Hilfe, Pferd verweigert Kutsche

  • Huhu,
    ich vermute mal, dass das auch an eurer mangelnden Routine lag in Kombination mit diesem speziellen Pony+Rosse. Jedenfalls hast du in der Situation alles perfekt gemacht, mit dem Pony würd ich auch jedem Kampf mal eher ausweichen. Die paar mal, wo mein KB Ärger gemacht hat war ich verdammt froh Hilfe des Geländes, diese immense Kraft ist beeindruckend. Und weil dem so ist fahr ich jedes "Einfahrpferd" das erste halbe Jahr nur einachsig, weil damit dieses Kutschverkanten beim unwilligen rückwärtslaufen nicht so dramatisch ist. Tips wird schwierig, aber es liest sich so wie als ob du dir unsicher warst, deshalb langsam ausschließen der Einzelfaktoren, also Rosse mal kurz abklingen lassen dieweil die kleberei was bekämpfen mit Bodenarbeit, Schuhe beim reiten in allen Gangarten drauf bis dieser Unsicherheitsfaktor schonmal wegfällt (ich würd generell beschlagen lassen in der Einfahrphase, weil du da sowieso häufig fahren mußt und ein Eisen fest am huf sitzt, Zeit für Schuh ist, wenn kutsch akzeptiert ist und anhaltne +Schuh suchen anziehen keine weitere Aufregung bedeutet. Scheuklappen liest sich, wie als ob du unsicher bist? ich hab hier Scheuklappen mal 2-3 Monate nur im Umgang drauf, also boden. danach ist klar weder neu noch ungewohnt.
    Du bist echt armes Hasi, schweres Brot für Anfänger deine Kombi, aber ihr macht das klasse! Mir hat bei Flittz viel geholfen raus reifen dran und alle Maulwurfshügel der Umgebung planieren, dabei ewig zugstrang zwischen den Pfoten bis die auf zuruf sicher wieder sortieren konnte. Und zurück sehr gründlich (meine Psyche lernte diesen Hintern mit zuviel tempo genau kennen und iwann wurd das tempo passend). mfg kirsten, die das kutschi echt nett und optisch gar nicht so unpassend findet

  • Also, ich meine ja immer, schneller werden sie von ganz alleine.
    :D
    Ich weiß nicht, wieviele... Minuten? ViertelStunden? Tage (nicht am Stück) Ich schon auf einem
    Kutschbock gesessen habe, ohne, das auch nur irgend etwas passiert. Wenn ich dem Zugvolk den
    Wink zum Antreten gebe, und dann kommt nix, dann mache ich es genau wie du, dann kommt
    der Wink zum Antreten noch mal, weil, vielleicht war ich ja zu leise.
    Und ich hau nicht mit der Peitsche irgendwo drauf, wenn dann immer noch kein Antritt kommt.
    Ich warte... und warte (Wetter kann man derweilen genau so gut Ignorieren, wie wiehern ;) ) und warte.
    Irgendwann kommen sie. Ewig rumstehen ist blöd. Okay, bei meinen Vollblütern geht das evtl.
    ein bisschen fixer, wie bei einem Kalten, obwohl, ich glaub deine Bardigiano steht auch nicht
    ewig lange rum. Du bist unsicher und die merkt das natürlich und wird dadurch nicht sicherer.
    Sitzfleisch kann, grad beim Einfahren, echt wirksam sein. Lass dir Zeit. Natürlich will sie nicht
    ziehen, sie kanns ja auch noch nicht richtig und die ischa auch nicht doof. Und dann auch noch
    40kg extra, alter, Schwede. Da bleibt man doch lieber im Bett.
    8o
    Wenn dich das Wiehern nervt: Oropax (~ hab ich immer in der Tasche).


