Die Holzlüge

  • Film von Anika Giese und Torben Schmidt


    Mehr als 50 Prozent des Holzes verfeuern wir als Scheitholz im Ofen oder es
    wird zu Pellets gepresst. Denn es gibt immer mehr Öfen, die mit Brennholz oder
    mit Pellets befeuert werden. 15 Millionen sind es bereits bundesweit und jedes
    Jahr kommen hunderttausende neuer Kamine und Öfen hinzu. Die Nachfrage nach
    Gemütlichkeit und vermeintlich grüner Wärme steigt und wird auch staatlich
    gefördert. Die Folge: Ausgebuchte Motorsägenkurse, Wartelisten beim Förster und
    Absatzrekorde bei den Holzhändlern.


    Mehr als 50 Prozent des Holzes verfeuern wir als Scheitholz im Ofen oder es
    wird zu Pellets gepresst. Denn es gibt immer mehr Öfen, die mit Brennholz oder
    mit Pellets befeuert werden. 15 Millionen sind es bereits bundesweit und jedes
    Jahr kommen hunderttausende neuer Kamine und Öfen hinzu. Die Nachfrage nach
    Gemütlichkeit und vermeintlich grüner Wärme steigt und wird auch staatlich
    gefördert. Die Folge: Ausgebuchte Motorsägenkurse, Wartelisten beim Förster und
    Absatzrekorde bei den Holzhändlern.


    Holz, der perfekte Brennstoff, bei dem es nur Gewinner gibt? Billiger, besser
    und auch noch Klima schonend? Anika Giese zeigt, wie eine gute Idee mehr und
    mehr in die Kritik gerät.


    Knapp 400.000 Neu-Ofen-Besitzer pro Jahr müssen sich mit Holz versorgen.
    Neben der Frage "Eiche, Birke oder Buche?" entscheidet zumeist der Preis. Aber
    der Vergleich ist eine Herausforderung: Raummeter, Schüttmeter, oder im Sack -
    was kostet wie viel? Holz ist nicht gleich Holz - und die Preisunterschiede sind
    gigantisch. Von 88,-- Euro der Raummeter bis 249,-- Euro der Raummeter
    Brennholz. die story fragt: Wie kann es zu solchen Preisunterschieden kommen?
    Wir zeigen das Geschäft mit dem Holz.http://www.phoenix.de/content/…e/847743?datum=2014-07-06


    http://www.phoenix.de/content/…e/847743?datum=2014-07-06Sendetermine
    So. 06.07.14, 23.15 Uhr und Di. 08.07.14, 02.15 Uhr

    http://www.phoenix.de/content/…e/847743?datum=2014-07-06[/code]

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • Oh, da muß ich mich wohl angesprochen fühlen. Haben sowohl einen Kamin im Wohnzimmer als auch den Pelletofen im Keller. Noch verbrennen wir die Lagerbestände des Nachbarn, da er sie nicht mehr braucht.

    Optimismus ist bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf den höchsten Berg zu steigen und "Scheiß Götter" zu rufen. (frei nach Terry Pratchet)

  • Wir haben gar keine Heizung.
    Im Erdgeschoss stehen ein Holzofen und ein Kaminofen.
    Im Obergeschoss steht ebenfals ein Kaminofen.
    LG
    Sonja

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Also ist nach deinem Dafürhalten ein Holzofen und ein Kaminofen keine Heizung...
    Was dann? Eine Kühlung?


    Irgendwann in einer fernen Zukunft werden die Holzpreise vielleicht nach Energiegehalt abgerechnet. Ein Faktor ist dabei der Feuchtegehalt, ein anderer die Energiedichte.
    Weide z.B. hat ca 60% des Energiegehalts von Eiche pro Fm. Weide wächst aber deutlich schneller - nach meinem dafürhalten mindestens 20 x so schnell - und ist damit effektiver anzubauen und zu vermarkten. Also sollte auch der Umwelt- und Effezienzaspekt in die Holzdiskussion mit einfließen. Aber so differenziert will der deutsche Durchschnittsmichel es ja garnicht. Rechnen macht Arbeit und Arbeit ist „Scheiße“.


