BR-Fernsehen: "Faszination Wissen" Wald unter Druck - Erntemaschinen gefährden die Forste

  • I
    das nächste was ich nicht ganz verstehe: angeblich ist der Mischwald so viel gesünder, also wird jetzt statt Monokultur oft Mischwald nachgepflanzt. weil es sicher zu verschiedenen Zeiten "reif" wird, wie soll das in Zukunft geschlagen werden? ich dachte es wird "Selective Logging" propagiert und diese Maschinen sind sicher wenig geeignet um einzelne Bäume zu gewinnen und den Rest unbeeinträchtigt weiterwachsen zu lassen.....
    aber vielleicht kann mir es jemand erklären.......
    elke


    Ein Erklärungsversuch:


    Mutter Natur mag keine Monokulturen, das ist aus verschiedenen Beobachtungen herauszulesen. Sie arbeitet von sich aus schon gegen Monokulturen und baut von selbst "Fruchtfolgen" und -Wechsel ein. Wen nun ein Mischwald, also gemischte Baumarten und verschiedene Altersklassen im Wald vereint sind, läßt die Natur schon mal mit ihrer eigenen Gegenwehr nach und der Wald ist stabiler.


    Ein gesunder Wald kann natürlich dann auch besser die Schäden durch die Schweren Maschinen regenerieren oder sie verkraften.


    Die Harvester nahmen ihren Anfang in den Monokulturen im Altersklassenwald, wie weit sie in einem Mischwald überhaupt noch zum Einsatz kommen, wird die nächste Generation nach uns entscheiden müssen.

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

  • Ich befürchte, dem Waldbesitzer, der sich seine Samstage im Holz um die
    Ohren schlägt, geht es darum, ob am Ende seiner Schinderei 3,50 € im
    Portemonair übrig bleiben. Die Nachhaltigkeit ist dem wurscht.

    gerade im Wald ist m.E. Nachhaltigkeit gefragt, weil der Turnus über Generationen läuft; ganz egal was ich heute an Bäumen raushole, irgendjemand vor 2, 3 oder 4 Generationen hat das erst mal da hingestellt. Und was ich heute dort mache, wirkt sich im Endeffekt langfristig für die Betreiber danach aus.....Ich glaube da ist schon ein bißchen Verantwortung auch gefragt......
    elke

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Wir alle hier lieben wohl die Arbeit mit Gespannen. Sonst wären wir wohl nicht in diesem Forum. Aaaaaber: Wenn die Gespannarbeit der Maschinenarbeit WIRTSCHAFTLICH überlegen wäre, wäre sie mit Sicherheit nicht verschwunden. Jeder Förster sagt mir heute, daß die Maschinenernte konkurrenlos ist, was die (kurzfristige) Wirtschaftlichkeit angeht.
    Wie es langfristig aussieht, kann man m.E. doch noch gar nicht beurteilen. Die bisher abgeernteten Waldflächen sind schliesslich alle noch auf "handbearbeitetem" Boden gewachsen. Im Grunde liegen Untersuchungen über das Wachstum und die Gesundheit von Wäldern, die auf maschinengeernteten Flächen angelegt wurden, doch gar nicht vor, können ja noch gar nicht vorliegen, denn wie lange wird mit Harvestern geerntet?


    Was mir hier bei "Wirtschaftlichkeitsberechnungen" jedoch immer wieder auffällt, egal in welchem Thema, ist, daß die meisten Forumsteilnehmer (gibt es dafür auch ein kürzeres Wort ? ) immer unsere HEUTIGEN Bedingungen zugrunde legen. Aber die Bedingungen werden sich zukünftig mit SICHERHEIT zugunsten der Gespannarbeit verändern.
    Vorgestern habe ich einen Bericht über Nordkorea gesehen. Da wurde unter anderem gezeigt, wie zwei Männer mit einem Ochsen pflügten. Es waren Aufnahmen einer Kolchose. Der Verwalter sagte dann, daß sie lieber mit ihren Traktoren arbeiten würden, sie wären ja schliesslich ein moderner Betrieb und hätten 37 (!) Traktoren. Was aber nützen die Traktoren, wenn man keinen Brennstoff hat, um sie zu betreiben. Also findet die Bewirtschaftung jetzt wieder z. grössten Teil mit Ochsen statt. Soviel zu "Wirtschaftlichkeitsberechnungen" !