    Und ansonsten, Geduld, Geduld, Geduld. Das nächste Mal, wenns los gehen soll, stellst du dir
    einfach vor: Heute stehen wir ne wunderschöne halbe Stunde vor der Kutsch und nix passiert.
    Babyschritte. Wenn du schon mit dem yachter nach einer geilen Kutschfahrt aufsteigst, ist deine
    Erwartungshaltung einfach ein klitze- bisschen kontraproduktiv. ;)


    Und meinetwegen darfste auch gerne Morgends und Abends eine halbe Stunde auf
    dem Kutschbock sitzen, wenns dir Zeitlich passt. Und zwischenduch immer mal
    wieder Pause machen, spazierengehen, reiten... was ihr sonst so gerne macht.
    Fahren muss eine der natürlichsten und entspanntesten Sachen der Welt werden,
    dann flutscht es auch... schneller werden sie von ganz alleine.


    Du schaffst das: Chakka. :thumbsup:

    besten Gruß :-]

    Edited 7 times, last by Igel ().

  • Ihr schreibt immer so humorvoll, daß einem gleich beim Lesen besser wird!
    Ausführlichst auf die Antworten eingehen kann ich erst heute Abend, jetzt ist erstmal das zweibeinige Kind dran und dann muss ich wieder arbeiten. Danke, Danke, Danke!

  • Moin,


    Wind ist auch nicht zu unterschätzen. Das hat bei unserem auch länger gebraucht bis es ihm egal war wie sehr sich die Bäume biegen. Bei der Nervosität war auch das Wegstellen des Weidekummpel sicherlich nicht förderlich. Das wäre bei mir die Stelle gewesen, den Tag definitiv nicht zu fahren, sondern lediglich einen Spaziergang zu unternehmen. Man hat doch mehr Möglichkeiten einzuwirken und sitzt nicht weit hinter dem Pferd. Probier jetzt bitte nicht 10 Sachen gleichzeitig zu verändern. Das gleicht einem heiteren Rätselraten ohne Ergebnis.


    Wenn das Geschirr und die Hufschuhe vorher akzeptiert wurden lass sie so. Probier ohne Rosse und Wind in aller Ruhe einfach das Verhalten neu aus. Setz Dich nicht selber unter Druck unbedingt fahren zu wollen, freu Dich über jeden Schritt den das Pferd ohne Aufregung akzeptiert.

  • Hallo,
    da hier ja nun langsam jeder weiß wozu die Blendkappen sind würde ich diese auch einfach beim Einspänner weglassen, und gucken wie es geht. (ich fahre auch zweispännig mitohne) Hintergeschirr mal gucken ob es druck auf die Kruppe gibt oder wie es soll nur am Hintern ( Bein) ansonsten kann es gut sein das sie glaubt gedeckt zu werden, kann ja nicht nach hinten schaun!
    Patrick

  • Jede Stute zeigt ihre Rosse auf eine andere Weise.Ich habe seit 40 Jahren Pferde und bin 15 Jahre im Millitary Fahrsport gewesen .Da passierte es mir das meine stute zu Hause keine Rosse zeigte ,aber auf dem Tunier als sie die anderen Pferde sah.Sie stand wie angewurzelt,ging keinen Schritt.Beim Heimtransport wollte sie nicht auf dem Hänger und telefonierte dauernd mit ihren Lieblingwallachen.Ich habe mir angewöhnt rossige Stuten 4 Tage in Ruhe zu lassen .Es macht einfach keine Freude mit einen sturen Bock zu arbeiten.Gestern bei einer Landwirtschaftsausstellung hat mir ein alter Bauer seine Geschichten von seiner rossigen Stute erzählt die immer die Leinen durch Schweifdrehen unter diesen eingezwickt hatte und dann Unlenkbar war und durchging mit dem Gabelwender.
    Gruss von Spyder.

  • Es gibt leider immer wieder Stuten, die während der Rosse nicht fahrbar sind. Ggf. mit dem Tierarzt sprechen. Hier kann eine Hormonbehandlung Wunder wirken!

    Norweger sind nicht stur, sondern sie geben ihrem Halter nur die Möglichkeit über die eigenen Fehler nachzudenken!!!

