Wanderfahrten 2015

  • Hallo,
    ich bin Dietmar aus Tettnang (Bodensee). War 15 Jahre als Zweispännerfahrer im Turniersport unterwegs.
    Möchte nun mehrtägige Wanderfahrten unternehmen und suche gleichgesinnte, bitte meldet Euch !

  • Dann kommen Sie mal mit uns auf Tour: 16 ausgearbeitete Kutschtouren in D, A, CH, I, FL, PL, H, CZ über Strecken von 200 Km bis 400 Km mit täglichen Distanzen zwischen 35 und 55 Km. Quartiere, Stallungen, Futter, Landkarten mit Routenbeschreibungen sind vorbereitet.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Hallo Dietmar! Tönt interessant und wäre schon lange mal mein Ziel... 2-4 Tage mit eigenen Pferden unterwegs zu gehen. Nun Du wohnst auf der anderen Seite des Bodensees. Wie stellst Du Dir so eine Fahrt vor? Gruss Hansruedi aus dem Zürcher Weinlan :) d

    HRM

  • Tja, wer seine Pferde nicht so erzogen hat, dass er sie nicht mal anbinden kann, der wird von ihnen bestimmt.


    Nicht gegen Boxen oder Offenstallhaltung. Nur wer mit solchen Forderungen auf Wanderfahrt oder gar Kutschreisen gehen will, verschließt sich die schönsten Landschaften. Bei weitem nicht überall gibt es die Möglichkeit, in Reitställen unterzukommen.


    Ich denke da an eine Fahrergruppe vor einigen Jahren, die konnten ihre Gespanne nicht mal für die 1-2 Stunden Mittagspause am Gasthof stehen lassen, da sie sich nicht anbinden ließen. Das Bild mit den nach draußen servierten Tellern auf den Knieen habe ich heute noch amüsiert vor mir.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Wo er recht hat, hat er recht, der Andreas! Himmel, in Rumänien fuhr man bis vor 10 Jahren mit dem Pferdsgespann zur Arbeit 20 km einfache Tour, und da blieben die dann angeschirrt die 8-10 Stunden stehen, Pferdefreunde banden ihre Tiere hinten an die Wägen, damit die in Ruhe fressen konnten. Bei 40 km/Tag brauchen Pferde echt keine Bewegung mehr, logo ist feine Sache wenn möglich, aber kein Drama wenn nicht. Pause ist pause, da hüt ich keine Pferd. Die werden quer zur Kutsch gebunden und bekommen seitlich auf der Wagonette ihr Heu mit Filter gereicht. Für mich ist wichtiger, dass meine keine weiteren pferdskontakte bekommen, die sind durchaus fähig kilometerunabhängig Fremdpferd grad zu zerlegen. Sobald ich mit Pferd arbeite, steht dieses naturgemäß viel rum, weil ich nicht dauernd an/abschirre halt eben mit Zeug drauf, da ist Ständer mit fressmöglichkeit im Prinzip pferdsfreundlicher als halsring+Strick solo .mfg Kirsten

  • Ich weis nur das Ferry nach einem "vollen Tag" gerne selbst bestimmt wie viel er noch läuft oder auch nicht. Ich selber finde einen entspannten Feierabend fürs Pferd eben sehr wichtig. Gerade nach 40 Km!
    Kompromisse sind nicht gerade meine Stärke;)

  • @ Nemitz
    keine Sorge, meine Pferde können stundenlang angebunden stehen bleiben und ich kann mich ohne Sorge entfernen, was essen, trinken etc. trotzdem lehne ich eine AbindeHALTUNG wohlmöglich noch im Ständer ab
    wenn ich eine Wanderfahrt planen würde, würde ich mir immer Betriebe aussuchen, wo auch die Pferde vernünftig untergebracht werden und natürlich sehr gerne auf der grünen Wiese im selbstgebautem Paddock


    und in Rumänien leben wir auch nicht . . .

  • Ob Wanderfahrt oder Wanderritt, beides verlangt von Pferden etwas ab. Unsere damaligen Ritte durch die Alpen, mussten die Pferde lernen über Nacht freilaufend in den Bergen (gehobbelt) bis hin angebunden in einem Kuhstall (Kuhständer) zu übernachten. Geschadet hat das ihnen nicht und zu Hause lebten sie in ihrem Offenstall. Die paar Nächte wo man ein Pferd anbindet ist das kein Problem und sind sie 8-11 Stunden am Tag unterwegs, sind sie gar nicht mehr gross erpicht noch weitere Kilometer laufen zu müssen.