    :) Kühe sind die besseren Menschen :)
    und ausserdem schmecken sie auch besser!

  • Kosten Nutzen Rentabilität........


    Im Moment sind die Arbeitsvorgänge so aufgesplittet, daß sich jeder auf seine Art optimiert. daß aber alles viel mehr ineinandergreift und diese Zusammenhänge werden kaum beachtet.


    In dem Beitrag sagt der Dr. Straußberger, daß auf den Rückegassen das Wasser sehr schnell abfließt. Diese Beobachtung habe ich schon merhfach gemacht und wurden mir auch schon als Problem in einer Mittelgebirgslandschaft geschildert. Kurzum durch die Bodenverdichtung (Fahrspuren) werden wirklich Vorfluter (Gräben) geschaffen, das Wasser fließt schnell aus dem Wald ab und dafür müssen mit Steuegelder Retensionsflächen geschaffen werden.


    Ein weiterer Punkt ist der Flächenverbrauch, um einen Harvester gut einsetzen zu können, braucht er alle 20 m eine Rückgasse von 4 m Breite, das entspricht ca: 20 % Produktionsflächenverlust. Wenn man nun die Untersuchung aus dem Film dazunimmt, sind es fast 6 m Rückegasse.


    Die geschädigten Bäume sind nicht nur Fäulnisgefährdet und damit weniger wertvoll, sie sind auch anfällig für Käfer und Sturm.


    Ein weiterer Punkt wird zuküftig die Versorgung mit Trinkwasser sein. Wenn der Wald auf den Rückegassen seine Speicherwirkung einbüsst, heisst das auch, das zukünftig 20 % weniger Trinkwasser im Wald eingespeichert wird. Einige Umweltorganisationen warnen jetzt schon vor dem knapp werdenden Trinkwasser.


    Die Frage der Rentabilität läßt sich im Moment nicht umfassend beurteilen, da hat der Kuhtreiber schon recht, aber wie wird es aussehen wenn 20 % der Waldfläche verdichtet und mit Kranken Bäumen gesäumt sind ?
    Und eine Kuh die man melken will muß man auch gesund erhalten.


    Die Frage die man sich zukünftig stellen muß ist " Was ist mir der Wald und seine Funktion wert ? " Und hier geht es nicht nur um Holz ! Das Wild kann man sicher vernachlässigen in der Ernährung, aber Wasser und Sauerstoff nicht !


    Vor ein paar Jahren war die Gesellschaft bereit einem Rennfahrer 30 Mio. Euro als Jahresgealt zu zahlen ! Dafür daß er im Kreis fährt und Benzin verplempert. Einen Wert hatte seine Arbeit sicher nicht. Ich hoffe mal auf die Vernunft der Menschen, daß sie bald erkennen wir wichtig ihnen der Wald ist und sie ihm den wahren Wert beimessen.


    Letztendlich ist der großflächige Einsatz der schweren Maschinen nur soweit Rentabel, solange deren Schäden auf dem Rücken der Natur ausgetragen werden.


    Gorbatschow hat einmal gesagt: " Der Wald braucht den Menschen nicht, .........." !

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

  • Quote

    Kurzum durch die Bodenverdichtung (Fahrspuren) werden wirklich
    Vorfluter (Gräben) geschaffen, das Wasser fließt schnell aus dem Wald
    ab

    gibt es denn Untersuchungen ob zumindest zwischen den einzelnen Waldboden-Kompartimenten die durch diese Spuren ja auf mindestens 0,5m Tiefe getrennt werden noch ein Austausch stattfinden kann oder ist das auch blockiert?
    elke

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


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  • Wer sich zu dem Thema "Holzrücken mit Pferden" informieren möchte, dem sei diese Buch-Neuerscheinung im "Starke Pferde Verlag" empfohlen.
    Buch: "Holzrücken mit Pferden"


    Die Probelmatik des Maschineneinsatzes im Wald wird dort auch eingehend behandelt.
    Meiner Meinung nach ein lesenswertes Buch !