  • Ich hab zwar vom Fahren noch keine Ahnung, aber hochgradige Rosse, dann Geschirr drauf und noch die Scheren, die das "Einrahmen" vom Hengst beim Sprung simulieren, dazu, dass sie sich breitbeinig hinstellt;-) Die Dame hatte anderes im Sinn als kutschieren....Ich denk, Du hast alles richtig gemacht, Du hast sie aus der Situation entlassen, aber ihr nicht ganz ihren "Willen" gelassen. Eine Bekannte von mir füttert ihrer vorher bei Rosse unreitbaren Stute Mönchspfeffer. Seither gibt es keine Probleme mehr. Das Zeug soll spottbillig sein, Dosierung weiß ich aber leider nicht.

  • Also, erstmal vielen lieben Dank für die guten Tips und Erfahrungsberichte.
    Vorneweg gesagt: Die Stute gehört nicht mir. Ich bin mit der Besitzerin befreundet, sie hat durch ihren Arztberuf, wie sie selbst sagte, einen anderen Lebensmittelpunkt gefunden und so steht sie nun bei mir im Heimatort, Stallmiete und Tierarzt bezahlt sie, alles andere, auch die tägliche Versorgung, sind meine Sache. Als sie letztes Jahr festgestellt hat, daß sie der Arztberuf zuviel Kraft und Zeit kostet, um sich noch um ihr Pony zu kümmern, wollte ich das Pony kaufen. Sie wollte sie mir nicht verkaufen, sie hat sie schon, seit sie zwei ist und jetzt ist sie zwanzig. So haben wir zu diesem Arrangement gefunden, was gut funktioniert. Sie nimmt auch noch am Leben des Ponys teil, kann aber nichts mehr mit ihr machen. Das einzige, was ich nicht darf: sie beschlagen lassen. Die guten, harten Hufe haben das an sich auch nicht nötig und eigentlich find ich Hufschuhe eine gute Alternative. Ich kümmere mich jetzt seit fast zehn Jahren um das Pony und kenne sie gut.
    Ich versuche jetzt mal, auf alles einzugehen, verzeiht, wenn ich wen vergesse.......
    Geduld werde ich beim nächsten mal haben, im Notfall wird eben wirklich nur eingespannt und nicht gefahren. Das hilft dann auch gg. meine Unsicherheit. Sie ist eingefahren und wurde von einer der Reitbeteiligungen auch gefahren, bis diese weggezogen ist. Die Hufschuhe sind mittlerweile gut erprobt und bleiben auch in allen Situationen dran, irgendwelche Scheuerstellen dadurch hat sie auch bis dato nicht.
    Ich wollt sie eigentlich von Anfang an ohne Blendklappen fahren, ist ja nur ein Einspänner, aber der Fahrlehrer und ich haben sie die ersten Male auch mit gefahren, das hat super geklappt und so haben wir es dabei belassen. Danke für den Geistesblitz, klar, wenn eine rossige Stute nicht sehen kann, was hinter/ über ihr passiert, kann man sich schon mal mißverstehen. Ich habe auch die Möglichkeit, sie während der Rosse anders zu beschäftigen, denn lt. ihrer Besitzerin, habe ich gerade erfahren, hat sie das schonmal gemacht. Damals dachten sie, es läge daran, daß sie das erste Mal im Zweispänner gehen sollte.....
    Kleben macht sie eigentlich gar nicht. Ich kann ohne Probleme alleine mit ihr rausgehen, von der Gruppe wegreiten, stehenbleiben und die anderen entfernen sich - alles kein Thema. Auch bei Wind ist sie normalerweise nicht schreckhafter als sonst, nur aufmerksamer. Tatsächlich ist sie bis heute das einzige Pferd, mit dem ich auch bei starkem Wind ohne Nervosität ausreiten gehen kann.
    Morgen kommt mein Fahrlehrer. Er nimmt sich Zeit und vorab hat er mir auch schon geschrieben, daß ich vorerst nichts verändern soll, es passte ja alles und wäre auch noch alles heil ;-) ich solle mir nicht so viele Gedanken machen. Bis dahin müsste auch die Rosse abgeklungen sein. Auf das Wetter hab ich ja keinen Einfluss, hoffe mal auf einen windstillen Tag.
    Eine Hormonbehandlung? Ich weiss nicht, ob das nötig ist und kenne mich damit aber wirklich nicht gut genug aus. Aber den Tip mit dem Mönchspfeffer habe ich auch schon gehört, die Dosierung müsste ja in Erfahrung zu bringen sein.
    Vielleicht ist mein grösstes Problem aber, daß ich noch nicht richtig vom "Reiten" aufs "Fahren" umgeschaltet habe, ein gerittenes Pferd hat man ganz anders im Griff.
    Auf jeden Fall werde ich Euch berichten, wie es gelaufen (oder "gefahren") ;) ist und möchte mich nochmal ganz herzlich bei Euch bedanken! Ich weiss schon, warum ich mich nach langem Mitlesen in diesem Forum angemeldet habe.......

