Kartoffel anbauen mit Pferden, Rinder, Eseln, Mulis !

  • Das Kartoffeljahr ist zum 01. Oktober zwar weitgehend vorüber. Bei einigen ist aber sicher nach der Ernte vor der Aussaat ...
    Daher hier ein paar Bildhafte Eindrücke wie man es machen kann ...
    Und vielleicht auch eine Diskussionsgrundlage wie "ihr" es macht bzw. gemacht habt oder wie ihr es (anders) machen würdet ...


    2015


    2016


    Und nein-, es müssen nicht immer nur Pferde sein, welche zu Spannarbeiten herangezogen werden ... ;)

     Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen
     :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

    Einmal editiert, zuletzt von Hippo-Sohle ()

  • Schönes Thema Hippo. Wir haben es dieses Jahr mit dem Häufelpflug gemacht, das Furche ziehen. Die Kartoffeln dann von Hand gelegt und mit dem Häufelpflug zu gefahren. Dadurch erhält man zum Schluss schon einen fertigen Damm auf dem die Kartoffeln dann auflaufen. Das hat ziemlich gut geklappt und man mindert den Unkrautdruck von vornherein etwas. Die Reihe am Feldrand haben wir vom Randstreifen her mit dem Eisenrechen per Hand bei gehäufelt. (Schade das da niemand zum Bilder machen dabei war :( ) Aufbrechen der Winterkruste mit der Saategge haben wir auch gemacht. Ich hatte allerdings vorher gegrubbert. . . Hacken und häufeln, klar, wie im ersten Video. Die Mühe die Geräte hinten zu "lenken" kann ich gut nachvollziehen ^^

    Das einzig Beständige ist der Wandel :!:

  • Wie ist es bei euch? Wer baut noch Kartoffeln mit den Pferden an? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Bei uns war es so trocken dieses Jahr, die Ernte war mittelmäßig

    Das einzig Beständige ist der Wandel :!:

  • Hey Scheeef,


    Dieses Jahr haben wir haben eine Fläche von ca. 15 ar mit dem Pferd teilweise bearbeitet. Die Kartoffeln haben wir "konventionell" mit dem Traktor gelegt und gerodet. Sämtliche Pflegearbeiten haben wir dann mit dem Pferd gemacht.
    Mit dem Ertrag müssen wir zufrieden sein. Zuerst der viele Regen und dann sind die Kartoffelnpflanzen von der Krautfäule nieder gerafft worden. Wir haben Sieglinde, Augsburger Gold und Bamberger Hörnchen geerntet.
    Ich fand es war ein schwieriges Jahr, da man oft nicht in den Acker konnte, weil es zu nass war, jedoch mit Pferd ging es.
    Futterrüben waren auch ganz ordentlich. Lauch, Zwiebeln, Sellerie, Buschbohnen und Zuckererbsen sehr gut. Kraut und Blumenkohl haben wohl nicht genug "Futter"bekommen, daher nicht so besonders.
    Unser Resümee: vom Wetter her ein schwieriges Jahr, mehr Dünger wäre gut gewesen und gegen Krautfäule müssen wir auch was unternehmen.
    Doch wir haben viele schöne Stunden auf dem Acker verbracht, mit und ohne Pferd.




  • Wir bauen jedes Jahr zwei bis drei Sorten Kartoffeln an für uns, für etwas Direktverkauf und die unschönen für das Vieh,
    dieselfreie Kartoffeln, alles mit tierischer oder menschlicher (Zug)-Kraft bearbeitet.


    Dieses Jahr war eine Herausforderung, zuerst sehr nass und grosser Unkrautdruck, dann trocken und etwas Kartoffelkäfer.
    Trotzdem war der Ertrag erstaunlich gut.