    Viele Grüße
    Hans-Jörg

    "Sagt mir nicht, was ich recht mache. Sagt mir lieber, was ich verkehrt mache, denn davon lerne ich am meisten." Kgl. preußischer Baurat Wilhelm Schmidt (1858-1924), Erfinder der Heißdampfmaschine.
    "Ich glaube an das Pferd, das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung." Kaiser Wilhelm II.

  • gibt es denn Untersuchungen ob zumindest zwischen den einzelnen Waldboden-Kompartimenten die durch diese Spuren ja auf mindestens 0,5m Tiefe getrennt werden noch ein Austausch stattfinden kann oder ist das auch blockiert?
    elke


    ich kann aus einem Fachvortrag berichten, in dem gesagt wurde, daß kein horizontaler Austausch von Bodenlebewesen über die Fahrspuren statt findet.

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

  • Im Netz gefunden:


    * * * * * * * * * * * * * * * *
    Eine Hausarbeit im Fach Verfahrenstechnik ... (zwar schon etwas in die Jahre gekommen)


    TUM = Technische Universität München
    Wissenschaftszentrum Weihenstephan
    für Ernährung, Landnutzung und Umwelt


    Studienfakultät für
    Forstwissenschaft & Ressourcenmanagement


    Thema:
    Holzernteschäden am verbleibenden Bestand: Welche Schäden gibt es? Wie lassen sie sich vermeiden? (PDF-Datei)



    * * * * * * * * * * * * * * * *


    Biderserie auf der Netzseite der Main Post


    Katastrophale Rückeschäden und teilweise Kahlschläge ...


    * * * * * * * * * * * * * * * *


    Zu:

    Im Grunde liegen Untersuchungen über das Wachstum und die Gesundheit von Wäldern, die auf maschinengeernteten Flächen angelegt wurden, doch gar nicht vor, können ja noch gar nicht vorliegen, denn wie lange wird mit Harvestern geerntet?

    Der Einfluß der Bodenverdichtung auf die Bodenfunktionen im forstlichen Standort

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • zu denen es viel zu sagen gäbe...


    1. richtig - es geht gewaltig Produktionsfläche verloren, eigenartig - dies wird in den Forstbetrieben, auch Großprivatwald, betriebswirtschaftlich nicht berücksichtigt. Ich habe verschiedene Zahlen gerechnet, versucht man dies aber zu kommunizieren, verbrennt man sich ziemlich den Mund!


    2. es sind nicht nur 4m oder 6m - wir haben per GPS Fahrspuraufzeichnungen laufen lassen! Katastrophal! Es wird, kaum kontrollierbar, unendlich viel als Stichgasse in die Bestände hineingefahren, um die Bäume zu erreichen etc.


    3. Zwischen den Fahrspuren findet gar nichts mehr statt! Zum einen ist es der Druck durch die Gewichtskraft, zum anderen der Schlupf durch die Bewegung. Im Boden selbst gehen die Verdichtungen noch zusätzlich im Querschnitt birnenförmig auseinander. TU Dresden hat mehrjährige umfangreiche Untersuchen dazu ducrhgeführt (Gasaustausch etc.)


    4. Die Rentabilität ist scheinbar! Ich höre von meinen Kollegen oft: geht nicht, ist nicht, Punkt. Es gäbe ja nicht genug Rücker. Wie schon weiter vorn erwähnt: die Nachfrage reguliert den Markt. Das Interessante ist: es gibt Arbeitsabläufe, bei denen der Pferdeeinsatz definitiv die ÖKONOMISCHSTE Variante ist. Tatsächlich! Von Umwelt- und Bestandesaspekten noch ganz zu schweigen. Diese Rechnungen will man aber nicht hören. Es ist unmodern, zu untechnisch, Pferde einzusetzen.


