Besonderheiten bei der Haltung von Ponys (Shetty)

  • §28 StVO


    „(1) Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können. Es ist verboten, Tiere von Kraftfahrzeugen aus zu führen. Von Fahrrädern aus dürfen nur Hunde geführt werden.


    So lautet nun mal die Spielregel. Das einhalten bleibt selbstverständlich jedem überlassen (persönliche freiheit, Grundrechte?)

  • Für mich hat sich bei den Ponys der Kinder als prakikabelste Lösung herausgestellst, dass ich vonr in der recteh han ein Pony habe und einen Strick wo dann aneinadergekoppelt zwei weitere Ponys hinterher laufen, in der linken hand habe ich dann noch ein weiteres Pony. Also vom Prinziep ein Vierspänner, diese Mehthode wende ich allerdings nur an wenn die Ponys täglich zur Koppel laufen und wen ich zu Zeiten unterwegs bin wenn bei uns im Dorf quasi noch keine Autos bzw. keine mehr unterwegs sind.

  • Ähnlich ist das bei mir auch. Ich wohne in einem kleinen Dorf, führe die Pferde täglich von und zu den Weiden und mein Youngster ist das von Fohlen auf gewöhnt, muss allerdings neben mir und nie hinter mir gehen. Bis jetzt haben das alle meine Pferde gelernt. Auch das neben dem Fahrrad laufen. Ich habe nie den Unterschied verstanden zwischen vor der Kutsche und neben dem Fahrrad gehen. Neben dem Fahrrad gehen gehört genauso wie Arbeit mit der Fusslonge und dem Hobble bei mir zu den Vorarbeiten zum Einspannen.

  • Hängt halt eben auch den Fahrerischen Fähigkeiten des Menschen ab, wer kann der kann....


    Kaum jemand kann nicht und koppelt seine Gäul reel aneinander, Meistens sinds so fit, dass sie auch seperat 4 unerzogene unausgelastete Großpferd mit Halfter ohne Pitsch kontrolliert bekommen....


    Ich kann nicht und find es wesentlich einfacher ein Frischgespann grad neben dem Rad auf ein gleichmäßig Tempo zu bringen besonders wenn zb Stockmaßdifferenzen oder sonstige Sorgen vorhanden sind. unsere 3 sind ja abgesehen von der Größe völlig different von der Beinlänge und den Grundgangarten her ausgestattet, wenn die nicht ihre km neben dem rad machen würden wär es an der Kutsche gewiß erschwert. Rest ist Alltag, wohn ich in bewohnten gebieten würd ich meine mit Hänger auf Kopple fahren müssen, weil zeitlich und körperlich sind bei meinem Alltag+lahm nicht nochmal bis 6km zusätzlich drinn sind. Und das sich meine von jeder Art Fahrzeug führen lassen ist hier Teil der Basisausbildung, wenn ich grad mit dem Hacker mitfahren kann dann laufens halt am hacker mit, wenn Junior mit dem Radlader 21 to vorbeikommt, dann nehmen wir den auch, fertig. und wenn ich Ausfall, dann laufens halt eben am Auto oder oder was auch immer derjenige grad fährt Hauptsache die Pony kommen naus/nei. Wer hier fährt ist idr bekannt (also Zeitpunkt, Grund der fahrt, Fahrstil/vermögen) und danach richte ich mich....der älteste regelmäßige Verkehrsteilnehmer des Dörfli ist 94 und praktisch bereits seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr fahrfähig, aber noch im Besitz des Führerscheins. Zahlreiche andere sind vermutlich eher nicht akut im besitz desselben aus diversen gründen insofern sind wir recht geübt im schnellen Räumen von Feldwegen.

  • ich "muss" momentan mit vier Pferden ca. 300m auf die ungenutzte Weide meiner Nachbarn. Da dies abends spät und morgens früh ist, nehme ich alle 4 miteinander, um Geschrei zu vermeiden. Da binde ich jeweils das äussere an die Halfter des inneren, und ich bin in der Mitte. Auf der einen Seite habe ich die beiden, die zusammen im Gespann laufen, auf der anderen Seite ist innen der Fels in der Brandung, und aussen die quirlige, aber rangniedrigste Stute, die sich im Sandwich nicht wohl fühlt. Dank allseits guter Erziehung geht das problemlos. Jedes Pferd würde ich da auch nicht dazu nehmen... aber bei dem Altersheimausflug ist nicht mehr mit Flausen zu rechnen.

    Ich brauch so zwar die ganze Wegbbreite, aber es ist ein Strässchen am Waldrand mit nur Anwohnerverkehr, man hört und sieht die Autos von weitem, und ich könnte im Notfall auf eine nicht eingezäunte Wiese ausweichen - was bisher noch nie nötig war

  • @ Bennyblue

    der folgende Satz fehlt in Deinem Beitrag: Regeln gelten nur für andere, ich mache was ich will.