    McCormick-Steckmaschine (einreihig)



    Netzegge zum Flachstriegeln der Dämme (Bucher CH)



    Meyer-Hacke zum Hacken und Anhäufeln (Ott, Worb CH)



    Kartoffelroder mit Fangkorb



    Heimtransport im Brückenwagen


    Gruss E. Schmid

  • Ja das war ein schwieriges Jahr für die Kartoffeln. Wir haben drei Sorten angebaut, nur zum Eigenbedarf, Linda, Granola und Freya. Die Linda hatte den besten Ertrag. Die Rüben liefen sehr unregelmäßig auf und es waren nicht so viele wie im letzten Jahr, dafür umso dicker (die Schwerste bis jetzt 7,3kg).

    Das einzig Beständige ist der Wandel :!:

  • Ich möchte mich auch im Kartoffelanbau probieren, um einen Teil des Eigenverbrauchs abzudecken und vor allem, um Abwechslung auf den Tisch zu bringen. So die Frage: Wo können seltene Sorten als Pflanzkartoffeln in Kleinstmengen erworben werden?

  • Dieses Jahr wollen wir die Kartoffeln auch mit dem Pferd legen.

    Hier habe ich gelesen, dass man auch den Häufelpflug zum legen verwenden kann.

    Mich würde interessieren welche Methode besser ist. Häufelpflug oder Einscharpflug.

    Vielfachgerät für Pferdezug haben wir nicht.

  • Hallo Dggi


    Ich fand es mit dem Heufelplug besser und einfacher. Es ist auch einfacher die Kartoffeln nicht so tief abzulegen.

    Solte der Boden unbearbeitet oder zu schwer für den Heufelpflug sein, ist der normale Pflug besser.

    Je nach dem was für einen Boden.


    LG Manuel

    Zitat Ralf Zauner: " Kannst Du schon mit Pferden arbeiten?

    Oder musst Du noch Traktor fahren?"

    (11.06.1965-22.10.2015)


    Unsere HP : ....kochertaler-fuhrhalterei.de
     
     

  • Guten Tag,

    beide Varianten funktionieren. Wir haben den Häufelpflug zum reintun genommen, da wir bereits geackert und gegrubbert haben.

    Wenn noch nicht gepflügt wurde, ist der Beetpflugverfahren auch nicht schlecht, setzt aber etwas mehr Logistig und Überlegung voraus. Man kann sich da u.U. einen Arbeitsgang sparen.

    Grüße

    Florian

  • Wie "hafiking" schon schrieb, beide varianten funktionieren und waren früher im kleinen durchaus gebräuchlich. Soll der Häufelpflug verwendet werden, setzt dies allerdings einen tiefgenug gelockerten und gut vorbereiteten Ackerboden voraus, denn es ist gar nicht so einfach mit einem Häfelpflug in festeren Bodenverhältnissen eine einigermaßen gerade und gleichmäßig tiefe Furche zu ziehen. Und diese hernach auch wieder ebenso zuzustreichen ... :]




    Andernfalls, zumindest bei schwererem Boden sollte man vielleicht dem "Pflug" - ob Beet- oder (Unter)Kehr- oder Wendepflug den Vorzug geben ...

     Kaltblutpower.
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    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • @ daggi . Wow , das sieht aber gut aus wenn ihr das mit den Pferden gemacht habt . Vorarbeit war aber wohl mit Traktor , der Boden sieht sehr leicht aus und fast schon pulverisiert .


    Stimmt meine geistige Vorgehensweise ? zuerst mit den Häufelpflug kleine Furchen bilden im Abstand von ca 62,5 cm ? ( 75 er wird wohl der Pflug nicht schaffen ..... ) Dann die Furchen mit Kartoffel bestücken und dann in den Zwischenräumen aufpflügen , einspännig ?


    Hatte letztes Jahr mit einem Spezi versucht mit dem Kartoffelpflug zu roden , Das hat sich als sehr schwer herausgestellt , da die Pferde ja kerzengerade laufen müssen . Einmal wich der Pflug nach links aus und dann wieder nach rechts , kaum mal paar Meter gerade gefahren . Waren aber 75 er Dämme mit Fräse aufgedämmt , liegt es daran ?

