Realität und Fiktion

  • da nimmst Du ein glühendes Eisen in die Hand!


    Nun, das bin ich von Berufswegen ja gewohnt. Allerdings verwende ich dann dazu meist dicke (Leder)Handschuhe resp. geeignete Feuerzangen ... :]
    Und im übrigen, der Zeitungsartikel sowie seine geschilderten Hintergründe sind ja nicht auf meinen Mist gewachsen ... ?(
    Ich sehe hier nur etwas durch die Hintertür hereinschleichen, was der "deutsche Verbraucher" so bestimmt mehrheitlich "nicht" will ... :evil: !


    die eu hatte doch die voraussetzung für großbetriebe geschaffen mit der zertifizierung, kleine handwerksbetriebe gibt es bei uns in der region nicht mer nur noch zweigstellen von den groß metzgereien.


    Dem kann man wohl so zustimmen. Auch Hierzulande gab es bis zur Hoch-Zeit von BSE (1990ziger Jahre) mehrere kleine-größere Schlachtereien (Kopfschlächter), welche ihre Schlachttiere zumeist und großen Teils aus der mehr oder weniger nahen Umgebung bezogen, sie töteten, zerlegten, und die Metzgereien mit Wurst- und Fleischverkauf, welche wiederum ihren Bedarf an Fleisch aus hauseigener Schlachtung allein nicht decken konnten, sowie Privatpersonen, welch noch Hausschlachtung ausführten belieferten. Solche Betriebe, abgesehen von dem nach EU-Vorschriften sanierten Schlachthof in Büdingen gibt es meines Wissens nicht mehr. Wohl aber noch einige, doch ganz gut gehende Metzger-Handwerksbetriebe, welche sich z.T. auch schon seit mehreren Generationen in Familienbesitz befinden.


    Eine „Fleischbeschau“ findet beim Table Dance in einschlägigen Lokalitäten oder je nach Neigung auch zuhause statt. Das, was ihr meint, heißt „Fleischuntersuchung“. Den Begriff „Fleischbeschau“ gibt es im offiziellen Sprach- und Schriftverkehr der Veterinärämter nicht.


    Nur der Begrifflichkeit halber - hier sagt zumindest das www. aber etwas anderes aus:


    - Fleischbeschaugesetz vom 29.10.1940 enthält Bestimmungen über die Schlachttier- und Fleischbeschau, über die Trichinenschau, über die Kennzeichnung und Verwertung von beschautem Fleisch sowie über die Einfuhr von Fleisch; Hausschlachtung, Viehseuchenbekämpfung (http://www.rechtslexikon.net/d…/fleischbeschaugesetz.htm)


    - Art. 213 EGStGB, Fleischbeschaugesetz (http://www.anwalt24.de/rund-um…augesetz-d140525,216.html)


    Quote

    Das Fleischbeschaugesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. Oktober 1940 (Reichsgesetzbl. I S. 1463), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung des Fleischbeschaugesetzes vom 5. Juli 1973 (Bundesgesetzbl. I S. 709)



    Wenn man hier oben dargestelltes liest, und mit dem von mir zuvor zum Thema eingestellten Zeitungsartikel und seinen Hintergründen weiter oben vergleicht, kann man vielleicht auch ein wenig nachvollziehen, warum zur Zeit viele Bürger auf die Straßen gehen, und ihren Unmut gegenüber Staat, Politik und Politikern, der EU, Verwaltungen und zum Teil auch den Medien gegenüber kund tun ...


    Was die wollen ist eine visuelle Begutachtung der Tierkörper und nicht mehr die handwerkliche, mit Schnitten ausgeführte, Tierkörperuntersuchung.


    So eine "visuelle Begutachtung" hat es doch in Form der "Lebendbeschau" vor der Schlachtung schon längstens gegeben.
    Unsere älteren Tierärzte waren sehr ungehalten, wenn sie nicht zur "Lebend-beschau" am Tag oder Tags vor der Hausschlachtung bestellt wurden, auch wenn sie das zur Schlachtung kommende Tier erst wenige Tage zuvor noch quicklebendig beim Bauern im Stall gesehen hatten ...