  • Ich danke euch allen für den Einblick in euren Alltag. Auch ich würde ja sooo gerne, bin aber nicht ganz so mutig, weil ich hier stets mit Verkehr und rücksichtslosen Fahrern rechnen muß. Aber da ich doch will, muß ich versuchen, das irgendwie langsam mit den Pferden zu lernen. Zwei sind auf jeden Fall gut genug erzogen und alle laufen einzeln am Rad, meine Junge braucht noch ständig Korrektur. Aber auch das wird. :-]

  • Also ich habe meinen Araberjährling auch neben dem Fahrrad laufen lassen. Aber dass das verboten ist, finde völlig nachvollziehbar. Wenn das Pferd mal NICHT brav ist, hat man null Möglichkeiten und wird einfach weggezogen oder umgeschmissen. Mit mehreren Pferden würde ich das nicht machen.
    Mit halbwegs Normalgewicht kann man sich für so eine Aufgabe auch auf ein Shetländer setzen und zwei pferde gekoppelt führen. Das ist nämlich erlaubt und viel sicherer.

  • Meinst Du wirklich? Ich trau mich einfach nicht, den Rücken derart zu belasten. Ein bißchen mehr als 20 % des Pferdegewichts habe ich nun doch und für ungarische Post bin ich nicht sportlich genug.

  • Auf den Inseln werden die Shettys auch geritten und als Packtiere genutzt, was weit stärker belastet, als ein sportlicher Reiter, weil totes Gewicht.
    Früher bin ich Distanzen geritten. Ein Mal war eine junge Frau mit einem Shetty gemeldet. Alle haben gelacht. Mein Araber mochte das Pony nicht und wir haben mehrfach versucht, es abzuschütteln. Vergeblich. Die BEiden kamen nach fast 40km im Spitzenfeld ein. Keine beanstandungen bei den Vetkontrollen. Das Shetty einer Freundin wird seit Jahren von einer jungen Frau geritten. Keine Schäden.
    Es ist ein Unterschied, ob einer wie ein Kartoffelsack drauf hängt, oder reiten kann. Ich hätte da überhaupt keine bedenken, solange das Pony nicht ein schmales Hemde ist.

  • Ein stabiles regelmäßig angespanntes Shetty hat mM nach keine Probleme mit höherem Reitgewicht, ist ja nu auch nicht so als ob die nicht wehrhaft wären und klaglos dulden würden, die teilen kurz und prägnant mit, wenn es langt und da hast als "Reiter" wegen deiner Länge wenig Chancen zu wiedersprechen.

  • Ein stabiles regelmäßig angespanntes Shetty hat mM nach keine Probleme mit höherem Reitgewicht, ist ja nu auch nicht so als ob die nicht wehrhaft wären und klaglos dulden würden, die teilen kurz und prägnant mit, wenn es langt und da hast als "Reiter" wegen deiner Länge wenig Chancen zu wiedersprechen.

    :-)))))


    Allerdings steht diese Aussage nach meinem bescheidenen Verständnis der Angelegenheit doch etwas im Widerspruch zu der ausgesprochen vorsichtigen Tarierung der Einachser. Möchtest Du da vielleicht etwas zu sagen, was die Sache erhellt?

  • Auflagefläche*Druck wird hier wohl den Unterschied ausmachen, diese Shettyseletts sind scharfkantig und winzig, hab da mal die Drücke berechnet als meine Sorgen mit der zu großen Gig so anfingen....reiten auch als Schwergewicht ist harmloser! Außerdem plauz ich als Reiter niemals so in den Rücken wie eine schwere Gig unbefestigt zb im schnellen Trab.

  • Wenn Du meinst, daß sich das so ausgleicht... Du wirst es probiert haben. Die normalen Shetty-Selette sind in der Tat grauslich.

  • Und das Gewicht auf dem Selett ist eben totes Gewicht, was auf kleiner Fläche eben zuhaut. Sieh dir blos an, was für breite Karrensättel da eingesetzt werden, wo Pferde und Esel den ganzen Tag im Einachser arbeiten müssen. Mach den Selbstversuch: schultere einen Zentnersack Kartoffeln und danach ein gleich schweres, sporliches Kind. Die Kartoffeln zwingen dich nach ein paar Metern in die Knie, das Kind merkst du gar nicht.

    Ein stabiles regelmäßig angespanntes Shetty hat mM nach keine Probleme mit höherem Reitgewicht, ist ja nu auch nicht so als ob die nicht wehrhaft wären und klaglos dulden würden, die teilen kurz und prägnant mit, wenn es langt und da hast als "Reiter" wegen deiner Länge wenig Chancen zu wiedersprechen.

    Da erinner ich mich an ein Erlebnis auf der AGRA -1978-Pferdeprogramm. So aus Spaß zwischendurch wollte der Shettyvorführer auch mal reiten und setzte sich auf eine Stute. Der war schneller wieder am Boden als er raufgekommen war. Dann wollten alle mal probieren: "Mensch, wer fliegt denn von einem Shetlandpony?" Die erste Hürde war schon das raufkommen: Zu groß, um einfach das Bein drüber zu schwingen, zu klein zum aufspringen. Schon da landete mancher auf der anderen Seite statt auf dem Rücken. Wer oben saß, hielt sich nicht lange. Der Höhepunkt war einer der größen Dressurreiter der DDR (im doppelten Wortsinn) im vollen Turnierstaat im Dreck. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. na jedenfalls - die können sich wehren, wenn's nicht paßt.
    Um Pferde von A nach B zu bringen würde ich jedenflls nicht laufen.

