Heu werbung

  • ... BunBags, ...
    Kennt jemand ein schönes deutsches Wort dafür?


    klar doch: Apfeltaschen ;)


    bin grad am überlegen wie sich da wohl ein Kuhfladen verhält?

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Kann jemand das Schwitzen ( Gären, Fermentieren) des Heu´s nach der Einlagerung näher erklären ?
    Oder kann mir jemand Literaturtipps dazu geben ?


    Und noch eine Frage, weiß jemand um wie viel sich das Gewicht von Gras bis zum Heu reduziert ?


    Danke !

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

  • Und noch eine Frage, weiß jemand um wie viel sich das Gewicht von Gras bis zum Heu reduziert ?


    Frisches Gras besteht zu 80 bis 85% aus Wasser, Heu enthält nur noch 14% Wasser.
    Oder andersherum: Frisches Gras hat 15 bis 20% Trockensubstanz, Heu hat 86% TS.


    Hilft Dir das weiter?


    Für genauere Zahlen je nach Futter und Schnittzeitpunkt, wirf einen Blick in die Gruber-Tabbelle, ab Seite 60.

  • Danke Johannes,


    Dann würde, mit Mittelwerten gerechnet, 1 to Heu einen Grundbedarf von ca: 4,9 to Gras haben.
    Wenn ich mich nicht vertan habe.


    Mit der Gruber-Tabelle werde ich mich auch noch mal beschäftigen !

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

  • Dann würde, mit Mittelwerten gerechnet, 1 to Heu einen Grundbedarf von ca: 4,9 to Gras haben.
    Wenn ich mich nicht vertan habe.

    Bitte.
    Ja, darauf komme ich auch.


    Mit der Gruber-Tabelle werde ich mich auch noch mal beschäftigen !

    Falls jemand weiß, wo es eine vergleichbare Tabelle für die Pferdefütterung gibt, wäre ich für einen Hinweis dankbar.
    Hab sie schon abgespeichert gehabt, sie heißt: „Pferdefütterung. Grundlagen einer bedarfsgerechten Versorgung“ und gibt es hier, ebenfalls von der Lfl in Bayern. Ab Seite 74 beginnt die Futterwerttabelle, die die Angaben in Verdaulichem Rohprotein und Verdaulicher Energie enthält.

  • Ich möchte gern, dieses Thema noch einmal starten...


    Wie soll es möglich sein, sein Heu/ Futter für den Winter nur mit den Pferden zu erwirtschaften bzw. zu bewirtschaften. Ich habe am Wochenende meine zwei Hektar mit dem Traktor gemäht. Hier eine kurze Aufstellung über die getätigten Arbeiten von der Mahd bis zur Einfuhr:


    - Mähen(Front-Heck-Kombination, 6 m Arbeitsbreite reine Arbeitszeit 2 Stunden, durchschnittliche Schlaggröße 0,5 Hektar, Gesamtwegstrecke zwischen den Schlägen < 1.000m).


    - Montag um 11 Uhr einmal mit dem Traktor gekreiselt (2 ha, 8-Kreiselheuer, 9 m Arbeitsbreite, reine Arbeitszeit 1 h). Am Abend noch ein Mal aufkreiseln auf 1,5 ha (~0,75 h). Nachtschwaden legen mit Pferen auf 0,5 ha mit Vierer-Heuma (~ 1h).


    - Dienstag um 11 Uhr noch mal die 0,5 ha durchgekreiselt (~0,25 h), einfach nur damit das Heu noch mal angehoben ist. Dann um 12 Uhr mit Traktor und Schwader angefangen zu schwaden (~2 h) und um 14 Uhr mit der Presse hintennach (mit Stilstand und Reparatur ~5 h). Da um ca. 15 Uhr der Vater meiner Freundin die Presse weitergefahren hat, konnte ich schon mal allein das Heuauflegen anfangen bis dann um 17 Uhr meine Freundin, eine Freundin und der Freund meiner Schwester dazu kamen und wir dann einspännig weiter Arbeiten konnten. Mit den 370 Bündeln waren wir dann um 19.30 Uhr in etwa fertig, d.h. Arbeitszeit ~ 4,5 h.


    Nun bitte ich um eure Meinung, welche Vorschläge habt ihr, um den Traktor bzw. alle zu ersetzen? Bitte schreib auch dazu wie das alles gelöst wird, mit bodenbetriebener Technik oder mit Aufbaumotor? Und mit wievielen Arbeitern und wie vielen Gespannen?


