlassen.
    Die Lehne reicht auch nicht bis in den Rücken, sondern grade bis in die Lende.

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Ich habe das Pony ausgemessen, die Höhe der Tragaugen sowie die breite vom Pony inkl. Geschirr. Herr Maier hat mir entsprechend den Sulky hergestellt. Daher empfinde ich die Massangaben von den anderen irrelevant, du musst DEIN Pony ausmessen.


    Ich habe die Hohe Lehne, wobei diese in meinen Augen eben halb hoch ist und mit einer Gig oder ähnliches wie es Kirsten beschreibt, überhaupt nichts zu tun hat. Will heissen, ihr 3 Spänner Ultra Schwer Gig kann man schlichtweg nicht mit dem Sulky vergleichen. Weder bei den Einstellungen noch vom Fahrgefühl her.


    Auch habe ich keinerlei Probleme wie Kirsten sie beschreibt, wohl auch, weil es eben nur 1 Spännig ist und eben ein anderes Gefährt. Bei mir ripscht nix, die Ösen picksen nicht usw. ich habe keine Probleme mit der Grösse der Ösen etc.


    Enzian Blau ist eigentlich das dunkle. Bei uns sind die Enziane nicht so hell wie die bei Kirstens Wagen :-) RAL 5010 - enzianblau


    Was die Spurbreite anbelangt, 1 spännig 120cm für ein Classic reicht alle mal am Sulky! 1. Auf Radwegen etc. kommen andere Verkehrsteilnehmer gut durch 2 man kommt gut durch Engpässe, 3. Auch im Renngalopp kann mein Pony abrupte Wendungen machen (böööööööser Steinhaufen am Rand) und wir flitzen ungewollt in Offroad Terrain 4. man bekommt das Teil mit Spurbreite 120cm auch in ein Bus rein und kann somit etwas mobil sein...


    Für mich ist er Sulky immer noch ein lustiges Fun Gefährt... Mit einer Gig oder gehobenen Fahren etc. hat das rein gar nichts zu tun, sollte man sich bewusst sein ;-)

  • Ok, man muß doch genauer messen, als ich gehofft hatte.


    Muß ich noch mehr außer Tragaugenhöhe (Tragaugenmitte?) und Gesamtbreite (Wie messe ich die konkret? Außenbreite oder Mitte Tragaugen?) messen?


    120cm Spurbreite hatte ich schon als ideal abgehakt. "Radwege"... wenn ich doch sowas wenigsten nutzen könnte... ||


    RAL5010 zeigt mir der Rechner als "Kirstens" blau an. Aber die Farbe kann ich auch noch nachliefern denke ich ;)


    Bei der Rückenlehne bleibe ich unentschlossen. Wenn man die Sitze problemlos von den Bohrungen wechseln kann, wird's erstmal einer ohne Lehne. Ich glaub' das ist für meinen Kopf sicherer.


    Sonja : Stimmt - bei Deinen Gigs hab ich mich auch nur kurz angelehnt - sie sind vom Fahrgefühl aber ganz anders gewesen als der Sulky.

  • Wird da eine Doktorarbeit vorbereitet:-;? Klasse!!!!

    Ne, aber wenn man über Jahre immer wieder die selben Fragen gestellt bekommt, trägt man es irgendwann zusammen und kann es immer wieder abrufen.



    sie sind vom Fahrgefühl aber ganz anders gewesen als der Sulky.

    Sulky macht viiiiiel mehr Spaß!

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Hab ich schon. Aber zu dem Zeitpunkt konnte ich daran nur entdecken, dass dem zwei Rädern für ne Kutsche fehlen.


    Der Swing Jogger war älter und hatte noch eine abnehmbare Rücklehne, die an dem Tag nicht dran war. Dafür gabs aber keine Trittflächen aus Riffelblech, um aufzusteigen.
    Zum einen war ich so unerfahren super ängstlich und verkrampft, zum anderen wohl schlicht ungelenk, was Auf- und Absteigen anging. Ich fands echt grauenvoll. (Aber ich komm auch aus keinem Schwimmbad, wenn nicht eine Leiter im Wasser hängt *schäm*)


    Hier in der Nähe gibts auch niemanden, der (so einen bzw überhaupt) fährt, so dass man "mal eben" testen könnte.
    Unser Gelände/Strassen ist schon arg anspruchsvoll (mitten im Ruhrgebiet eben, nie (!) mehr als 500m ohne nächste Strassenquerung).Häufigeres Rauf und Runter wird in Kombi mit fahrunerfahrenem Pony wohl anfangs normal sein.