  • Huhu, im Prinzip ist ausdiskutiert, bei mir hier ist einfach nur ein Riesenchaos, es kommt öfter vor das ich angespannt hab und nicht losfahren kann und wenn dann muss es halt zackig sein, weil was zu erledigen ist oder es wird schnell wieder ausgespannt. Die Anspannsituation ist murks, weil zb Kids überdrehen oder die Kutsch schnell aus dem Chaos los muss (Nachbars mit gutlaufendem hackschnitzelbetrieb, da kommen die 40tonner im Anspannen extrem nah an der Kutsche vorbei), deshalb habe ich immer wieder grad bei zeitmangel (wo also eh die zeit zum fahren nicht reicht) Phasen, wo ich nur anspann und dabei die Zeiten und Griffe kontrollier, damit ich auch unter Stress und Druck die Konzentration halte und fehlerfrei arbeit, dadurch sinkt mein Stresspegel erheblich und ich hatte noch nie irgendeinen Unfall im Zusammenhang mit Losfahren/Ankommen, obwohl die Situation denkbar ungeeignet ist. Ich spann auch oft in Etappen an : Pony fertigmachen, Pause, aufschirren, Pause, Anspannen, Pause, jeweils ~20-30 Minuten. mfg Kirsten

  • Wenn es wirklich die Rosse ist, wirst Du alle drei Wochen dieses Problem haben.


    Zum Fahren ohne Blendklappen: Wie beim Reiten hast Du treibende, verwahrende und strafende Peitschenhilfen bzw. Du stellst und biegst das Pferd damit. Das Fahren ohne Blendklappen kann auch beim Einspänner dazu führen, dass das Pferd Hilfen vorwegnimmt bzw. die vorweggenommenen Hilfen nicht unbedingt dem Willen des Fahrers entsprechend. Gerade an einer Straßeneinmündung kann zwischen einer verwahrenden und einer treibenden Hilfe durchaus ein unfalltechnisch bedeutender Unterscheid sein.

    Norweger sind nicht stur, sondern sie geben ihrem Halter nur die Möglichkeit über die eigenen Fehler nachzudenken!!!