    Viele Grüße
    Tim

  • Guten Tag,
    habe mir dazu auch schon Gedanken gemacht. Kann nur für mich sprechen. Bei mir ist das Heuen ohne Maschinenkraft nicht realiserbar, da mein Einkommen im Büro verdient wird.
    Wir schaffen das Heimfahren der Kleinballen mit den Pferden und zwei Wagen im Wechsel und sind dann beschäftigt, das Heu und das Stroh auf die Bühne zu schaffen.
    Das Mähen, Schwaden, Kreiseln würde bedeuten, kleinere Flächen einzuteilen und über einen Zeitraum von zwei Monaten das ganze zu leisten. Das ist nicht drin, da zuviel Arbeitszeit im Büro wegfällt.
    Daher wird der Part von Maschinen gemacht.
    Für mich ist daher nur der Transport von Heu und Stroh umsetzbar.

  • Für 2 Kleinpferde/Haflinger benötigt man ca 500-700 Klein-Heuballen,das man aus 2 Ha Wiese bei 2 mal ernten holen kann.Dazu noch 300 Strohballen von ca 1 Ha.
    Das mähen überlasse ich grossteils einen Nachbarbauer mit moderner Ausrüstung. 1 Ha haben wir schon mit nostalgischer Mähmaschine geschafft ,das 1. wenden muss mit dem Kreiselheuer geschehen,mit Gabelwender ist es bei der 1. mad zu Zeit-Kraftaufwendig aber beim Grummet kann man breite schwaden legen um nur die hälfte der Fläche bearbeiten zu müssen also kann man mit dem Gabelwender wenden und auch mit Trommelschader-Heuma schwaden .Für das saubere schwaden muss wieder moderneres Gerät her sonst hat der Presser keine Freude .
    Zur Erleichterung der Zugkraft mit Einsatz von motorisierten VW ist ein Pferdeeinsatz bis zu 75% möglich wer nur 2 Pferde zur verfügung hat .Mit mehr Pferden ist 100% möglich.

    Einmal editiert, zuletzt von spyder () aus folgendem Grund: anh.

  • Hallo


    Man muss anders einteilen wenn es geht, aber man kann den Heuerwerb mit zwei Pferden zu 100 % machen.
    Wir haben das sogar mit Lang einfahren mehrfach gemacht 3 Hektar.


    Dieses Jahr habe ich viel mit der Einspännermaschine gemäht. Ab 6 Uhr, 2 Stunden mit dem einen Pferd, dann 2 Stunden mit dem Anderen, um 10 Uhr waren beide im Stall. 12 Uhr gewendet, abends geschwadet und eingefahren. Die Jahre davor habe ich meistens mit dem Zweispänner geschafft. Helfer habe ich meistens nur meine Frau und vieles habe ich ganz alleine gemacht, geht alles. Ein Jahr war der Horror, da gabs kein Heuwetter. Endlich dann kam gutes Wetter, aber es his nur drei Tage, damals hatten wir nur 2,5 Hektar und es waren viele kleine Wiesen dabei, mit Bäumen, die wir heute nur noch abweiden. Am letzten Tag als ich den letzten Rest auf einer Apfelbaumwiese lang auflud und nach Hause fuhr, lies Selina die Nase fast über den Boden streifen, dass war nicht so schön.


    Oft habe ich auch Heureuter gemacht, früher alles nebenbei, bei 5 Schichtsystem. Geht wenn man will und gute Pferde hat.


    Heute lasse ich das Meiste pressen, wenden und schwaden tue ich kompklett mit den Pferden. Mähen je nach dem, wenn das Gras steht, mähe ich mit den Pferden, wenn es liegt mit einem Motormäher. Es würde auch mit den Pferden gehen, aber Selina darf nicht mehr arbeiten, Olga ist 21Jahre, Hera ist im besten Arbeitsalter und ich denke mir, warum soll ich die Pferde so belasten. Dieses Jahr habe ich eine extrem steile Wiese mit der Sense gemäht. Normal sollte man das Heu über längere Zeit machen, dass wäre für die Pferde angenehmer, man muss aus dem Traktordenken rauskommen, wenn man mit Pferden arbeiten möchte.


    Es wäre sinvoller jeden Tag eine Kleinigkeit zu mähen und dann z.B. auf Schwedenreuter auf zu hängen.


    Mit der Bodenheuerwerbung so wie ich sie betreibe, wäre dieses Jahr vom 16 Juni, bis Ende Juli mit meinen 2 Pferden bestimmt 10 Hektar möglich gewesen und viele andere Jahre auch. Wie gesagt mit Pferden sollte man kleiner einteilen, man kann auch an einem Tag nur 10 Ar mähen. Ich nehme mir das immer wieder vor, kriege dann aber leider keine Ruhe bis eine Wiese komplett fertig ist. Also wenn sie 40 Ar hat, mähe ich 40 Ar, wenn sie 80 hat mähe ich sie auch. Aber das ist eigentlich falsch. Man muss aus diesem Leistungsdenken rauskomen.
    Oder halt mit dem Traktor arbeiten.