    Oder gibt es vielleicht einen Unterschied zw Häufelpflug und Rodepflug ?


    Wie habt ihr es geschafft die Reihen so gerade hinzubekommen ?

  • zu dem Statement mit dem Grubber : man kann natürlich alles möglicher herbeireden und ja es gibt Situationen wo das dann sinnvoll ist , das aber scheinbaren Ackerbauanfängern in einem Forum verkaufen zu wollen halte ich für sehr fraglich und auch nicht zielführend . Hier ging es wohl mehr um verletzte Anrechte hier ackerbaulich zu betreuen/beraten , und um einfach Recht zu behalten und mir Unrecht auszusprechen ,bzw Kompetenz abzusprechen . ( Du sollst keine anderen Götter neben mir haben ? keine Ahnung ob es das trifft )

    Wie dem auch sei , man könnte das weiter zerpflücken , worin ich aber keine Sinn sehe , siehe oben .

  • zu dem Statement mit dem Grubber : man kann natürlich alles möglicher herbeireden und ja es gibt Situationen wo das dann sinnvoll ist , das aber scheinbaren Ackerbauanfängern in einem Forum verkaufen zu wollen halte ich für sehr fraglich und auch nicht zielführend . Hier ging es wohl mehr um verletzte Anrechte hier ackerbaulich zu betreuen/beraten , und um einfach Recht zu behalten und mir Unrecht auszusprechen ,bzw Kompetenz abzusprechen . ( Du sollst keine anderen Götter neben mir haben ? keine Ahnung ob es das trifft )

    Wie dem auch sei , man könnte das weiter zerpflücken , worin ich aber keine Sinn sehe , siehe oben .

    :wacko:?


    Im Herbst die Gründüngung mit Haflinger einspännig untergepflügt.

    Gute Frostgare gehabt ohne Staunässe.

    Hier ist anzumerken, dass man das schon merkt wenn mit Pferd gearbeitet wird - der Boden ist nicht mehr verdichtet.

    Im Frühjahr mit dem Kultivator und Bulldog ein feines Saatbeet bereitet, hauptsächlich für die Veichtshöchheimer Bienenweide. Da haben wir dann die paar Kartoffel- und Gemüsestrangen nicht ausgelassen bei der Bearbeitung.

    Mit der Cambridgwalze gewalzt, das macht sehr viel aus!

    Dann Spuren für das Kartoffelbeete gemacht, so dass die paar Strangen zur Not auch mit dem Bulldog bearbeitet werden können ( bei Arbeitsspitzen und Krankheit).

    Mit der großen Herzelhacke von Hand Reihen gezogen, Kartoffeln gelegt auf 62,5 cm.

    Pferd eingespannt und erst mit schmal gestelltem Häufelpflug gearbeitet und dann erst die großen Dämme gemacht, so konnten wir dann auch die ganz groben Verwerfungen ausbessern.

    Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, gerne würden wir mehr mit dem Pferd machen, aber wir haben leider noch nicht alle notwendigen Geräte für die Pferdearbeit.

    Zwischen Rodepflug und Häufelpflug gibt es schon große Unterschiede, aber das können dir hier andere sicher besser erläutern.

    Der erste Gedanke war, Dämme die mit der Fräse auf 75cm sind schon mächtig, da muss der Rodepflug viel Material wegräumen und ist dann mM sehr störanfällig.

  • Hallo Daggi


    Meine Güte da bin ich aber platt, dass sieht ja super aus.


    Na so feinkrümligen Boden haben wir nicht einmal nach 2 Fräsdurchgängen mit dem Einachser.

    Großes Lob für Pferd und Mensch.


    LG Manuel

    Zitat Ralf Zauner: " Kannst Du schon mit Pferden arbeiten?

    Oder musst Du noch Traktor fahren?"

    (11.06.1965-22.10.2015)


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