Hundekot auf der Weide

  • Ich hab mal eine Frage an unsere aktiven Landwirte: Gerade komme ich von einem Hundespaziergang zurück. Dabei wurde ich von einem Fleischrinderzüchter darauf angesprochen, meinen Hund anzuleinen, wenn ich an seiner Weide vorbeigehe. Ihm seien letztes Jahr sieben Kälber durch Verkeimung der Weide durch Hundekot eingegangen. In Zukunft würde er jeden anzeigen, der sich nicht daran hält. Meine Frage, ist der Hundekot wirklich so gefährlich? Wie denkt Ihr darüber?
    Gruß FRITZ

  • Bei uns stehen an den *Haupt-Gassi-Wegen* solche Schilder:
    [Blocked Image: http://www.oyla.de/userdaten/284/71404/bilder/schild_(1).JPG]


    [Blocked Image: http://www.oyla.de/userdaten/284/71404/bilder/schild_(2).JPG]


    An meiner Weide, die wohl auch gezielt von Hundeleuten als Klo erkoren wurden sind jetzt diese Schilder:
    [Blocked Image: http://www.oyla.de/userdaten/284/71404/bilder/2014_03_11_(4).JPG]

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Wie ist das dann mit Gülle oder Klärschlamm??


    LG Iris

    "Es ist immer problematisch, wenn das Pferd mehr Hirn hat als der Mensch." Zitat unser Hufschmied :D

  • Risikobewertung von Hundekot bei Neospora-Infektionen bei Rindern durch das Friedrich-Löffler-Institut


    http://www.fli.bund.de/fileadm…ospora_caninum_050726.pdf


    Hauptschlussfolgerung dieser Untersuchung:


    Selbst bei hochgradiger Verunreinigung mit Hundekot steigt das Infektionsrisiko für Rinder nur minimal. Hauptübertragsweg sind die landwirteigenen Hofhunde, wenn diese Zugang zu infektiösem Material = Aborte oder Placenta haben sowie Zukauf von chronisch infizierten Rindern, die dann ihre Kälber intra-uterin infizieren.

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • abend,


    Al ist das Infektionsrisiko noch so klein wehn es vermieden werden kan um Neospora zu verbreiten solte man das machen.


    Ich kakke doch auch nicht in nachtbars garten und reum die appel auch weg.


    Es ist einfag der unterschied tsuchen offentlich und privatgrund und nicht unwichtig den respekt dafur!


    gr. Stal MERCADO

  • Huhu,
    vorliegende Untersuchung enthält als neueste Quelle 10 jahre alte Daten....und seitdem hat sich sowohl die Herdengröße der milchviehhaltenden Betriebe als auch die Hundedichte in Deutschland geringfügig verändert. Ich kenne keinen Betrieb, der seinen Hofhund nicht dauernd untersucht auf Parasiten, weil das Risiko einfach zu hoch ist und einen Herde von >100 Kühe will ich ohne Hund nu auch nicht betreuen, schon mit gutem Hund ist das Risiko nicht gering. ich kenne verdammt viele betriebe (mehr als 3) die Neospora-Probleme haben ohne je Hofhunde besessen zu haben. Wie sieht es denn aus, wenn das Futter knapp wird? Es muss zugekauft werden und wer verkauft was? jeder natürlich seinen Schrott. und wer bekommt den? natürlich das Jungvieh....
    mfg Kirsten

  • es geht ja auch nicht nur um Neospora; es geht genauso um Giardien, Sarkozystis, Bandwürmer, etc. und darum, daß häufig andere Hunde auch diese Wiese nutzen mit dem Ergebnis, daß man dort barfuß nicht mehr laufen möchte geschweige denn Champignons sammeln

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Hundekot (von Carniforen, Fleischfressern) unterscheidet sich offenbar vom Kot der Pflanzenfresser.

