Wurmkur mit sichtbarem Ergebnis

  • Hallo zusammen,


    habe jetzt schon über 20 Jahre Pferde und immer regelmäßig entwurmt und sehe jetzt zum ersten Mal warum:


    [Blocked Image: http://up.picr.de/14140707zj.jpg(einen Tag nach der Wurmkur)


    Na ja, jetzt gehen Kotproben ins Labor und dann sehen wir, ob wir gleich nochmal nachlegen müssen, oder ob die erste "Kur" ihren Zweck vollständig erfüllt hat. :evil:


    Jörg

  • pfui, was sind das denn für welche? Ich gestehe, dass ich auf dem Gebiet "wie sehen die einzelnen Würmer aus" ziemlich blank bin. Sind die Äpfel von einem Pferd, das Du schon länger hast? Oder ist es neu im Bestand?
    Ich hatte einmal Spulwürmer bei einem Neuzugang, noch nie was bei Pferden, die ich schon länger habe.

    SP

  • Kleine Strongyliden ( Blutwürmer / Palisadenwürmer ). Rauben den Pferden viel Kraft und machen einen mickrigen Hintern ;-))


    Würde bei dem befall aucf jeden Fall nach 10 Tagen noch mal nachlegen. Die sind garantiert nicht alle hinüber ( zumal neue schlüpfen werden, die du mit der WK noch nicht erwischt hast ).

    Freundliche Grüße
    Antje


    "Immer wenn wir etwas planen, fällt im Hintergrund lachend das Schicksal vom Hocker"

  • Ich bin mit dem TA in Kontakt und werde das tun was er vorschlägt. Die Tinker habe ich seit einem Jahr. Da sie im Paddock und in der Box immer zu zweit stehen, kann ich die Bollen nicht individuell zuordnen. Oscar (der ältere) hat schon immer etwas Probleme mit Kotwasser - ich tippe mal auf den. Äußerliche Auswirkungen habe ich noch nicht bemerkt, im Gegenteil beide sind total leistungswillig und haben gut Muskeln (und Hintern :) )aufgebaut.


    Jörg

  • diese teile hatte ich dieses mal auch zum ersten mal nach ner wurmi.
    aber nur gaaanz wenige.
    bäh armes pferd.

    und ich bin keine "karteileiche" ;-) nur manchmal länger beim shetty


    Mit Tieren kann man reden,sind ja keine Menschen (Adriano Celentano).

  • diese teile hatte ich dieses mal auch zum ersten mal nach ner wurmi.
    aber nur gaaanz wenige.


    Ich habe diese Viecher noch nie im Kot meiner Pferde gesehen .
    Da stellt sich mir jetzt die Frage:
    Haben meine Pferde solche nicht ?
    ,oder waren die bisherigen WK immer zu schwach ?
    Mit was hast du entwurmt ?

  • jetzt habe ich aber was losgetreten..


    Ich wollt nur zeigen, dass ich nach 20 Jahren zum ersten Mal den "Erfolg" einer WK wirklich zu sehen bekam. Die offensichtlichen Würmer waren wirklich auch nur am Tag (montags) nach der Entwurmung (sonntags) zu sehen. Der Stallbesitzer und ich haben bei den anderen 7 Pferden auch noch genau geschaut aber nichts dergleichen gefunden. Bei unseren kleinen handelt es sich um Importtinker und die hatten vermutlich bevor sie zu uns kamen noch nie eine Wurmkur gesehen. Wir haben letztes Jahr 4 x entwurmt und wollten dieses Jahr (wie der Rest vom Stall) auf 2x umsteigen. Bei den Medikamenten wechseln wir regelmäßig ab (Equimax, Panacur, Equest, usw.) dieses Mal war es Ivomec. Im Herbst nehmen wir immer das Präparat, das auch den Bandwurm erwischen soll. Unser TA ist da sehr genau und trägt sogar den Tag und das Mittel in die Pferdepässe ein. Ich nehme jetzt 3 Tage lang Kotproben warte dann auf das Labor und kann dann berichten wie es weitergeht..


    hasi : das Kotwasser haben wir mit Bierhefe ganz gut in den Griff bekommen. Nur jetzt im Fellwechsel suppt es wieder öfter..


    Ein gut zu lesender Artikel zum Thema findet sich hier:
    http://www.equivetinfo.de/html/wurminfektionen.html


    Ich halte Euch auf dem Laufenden.


    Jörg

    Edited 2 times, last by onkeljoerg ().