    5. Die gerechnete Renatbilität sowohl im Sturmholz auf ganzer Fläche als auch bei der Durchforstung, selbst im Starkholz, ist einfach Unehrlich! Sie läßt nämlich die Allgemeinkosten ausser Betracht. Das ist wie bei der Braunkohle: der Tagebau wird eröffnet, das Kraftwerk betrieben, die Gewinne aus dem Strom gehen an die Aktionäre. Und wenn der ganze Laden leer ist, kommt Vater Staat mit einem Staatsbetrieb und übernimmt auf Kosten der Steuerzahler die Rekultivierung! Dazu kommen ja noch die realen Kosten der Maschinenherstellung! Der reale Preis eines Harvesters liegt ja bei weitem nicht "nur" bei 700000,-EUR! Mit allen umgelegten Kosten würde er bei mindestens 2,5 Mio EUR liegen! Und die Firmen fahren jetzt schon 4-Schicht System, um die Maschinen in einem überschaubaren Zeitraum bezahlt zu haben. Hat von Euch schon einmal jemand beobachtet wie es aussieht, wenn Nachts der Harvester im Wald arbeitet? Absolut KRANK!


    Wenn ALLE Kosten (und ich weiß wovon ich spreche) wie Bodenschaden, zukünftige Holzentwertung, Bestandesschäden, tausende verteilter Liter ÖL!, Arbeitslosengelder für die nicht existierenden Sattler, Hufschmiede, Pferdezüchter, Holzrücker, Produktionsflächenverluste etc. etc. etc. zusammengezählt würden und real monetär bewertet würden... Leider erreichen wir diese Lobby wohl erst, wenn dieser verderbliche Saft aus der Erde einfach alle ist! Angesichts der Folgen aus 200 Jahren Erdöl könnte man über Fluch oder Segen sinieren... hat es die Menschheit tatsächlich weitergebracht? Was vererben wir unseren Enkeln?


    VG


    bortselinus

  • :-] Hallo borstelinus


    Es sind nicht nur die Schäden durch die Reifen, hinzu kommen geplatzte Hydraulikleitungen, Rückeschäden (gerade bei 24Std. Einsätzen) und soweiter. Aber es gibt Sondergenehmigungen bei Einsatz in Naturshutzgebieten ...! 8) Es gibt aber auch Förster u. sogar Forstämter die lieber Pferde einsetzen, leider zu wenige! Es gibt auch zu wenige Pferdeleute die es noch richtig können u. es sich rechnet.

    Es gibt nichts schöneres auf Erden , als schöne Frauen und edle Pferde. Doch hast du zu wählen, denn beide sind teuer. Dann wähle die Pferde,denn Pferde sind Treuer!!

  • Hallo ranger und borstelinus,


    zum Gewichtsdruck der Maschine und der Scherung bei der Vorwärtsbewegung kommt ja noch der Rütteleffekt dazu. Die Maschine wirkt über die Räder wie eine Rüttelplatte auf den Boden.
    Und zu der Auftragslage eine Aussage eines Försters mit dem ich jahrelang super zusammen gearbeitet habe. "Die Großmaschinen kommen immer mehr, der Zug geht in eine andere Richtung so schade ich es finde!" Übrigens hat genau dieser Förster eine Vergleichskalkulation Maschine und Pferd gemacht und hat genau das errechnet was borstelinus auch angedeutet hat. Auch ohne die Folgekosten mit einzurechnen ist das Pferd in bestimmten Segmenten ökonomischer. Dies hat er auch der Forstamtsleitung mitgeteilt. Es kam aber zu keiner Reaktion.