    Ganz bestimmt. Macht mal einen Test: in einen Pferdeappel treten, ins Auto steigen und Heizung an.
    Dann das ganze mit Hundehaufen wiederholen :pinch: .
    Allerdings schließt sich der Kreis:
    http://www.propferd.org/index.…-was-steckt-dahinter.html


    Also sollte man doch auf die Hinterlassenschaften seiner Lieblinge achten... Bloß, wie mache ich das, wenn ich auf dem Pferd sitze? Beim Kutschen könnte man einen Fangsack vors Ortscheid schnallen und einen Hund hat man ja irgendwie griffbereit, und kann sammeln (habe Gott sei Dank keinen). Jedenfalls finde ich Pferdekacke nicht so eklig wie die von Hunden oder Menschen.
    Gruß, Harald

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Ich habe auch keinen Hund.
    Ich räume das Fallobst meiner Ponys immer weg. Oft genug kommen mir aber dabei schimpfende ältere Herrschaften dazwischen, die sich sorgen ich würde ihnen den kostbaren Dünger wegnehmen wollen.
    Hätte ich einen Hund, so würde ich dessen Hinterlassenschafften genauso wegräumen. Außerdem würde ich ihn nicht auf anderer Leute Grundstücke kacken lassen.
    LG
    Sonja

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Bei uns in der Schweiz ist es Pflicht den Hundekot zusammen zu nehmen und all die Hundehalter die das nicht tun, die bekommen von mir die Meinung gesagt.
    Nicht nur dass es Tiere umbringt (Hundekot auf der Weide, im Heu etc) sondern es ist eklig! Wie würden denn die Hundehalter reagieren, wenn auf einmal andere Hunde auf ihren Balkon oder in ihrem Garten das Geschäft verrichten?

  • Quote

    ....sondern es ist eklig!


    Ja, es ist ekelig, genauso wie die Männer, die an allen möglichen und unmöglichen Stellen ihr Auto parken und in die Landschaft pinkeln oder Raucher, die ihre Kippen wegschnippen. Leider wird es trotzdem gemacht.


    Die Hinterlassenschaften meiner Hunde beseitige ich vorwiegend (außer beim Kutsche Fahren), obwohl die Hunde die Wege nicht verlassen dürfen und sich deshalb angewöhnt haben, den Streifen zwischen Weg und Feld zu benutzen. Da ich fast täglich die gleichen Wege gehe, wäre es aber auch für die Hunde und mich ekelig, tagelang mit den Hinterlassenschaften der vergangenen Tage konfrontiert zu werden. Also ist das Entfernen auch Eigeninteressen. Für den Parasitenbefall ist das Entfernen jedoch wenig hilfreich, weil ich weder Hunde noch Haufen rückstandsfrei entfernen kann. Für die Biogasanlage, in die bei uns mittlerweile großteils die Grünmasse verfrachtet wird, ist der Hundehaufen kein Problem.


    LG Iris

    "Es ist immer problematisch, wenn das Pferd mehr Hirn hat als der Mensch." Zitat unser Hufschmied :D

    Edited 2 times, last by JessiNeuling ().

  • Für die Biogasanlage, in die bei uns mittlerweile großteils die Grünmasse verfrachtet wird, ist der Hund kein Problem.


    8o
    Der Hund, oder meinst Du jetzt nur dessen Kot?


    Mit der Anschaffung eines Tieres ünernehme ich auch eine menge Pflichten.
    Wenn ich nicht bereit bin diesen nachzukommen, sollte ich mir kein Tier anschaffen.
    LG
    Sonja

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Für die Biogasanlage, in die bei uns mittlerweile großteils die Grünmasse verfrachtet wird, ist der Hund kein Problem.


    LG Iris


    Diese Aussage ist mir etwas zu pauschalierend, denn Biogasanlagen können in unterschiedlichen Temperaturbereichen gefahren werden, gibt bereits Viehbetriebe mit Probleme wegen Niedrigtemperaturgülle....nur weil die Mikroben der Biogasanlage keine Verdauungsstörungen bekommen, ist keine Aussage übers Endprodukt Biogasgülle zu treffen. Hat ja seine Ursache das bei der aktuten Neuauflage EEG derart zurückgerudert wird (absoluter Baustopp Biogas und Rückbau vorhandener Anlagen) und in Zukunft der Strom via Kohle vermehrt kommen soll.


    mfg Kirsten

  • Zum Hundekot auf Weiden ist alles notwendige gesagt, ich werde mich in Zukunft danach richten. Ich danke allen die Beiträge dazu eingestellt haben. Als Themenstarter möchte ich die Diskussion beenden, bevor sie in eine nicht mehr endende zur "Energiewende" mutiert. Das wäre schon eine Kuriosität.
    Gruss FRITZ

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