Welche Mengen an Futter braucht man für ein schweres Warmblut bzw. einen Alt Oldenburger

  • Hallo an alle erfahrenen Fahrer und Pferdebesitzer,


    Ich würde gern wissen welche Mengen an Rauhfutter, Kraftfutter und sonstige Futterarten ihr für ein Schweres Warmblut einsetzt damit es normal genährt aussieht.


    Was wäre denn das Normalgewicht von einem SW?


    Hintergrund bei mir ist das ich ein SW übernommen habe und ich immer den Eindruck habe es ist zu dünn. Da ich bisher nur einen Norweger gefüttert habe und der immer zu dick ist bin ich zur zeit etwas ratlos und hoffe hier Anregungen zu bekommen.


    Ich biete zwar ständig Heu an habe zur Zeit aber nur ein Gewicht von 650 kg was es sehr dünn aussehen lässt. :(


    Arbeitsbelastung ist gleich null. 2x Woche ein Ausritt für ca. 1-2 Stunden ansonsten Bodenarbeit


    Wurmkur, Zähne , Blutbild sind schon gemacht worden ohne Erfolg bzw Auffälligkeit.


    Hilfreich wäre für mich eine Mengenangabe in Kilo damit ich meine Fütterungsmengen überprüfen bzw. anpassen kann.


    Danke

  • Hallo conny-rider,


    wir hatten auch ein SW mit 630 kg (lt. Tierklinikwaage) bei einer größe von 1,72 m. Unser Pferd war sehr schwerfutterig. Sie hatte tagsüber in der Wintersaison auf der Koppel Heu ad libidum und nachts in der Box bis zu 12 kg Heu - Hafer 1kg/d und Müsli 2kg /d bei fast täglichem Training, das eher leicht war. Sie hatte dabei eine sehr sportliche Figur. In der Turniersaison (Fahren) brauchte sie schon bis zu 3 Kilo Hafer, 2 Kilo Maisflocken und 2 Kilo Müsli am Tag. Wenn es zu stressig war mit den Turnieren hat Stütchen noch zusätzlich Luzerneheu bekommen. Stute kam ganztägig auf die Weide / nachts Heu bis 10 kg in der Box. Sie sah nicht dünn dabei aus, aber auch nicht fett. Wir mußten aber aufpassen, da sie doch eher zum Untergewicht neigte. Ich selbst war neidisch auf diese sportliche Figur. Futtern, futtern ohne ein Gramm dick zu werden. :rolleyes:

  • Zwar kein SW sondern ne Bayernstute mit Vollblutpapa aber auch schwerfuttrig... :(
    Was bei meiner Großen jetzt endlich hilft sind Sonnenblumenkerne über den Winter (da ists immer besonders schwer), nachdem Öl übers Futter nicht geklappt hat (da ist das Kraftfutter dann eben liegengeblieben), ca. 0,5l jeden Tag.


    Nur so als Tip. :-]

    LG,
    Pleini
    :-]

  • Heu satt ist die oberste Regel. Gepoppter Mais (also erhitzt) gibt es auch von Marstallfutter soll bei schwerfuttrigen Pferden auch wunder wirken. Hat mir mal ein Tierarzt empfohlen, da das Pferd dann das Futter besser verwertet. :thumbsup: Dann reglemäßige Wurmkuren und regelmäßig kontrollierte Zähne.
    Viele denken ein Pferd mit Kraftfutter dick zu kriegen, was quatsch ist, das einzige was es da gibt sind dann koliken o.ä.
    Viel Glück

    HB ;)

  • Hallo 1sp und pleini schon mal danke für die Antworten,


    es beruhigt mich schon mal ein wenig das es von der schwerfuttrigen Sorte anscheinend noch mehr gibt.


    Mein Pferdchen hat ein Stockmaß von 1,68 und kommt bisher nur auf die 600 - 630 kg. Dabei sieht sie dünn aus


    Meine aktuellen Futtermengen sind: Heu soviel sie mag meistens sind das um die 14-18 kg am tag


    500g Rübenschnitzel( trocken gewogen) werden aufgeweicht


    1,5kg Hafer


    0,5 - 1,0 kg Möhren und Äpfel


    50 -80 ml Öl


    80- 100 g Mineralfutter


    Salzleckstein in der Box


    ein bis zweimal in der Woche gibt es noch 1,5 kg Mash dazu


    Was meint ihr zu diesen Mengen?


    Der Norweger bekommt nur 5kg Heu pro tag und 50g Hafer mit 50g Mineralfutter damit sieht er gut bis zu dick aus.