  • Die Worte les ich wohl, allein mir fehlt der Glaube:-;


    Nicht, daß ich die Erlebnisse im geringsten anzweifle, nein. Aber schließlich ist ein Shetty-Rücken doch auch nicht anders konstruiert als ein anderer Pferderücken (Hängebrückenprinzip) und nicht zum Lastentragen gemacht. Das ermöglicht beim Pferd doch erst die gezielte Ausbildung und ständiges Training. Wieso sollte das beim Shetty anders sein? Und dann auch noch für unverhältnismäßig große, schlecht ausbalancierte Massen (Schwerpunkt wird durch Reitergröße gewaltig verschoben, Ausbalancieren des Reiterkörpers so gut wie unmöglich wegen der Größenverhältnisse).


    Wenn mich also, bitte, jemand aus der Unwissenheit befreien könnte...

  • Auch ein Shetty sollte natürlich eine Grundausbildung bekommen und muss tragen lernen. Die Beispiele, die ich kenne, wo Shettys wirklich geritten werden, haben mir jedoch deutlich gezeigt, das der Faktor Größe überbewertet wird.
    Es muß ja nicht jeder gleich Distanzen gehen. Die Isländer wechseln z.B. auf Langstrecken auch unterwegs die Pferde. Also man muß es nicht übertreiben. Aber auf die Spitze getrieben dürfte man sich überhaupt auf kein Pferd setzen.
    Auch Araber wären nach den gängigen Rechenbeispielen für Erwachsene überhaupt nicht reitbar. Dazu kommt dann noch der moderne Wahnsinn mit den zu kurzen Rücken und ultrakurzen Sätteln...
    Es ist ganz einfach: Wer fühlen kann, merkt, wenn sein Pferd übervordert ist.
    Wer nicht, richtet sich nach Rechenformeln - und überfordert wegen Unvermögen sein Pferd vielleicht trotzdem.
    Ich denke, manche fürchten auch einfach die Meinung Anderer. Jeder tut, was er für verantwortbar hält.

  • Wieso sollte das beim Shetty anders sein? Und dann auch noch für unverhältnismäßig große, schlecht ausbalancierte Massen (Schwerpunkt wird durch Reitergröße gewaltig verschoben, Ausbalancieren des Reiterkörpers so gut wie unmöglich wegen der Größenverhältnisse).

    gucke Dir mal ein Shetty ( den Original-Typ) an und vergleiche die Körperpartien und Proportionen mit einem Standard-Warmblut: Welche Unterschiede siehst Du?

    Im Verhältnis zum Rumpf sind die Beine viel kürzer und stärker, ebenso der Hals. Ein Shettys steht außerdem im Verhältnis zum Stockmaß über viel mehr Boden. Der Rumpf ist deutlich breiter, die Rippen runder, die Hebel kürzer. Ein Shetty-Körper ist ein Fass aus Muskeln! :-D Sein Schwerpunkt ist viel bodennaher als der eines Warmbluts.

    Dadurch ist nicht nur die Tragfähigkeit deutlich höher, ein Shetty lässt sich auch nicht so schnell aus dem Gleichgewicht bringen!

    Das fällt bei einem WB deutlich leichter - siehe Gewichtshilfen: im Grunde bringt man das Pferd dazu, wieder unter den Schwerpunkt zu treten. Versucht mal ein Shetty über Gewichtshilfen zu reiten ...die lachen sich kaputt! :D


    Ihr Schwerpunkt liegt so tief, dass er von einem schweren Reiter kaum gestört wird- sie laufen einfach drunter weg.

    Der Reiter muss sich selbst ausbalancieren und der Bewegung anpassen. und je weiter der Schwerpunkt des Reiters von dem des Pferdes entfernt ist, desto schwieriger ist es, sich oben zu halten... Deshalb fliegen auch die besten großen Reiter vom Shetty, während Kinder drauf bleiben.

  • Hihi, denn sie wissen genau was sie tun....

    Allerdings ich bin die immer ausschließlich über Gewicht/Atmung geritten, da ja maximal die 20cm obersten Zentimeter Innenseite Oberschenkel genutzt werden können...hat halt bei andersweitigen Interessen nicht so interessiert was der Blödkopp da oben gern gehabt hätt....

    Mal nachgedacht, bin ich zwar mit Shetty zusammen hingefallen (selten, meistens wegen Richtungs und tempostreit und dabei Bodenwelle oder ausgerutscht oder so ähnlich), aber das die aufgrund von schlechten bodenverhältnissen +großgewicht von oben je gestolpert wären erinner ich mich nicht. was die aber generell perfektioniert konnten war stolpern+Winkel+Tempo rauf, nur dabei passierte außer Reiterabgang nie irgendwas mit Shetty. genauso wie man ja nie auf kopple einen Vollsturz Shetty sieht, wohl aber von reitpferden öfter.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!