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • Hallo, Ihr Lieben,


    Neues zu TTIP... zur Information.


    Hier geht es um ein Instrument namens "Regulatorische Kooperation", das im Verdacht steht, einflußreichen Lobby-Vertretern frühzeitig Informationen über geplante Gesetzesvorhaben (jawohl - auf nationaler Ebene, also: deutsche Gesetze, Bundestag, usw.) zu gewähren und sogar noch eine Pflicht zur ernsthaften Zusammenarbeit mit diesen Interessenvertretern begründen soll.


    Bitte, schaut selbst:
    https://www.lobbycontrol.de/2015/01/ttip-verhandlungsdokument-zeigt-deutlich-eu-verhandlungsposition-hoehlt-demokratie-aus/
    https://www.lobbycontrol.de/tt…egulatorische-kooperation


    Mir liegt es fern, Schauermärchen verbreiten zu wollen, aber ich glaube, daß die berechtigten Interessen von Unternehmen auf der einen und der Verbraucher bzw. der arbeitenden Menschen auf der anderen Seite nicht fair vertreten werden durch eine solche Regelung. Verbraucher, Tiere, Natur und Sozialstandards werden nicht genügend mächtig vertreten werden können.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Nur der Begrifflichkeit halber - hier sagt zumindest das www. aber etwas anderes aus:


    Mag sein, ist mir aber egal. Ich habe im letzten Jahr die Prüfung zur „Kundigen Person“(Fleischhygiene) nach EU-Recht abgelegt und beim Ausbildungslehrgang wurde klipp und klar festgehalten, daß sich dieser „Beschau”-Mist irgendwie in den Köpfen der Leute festgesetzt hat. Ist aber trotzdem falsch.
    Letztlich ist es mir persönlich egal wieviel Falsches verbreitet wird. Die Betroffenen machen sich nur lächerlich. Das Netz macht da keine Ausnahme, im Gegenteil, es forciert die Verbreitung von Halbwahrheiten, Falschem und totalem Schwachsinn.
    ------------
    In meiner näheren Umgebung gibt es noch viele kleine Schlachtereien die selbst schlachten. Die Auflagen werden aber immer höher/bescheuerter und es ist alles eine Frage des Investitionsumfangs wie lange noch kostendeckend gearbeitet werden kann. Nur dann wird es merkwürdig: Schlachtviehtransporte unterliegen einer Zeitbegrenzung. Wenn die nicht eingehalten werden kann, was dann?
    Es scheint ein Übel der Zeit zu sein, daß Gesetzes- und Vorschriftenerlässe gemacht werden, ohne daß die Vorgaben in Gänze miteinander abgestimmt werden. Wenn jetzt außer den EU- und nationalen Bestimmungen auch noch außereuropäische Länder ihre Vorstellungen mit einbringen dürfen wird das Chaos bestimmt perfekt.
    Dann bekommen wir auch, obwohl national vielleicht verboten, auch noch die netten genveränderten Organismen in's Lebensmittelregal. Weil ja die internationalen Verträge eingehalten werden müssen.
    Das ist auf den anderen Seite aben die Chance für Kleinunternehmer relativ unbelastete Nahrungsmittel kostendeckend zu vermarkten. Bis dann das Saatgut auch nur noch von internationalen Konzernen bezogen werden darf und der Nachbau alter Sorten verboten wird...


  • In meiner näheren Umgebung gibt es noch viele kleine Schlachtereien die selbst schlachten. Die Auflagen werden aber immer höher/bescheuerter und es ist alles eine Frage des Investitionsumfangs wie lange noch kostendeckend gearbeitet werden kann.


    Diese ganze Entwicklung scheint mir ganz darauf hinaus zu laufen, dass irgendwann nur noch die Großbetriebe schlachten. Und dann haben wir nix mehr mit regionalen Produkten.
    Ähnlich wie uns dann via TTIP die amerik. Firmen bestimmen, werden uns ein paar große Fleischkonzerne vorgeben was wir essen und wer was produzieren darf.