  • Soo, wie ermittel' ich ahnungslose denn die Einspannhöhe am Pony? Woher weiß ich, auf welcher Höhe die Tragaugen später sein werden?
    Pony war noch nie eingespannt und ich hab noch nie irgendwas eingespannt ;-)


    Daaanke für Eure Geduld mit mir!!!

  • Also beim Lederselett, hats du doch idr lediglich 2Loch frei zum spielen, wenn da sganze anschl. noch 1-2 cm auf dem selett rutschen soll, dh du nimmst den mittleren Stand Ledertragöse auf selett zwischen Führungsöse und führungslederschlaufe zum Boden und hast später dann noch 4-8 cm zum tarieren. mfg Kirsten (sieltec sind die Öse fast dopplet so groß wie lederösen mit 7-9 cm (Shetty), also viel mehr tarierspielraum). mfg Kirsten

  • Da dein Pony noch nie eingepsannt war, Traugaugen in der mittleren Einstellung.
    Schade kannst du nicht probefahren, wobei so ein Grobmotoriker kannst du nicht sein! Also auf mein Sulky kommt sogar jemand der eine Gehhilfe verwendet und runter kommt er auch wieder, ok Pony hat auch gelernt still zu stehen. Früher hatte ich ein Sulky ohne Trittbretter oder Riffelblech im Fussraum, auf den bin ich wie auf einen Damensattel raugesessen, war immer blitz schnell oben/unten, man muss sich einfach seine Technik aneignen...


    hmmm vielleicht hat Herr Maier auch schlussendlich ein anderes Blau verwendet, wobei mein Bildschirm zeigt das RAL5010 schon dunkler an, als der Wagen von Kirsten:
    http://www.rk-faserverbundwerk…nal_images/blau_156_0.jpghttp://www.rk-faserverbundwerk…nal_images/blau_156_0.jpg

  • Hallo Silke. Ich wohne in Langenfeld, wenn du willst kannst du bei mir probefahren. Bilder hast du ja schon bekommen.
    Ich musste am Pony gar nichts ausmessen? !
    Habe Herrn Maier nur die Ponygrösse sowie meine Größe und Gewicht mitgeteilt, das war alles. Schere passt, Hintergeschirrösen habe ich ja vorversetzen lassen, passen auch.
    Kann Kirstens Probleme daher auch nicht bestätigen.

    Optimismus ist bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf den höchsten Berg zu steigen und "Scheiß Götter" zu rufen. (frei nach Terry Pratchet)