    Den Tip mit den Sonnenblumenkernen werde ich ausprobieren mal sehen was Pferdchen davon hält. Bei Maisflocken hat sie gestreikt ;( daher schon das Öl. Müsli mit viel Eiweiß ( Zuchtstuten oder Senioren) hatten auch keine Wirkung


    wer noch mehr Tips hat immer her damit :-]

  • "Mehr" ist nicht immer besser. Das mal vorab gesagt. Bei Kraftfutterverdauung muss der Körper eine ganze Menge leisten, ab einer bestimmten Menge muss der Körper mehr Energie aufwenden zu verdauen und zu verwerten als das Kraftfutter überhaupt bringen kann.


    Ich würde das Öl auf bis 200 ml (bei einer höheren Menge benötigt man ein spezielles Mineralfutter zum Ausgleich, ab 500 ml wird es toxisch-habe ich erst am WE auf einem Seminar gelernt) erhöhen und beim Getreide auf Mais/Gerste wechseln. Wichtig ist hierbei, dass Mais und Gerste durch hydrothermische Bearbeitung aufgeschlossen sein muss. Du könntest Dir auch Bruch holen und selbst einweichen und kochen, aber das ist idR zu aufwendig.
    Die Menge an Futter sollte insgesamt auf mindestens 2 Mahlzeiten, besser 3 aufgeteilt werden. Auch das kann schon den Unterschied machen.
    Du kannst bei den Rüschnis bleiben, bessere Ergebnisse erzielen durch das enthaltene hochwertige und leicht verdauliche Eiweiss Luzernepellets.

    übrigens wer Sarkasmus findet - diesen kann man wunderbar zum basteln benutzen, an die Wand hängen oder sich auf die eigene Stirn tackern

  • Meine Oldies sind in den Wintermonaten schwerfütterig wegen Offenstallhaltung und geringer Arbeitsleistung .
    Durch Zufütterung von Pelletierten Rübenpellets 0,5 kg und grober Weizenkleie 1 liter (pro 500 kg Pferd) in heissen Wasser eine halbe Stunde angesetzt,warm gefüttert plus 8kg Heu,1 Liter Hafer.So sehen sie gut aus .Jeden 2.Tag 30 minuten Freidressur als Gymnastik .
    Grüsse von Spyder.

  • Meine Oldies sind in den Wintermonaten schwerfütterig wegen Offenstallhaltung und geringer Arbeitsleistung .
    Durch Zufütterung von Pelletierten Rübenpellets 0,5 kg und grober Weizenkleie 1 liter (pro 500 kg Pferd) in heissen Wasser eine halbe Stunde angesetzt,warm gefüttert plus 8kg Heu,1 Liter Hafer.So sehen sie gut aus .Jeden 2.Tag 30 minuten Freidressur als Gymnastik .
    Grüsse von Spyder.


    Hallo Spyder,
    meinst du die wenige Arbeit lässt die Pferde dünn werden?


    ok es werden Muskeln abgebaut aber deshalb sieht ein Pferd doch nicht dünn aus oder?


    Wenn ich mir deine Mengen anschaue setze ich ja fast das doppelte ein und hab immer noch nen Windhund als Pferd :(

  • Unsere jungen schweren Warmblüter bekommen z. Zt. bei minimalem Arbeitseinsatz und tägl. ganztägig Koppelgang ca. 15 kg Heu in der Box, davon ca. 2/3 abends und auf der Koppel jetzt im Winter noch Heu soviel sie fressen (ca. 4-5 kg pro Pferd). Stroh frisst einer der beiden auch noch ca. 2 kg. Hafer erhalten sie abends 1/4 Liter. Meine alte Warmblutstute frißt etwas weniger Heu, bekommt aber dafür 1Liter Hafer. Die Pferde sind bei diesen Rationen für ihre momentane Arbeitsleistung (Einfahren der jungen Pferde) gut händelbar, ausgeglichen aber nicht faul. Bei höherer Arbeitsleistung und/oder stärkerer Kälte wird der Haferanteil erhöht.
    LG Gabriele

  • @ conny-riders: hast du nicht ein aktuelles Bild für uns? Von vorne und von der Seite.