    Ich halte mich sowieso von sowas fern: Ich habe einige km Knick regelmäßig auf den Stock zu setzen und dann noch 2,5 ha Wald. Eichen bleiben dort als Zukunftsbäume und Überhälter stehen. Weiden, Pappeln, Erlen, Birken und Ahorn sind das Objekt meiner Begierde. Die pflanze ich auch als vorgezognene Jungbäume wieder nach. Allerdings verkaufe ich kein Brennholz, denn wenn ich mit den jährlich notwendigen ~40 Rm fertig bin lege ich nach getaner Arbeit die Füße hoch und sückel genüsslich das eine oder andere Glas Rotwein.

  • Für wie viele Leute heizt du denn?
    Für meine Tochter und mich habe ich bei komplett Ofenheizung (einschl. Kochen im Winter) 12 Rm gebraucht. Da ich die selbst aus dem Wald geholt habe, habe ich auch nur 12€/Rm gezahlt.

  • dann noch 2,5 ha Wald


    denn wenn ich mit den jährlich notwendigen ~40 Rm fertig bin


    Hi,
    wieviel Fläche Wald braucht eine Familie mit zwei Kindern zum Heizen? Mit Öl oder Gas braucht mann, glaube ich, eine 10- 15 Kw Zentralheizung. Kommt man mit 40 Rm hin, und gibt das die 2,5 ha dauerhaft her?
    Wir hatten uns vor 10 Jahren für eine Holzpelletszentralheizung entschieden, weil es damals hieß, die Pellets wären Abfallprodukte der Holzindustrie und dadurch nachwachsende umweltfreundlich Heizenergie. Wie letzten Endes die Ökobilanz ist, weiß ich nicht, da werde ich mich drum kümmern wenn ich die jetzige Heizung ersetzen muß.
    Vom Holzofen und selber "Brennholz machen" hatte ich aus einem früherem Leben die Schn...e voll.
    Gruß, Harald

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Also ist nach deinem Dafürhalten ein Holzofen und ein Kaminofen keine Heizung...


    Nu leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Ich denke jeder hat verstanden was gemeint ist.


    Wir brauchen jährlich ca. 8 RM.
    Was uns das kostet, kann ich gar nicht sagen. Mein Mann fährt den Langholz-LKW des Schwellen und Paletten Sägewerks in dem er arbeitet.
    Wir haben somit in der Regel Buche.
    LG
    Sonja

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Moin Moin,
    ich habe ebenfalls eine Holzvergaseranlage und für den Notfall Gas ( jahresverbrauch 4qbm Gas )
    wieviel Holz wir verheizen kann ich gar nicht so genau sagen da ich auch die Abschnitte USW aus dem Zimmereibetrieb verheizte. Wir machen warm Wasser Halle im Winter 170 qm und Haus ca 150qm. Ich würde immer wieder eine holzheizung verbauen. Pellets USW bin kein Freund von da man immer an die steigenden Preise gebunden ist. Für die letzte Ladung Holz reine Esche geliefert in drei Meter Stämme 40rm habe ich 42,00€ inclusive. Allem drum und dran bezahlt.
    gesägt und aufgestapelt ergaben es 44rm.
    Die hälft wird verkauft und so ist unser Holz für lau,abgesehen von der Arbeit .
    patrick

  • Für wie viele Leute heizt du denn?