  • Hallo!
    also, heute hatten wir das Problem erneut, nur nicht so heftig. Wir haben die Kutsche kontolliert, Bremsen etc. alles ok. Aufschirren und anspannen hat völlig ohne Probleme geklappt. Kaum war sie angespannt, begannen meine Hände zu zittern (ich Weichei, ich). Also er auf den Bock, ich daneben, Tochter vorneweg. Er hat gleich festgestellt, was ich übersehen hatte: Sie will immer nach rechts weg. Er hat auch gar nicht lange gefackelt, war aber mit einer großen Ruhe dabei. Alle wieder runter von der Kutsch. Die Kutsche stand nach dem ersten Versuch schon wieder leicht schräg, er hat sie einfach wieder geradegerückt, ist vorne zu ihr hin und hat sie am Kopfstück genommen - und siehe da, sie zog normal an. Was jetzt kommt, ist sicher nicht Lehrbuchgemäß und lässt sich hier bei so manchen die Nackenhaare sträuben....während meine Tochter rechts und ich links neben ihr herliefen (Hand leicht am Kopfstück), nahm er die Leinen in die Hand und stieg auf die Kutsche. Eine Zeitlang sind wir dann nebenher gelaufen und dann liess er uns aufsteigen. Dazu musste sie natürlich stehenbleiben. Und nach dem Aufsteigen zog sie normal an, als ob nie was gewesen wäre. So sind wir eine halbe Stunde, mal im Schritt, mal im Trab, über die Wege gefahren und es hat super geklappt. Der einzige Unterschied zum letztenmal war: er hat sie heute die Kutsche nicht selbst aufhalten lassen. Schon beim letzten Mal hat er sie da noch geschont, aber sie musste doch ein bißchen mithelfen. Große Steigungen haben wir im Moment auch noch nicht zu bewältigen. Leider rutscht das Hintergeschirr ein wenig, bis zum nächsten Mal habe ich das in Ordnung gebracht.
    Für das nächste Mal soll ich sie erstmal 20 Minuten im Geschirr führen, er hat gesagt, auch wenn sie das ziehen gewohnt ist, sie ist nicht mehr die jüngste und braucht vielleicht noch etwas Aufwärmzeit. Klar, beim Reiten lauf ich auch erstmal ne halbe Stunde, warum habe ich das jetzt beim Kutschefahren nicht genauso gemacht? Ist doch dasselbe. Ich könnte mich ohrfeigen, ich lauf zwar eine Viertelstunde von der Weide zum Platz, aber da steht sie auch ja erstmal wieder zwecks putzen und aufschirren.......
    Die Hufschuhe haben anstandslos gehalten und sie lief sehr fleißig, als sie dann in Schwung war. Sonst geht sie einen Tag nach dem Hufpflegetermin fühliger als sonst, das war heute dank der Hufschuhe völlig weg.
    Wir sind jetzt übereingekommen, daß er möglichst zweimal die Woche kommt und ersteinmal selbst fährt, bis bei Camila die Gewöhnung wieder drin ist. Öfter kann er leider nicht, er hat eine eigene Firma und fährt und trainiert nur nebenher. Ich soll nochmal alles am Fahrlerngerät üben bis die Griffe im Schlaf sitzen. Dann darf ich fahren, während er dabei ist. Und dann irgendwann allein, wenn alle Routine haben. Erstmal mit Ruhe und dafür umsomehr Spaß ;-)
    Spaß hab ich schon dabei, zuzusehen, wie Alex die Leinen handhabt. Wie im Schlaf, aber auch wieder nicht, ganz entspannt und trotzdem voll da, ach, ich kanns nicht erklären. Fast unsichtbare Leinen- und Peitschenhilfen, für meine Anfängeraugen echte Zauberhände......

  • vielleicht magst Du auch parallel noch über einen Termin mit einem Physiotherapeuten oder Osteopathen nachdenken, gerade, wenn Du Alter und Anlaufzeit zur Sprache bringst.


    Ggfs. hat sie schon etwas Arthrose und das anziehen bereitet ihr Schmerzen.

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • Huhu, ich hab hier zwei 500 ml Plastik-Flaschen, Kördelchen+Leinen dran und die über nächste Türklinke, so geht es schnelles Üben zwischendurch mal grad. Und ich hatte hier auch Steigerei und diverses, als es darum ging, dass da allein angezogen wird...gab hier aus dem Forum viel Schimpf, weil es eine absolute Zumutung sei, wenn Pony das 1,8 fache des Eigengewichtes mal grad anziehn muss. nun ist meine Kutsch aber extrem angenehm und leicht zum Anziehen. Also hab ich angespannt und mit lecker mich in 2 m positioniert und Pony gelockt....heut ist Anziehen mit egal welcher Last kein Thema mehr nix Steigerei oder so, in aller Ruhe wird probiert wie der Job zu erledigen sei, fertig. Den Schritt weg vom Kutschfahren hin zu Arbeit hab ich auch erst letzten Winter endlich geschafft, eigentlich gibt es ja keinen Grund unbedingt mit Kandare, Leinen usw fertigzumachen, wenn man nur will das Pony 2-5 m mit Kutsch läuft. mfg Kirsten