  • Oh wow, ich bin ja schwer beeindruckt, von den Mengen, die ihr in eure Pferde "reinstopfen" könnt! Ist nicht bös gemeint! Ich muss nur daran denken, dass mein Pony schon beim Anblick von Futter im Umfang zunimmt! Ich hab eher nen sehr leichtfuttrigen Kandidaten, der andere ist "normal". Mein Pferdchen kriegt 5 Kilo Heu und mümmelt noch zusätzlich etwas Stroh. Zusätzlich noch 2x täglich Hafer und Müsli (mit etwas Öl, Pferdchen neigt seit letztem Jahr zu Verstopfungskoliken), je nach Arbeit! Im Moment hat er immer nur eine Hand voll Müsli gekriegt, weil er ne kleine Pause hatte - mann war der muffig und entsetzt, als er die paar Krümel im Trog hatte :tongue: ! Jetzt wird es wieder mehr (zu seinem Glück!).
    Lg Claudia

    Nur Narren und Jecken reiten (fahren) Schecken!! :tongue:

  • Ab 3 Tage nix tun beginnt de Muskelschwund.Muskeln die nicht benötigt werden ,werden abgebaut .
    Manche Pferde werden Fett die anderen Mager bei guter Fütterung.Das liegt an der schnellen /langsamen Muskelveranlagung .
    Kaltblüter haben eine schnelle Muskulatur ,deshalb können sie auf kurze Zeit sehr viel leisten da ihre Blutzufuhr zu den Muskeln sehr schnell ist .
    Vollblüter haben eine langsame Muskulatur,deshalb sind sie besonders Ausdauernd bei geringen Leistungsaufwand da die Blutzufuhr über viele feine Adern verläuft.
    Warmblüter sind nun mal aus der Kreuzung von Kaltblut mit Vollblut entstanden.Es wurden für den Sport die schweren Warmblüter mit Vollblütern veredelt um auf elegante Warmblüter zu kommen .Nicht immer entstand das richtige Wunschpferd .jetzt gibt es halt Grobknochige ,Grosskopfige mit Vollblutkörper-muskulatur.
    Schau mal in deinem Abstammungsnachweis nach ob in den letzten Generationen ein X dabei ist ,dann wissen wir es.


    Grüsse von Spyder.

  • Ich denke, am Gewicht kann man den Futterzustand eines Pferdes nicht unbedingt fest machen. Als Beispiel: ich habe einen 160 großen Cob, der genau 600 kg wiegt und damit schon ganz schön mächtig ist. Der gleichgroße Araber meiner Freundin wiegt 100 kg weniger, wirkt aber immer noch ganz schön massig, da er vom Grundsatz her einfach einen sehr viel feingliedrigeren Körperbau hat. Der Vergleich hinkt vielleicht, da es sich um zwei völlig verschiedene Rassen ahndelt, aber auch innerhalb einer Rasse bestehen teilweise große Unterschiede.
    Hast Du mal Deinen Tierarzt gefragt, was er zum Futterzustand sagt? Meiner hat zwar früher immer sehr vorsichtig formuliert, aber als ich ihm einmal sagte, dass ich weiß, dass mein Hund viel zu fett war :rolleyes: , seitdem ist er deutlich offener geworden? :-]
    (PS: Hund hat seitdem mächtig abgespeckt!)

  • Mein 21/2 jähriger ist jetzt 168cm und wog im Sep.694kg, ich denke der hat die 700 geknackt! Also, er hat ganztägig Weidegang und da ist auch noch was zu finden, dann bekommt er Heulage so ca.12kg am Tag, 500g Müsli und eine Hand voll Möhren, dazu gibt es 50ml Leinöl und ein Mineralfutter. Ich hatte die Kraftfuttermenge kurzfristig erhöht weil ich dachte erbräuchte mehr, da er ja noch wächst und schon sehr groß ist, aber nach zwei Tagen hat er mir das mit Dickenbeinen quitiert, also habe ich die Menge wieder runter gesetzt und siehe da, keine dicken Beine mehr, ich denke er ist eher ein leichtfuttriger Typ, aber er ist ja auch noch nicht in der Arbeit.

  • Also liebe erfahrenen teilt mir doch bitte eure Futtermengen von euren Pferdis mit damit ich mal vergleichen kann bis zu welcher Menge alles noch normal ist.


    Ich denke durch die jahrelange sparsam Fütterung des Norwegers habe ich den Blick für die Großpferde halt noch nicht richtig drauf. :-]


    ich würde mit 500 g anfangen. vll hat das Pferd mit der Getreideverdauung generell ein Problem und man sollte ganz auf Alternativen wie Luzernepellets, Rübenschnitzel, Öl und Co umschwenken.


