Welche landwirtschaftlichen Arbeiten habt ihr heute mit den Pferden erledigt?

  • weil das noch langfaseriger Hanf ist , wärend jetzt nur kurzfaserig verarbeitet wird .

    Hat was mit gewissen Inhaltsstoffen der Pflanze zu tun :-]

    Ich denke, dass es auch heute noch gute Qualität gibt. Bei Sisalseilen ist es das selbe. Nur lagfaseriges ist haltbar. Für mein altes Hausmacherarbeitsgeschirr vom Esel habe ich mir auch wieder Hanfseile bestellt und eingespleißt. Am Ende des Tages sind nur Naturmaterialien langlebig und nachhaltig: Leder, Wollfilz, Hanfseile, haargefüllte Polsterungen.
    Das heißt nicht, dass man für bestimmte Zwecke nicht auch mal Kunststoffe verwenden kann. Am Sulkygeschirr habe ich am Ledergeschirr Sieltec-Stränge. Hält natürlich nicht ewig.
    Ich habe mal einen Wintc-Kunststoff-Wanderreitsattel gekauft: Traumhaft leicht. Aber: Nach einem halben Tag Wanderrit, fing mein Pferd an zu spinnen. Ein Bad im See zwischendurch brachte die Ursache an den Tag. Die hinteren Kanten der steifen Sattelblätter hatten stetig den Leib gestoßen und faustgroße Schwellungen verursacht. Ich habe die Sattelblätter dann beim Sattler auf 1/3 kürzen lassen. Danach ritt ich im schweren Qualitäts-Lederwesternsattel mit fast 100kg Gesamtgewicht viele Wochen Wanderungen ohne Probleme und sogar mehrere Distanzritte im vorderen Feld. Der Kunststoffsattel lag ein paar Jahre trocken auf dem Speicher. Dann interessierte sich jemand dafür: ABER, das Teil war spröde und brockelig geworden. Nur noch zum Wegwerfen. Mein allererster, etliche Jahre älterer LEWA-Sportsattel dagegen ist unversehrt.

  • ch denke, dass es auch heute noch gute Qualität gibt. Bei Sisalseilen ist es das selbe. Nur lagfaseriges ist haltbar.

    Ja sicher gibt es noch gute Qualität, nur wo ? und wie erkennt man / frau die auch immer? .

    Wir haben Zugstränge aus Autosicheheitsgurten - die sind auch sehr haltbar und zugfest .

  • Das ist grad das einzige Bild das ich finden konnte (aufgenommen in Maerz).

    Der Umgangsriemen liegt zwischen Huefthoecker und Sitzbeinhoecker und wird von der Schweifmetze dort gehalten.

  • Meiner Kenntnis nach geht das britching bei amerikanischen Geschirren unterm Bauch durch zum das Kumt, dort ist über den Aufhalterriemen die Verbindung zur Deichselspitze. Damit habe ich vom Umgang hinten bis zur Deichselspitze ein praktisch nicht unterbrochene Aufhaltelinie, die wegen ihrer Geradlinigkeit auch nirgendwo drückt.


    Wir nennen das immer das "Amische" Geschirr.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Hallo,

    nach langer Zeit mal wieder ein Gruß aus Forst im Weserbergland.

    Wir haben heute ein sicheren "Superspreaderevent" ;) veranstaltet und reifen Mist auf unser Grünland mit den Pferden gestreut.

    Es hat wieder richtig Spaß gemacht. Der Miststreuer verteilt Kompost, frischen Mist und reifen Mist erstaunlich gut und unsere beiden schweren Schwarzwälder kommen gut mit ihm klar. Eine tolle Arbeit für die Herbst- und Wintertage.


    Link zum Video


    VG

    Holger

  • Kartoffeln ausmachen

    Schon ein paar Tage her, aber es fehlen noch drei späte Reihen. Wegen der Nässe haben wir heute lieber Mist gestreut und hoffen auf besseres Wetter am nächsten Wochenende, damit nicht so viel Erde an den Kartoffeln klebt.


    Erst mit dem Schleuderroder herausgeholt, mit der Hand gesammelt und dabei mit dem provisorischen Schlitten zusammengefahren.

    So haben die Pferde in der Wartezeit des Sammelns etwas zu tun und üben auch das geduldige Stehen.

  • Hallo PrinzB,


    danke! Die beiden Wallache sind für die Rasse Schwarzwälder Fuchs recht groß geraten. Beide haben knapp 1,60 m Stockmaß und wiegen zwischen 800 und 850 kg, je nach Kondition ;). Beide sind aber reinrassig. Wendelin ist 20 Jahre, aus der W Linie mit Tannenbrand und Magnus ist 15 Jahre, aus der M Linie und mit hessischem Brand. Beide haben wir gezielt danach ausgesucht, neben der Gelassenheit.