  • Der Tierarzt, Zahnarzt und Osteopath waren neulich erst da, für ihr Alter geht es ihr sehr gut (gesunde Aufzucht??) eine leichte Arthrose hat sie am rechten Vorderbein, die mit ArthriAid von NHC gut zu händeln ist. Deswegen könnte ich mich ja ohrfeigen, was fällt mir ein, dem Pony vor der Kutsche Leistung ohne Aufwärmen abzuverlangen wo ich doch beim Reiten oder longieren immer drauf achte? Kutsche fahren ist erlaubt und wg. Gewichtsabnahme auch erwünscht. Wir stellen jetzt die Kutsche auch immer so hin, daß sie ganz leicht bergab steht und leicht anzuziehen ist.
    Das mit den Flaschen habe ich schon gemacht, das ist eine tolle Idee! Danke für den Tipp, i-wo hatte ich mal gelesen, dass man sie auch mal vor der Kutsch grasen lasen soll, der eine oder andere Schritt vorwärts dabei wäre auch gut für die Gewöhnung, stimmt das? Ich hab ein Signal, wenn sie grasen darf, fasse ich ihr in den Nacken, wenn sie auhören soll, reicht ein "Kopf hoch" und Madam hebt die Birne wieder ;-)

  • Jaein, meine grasen vor Kutsch, aber ich würd dies nicht im beginn machen, weil mir die Gefahr das das Pony da was vergißt zu groß wär. ich würd viel eher in deinem Fall an sicherem "Steh" platz anspannen und da dann mal 20 Minuten stehenlassen und zwar ohne Scheuklappen, damit sie sich halt umgucken und sehen kann. mal mit Brötchen locken 1 schritt vor, 1 zurück. ich fahr ohne Scheuklappen ein, die kommen erst später, mir ist wichtig das das Stehen in aller Ruhe mit Sehen Kutsch hinter sich und der Zusammenhang zwischen Bewegung und kutsch folgt kapiert wurd und als ungefährlich abgehakt. hat nichts mit Kutschfahren zu tuen, dies würd ich bei deinem Tier sehr wahrscheinlich nur mit Klappen machen, weil so "nervöse" Kandidaten einfach besser mit "kürzerer" Sicht aufs "Ungeheuer" klarkommen.
    Ich führe alle Pony an der Kutsch, weil es praktisch ist, wenn die das beherrschen, genauso wie Fuß vor Fuß via Peitsch einfach im "Extremfall" nützlich sein kann, wenn es um Zentimeter+Ruhe geht.
    mfg Kirsten

  • Ok, dann wird ich das mit dem Grasen lassen erstmal nicht machen.
    Die Blendklappen wegzulassen trau ich mich im Moment noch nicht. Sie ist damit eingefahren, früher gefahren und auch aktuell wieder, ich hab Angst, daß sie da wieder einen Grund mehr hat, das Kutschefahren zu fürchten. Ich spanne aktuell an und und lasse sie stehen, füttere sie und fordere mal einen Schritt nach vorne, was gut klappt. Der Fahrlehrer kann erst wieder nächsten Donnerstag, mal gespannt, wie es dann klappt. Diesmal freu ich mich wieder auf die Fahrstunde. Danke nochmal, ich werde weiter berichten!