    Was mir noch einfaällt, ich habe das nicht so recht raus gelesen:


    wie lange fütterst Du denn jetzt diese Mengen? Was gab es vorher?
    Man muss auch einfach eine gewisse Zeit ins Land gehen lassen bis man Erfolge sieht.

    übrigens wer Sarkasmus findet - diesen kann man wunderbar zum basteln benutzen, an die Wand hängen oder sich auf die eigene Stirn tackern

  • Mein 21/2 jähriger ist jetzt 168cm und wog im Sep.694kg, ich denke der hat die 700 geknackt! Also, er hat ganztägig Weidegang und da ist auch noch was zu finden, dann bekommt er Heulage so ca.12kg am Tag, 500g Müsli und eine Hand voll Möhren, dazu gibt es 50ml Leinöl und ein Mineralfutter. Ich hatte die Kraftfuttermenge kurzfristig erhöht weil ich dachte erbräuchte mehr, da er ja noch wächst und schon sehr groß ist, aber nach zwei Tagen hat er mir das mit Dickenbeinen quitiert, also habe ich die Menge wieder runter gesetzt und siehe da, keine dicken Beine mehr, ich denke er ist eher ein leichtfuttriger Typ, aber er ist ja auch noch nicht in der Arbeit.


    Ja so in der Art hatte ich mir das auch vorgestellt, um die 700-750kg Gewicht nur bisher komme ich da nicht hin. Meine eingesetzten Mengen hast du ja sicher gelesen
    Selbst als sie im Sommer nur auf Weide war habe ich die Menge zugefüttert da hier nur sehr magere Wiesen sind. Der Erfolg war mäßig max. hatte sie in der Zeit 50kg mehr drauf.


    Übernommen habe ich sie vor ca. 1 jahr, seitdem versuche ich sie irgendwie dicker zu bekommen. Wurmkur regelmäßig, Zähne in ordnung, Blutbild ist auch ok TA hat auch keine Idee mehr Der Hafer wird gut verdaut es sind keine Körner im Kot




    Quote

    spyder: laut Papieren ist in den Letzen 3 Generationen kein X

    @ 1sp: habe noch nicht kapiert wie ich ein Foto hier reinstelle, aber ich übe weiter ;)

  • Warmblüter sind nun mal aus der Kreuzung von Kaltblut mit Vollblut entstanden.Es wurden für den Sport die schweren Warmblüter mit Vollblütern veredelt um auf elegante Warmblüter zu kommen .Nicht immer entstand das richtige Wunschpferd .jetzt gibt es halt Grobknochige ,Grosskopfige mit Vollblutkörper-muskulatur.
    Schau mal in deinem Abstammungsnachweis nach ob in den letzten Generationen ein X dabei ist ,dann wissen wir es.

    So jetzt hats geklappt mit einem Foto
    ist zwar nicht topaktuell aber der Zustand ist immer noch vorhanden.

  • Oh wow, ich bin ja schwer beeindruckt, von den Mengen, die ihr in eure Pferde "reinstopfen" könnt! Ist nicht bös gemeint! Ich muss nur daran denken, dass mein Pony schon beim Anblick von Futter im Umfang zunimmt! Ich hab eher nen sehr leichtfuttrigen Kandidaten, der andere ist "normal". Mein Pferdchen kriegt 5 Kilo Heu und mümmelt noch zusätzlich etwas Stroh. Zusätzlich noch 2x täglich Hafer und Müsli (mit etwas Öl, Pferdchen neigt seit letztem Jahr zu Verstopfungskoliken), je nach Arbeit! Im Moment hat er immer nur eine Hand voll Müsli gekriegt, weil er ne kleine Pause hatte - mann war der muffig und entsetzt, als er die paar Krümel im Trog hatte :tongue: ! Jetzt wird es wieder mehr (zu seinem Glück!).
    Lg Claudia


    So kenne ich das vom Norweger auch Futter angucken und dick werden :tongue: Und nun daneben das SW : immer essen anbieten und trotzdem nen Windhund haben 8o ;(


    Wieviel ist denn 2xHafer Mengentechnisch bei dir?

  • also den find ich mal gar nicht zu dünn, der ist absolut gut so.


    Natürlich wäre mehr Muskulatur gut, aber die kommt ja nunmal net durch Futter. Fett füttern würd ich den auf keinen Fall, das schadet nur seiner Gesundheit.

    übrigens wer Sarkasmus findet - diesen kann man wunderbar zum basteln benutzen, an die Wand hängen oder sich auf die eigene Stirn tackern

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