  • Huhu Poldi,
    jetzt geht es ja darum was bei deinem pony selettmäßig rutsch und lagetechnisch möglich ist, also die Strecke zwischen Führungsöse (dieser Metallbügel oben am Selett, der weiteres Rutschen der Trageöse aufwärts verhindert) und Führungsschlaufe (lederöse "unten" am Selett, welches weiteres Rutschen der Trageöse abwärts verhindert). Diese Maße sind bei jedem Selett anders (hab das mal an 4 Stück gemessen...). Auf dem Trageriemen sind die Löcher idr mit 4 cm Abstand vorhanden. Wenn du also nu trageösen ganz hoch beidseits machst, aber nur so hoch, dass der trageriemen noch ~2 cm rutschen kann (sonst kannst auch ein feststehendes zweiachserselett nehmen), dann bekommst du den maximal höchstens Anspannpunkt deines Ponies, also von der trageöse unten abwärts zum Boden gemessen. Nun die trageöse so tief abwärts auf dem tragerimen schnallen, dass mit den lederführungsösen noch 2 cm Spiel möglich ist, dies ist dein tiefstmöglicher Anspannpunkt. Meistens kannst auf Shettenselet lediglich beidseits 1 loch = 4 cm rauf oder runter, bei mir zb 74 cm -4 cm mögliche Anspannhöhe. bei deinen Tilbury-Ösen kannst also nur Punkt 1 um 4 cm (ganz ganz eventuell 8 cm) abwärts schnallen, denn aufwärts dürfte laut foto schon platz zu eng werden. Nun messen Strecke lederöse zu boden und dann hast deine Anspannhöhe. ich würd eher den tieferen Wert angeben, denn meistens geht es doch um Ponyrückenentlastung, da kommt Platz nach oben gut. ich hab Maier für alle drei Pony die Schnittmengenwerte von 3 Seletts mitgeteilt, paßte dann auch gut.
    Was meine Gig Probleme betrifft sind die nunmal recht speziell, weil es ja keine Tariersorgen sind, tarierbar ist die Gig sehr gut und das Fahrverhalten auch optimal. Mir fehlte bei der Gig-Bestellung einiges an Wissen zum Thema schwere Gig, auch Wissen welches man sich theoretisch erarbeiten kann, muss man manchmal erst in praxi erlebt haben um es in der Tragweite zu begreifen. Auch wenn meine Pony definitiv kein Problem mit dem Gig-Gewicht im berg haben, bedingt eine schwere Gig halt eben im Grundstaz eine manierliche Fahrweise, welche ich bis dahin nicht mit dem Thema Einachser kombiniert hatte. Und bei Schwerpunkt hinter der Achse unbeladen ist halt ein permanentes rauf/runterkrabbeln, wie ich das gern mach nicht angebracht. Auch das die kids sich auf der Gig wegen dem offenem Fußraum und der Lehne so unwohl fühlen war vorher so nicht abzusehen.
    mfg Kirsten

  • Kirsten : Das muß ich mir nachher mal zu Gemüte führen, ist gerade zu komplex zwischen all' dem anderen hier.


    Mikado : Ich hab mein Problem nicht eindeutig ausgedrückt: Im Stand kein Ding, Pony steht auch brav, aber ich hab das Bild vor Augen, daß ich in irgendner Gefahrensituation das Bedürfnis hab, schnell abzuspringen.
    Da seh ich mich schon wie 'ne sedierte Robbe hinten runterplumpsen X/ Kann auch nicht nach rechts aus dem Sattel absteigen.


    prinzessin : Wie lustig, dann bist Du ja um's Eck! 3 Monate früher bestellt und wir hätten beide zusammen abholen können.
    (Mein Trauma ist übrigens die Langenfelder Wasserski-Anlage. Da gibt's nämlich auch keine Leiter am Steg, der nur 30cm aus dem Wasser ragt. Für die 50 abchillenden Teenies AUF dem Steg war das auch toooootaaaal lustig, bis sich 2 Jungs erbarmt haben, mich strampelndes Etwas aus dem Wasser zu fischen.)


    Generell bin ich ja sehr froh, daß ich messen muß - verringert das Risiko, schnell am Ende der Einstellmöglichkeiten angekommen zu sein!!

  • Hallo Silke. Ich wohne in Langenfeld, wenn du willst kannst du bei mir probefahren. Bilder hast du ja schon bekommen.
    Ich musste am Pony gar nichts ausmessen? !
    Habe Herrn Maier nur die Ponygrösse sowie meine Größe und Gewicht mitgeteilt, das war alles. Schere passt, Hintergeschirrösen habe ich ja vorversetzen lassen, passen auch.
    Kann Kirstens Probleme daher auch nicht bestätigen.


    Müssen ausmessen tut man nichts, aber wenn Herr Maier alle Masse hat, kann er die Stecklanden etc. wirklich auf Mass biegen. Der Vorteil, man hat es nachher viel einfacher beim tarieren und hat wirklich was auf Mass.