  • Jawohl, genau richtig so, du trainierst die griffe um irgendwann mal flott und sicher ein/auszuspannen und dieses 1 Schritt vor und zurück ist völlig ausreichend zum trainieren anziehen, du könntest das jetzt langsam ausbauen Richtung 2 Schritt vor und zurück, bei 3-4 Schritt ist "fertig" und die Basis für ruhiges Anziehen gelegt (und deine Psyche hat begriffen, dass da die 40kg mehr als Klacks sind!!, mir war immer unklar wieso Pony Sorgen haben kann, wo ich doch fast tgl. meine Kutsch umeinanderschleifen muss). ich würd auch einen schritt rückwärts fordern, denn schieben mit Hintergeschirr lernt ein Pony viel leichter als das normal übliche langsame reduzieren der Bremse.
    Ohne Scheuklappen zb mit halfter+kette würd ich ohne Geschirr trainieren, simpel Pony vor Kutsch stellen und Schere runterklappen, dass muss meiner Meinung nach funzen ohne hysterischen Anfall, weil das "nur" mit Platzangst zu tuen hat. Ich mein definitiv nicht ohne Scheuklappen fahren bei deinem Tier, mir geht es nur darum das Pony begreift was es da dranhängen hat, damit falls iwann mal grad aufgrund von Mißgeschick versehentlich so angehäkelt wird es nicht rumst ( wär vielleicht was für diesen Winter abends, wenn eh zu dunkel zum fahren ist...)
    Du möchtest in Zukunft sicher unterwegs sein, ist gut möglich das dein Pony bisher nur so "halbgefahren" wurd (ich nenn so Dienst nach Vorschrift ohne genau zu wissen warum so), behalt das im Hinterkopf und spiel lieber ausgiebig am Boden rum für eurer beider Sicherheit. ich würd auf Dauer auch Kurve am Boden erarbeiten, geht dann am Wagen schnell und völlig stessfrei. Kreidekreise auf den Boden malen und Pony versuchen darauf zu bewegen so eine Art zu großer Hinterhandwendung gibt das dann.
    Mein Flitzetier hier war völlig hysterisch mit Kutsch und allem drumrum, vielleicht hatte es im Vorleben gerumst oder die hat von Natur aus ganz starke Platzangst mitbekommen, da wär nur Scheuklappen mit Sicherheit viel schneller gewesen beim Einfahren, aber ich hab zeit und ich wollt bei der ganz sicher sein, dass die weiß was sie da zu akzeptieren hat und mal ne Vorderhandwendung in eine am Boden liegende Schere hat noch kein Pony umgebracht, so haben wir uns in Winzschrittle langsam vorgetastet bis zur Akzeptanz.
    mfg Kirsten

  • Hallo Ihr Lieben! Gestern war wieder so ein Tag zum wegwerfen..... wollten ja gestern fahren und in einer Schönwetterphase habe ich aufgeschirrt und aufgewärmt. Was soll ich euch sagen - Fahrlehrer hat mich gar nicht erst einspannen lassen. Gut es wurde dann etwas dunkler und hat angefangen zu nieseln. Sie wurde an die Kutsch geführt und hat gleich angefangen, Theater zu machen. Diesmal hab ich auch verstanden, warum: Was wir nicht mitbekommen hatten: Es kam ein riesige Gewitterwolke, dann kam Sturm und Starkregen. Logisch, jetzt dachte keiner mehr ans anspannen, der Himmel war von einem bösartigen Gelb und es schüttete wie aus Eimern. Wir also Kopfstück aus und Halfter drauf und unterm Dach das Wetter vorbeiziehen lassen. Danach wars zu spät zum fahren, haben sie aber noch ein Stündchen vom Boden auf dem Platz gefahren, was super geklappt hat, ich durfte natürlich auch selber ran und hab viel dazugelernt.
    Musste dann gestern Abend über mich selbst lachen... wär ich mal lieber zuhause aufm Sofa geblieben......wieder kurz nach der Rosse, wieder Wind und der geliebte Kumpel wurde an diesem Tag abgeholt und kommt nie wieder (war nur zum Beritt da).....
    Aber ansonsten klappt es gut. Ich werd nur in Zukunft graue Tage mit starkem Wind nicht zum Fahren nutzen. Upps - dann werde ich ja zum "Schönwetterfahrer" :]:tongue:
    Waren ja ein WE vorher bei einem Kurs mit Mike Geitner. Der hat da wieder gesagt: Fragt mal Eure Pferde, worauf die heute Lust haben. Ich werd Camilla in Zukunft fragen - ich schwörs. :D

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!