    2. Wir heizen und kochen mit Holz. Also haben wir den Verbrauch zu geringen Teilen auch im Sommer.
    Unsere Anlage beinhaltet einen sog. „Zentralheizungs-Küchenherd“ der durch direkte Wärmeabstrahlung heizt und durch den eingebauten Wärmetauscher den Pufferspeicher erwärmt. An diesen Pufferspeicher sind auch noch „Sonnenkollektoren“(Solarthermie) angeschlossen. Diese übernehmen im Sommer die alleinige Warmwasserbereitung indem sie den 1000 ℓ Pufferspeicher komplett erwärmen. Momentan ist der mit oben 80°C und unten mit 70°C angezeigt. Im Inneren befindet sich eine Schlauchrolle von 50 m Länge durch die das kalte Wasser von unten nach oben strömt und sich dabei erwärmt. Legionellen gibt es dabei nicht. Dieser Pufferspeicher beliefert auch die Fußbodenheizung.
    In dem Herd kann man den Brennrost in der Höhe verstellen und im Sommer, wenn wie oben beschrieben die Brauchwassertemperatur von den Sonnenkollektoren auf akzeptable Werte gebracht wird, wird dieser Rost beim Kochen ganz nach oben gedreht und der Wärmeeintrag über den Wärmetauscher im Herd wird auf ein Minimum beschränkt.
    Wenn im Winter die Sonne scheint benötigen wir durch den Wärmeeintrag der Solarkollektoren(8,5 m²) ungefähr 30% des Brennholzes im Vergleich zu den Tagen an denen es bedeckt ist.
    Unsere Hütte ist von ~1910 und hat im ausschließlich bewohnten Erdgeschoß 140 m². Ich bin der Meinung, daß die 40 m³ Holz ein akzeptabler Wert sind wenn man über die Sommermonate auch noch kocht und im Winter sich nicht „den Arsch abfrieren möchte“.
    Wir haben übrigens moderne Fenster und Türen, aber keine Plastikhütte. Durch eklatante und nicht mal eben schnell zu behebende Baufehler meiner Vorfahren habe ich diverse Kältebrücken in der gesamten Hütte gegen die „anheizen“ muß. Das übernächste Haus wird aber perfekt, versprochen. Dann brauch ich nur noch 6 m³ Holz... :)

  • Als der Schornsteinfeger im Herbst zu uns kam, erzählte er von einer Rentnerin, 2 Dörfer weiter. Die musste sich grade einen Holzofen installieren lassen, weil sie die normalen Heizkosten von ihrer schmalen Rente nicht mehr bezahlen kann. Sie ist 82.

    besten Gruß :-]

  • Hat wer von euch den Film gesehen ?


    Es geht nicht darum, hier zu Diskutieren oder gar zu streiten wer was für eine Heizungsvariante hat und wer mit welcher Variante wie viel Holz Verbraucht.
    Die Autoren sind in dem Film vielmehr 1. der Frage nachgegangen, wie sich der Preis von 88,-- Euro der Raummeter bis 249,-- Euro der Raummeter Brennholz gestaltet.
    Und hier kommt 2. unter anderem das europäische Ausland, insbesondere Ost-, und Südosteuropa - mit zuweilen undurchsichtigen Holzeinschlagmethoden etc. ins Spiel.
    Das Wort "Nachhaltigkeit" mit welchem unsere hiesigen Forstbehörden ja gerne werben, hat wohl bei importiertem Holz eine andere Bewertung ... !?

    Kaltblutpower.
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    (frei nach Gustav Mahler)

  • Denke mal wo es viel Geld zu verdienen gibt,
    wird das auch gemacht, oft Illegal .
    Wobei diejenigen welche die Schwerarbeit machen ,
    am wenigsten daran verdienen.
    Denn bei denen geht es doch oft ums blanke Überleben,
    wärend den Reibach andere machen.
    Irgentwann sind dort die Wälder ausgelichtet bzw. weg
    und dann fehlt der Bevölkerung das Holz zum heizen und bauen.

  • Hat wer von euch den Film gesehen ?


    Es geht nicht darum, hier zu Diskutieren oder gar zu streiten wer was für eine Heizungsvariante hat und wer mit welcher Variante wie viel Holz Verbraucht.
    Die Autoren sind in dem Film vielmehr 1. der Frage nachgegangen, wie sich der Preis von 88,-- Euro der Raummeter bis 249,-- Euro der Raummeter Brennholz gestaltet.
    Und hier kommt 2. unter anderem das europäische Ausland, insbesondere Ost-, und Südosteuropa - mit zuweilen undurchsichtigen Holzeinschlagmethoden etc. ins Spiel.
    Das Wort "Nachhaltigkeit" mit welchem unsere hiesigen Forstbehörden ja gerne werben, hat wohl bei importiertem Holz eine andere Bewertung ... !?