    Dazu habe ich ein ganz schlechtes Gefühl.

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

  • Dazu habe ich ein ganz schlechtes Gefühl.


    da bist Du nicht allein


    genau das Szenario wurde im "The End of Food" schon 2008 beschrieben

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Letztendlich zählt doch ob gesundes pesdizidfreies,frei von genmanipulierten Futter das Tier ernährt hat und nicht im eigenen Dreck gelegen und Amoniak statt Frischluft geatmet hat,da ist es egal wie klein oder gross der Schlachthof ist.Ein Bekannter kauft jeden Herbst einen Weideochs vom Bergbauer der den Sommer bis Herbst auf der Alm verbrachte,füttert ihn bis vor Weihnachten mit Heu und lässt ihn im Schlachthof schlachten, begutachten und zerlegen.Er wird an seine Verwandten und Nachbarn aufgeteilt so hat jeder gesundes Rindfleisch in der Kühltruhe.

  • Hallo, Spyder,


    bestimmt ist es besser, ein Almrind zu kaufen, zu mästen und schlachten zu lassen als sich aus der Discountertheke zu bedienen. Und möglicherweise wird dieses Rind sogar sachgerecht geschlachtet - vielleicht steht Dein Bekannter ja dabei und schaut nach dem Rechten.


    Aber die Realität in deutschen Großschlachthöfen ist abschreckend: dort arbeiten ausgebeutete Schlächterkolonnen, vorzugsweise aus Ostblockländern, im Akkord. Wie nicht verwunderlich, funktioniert die eine oder andere Betäubung nicht, so daß einige Tiere anschließend bewußt die restlichen Vorgänge erleben. Auch für die anderen ist es sehr schlimm: sie kommen zumeist in Großtransportern zum Schlachthof, werden entladen und letztlich in die Schlachtbuchten getrieben. Von Menschen, die keine Zeit haben, auf die Situation Rücksicht zu nehmen. Die Mittel sind nicht die feinsten. Einzelheiten möchte ich Dir ersparen. Natürlich kann ich nicht für Österreich und die Schweiz sprechen. Ich kenne lediglich einige deutsche Schlachtstätten von innen.


    Wenn Du mir da Glauben schenken willst - ansonsten bitte recherchiere: das Netz bietet genug - frage ich, ob es wirklich egal ist, ob in einem großen Schlachthof geschlachtet wird oder es zusätzlich auch noch Kleinbetriebe gibt, die schlachten.


    Ich freue mich sehr, daß es Alternativen für all die gibt, denen es nicht egal ist, wie die letzten Stunden ihrer Tiere aussehen und die, die darauf Wert legen, nicht mit ihrem Einkauf solche Bedingungen wie oben beschrieben, zu fördern.


    Nichts für ungut.


    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

  • Der Konsument bestimmt den Markt von Anfang an und für das fleischliefernde Tier das Schicksal vom trennen vom Muttertier bis zum Transport in den Schlachthof.Der Konsument lässt sich den Appetit mit Bildern und Filmen von schlechter Haltung und Tansportleid nicht verderben .Essen muss billig sein. Interessanterweise waren 1965 schechtere Zeiten als Heute aber die Leute waren im Verhältniss zum Lohn Gehalt bereit das fast 20 fache zu bezahlen.
    Als Beispiel :1968,Schlosserlehrling im ersten Lehrjahr 35,- im Monat ,ein Schlachtschwein 220,-Heute bekommt der Schlosserlehrling 600,-für ein Schlachtschwein bekommt man 180,-

  • spyder,


    stimmt schon was du schreibst. Nur in 2 Dingen muss ich Dir wiedersprechen.


    1. Dem Tier ist es egal wieviel der Konsument zahlt.
    2. Je besser das Tier gelebt hat, z.B. Weiderind, des so schlechter, hektischer, panischer, stirbt es. Da ist die ganze Aufzucht am Arsch.
    Da läuft bei der Aufzucht, Fütterung, Hege und Pflege alles super und bei der Schlachtung versaut man alles.