    Schöne Grüße von Lorabo

  • Quote

    Dies hat er auch der Forstamtsleitung mitgeteilt. Es kam aber zu keiner Reaktion.

    geh ich richtig in der Annahme, daß der betreffende Forstamtsleiter irgendwann in Pension geht und "nach ihm die Sintflut", weil unter ihm waren die Zahlen ja gut?
    es wäre schon schwieriger dem Enkel ins Gesicht sehen zu müssen und die Frage nach dem "Warum?" zu beantworten......
    elke

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


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  • Hallo CharlyBonifaz,
    Der Forstamtsleiter ist relativ neu im Amt (ca. 2 Jahre ) und wurde uns allen als sehr offen für die Pferdearbeit geschildert. Im ersten Jahr war davon auch etwas zu spüren, aber dann kam die Reform der Forstämter hin zu den Landratsämtern und ab da hat der Kurswechsel stattgefunden. Sämtliche Arbeiten wurden öffentlich ausgeschrieben und Lohnunternehmer aus ganz Süddeutschland waren zu sichten, aber ohne Bezug zur Region. Waldarbeiter wurden entlassen und heimische Rücker auch Kleinstunternehmen mit Maschinen gaben auf, weil sie nicht mit den Angeboten der Großen mithalten konnten.
    Natürlich geht dieser Herr Amtsleiter irgendwann in den Ruhestand und ich sehe ihn dann schon auf seinen Wandertouren in den Alpen, wo er sich als Naturschützer Nr. 1 ausgibt und vielen Leuten erzählt was er alles in seinem Leben für den Wald gemacht hat.
    Die Revierförster vor Ort schütteln mit dem Kopf und äußern ihr Bedauern darüber, daß keine Pferde mehr im Forst arbeiten...., aber die Weisungen kommen von oben. "Der Zug geht halt in eine andere Richtung."
    Wo ist blos die Vernunft geblieben?
    Und wir hatten Vollaufträge von Oktober bis teilweise in den Mai. Zwischendurch gabs mal einen Landschaftpflegeauftrag ansonsten sind wir jeden Tag in den Wald gezogen.


    Liebe Grüße
    Lorabo


    Sein Vorgänger war eine Maschinensau im großen Stil.

  • Hallo,


    schade eigentlich das solche Leute, die sich Gedanken machen und wirklich Fakten darlegen , solange ignoriert und totgeschwiegen werden bis sie von alleine im Strom schwimmen und aufgeben.


    Aber was kratzt es die Beamten wer und wie ihre gelder erwirtschaftet werden die gehen nicht Sonntags im Wald spazieren und Schauen sich Bestände an in denen es aussieht wie nach ner Notlandung von einer Boeing und stellen sich dann die Frage muß denn das so sein!


    Gruß Marcel

  • Ich glaube die Vorzüge und die langfristige Rentabilität des Pferdeeinsatzes brauchen wir nicht zu diskutieren. Die Frage die sich stellt ist nich OB - sonder WIE !


    Welche Möglichkeit haben wir denn die Pferde in den Wald zu bringen ?


    Eine eigene Partei der Pferderücker ist wohl nicht die Lösung !

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

  • Quote

    Eine eigene Partei der Pferderücker ist wohl nicht die Lösung !

    kaum, aber man könnte ja durchaus mal die öffentliche Meinung beanspruchen........
    wenn so ein Stück umgeackerter Wald den Weg in die Lokal-(?)Zeitung findet, mit Bildern, noch besser vorher/nachher...... oder als offener Brief an die zuständige Behörde.......oder wenn Schulwandertag ist.......
    elke

    "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013


    "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016

  • Hallo,


    ich habe hier die Sache verfolgt. Eines finde ich, was die ganze Sache erklärt ist doch, die Personen die im Wald arbeiten wollen jetzt Geld verdienen und es in die eigene Tasche stecken. Nicht für die die danach kommen aufheben. Hinter dem ganzen Problem steckt das Profitdenken des Menschen der egoistisch nur an sich denkt. Auch die Rücker mit den Pferden möchten jetzt Einnahmen sehen zum Leben und auch gerne etwas mehr. Nur Hobbyleute machen sowas aus Passion. Heut zu Tage regiert das Geld nicht der Idealismus (der ist eher selten).
    Oder sehe ich das falsch. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Habe jedoch heute zufällig eine Abschrift einer Raff- und Leseholzberechtigung von 1910 gelesen. Darin wird festgelegt:wer an welchen Tagen wie und welches Holz genommen werden darf. Zitat: Beim Raff-und Lesehozsammeln darf kein schneidendes und huaendes Instrument gebraucht werden.Die Berechtigten haben nicht das Recht, stehendes wenn auch trockenes Holz auszureißen und abzudrehen. Raff- und Leseholz ist deshalb lediglich Holz, das auf dem Boden liegt.