  • Ich verstehe zwar nicht, warum man auf die Idee kommt in Panik ab der Kutsche zu springen, denn sogar wenn ich den grossen am Wagen habe und Beifahrer habe und es ihm hilft das jemand zu ihm nach vorne geht, dürfen meine Beifahrer nicht kopflos ab der Kutsche springen. Denn egal ob hohe oder tiefe Rückenlehne, panikartiges Abspringen birgt in meinen Augen zu viele Gefahren von stolpern, Füsse nicht sortieren können und auf die Nase fliegen bis hin zu Bänderrissen am Fussgelenk. Meiner Meinung nach, wirkt es nicht sehr beruhigend wenn man panisch ab der Kutsche springt und zum Pferdekopf rennt... Bei der Grundausbildung am Sulky gehört für mich eben ein Beifahrer dazu, auf dem Fahrrad der zur Not am Ponykopf Sicherheit gibt, andere Reiter die mitreiten oder eben Fussgänger. Ohne Grundausbildung und ohne dass man Angst haben muss, dass man in Panik abspringen muss, so lange gehört kein Pony an keinem Gefährt in den öffentlichen Raum.

  • Ok, ich bin heute scheinbar nicht in der Verfassung das auszudrücken, was ich meine: Ich reduziere auf "nicht-im-Stillstand-absteigen". ;-)
    Gefahrensituation ist nicht gleichbedeutend mit kopfloser Panik.
    (Aber selbst dann: Am WE hat es hier ein älterer, sehr versierter Kutschfahrer wohl nicht geschafft, so wie seine beiden Mitfahrer das Gefährt rechtzeitig zu verlassen. Rettungshubschrauber etc.)


    Wie gesagt - ein reines KOPFproblem bei mir. Wahrscheinlich kommts nie soweit, aber ich würde wahnsinnig ohne dieses vermeintliche "Sicherheitsgefühl".

  • hmmmm ich habe halt noch gelernt, dass der Kutscher auf den Bock gehört und nicht absteigt. Wenn Beifahrer dabei sind, dann eben wie der Captain auf dem Boot. Der Captain verlässt als letzter das sinkende Schiff....


    Die Problematik vom absteigenden Kutscher sehe ich insofern: Wenn das Pferd losprescht und der Mensch irgendwie nicht nachkommt, dann wird man von der Kutsche auch noch überrollt. Lieber vom Kutschbock aussitzen und einen Beifahrer nach vorne schicken, resp. falls möglich auch am Sulky in Begleitung fahren. Ich fahre auch selten in Begleitung und bin ganz alleine unterwegs, aber bis jetzt zeigt sich mein Pony so nett, dass in brenzligen Situationen er stehen bleibt und auf seinen Keks wartet :-) und bin mir gleichzeitig bewusst, welche Risiken ich beim alleine Fahren habe. Mit einem ganz jungen Pony während der Ausbildung würde ich noch abwarten mit alleine zu Fahren und glaub mir, du springst ja auf den Sulky nicht auf wie auf ein Turngerät sondern steigst seitlich auf/ab. Nicht vergleichbar mit aus einem See auf einen Steg zu krakseln :-)

  • Ich verstehe zwar nicht, warum man auf die Idee kommt in Panik ab der Kutsche zu springen ..... Ohne Grundausbildung und ohne dass man Angst haben muss, dass man in Panik abspringen muss, so lange gehört kein Pony an keinem Gefährt in den öffentlichen Raum.

    na endlich, doch noch ein intelligenter Text zum Thema Panik. Dem kann ich voll zustimmen :!:



    Ok, ..... Ich reduziere auf "nicht-im-Stillstand-absteigen". ;-)

    Fahrend wird auch nicht abgestiegen :!: Was ist das denn für eine Idee.
    Zum zweiten Teil des Textes mit erwähntem Unfall: Das gehört eben zum immer vorhandenen "Restrisiko" (unabhängig von Ausbildungsstand Pferd/Kutscher .... oder Höhe der Rückenlehne oder was sonst auch immer hier an Problemen gesucht / gefunden wird, und somit auch nicht gelöst werden kann). Wer damit ein Problem hat, sollte die Finger vom Fahren lassen.


    renatus

  • Fahrend wird auch nicht abgestiegen

    nicht auf und nicht ab!
    [line][/line]
    das unterstreich ich gern
    :huh:

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016