    LG Manuel

    Zitat Ralf Zauner: " Kannst Du schon mit Pferden arbeiten?

    Oder musst Du noch Traktor fahren?"

    (11.06.1965-22.10.2015)


    Unsere HP : ....kochertaler-fuhrhalterei.de
     
     

    2 Mal editiert, zuletzt von DoktorBig ()

  • Hey Arthur und Rosemarie,
    das ist super, mit zwei Gabelwender! Wer hat der hat.
    Wir haben unseren Gabelwender noch nicht im Betrieb , erstens die Zeit und zweitens bin ich etwas ängstlich, ob unser Haflinger mit dem Gabelwender zurecht kommt. Bis jetzt hat er alles was wir angehängt haben, gezogen als wäre das ganz normal.
    Wie habt ihr das am Anfang gemacht?
    Liebe Grüße aus den Stauden

  • Hallo,

    ich habe seit gestern einen HEAG Gabelwender mit sechs Gablen und Getriebe. Er wurde irgendwann auf Traktoranbau umgebaut. Ich möchte wieder zurückbauen, hätte aber noch einige Fragen an Leute, die sowas im Einsatz haben.

    Ich habe im Umkreis von 500m Um den Hof zwei kleinere Stücke mit ca 1000qm Fläche, die ich auch als Weide verwende. Den ersten Schnitt verarbeite ich zu Heu. Ich habe aber keine Pferde, sondern Hinterwälder Kühe, die sind recht leicht (ca 350kg) , vielleicht vergleichbar mit Haflingern.


    Von der Zugkraft die sowas braucht - soll ich das für zwei Rinder vorsehen, oder reicht für die kleine Fläche eines - Es gibt da einen Thread, wo Manuel das mit der Deichsel schön zeigt.

    Deichsel an Gabelwender anbringen


    Wie hoch ist die Last mit der die Deichsel niederdrückt - das kann man nämlich bei den Rindern nicht so schön befestigen - Kann ich das vernachlässigen, oder ist das wenn Last drauf kommt viel zu schwer um es am Halsband/Kummet abzufangen - mit Genickjoch habe ich noch nichts gemacht.....


    Wie ist das von der Geschwindigkeit - meine Rinder sind "Schnelläufer" aber wahrscheinlich immer noch deutlich langsamer als ein Pferd - ist das ein Problem?


    Viele Grüße


    Hermann

  • Hallo Hermann


    Es wird wohl ein Rind reichen, wenn dein Gelände nicht grade Hanig ist.

    Meine Pferde halten das auch mit dem Kumet auf, Das Gewicht ist so ausbalanciert das der Gabelwender ruhig leuft. Somit das Minimum was man brauht das der Gabelwender nich aufschnapt, geschätzte 10 Kilo.


    An all den Gabelwendern die ich habe, gibt es Zwei mölichkeiten die Lannen zu befestigen. Ein mal aussen als Einspänner und einmal beide Lanen inen als Deichsel so hast du beide Optionen.


    Die meisten Gabelwender die ich habe haben Kettenantrieb, das sind die langsam drehenden.

    Einer hat Zahnradübersetzung und dreht wesentlich schneller.


    Also wenn meine Pferde schon mehr gearbeitet haben, (morgens gemäht,mitags gewendet und geschwadet, abends geschwadet und geladen) Laufen sie auch schon mal langsamer nach mereren Tagen, aber auch dann, wenden die Gabelwender noch immer gut.


    Bei frisch gemäten Schnitgut ist es aber wichtig schwungvoll zu wenden. Ansonsten mus man Rangen machen und dan diese wenden damit auch das untere Schnitgut gewendet wird.


    Ich mus aber vorausschiken das ich von anderen Zugtieren nicht so viel Ahnung habe.

    Aber einer meiner Pflüge ist ein Kuhpflug und meine Wiesenegge ist auch für Kühe. Mein erster Mäher wahr für Ochsen. So das ich das Gefühl habe das Rinder zwar in der Geschwindigkeit und Ausdauer denen Pferden nachhengen aber nicht in der Zugkraft.


    Noch eins zum glück gibt es wohl wenige bis garkeine Hafis, mit 350 Kilo die leichten wiegen 400-450 die schweren alten Tyben bis zu 600 Kilo und mehr.


    LG Manuel

    Zitat Ralf Zauner: " Kannst Du schon mit Pferden arbeiten?

    Oder musst Du noch Traktor fahren?"

    (11.06.1965-22.10.2015)


    Unsere HP : ....kochertaler-fuhrhalterei.de
     
     

    Einmal editiert, zuletzt von DoktorBig ()