  • Da läuft bei der Aufzucht, Fütterung, Hege und Pflege alles super und bei der Schlachtung versaut man alles.


    nicht, wenn es einem wichtig ist und man darauf achtet; selbst Weiderinder lassen sich ruhig treiben und verladen, besonders wenn sie als Gruppe zusammen bleiben

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • spyder,


    stimmt schon was du schreibst. Nur in 2 Dingen muss ich Dir wiedersprechen.


    1. Dem Tier ist es egal wieviel der Konsument zahlt.
    2. Je besser das Tier gelebt hat, z.B. Weiderind, des so schlechter, hektischer, panischer, stirbt es. Da ist die ganze Aufzucht am Arsch.
    Da läuft bei der Aufzucht, Fütterung, Hege und Pflege alles super und bei der Schlachtung versaut man alles.


    Weideschlachtung, eine Methode, die mir gefällt. Diese Methode ist super für's Tierwohl und dazu auch noch für die Fleischqualität.


    http://www.bioaktuell.ch/filea…4-02-weideschlachtung.pdf


    Gruss E. Schmid

  • Weideschlachtung, eine Methode, die mir gefällt. Diese Methode ist super für's Tierwohl und dazu auch noch für die Fleischqualität.


    Mir auch.


    Auch wenn Charly Bonifaz recht hat mit dem Argument: Die Tiere haben weniger Angst wenn sie in der Herde bleiben. So muss doch jedes in den Betäubungsstand und das geht halt mal besser oder schlechter.


    Ich töte die Tiere mittels Kugelschuss, dann führe ich den Bruststich durch. Danach mit Hänger in einen EU -Schlachtbetrieb.
    Der ganze Vorgang spielt sich in der Herde ab, in völliger Ruhe, die anderen Tiere fressen einfach weiter.


    Diese Fleisch hat eine andere Qualität!


    E. Schmid:


    Die Schweiz tut sich noch schwer. Ich denke das stressfreie Schlachten wird sich durch den Druck der Verbraucher verbreiten. Wenn Du Hilfe brauchst rufe einfach an. Durch den Sachkundenachweiß und über URIA beschäftige ich mich mit dem Thema.


    Grüße Thomas

  • Wie sieht die gesetzliche Lage zum schlachten von selbstgefütterten Bio-Masthühnern aus ?Müssen die auch geschossen ,betäubt,gestochen werden oder reicht eine scharfe Axt?

  • Hallo Spyder,


    nach dem Tierschutzgesetz vom 18 Mai 2008(BGBI.S.1206,2013) § 4, darf ein Tier nur getötet werden, wenn es zuvor betäubt wurde.
    Verkaufst Du Deine selbstgefütterten Bio-Masthühner, brauchst Du einen Sachkundenachweis nach Art.7 Abs.2 EU Vo 1099/2009. Das gilt auch für Direktvermarkter.


    Ich würde sagen, eine scharfe Axt reicht. Ich bin aber nicht maßgeblich. Zum Glück ;-)


    Gruß Thomas

  • Der Konsument bestimmt den Markt von Anfang an und für das fleischliefernde Tier das Schicksal vom trennen vom Muttertier bis zum Transport in den Schlachthof.Der Konsument lässt sich den Appetit mit Bildern und Filmen von schlechter Haltung und Tansportleid nicht verderben .Essen muss billig sein. Interessanterweise waren 1965 schechtere Zeiten als Heute aber die Leute waren im Verhältniss zum Lohn Gehalt bereit das fast 20 fache zu bezahlen.
    Als Beispiel :1968,Schlosserlehrling im ersten Lehrjahr 35,- im Monat ,ein Schlachtschwein 220,-Heute bekommt der Schlosserlehrling 600,-für ein Schlachtschwein bekommt man 180,-


    Der Konsument bestimmt den Markt ???