    Ich habe den Film nicht gesehen. Grund: Ich besitze keine Empfangsgeräte.


    Ich bin aber der Ansicht, daß es sehr wohl einen Einfluß auf die Preisgestaltung von Holz hat, wieviel Holz man verbraucht. Die Nachfrage bestimmt den Preis zu einem gewissen Umfang. Wenn sich die „Heizer“ hier von der einen Abhängigkeit (Öl/Gas) in die nächste (Holz) begeben darf sich niemand beschweren, daß die Preise steigen und mit steigenden Preisen Holz aus fragwürdiger Herkunft importiert wird.
    Völlig daneben fand‘ ich es Ende der 80er/Anfang der 90er als hier radioaktiv stark belastete Holzstämme für die Brennholzbereitung auftauchten. Aber heute kommt niemand mehr auf die Idee einen Geigerzähler an importiertes Holz zu halten.


    Daher halte ich es für überaus sinnvoll die Sonne als Quelle für Wärme im Haus zu nutzen. Es spart Holz und hat damit beruhigenden Einfluß auf die Preise und macht unabhängiger wenn man keine Möglichkeit hat selbst Bäume und Hecken in erforderlichem Maße für die Brennholzgewinnung anzupflanzen.


    Die Unterschiede in der Preisgestaltung erklärt sich für mich durch die Tatsachen, daß es sehr viele Unwissende gibt die die Preisgestaltung nicht mit kalkulatorischem Hintergrund festlegen - Rentner machen in meiner Region immer noch Scheitholz aus purer Langeweile und „verschenken“ das unter Einstandspreis - und es gibt Profis die genau rechnen zu welchem Preis auch noch Überschüsse erwirtschaftet werden. Die Spanne im meiner Region geht von € 30.- bis über € 100,- pro Schüttraummeter. Ich selbst würde nicht unter € 120,- verlangen wenn ich denn Lust hätte für andere Leute Holz zu machen.

  • Ich habe den Film nicht gesehen. Grund: Ich besitze keine Empfangsgeräte.


    Ich hab ihn ja auch nur durch Zufall am Erstausstrahlungstermin gesehen. Leider ist er nicht per Mediathek dort zu sehen, sonst hätten ihn sich sicher einige hier angeschaut ...


    Daher halte ich es für überaus sinnvoll die Sonne als Quelle für Wärme im Haus zu nutzen.


    Da stimme ich völlig mit Dir überein. Man muß erneuerbare, sich selbst erneuernde, quasi fortwährende Energieressourcen dieses Planeten - unter Bedacht - nutzen, wo immer es nur geht, und hier spielt die Solarenergie eine, wenn nicht die wesentliche Rolle was die Energiefrage für die Zukunft angeht. Aber genau da muß sich auch noch viel viel mehr tun, vor allem was die "Lagerung", die speicherbarkeit und die schnelle wiederabrufbarkeit - ohne größere Verluste angeht.

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

    Edited once, last by Hippo-Sohle ().

  • Hier kann man ihn gucken:
    http://www.ndr.de/fernsehen/se…-podcast/minuten1125.htmlhttp://www.ndr.de/fernsehen/se…-podcast/minuten1125.html


    Ich habe ihn auch noch nicht gechaut.
    Der ist aber vor längerem schon mal gelaufen.


    Woher manchmal so "gute" Holzpreise kommen, kann man hier nachlesen:
    http://www.proplanta.de/Agrar-…rn_article1368517642.html
    Die ersten wurden schon geschnappt !
    Berichte lassen sich guugeln.


    Quote

    Nach Angaben von Hessen-Forst wird jährlich im Staatswald Holz im Wert von fast einer Million Euro gestohlen.


    Dazu muss man sagen, dass der Staatswald 40 % ausmacht,
    35 % Kommunalwald und 25 % Privatwald.
    Das sind dann wohl rund 2,5 Mio Euro wovon fast 2 Mio Euro zu lasten der Bürger gehen !