    Warum wohl hat die Obrigkeit sich so etwas ausgedacht 1910 und wie ist es heute? Mir scheint im Zuge dieser Diskusion doch ähnlich oder ?


    Grüße
    Nintja

  • Hallo nintja,


    leider leben wir noch nicht in der Zeit in der jedem Menschen ein Grundeinkommen gezahlt wird oder in einer Zeit in der mit Talenten bezahlt wird oder einfach getauscht wird. Also muß ich schauen, daß ich für die gute Arbeit die ich z.B. im Wald mit meinen Pferden verrichte auch eine Gegenleistung im Form von Geld bekomme. Die Forstverwaltung zahlt schlecht genug und teilweise mit großer Verzögerung. Da geht es immer wieder nicht um Wochen sondern um Monate bis das Geld eintrudelt. Und wenn Du selbstständig arbeitest, weißt Du was das heißt, denn Deine Kosten laufen munter weiter.


    Und zum Thema Hobbyrücker oder Hobbyfahrer. Ich freue mich immer wieder wenn ich jemanden sehe der mit Pferden arbeitet, wenn er aber z.B. Kutschfahrten für einen Appel und ein Ei macht und die Leute dann bei mir die Nase rümpfen weil ich wirklich einen Preis habe, da ich ja auch davon lebe, oder im Wald jemand ein paar Holzklöötze hin und her zerrt und zufrieden ist wenn er das Heu für seine Zossen davon bezahlen kann und ich für ein Angebot aber eine Kalkulation mache in die alles real rein muß und ich höre dann, ja aber der machts aber für viel weniger, dann steigen sehr große Fragezeichen in mir auf.


    In diesem Sinne, Lorabo :-]

  • Hallo Lorabo,
    da muß ich dir zustimmen wer gute Arbeit macht soll auch gutes Geld verdienen. Aber zur Zeit ist die Mentalität ehe auf Geiz ist geil aus gelegt gute Arbeit und möglichst wenig dafür bezahlen wollen. Das mit den Kosten die weiter laufen ist bei Maschinen- wie Pferdearbeit doch gleich und jeder muß doch so rechnen das Gewinn erwirtschaftet wird.
    (jedenfalls lauf Finanzamt) Denn davon will der Staat auch seinen Teil.
    Ich möchte gerne mal einen richtigen Vergleich in Bezug auf die Arbeitsleistung von Maschine und Pferd. Dabei sollte finde ich Berücksichtigt werden, daß eine Maschine z. Bsp. 27 PS hat. Dagegen müßte man dann 27 Pferde stellen und dann bei gleichem Gelände und sonst auch gleichen Bedingungen arbeiten lassen. Dann könne man (also ich für mich) doch sicher einfacher Vergleichen, wer besser,schneller, effektiver, ökologischer uws. arbeitet und wer mehr kosten verursacht. So ein Feldversuch eben. Gib es evtl. sogar schon.


    Ich kenne auch das Problem mit dem andere machen es billiger oder warum ist das so teuer. Ich fahre selber Kutsche. Side seeing. Ein Teil meiner Strecke fähr auch ein Bähnchen mit Dieselzugmaschine. Ich muß mir so einiges anhören von die armen Tiere über Tierquäler ..... Das beste was ich diesen Sommer gehört habe war: das ist aber teuer die Tiere brauchen doch kein Öl sonder nur Heu der Ballen für 2,50 Euro und das ist nicht teuer. Aber diese Leute haben ja die Ahnung von Pferden.


    Nun gut da kann ich mich immer weiter darüber aufregen und bringen tut es nix.
    Gruß Nintja