  • Hallo,


    dass sich ein "mitgebrachter" Wurmbefall bei 4 Wurmkuren über ein ganzes Jahr unendeckt halten kann, halte ich für unwahrscheinlich.


    Wahrscheinlicher ist, dass sich die Tinker im neuen Stall infiziert haben und aufgrund der Importumstellungen eine Zeitlang anfälliger waren.


    Oder der jetzt verwendete Wirkstoff Ivomec hatte Wirkung auf die Würmer, die davor verwendeten jedoch nicht.


    Wobei z.B. Equimax ebenfalls Ivermectin enthält (plus Praziquantel), Panacur sehr oft schon keinerlei Wirkung mehr hat und Equest mit Moxidectin einen weiteren Wirkstoff aus der Reihe der Avermectine (wie Ivermectin, nur neuere Generation) enthält.


    Durch diesen Wechsel des Wirkstoffes innerhalb der gleichen Gruppe = Avermectine ist nicht zwingend ein besseres Entwurmungsergebnis gegeben, sondern eher eine schnellere Ausbildung einer Mehrfachresistenz der Würmer.


    Ich weiß, dass es sich bis zu den Pferden noch nicht herumgesprochen hat, aber bei den kleinen Wiederkäuern ist man aufgrund Resistenzproblematik schon seit Jahren davon abgekommen, Wirkstoffe innerhalb eines Jahreszykluses zu rotieren (wie die alten Empfehlungen auch hier lauteten) sondern einen Wirkstoff, der Wirkung zeigt, so lange (2-3 Jahre) einzusetzen, bis sich die ersten Resistenzzeichen zeigen und erst dann zum nächsten Wirkstoff zu wechseln. So verschiebt man den Selektionsdruck auf die Würmer und kann nach einigen Jahren durchaus auch wieder Wirkstoffe zum Einsatz bringen, die zuvor aufgrund Resistenz wirkungslos wurden (weil die aktuellen Würmer über zig Wurmgenerationen keinen Kontakt zu diesem Wirkstoff hatten).

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • Sanhestar
    das hängt vom TA ab. Mir hat schon 2001 ein TA gesagt, dass man besser nicht dauernd wechselt sondern erst einmal bei einem Wirkstoff bleibt. Bandwurm geht extra, und keine Kombipräparate, die Ivermectin mit Bandwurm kombinieren. Sondern erst die allgemeine und 2 Tage später die Bandwurmpaste. Wenn Impfen, dann mindestens 14 Tage Abstand zur Wurmkur. Und gaaaaaanz wichtig, nicht zu knapp dosieren!!!
    Mein jetziger TA hält mich glaube ich manchmal für etwas seltsam, aber mit den "Regeln" bin ich in Punkto Würmer prima über die Runden gekommen. Dazu kommt natürlich ein tägliches, besser 2x-tägliches Abmisten des O-Stalles und des Auslaufs. Koppel je nach Witterung alle 1-5 Tage.

    SP

  • ich hatte zwei präperate für meine pferde
    die kleinen bekommen die neuen tabletten.
    die bekomme ich immer von meinem TA geschenkt weil die leute sie zurückgeben die pferd mögen sie nicht.
    ist glaube auch ivermertinund das andere war?
    ivermertin aber ne neue firma die ich noch nicht kannte.


    gegen kotwasser hilft bei mir weniger rohfaser.
    etwas krummet oder kurzer weidegang.
    sonst gar nix machen.erstaunliche erfolge- zumindest bei meinen.

    und ich bin keine "karteileiche" ;-) nur manchmal länger beim shetty


    Mit Tieren kann man reden,sind ja keine Menschen (Adriano Celentano).

  • Sehr interessant, ich habe vor kurzem auch das erste mal die Kleinen Strongyliden nach einer Wurmkur im Kot eines Pferdes gesehen - ebenfalls ein Tinker, der neu in meinen Stall eingezogen ist. Laut meinem Tierarzt sind die anfällig dafür - wohl auch, weil sie als Fohlen/Jungpferde oft nicht unbedingt optimales Gesundheitsmanagement erfahren.

  • Um das Thema abzuschließen:


    der Befund vom Labor brachte noch eine geringe Verwurmung - nur bei den kleinen Stronqyliden +, (Skala o, +, ++, +++). Wir haben am Samstag nochmal Ivermetin gegeben und gestern noch einmal deutlich weniger und deutlich kleinere Würmer als beim ersten Mal gefunden. Jetzt sollte eigentlich das meiste draußen sein. Das nächste Mal wird im Sommer entwurmt.


    Viele Grüße Jörg