    Meine Frau wollte damals eher reiten und ich lieber mit den Pferden arbeiten und Kutsche fahren. Als Kompromiss haben wir uns für Schwarzwälder Fuchs in XXL entschieden und es nie bereut. Wir werden wohl auch in Zukunft dabei bleiben.

    Aufgrund des Alters von Wendelin suchen wir langsam nach einem Neuzugang mit ähnlichen Maßen. Der ältere Bruder von Magnus, Mars, war sogar deutlich über 1,60m. Sie werden halt heute eher kleiner und leichter gezüchtet, aber der Natur sei Dank, gibt es Ausreißer. Ich glaube in Thüringen sind auch eher schwerere Linien verbreitet.

    VG

    Holger

  • Hallo Holger,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Ein Bekannter von uns hat auch Schwarzwälder und setzt sie sehr erfolgreich bei Holzrückeveranstaltungen ein. Sein Hengst Wälderprinz ist, so glaube ich, um die 164 cm groß. Seine anderen Pferde werden wohl ein ähnliches Stockmaß haben.


    Gruß Marcus

  • Hallo Holger, gehst du noch mit denen Holzrücken? Hatte dich mal in Laatzen ( Aerzen) dabei angetroffen

    wohne übrigens nicht weit von dir in Ohr

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • Hallo HeiBo,

    na da hast Du aber ein gutes Gedächtnis. Das ist schon über 10 Jahre her. Holzrücken im Lohn habe ich nur einen Winter zur beruflichen Überbrückung gemacht. Es war aber die beste Zeit mit Pferden die ich hatte und fitter war ich damals auch 😉. Nach dem halben Jahr, mit jedem Tag mehr als 8 Stunden gemeinsame Zeit mit meinem Pferd Magnus, hatte ich eine Verbindung zu ihm, wie ich sie danach nie wieder erreicht habe. Die Kommandos brauchte ich teilweise nur noch zu denken und er hat schon aus meiner Körpersprache gelesen, was ich von ihm will.

    Um hauptberuflich davon zu leben hatte ich aber nicht die richtigen Rahmenbedingungen und zu viele Verpflichtungen. Heute ist es etwas mehr als ein Hobby, ein Ausgleich zu meinem Beruf als Prozessmanager und ein kleiner Bio-Nebenerwerb mit 18 ha Grünland, 0,5 ha Acker, jetzt noch 20 Highlandrindern in Direktvermarktung, etwas Kartoffeln und diverse Kleinigkeiten für die Selbstversorgung. Hier versuchen wir so viel wie möglich mit den Pferden zu machen, wie z.B. das Miststreuen und die Arbeiten auf dem kleinen Acker (pflügen, eggen, grubbern, drillen, walzen, hacken...) Das eine oder andere Holzstück wandert auch in unseren Holzvergaser, dass wir mit den Pferden vorher zusammengefahren haben. Wie bei vielen würde ich aber auch gern mehr mit den Pferden machen.

    Du wohnst ja wirklich um die Ecke und wenn ich es richtig verstanden habe hast Du auch noch einen Schwarzwälder:thumbup:. Vielleicht hast Du ja mal Lust auf eine Runde gemeinsames ackern mit Pferden?

    VG

    Holger

  • Wir haben gestern das schöne Wetter genutzt und unsere neuen Pferde das erste Mal vor den Miststreuer gespannt. Alles in allem waren wir sehr zufrieden.


  • Ich glaube in Thüringen sind auch eher schwerere Linien verbreitet.

    Da hast Du wohl recht, ich habe aufgegeben und auf Süddeutsches Kaltblut gewechselt. Die Hengste in Marbach sind alle um 1,50-154.

    Damit kann ich ich nicht arbeiten. Größere habe ich keine gefunden, die waren schon verkauft.

  • Es freut mich, dass das Mistfahren Euch auch so Spass macht. Ich finde die Geräte sind die beste Investition.

    kleine höfliche Anmerkung: Die Scheuklappen scheinen auf den Augen aufzuliegen. Der Stirnriemen erscheint sehr kurz. Das Fahrkopfstück sitzt m. E. nicht optimal.

    Wenn es die Tiere ertragen, würde ich ohne Scheuklappen fahren oder aber besser passende Kopfstücke besorgen. Sprich: längere Stirnriemen und stabilere und längere Blendriemen sowie Nasenriemen, sonst bringen die Scheuklappen auch nichts.

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