    Ich glaube, dass wir an dem Punkt schon lange vorbei sind. Der Markt wird von gewinnorientierten Managern bestimmt.


    1968......... da hatten wir noch bei ca. 1000 Einwohnern 4 Geschäfte im Ort. Die dort verkauften Fleischwaren kamen von lokalen Metzgern. Ein Grossteil hatte noch in der Familie Nebenerwerbslandwirtschaft. In unserem Garten wurden (und werden mittlerweile auch wieder) Gemüse, Kartoffeln, Obst usw. angebaut.


    Damals gab es noch einen freien Markt bei dem der Konsument noch mitbestimmen konnte.


    Heute bestimmen Einkäufer von grossen Handelsketten was in die Läden kommt. Der Konsument hat kein oder nur ein kleines Mitbestimmungsrecht über sein Konsumverhalten. Wenn das Kilo Schweinefleisch 20 ,- € kosten würde, dann würde es auch bezahlt werden. Evtl. würde weniger konsumiert werden, aber es würde konsumiert werden (auch 1968 wurde Fleisch gegessen obwohl es real zum Lohn gesehen wesentlich teurer als heute 20,- Euro/Kilo war).


    Anfangs kamen die Discounter mit ihrem drang zum Wachstum und ihrem streben zur Mehrung des eigenen Wohlstands. Erst konnten sie durch Optimierung der Vertriebswege preiswerter als der normale Einzelhandel anbieten, doch irgendwann erkannten sie ihre Machtstellung gegenüber den Lieferanten und begannen diese zu knechten. Mit sicherheit stand hier erst mal die Mehrung des eigenen Vermögens und nicht der Druck durch den Verbraucher im Vordergrund.


    Dann ging das Spiel weiter. Der "Kunde" hatte plötzlich Geld übrig. Ein Stab von Leuten machte sich Gedanken, wie sie wohl da ran kommen könnten. Erst wurden vorhanden Produkte zu "Lebensgefühlen" zur "grossen Freiheit" usw. umdeklariert, dann wurden immer mehr Produkte entwickelt die eigentlich keiner brauch, aber die jedem als unentberlich verkauft werden können.


    Wer braucht jedes Jahr ein neues Smartphone, ein neues Auto, einen digitalen Kühlschrank usw. ............ wenn wir der Industrie glauben jeder.


    Solange jemand in dieser durch Werbeprofis vorgegeben Welt lebt, ist ihm das neue Handy wichtiger als gutes Essen, Spass am Gärtnern usw.


    Es stimmt nicht, dass Leute sich nicht durch entsprechende Bericht, Dokumentationen usw. aufrütteln lassen, nur ist es hierzu erst mal erforderlich, dass erst mal ein Intresse daran geweckt wird sich erst mal überhaupt darüber zu informieren. Die Unterhaltungsindustrie kann das wesentlich besser. Sie entwickeln ein Produkt das kein Mensch wirklich braucht und ihre Werbefachleute schaffen es einem grossteil unserer Bevölkerung beizubringen das wir nicht ohne dieses Produkt leben können.


    Leider ist es ein Problem unserer Gesellschafft, dass unsere Kinder und Kindeskinder immer mehr von diesen Srategien bestimmt werden und das ein hinterfragen von Dingen schon ab dem Kindergarten eigentlich nicht mehr erwünscht ist, weil es ja unbequem ist.


    Jeder, und damit meine ich auch jeden (unabhängig vom Einkommen etc.) hat die Möglichkeit besser zu leben, wenn er einfach sich nicht mehr so stark fremdbestimmen lässt und anfängt Dinge zu hinterfragen. Es erfordert lediglich etwas Zeit, etwas Energie und am allerwichtigsten einen ersten Schritt um damit zu starten.....................

    Edited once, last by Waldbaer ().

  • Der Markt wird von gewinnorientierten Managern bestimmt.


    Heute bestimmen Einkäufer von grossen Handelsketten was in die Läden kommt. Der Konsument hat kein oder nur ein kleines Mitbestimmungsrecht über sein Konsumverhalten.