  • Ich denke auch: Wenn ich 3 Tage hier in der Gegend eine Wanderfahrt mache, dann solls Pony nach der "Arbeit" ´noch ein bisschen rumschlendern/grasen können dürfen... Mache ich aber eine lange Tour, dann sind Kompromisse durchaus tragbar... und man kann ja notfalls abends auf nem kleinen Verdauungsspaziergang das Pferd mitnehmen und so noch ein paar Minuten "die Füße vertreten lassen"

    Never be afraid to try something new;
    remember: Amateurs built the Ark
    but Professionals built the Titanic...

  • ...dann sind Kompromisse durchaus tragbar... und man kann ja notfalls abends auf nem kleinen Verdauungsspaziergang das Pferd mitnehmen und so noch ein paar Minuten "die Füße vertreten lassen"

    Sowas ist doch eh selbstverständlich oder etwa nicht? Meine sind aber nicht unbedingt erbaut über die Störung ihrer Nachtruh/Fresserei. Der Normalmensch ist vollarbeitend und hat wegen Zeitmangel überhaupt nie die Chance über Arbeit seinem Pferd soviel Bewegung zu bieten, wie es braucht. Wenn man die Tiere aber relativ weit arbeitet, stellt man fest, dass die sich auch im Offenstall kaum bewegen, sondern sehr ruhig werden. mfg Kirsten

  • Ich habe mal Fotos von den Ständern gesehen, die Andreas auf seinen Fahrten nutzt. Da ist es dem Pferd durchaus möglich sich zum Schlafen hinzulegen.
    Erbaut wäre ich auch nicht, wenn ich mein(e) Pferde(e) in Ständern parken soll. (Wobei es bei meinen Zwergen eh noch mal anders ist, als bei großen.)
    Aber ich schlafe auch am liebsten im eigenen Bett. Deswegen nehme ich es aber trotzdem nicht mit auf Reisen.


    Schön wäre es dennnoch, wenn die Leute, die die Ständer anbieten, ihnen Türen verpassen könnten oder zumindest die Möglichkeit solche mobilen Absperrungen anzubringen.
    http://www.loesdau.de/Stallgua…=7361&ci=12-stallzubehoer
    Auch wenn es für die Ständer ein ganzes Stück größer sein müsste.

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

    Edited once, last by Opa Moritz ().

  • Wanderfahrten, was ist eine Wanderfahrt, und wie gestalte ich diese?


    Man kann im Voraus die Strecke planen also so dass ich jeden Abend weiß wo ich einkehre, das ist ein muß, wenn ich mit Gästen unterwegs bin.


    Wir fahren zu zweit mit einem Planwagen also einem fahrbaren Zelt, in eine ausgesuchte Richtung, aber ohne festes Ziel. Im Schnitt so 30 bis 50 km.


    Im Gespräch mit den Menschen unterwegs erfährt man die besten Fahrwege oder Quartier. Selbstverständlich haben wir genügend Futter, Heu und Hafer dabei - , auch einen Zaun zum Einkoppeln.


    Für die Pferde ist nämlich nicht wichtig ob sie im Ständer einer Box oder in einer Scheune angebunden stehen, sondern das sie gut Futter, Heu und Hafer satt bekommen. Das Gras auf der besten Koppel reicht nicht bei der Leistung.


    Unsere Abenteuerreise 2014 drei Wochen Thüringer Wald ca 700 km einfach ein schönes Erlebnis.


    Versuche Deine Träume zu lebe.
    Gruß der Lohmüller


    Ach ja, diesen Sommer haben wir das südliche Deutschland geplant.

  • Wie erwartet.. Viele Halter, viele Ideen und Meinungen! Ich denke es wird nur funktionieren, wenn jemand professionell fährt ... Oder man geht zu Zweit mit zwei Pferden unterwegs, sitzt vorerst mal für eine Besprechung zusammen! Vielleicht denkt @Kutscherdietmar auch so... Kein Konvoi! Lg.

    HRM

  • ach ja, das so verwerfliche anbinden im Ständer, dann dürft ihr euren Pferden auch keine Hängerfahrt zumuten.
    Schon mal überlegt, 90cm breit und angebunden, Geräusche die nicht zu zuordnen sind ?????
    Ich weiß wovon ich sprech, meine erste Kutschfahrt? Da wurde ich mit einem Trutz Landauer zur Taufe gefahren.
    Den hatte der alte Fuhrmann, aber kein Auto. ;)
    Gruß der Lohmüller