    Zwei Beispiele:
    Einem Kollegen wurden 30 Fm Industrieholz gestohlen am festen Weg. 30 Fm ist eine LKW Ladung !


    Mündlicher Überliefrung nach kaufen einige Brennholzanbieter in unserer Region das Holz billiger frei Hof als sie es hier uf dem Stock kaufen können ! Da liegt die Vermutung natürlich nah.....

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

    Edited 3 times, last by Fuhrmann ().

  • http://www.mainpost.de/regiona…b-gefasst;art1727,7837101
    schätze das dürfte zumindest die Diebstähle im Großen in Griff kriegen

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Fuhrmann : Danke für den Hinweis zum Film. Jetzt habe ich den Beitrag gesehen.


    Wir haben in Schleswig-Holstein unsere Knicks. Das sind Wallhecken die auf Anordnung von fast 200 Jahren angelegt werden mußten => Verkoppelungsgesetz. Diese Vorschrift wurde erlassen damit die damalige Bevölkerung Brennmaterial zum Kochen und Heizen hatte, das Vieh nicht mehr die Nutzpflanzen zerstören konnte und, das ist meine persönliche Meinung, die Landbesitzer eindeutig nach Landeigentum besteuert werden konnten...
    Die damalige Landbevölkerung hat mit diesem „Knickholz“ gekocht, geheizt, gewaschen und was sonst noch alles mit Holz gemacht wurde. Es war also eine wegweisende, auf Nachhaltigkeit abgezielte Entscheidung so etwas per Gesetz anzuordnen und durchzusetzen.


    Wie dem auch sei, heute werden diese Knicks, wissentlich und/oder unwissentlich, zerstört durch falschen Maschineneeinsatz der die Wurzelstöcke zerspittert und tief eingerissen für Krankeitserreger hinterlässt.[Blocked Image: http://www.bilder-upload.eu/thumb/690e28-1405452578.jpg][Blocked Image: http://www.bilder-upload.eu/thumb/4a769b-1405452680.jpg] Ist das Nachhaltigkeit?

  • Was mich immer wundert: Misthaufen sind doch immer schön warm - warum nutzt man das nicht? Eigentlich müßte man damit doch super kostengünstig heizen können. Ich stelle mir das so vor: Unter dem Misthaufen eine Betonplatte, darin eingelassen ein Wärmetauscher (wie hinter einem Kühlschrank - nur umgekehrte Richtung, um einen Wasserspeicher aufzuheizen). Das kann doch kein so großer Aufwand sein. Man könnte das Ganze auch noch mit einem Sonnenkollektor koppeln, der den Warmwasserspeicher mit beheizt. Je nach Witterung (oder wenn man den Mist mal abfährt) hat man dann immer eine Wärmequelle. Eigentlich bräuchte man dann nur noch etwas Strom für Steuerung und Pumpe - oder sehe ich das verkehrt? Um ganz sicher zu sein, könnte man auch noch einen kleinen Heizkessel als Notnagel mit einbeziehen.

  • Vielleicht liege ICH jetzt verkehrt: Um richtig zu verotten (kompostieren), braucht der Mist seine Wärme. Wenn man die abzieht, wird der Prozess, der auch die Wärme erzeugt, abgebrochen und ist nix mehr mit warm. Allerdings habe ich schon bei relativ großen Anlagen von der Wärmenutzung gehört, aber es heißt doch: Die Dosis macht das Gift...
    Gruß, Harald

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Moin moin,
    ich glaube mich zu erinnern mal ein Bericht gesehen zu haben wo ein Landwirt dies System im Kuhstall betreibt ind der Sohle Fußbodenheitzung nur umgekert halt und der Laufstall im Winter mit Strohmatraze wo die Kühe sich aufhalten. Das System funzt .
    Im sommer wenn die Kühe auf die Weide kommen wird gemistet und für den nächsten Winter vorbereitet. Ich weiß nur nicht mehr wie groß das ganze war.
    Patrick