    Wenn das Kilo Schweinefleisch 20 ,- € kosten würde, dann würde es auch bezahlt werden. Evtl. würde weniger konsumiert werden, aber es würde konsumiert werden (auch 1968 wurde Fleisch gegessen obwohl es real zum Lohn gesehen wesentlich teurer als heute 20,- Euro/Kilo war).


    Erst kamen die Discounter mit ihrem drang zum Wachstum und ihrem streben zur Mehrung des eigenen Wohlstands.
    Erst konnten sie durch Optimierung der Vertriebswege preiswerter als der normale Einzelhandel anbieten, doch irgendwann erkannten sie ihre Machtstellung gegenüber den Lieferanten und begannen diese zu knechten. Mit sicherheit stand hier erst mal die Mehrung des eigenen Vermögens und nicht der Druck durch den Verbraucher im Vordergrund.


    Waldbaer, noch ein bisschen ausgefeilter und alles unterlegt, oder "belegt" mit einer über 30-40 Jahre zurückgehenden, ausgedehnten Hintergrundrecherche, ergäben deine Zeilen sicher einen großen, lesenswerten Artikel für alle deutschen Tageszeitungen und andere Magazine.
    Vorausgesetzt ein einziger Verlag davon wäre bereit, deine Zeilen auch ungekürzt zu veröffentlichen ?


    Dieser Tage war öfters mal das Wort "Lügenpresse" in den Medien zu vernehmen. Die getroffenen Hunde wollten davon natürlich nichts wissen ...
    Man Lügt ja auch nicht, auch wenn man nur die hälfte oder bestimmte, dementsprechend artikulierte oder in eine bestimmte Richtung gelenkte Fakten veröffentlicht :evil:


    Hier z.B.



    Also, das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) wird was ganz tolles ...
    Vor allem die kleineren Betriebe in Strukturschwachen Regionen werden unheimlich davon profitieren ... :tongue:
    Und der Bürger kann ja beim Einkauf entscheiden, ob er sich für Lebensmittel mit gentechnisch veränderte Organismen [das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen] entscheidet oder eben nicht [das winzig kleingedruckte lässt grüßen].

    http://www.kreis-anzeiger.de/l…-unternehmen_14974596.htm


    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • ob er sich für Lebensmittel mit gentechnisch veränderte Organismen [das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen] entscheidet oder eben nicht [das winzig kleingedruckte lässt grüßen].

    es ist meines Wissens beim Soja heutzutage schon nicht mehr möglich das genau zu differenzieren (der Handel schiebts auf den Transport, ich denke das ist schon ab Feld durchwachsen, lesen doch die bösen Insekten die Schilder nicht) und die Händler mit zumindest fast gentechnisch freier Ware stöhnen ob der Kosten

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Hallo, Ihr Lieben,


    danke für die vielen Beiträge zum Thema Schlachtung.


    Ich wußte nicht, daß Weideschlachtung bei uns möglich ist. Es fehlte eigentlich nur noch ein Label dazu. :-)
    Dann wäre überprüfbar, wie es denn mit der Bereitschaft der Verbraucher steht, sich eine tiergerechte Haltung etwas kosten zu lassen, steht.
    Wenn ich die Sache richtig verstehe, ist das Verfahren sehr aufwendig. Bei "Bio-Kundschaft" kann ich mir eine entsprechende Zahlungsbereitschaft noch einigermaßen vorstellen.


    Ich habe versucht, ein bißchen mehr zu erfahren und bin auf Lea Trampenaus Seite
    www.innovative-schlachtsysteme.de gestoßen. Dort findet sich auch ein kurzer Abriß über die
    juristischen Aspekte der Weideschlachtung. Es sieht so aus, als ob man sich da noch etwas schwer täte.


    http://www.innovative-schlacht…rundlagen-Kugelschuss.pdf



    Es grüßt mit Hü und Hott
    Die Ardennerin

    Edited 2 times, last by Ardennerin ().

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