Welche landwirtschaftlichen Arbeiten habt ihr heute mit den Pferden erledigt?

  • Hallo,

    gehst Du neben dem Pflug, oder täuscht das auf dem Bild?

    Ich habe die letzten Tage Zaun aufgestellt,

    ist extrem trocken, bringt die Spitzen kaum in den Boden.

    Wie viel Fläche, wie lange pflügst Du am Stück?:thumbsup:

    Träume auch vom Pflügen mit den "Schwarzwäldern".:-]

  • Hallo,

    Danke für die Info,

    bei uns hier, ist der Kartoffelanbau ausgebrochen,

    mehrere junge "Landwirte" bauen bis zu einem halben Hektar, Kartoffeln an,

    allerdings leider mit dem Traktor, möchten gerne von mir Pferdemist,

    den können meine Flächen aber auch gebrauchen.

    Derzeit fahren wir mindesten 2 x die Woche Kutsche,

    dann möchte ich mal mit dem jungen Wallach, Einspännig, in den Wald, Holzrücken?

    Danach wird mit den beiden, Pflügen ausprobiert.

  • Hallo,

    ich habe einen Kipppflug, leider ist es die schwere Version und es sollten zwei Zugtiere eingespannt werden, der Ochse tut sich schon ein wenig schwer. Als ich den Pflug bekam, musste der natürlich gleich ausprobiert werden.

    Für das Kartoffelroden habe ich die Schare an meinem Pflug abmontiert und an den deren Platz die Vorschäler etwas tiefer befestigt, funktioniert meine ich sehr gut.

    Der Ochse geht recht gut in der Furche und läuft auch am Kartoffeldamm sauber lang, nichtsdestotrotz spanne ich gerne noch eine Pressgarnkordel, damit er auch wirklich geradeaus läuft, wenn ich alleine bin, geht lenken und Pflughalten nicht so gut.

    Es soll ab Donnerstag wohl endlich regnen, dann will ich die letzten Kartoffeln auch aus der Erde haben.

  • :thumbsup:

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    "Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt."

    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

  • Hat ja offenbar gut funktioniert. Ich hab die letzten Jahre meine Kartoffeln mit dem Häufelpflug und teils mit dem Rodeschar am Homesteader rausgemacht. Das war laut meinen Kindern nie so richtig gut. Dieses Jahr hab ich mir einen Rodepflug besorgt. Das Ergebnis wurde von der Familie als gut anerkannt.

  • Hallo Victor,

    meinen Respekt, der Ochse macht seine Sache prima und die Idee mit der Kordel ist genial. Wie alt ist der Ochse.

  • Hallo Strolch,

    der Ochse ist fünf Jahre alt, ich hatte ihn als Kalb aufgezogen, da seine Mutter keine Milch hatte. Für die Ausbildung eines Rindes ist der sehr frühe Start sehr positiv.

  • Hallo Titus,

    leider weiß ich es nicht, ich denke aber mal, dass er über 900 kg hat. Ich will ihn gar nicht so schwer und bekommt nur Heu und Gras, er soll möglichst lange "halten", leider bekommen die schweren Ochsen/Rinder doch recht schnell Arthrose und fallen damit aus. Nach meinem Wissen ist mit 7 bis 10 Jahren Schluss, zu wenig.

    Gruß

    Arne

  • Grüß dich Arne!

    Schade eigentlich, steckt ja schließlich so viel Arbeit und Herzblut drin!

    Von dem her geb ich dir absolut Recht, zuviel auf der wage schadet da nur!


    Gruß Titus

  • Landwirtschaftliche Arbeiten? Heute? am Sonntag?

    aaalso:

    ich schicke die Crew erst mal auf die Weide, damit ich in Ruhe die Stallarbeit erledigen kann, ohne dauernd von liebes-bedürftigen, feucht-schnuffelnden Flotzmäulern und erwartungsvollen Augen abgelenkt zu werden. Während der dunkle, starke Kaffee in der Maschine vor sich hin faucht, brüht und herrlich duftet, niete ich schnell 2 Reihen Mais vom Rand des Ackers mit der Sense um; diese Pflanzen wachsen immer ned ganz groß und deshalb dürfen wir sie vor der eigentlichen Ernte für unsere Zwecke nutzen. Aufs genaueste verfolgt und beäugt von den Rindern auf der anderen Zaunseite - vielleicht fällt doch was ab? wenn wir ganz hungrig kucken? - lade ich den Stangenwald, das Stengelmikado, auf unseren großen, grünen Holzschubkarren und weil es sich anbietet, die hervorragend im Kraut stehende, zwischen dem Mais aufgegangene Hirse gleich mit. Nein, Jungs, leider, aber dies hier ist Euer Abendessen.

    Gleich hinterm Acker hat der Föhn heute das prächtige Alpenpanorama aufgestellt, gemalt mit spitzem Pinsel, alle Details sind erkennbar. Den inzwischen fertigen Kaffee mit dem Apfelstrudel aus dem überschwänglichen Apfelertrag von letzter Woche hat ein Heinzelmännchen auf unseren Gartentisch gestellt und ich fang ernsthaft mit der wahren Sonntagsarbeit an. Sitzen, Genießen, Schauen und Nachdenken ... Die schon wieder kniehohen Ampferstauden werden gezielt von der Hanuta und dem Bill wie Leckereien gefressen, die wir wohl Blatt für Blatt extra für sie ins Gras gesteckt haben. Hanna steht mehr auf die getrockneten Stengel. Wie beruhigend, ihnen beim Grasen zuzusehen, ab und zu ist eine Zungenspitze zu erkennen, die schrägen Sonnenstrahlen wärmen die Haut. Tausende Insekten tanzen in dem hellen Licht ihren für dieses Jahr wohl letzten Tanz, es flirrt und blitzt vor dem dunklen Hintergrund der uralten Lebensbäume und knorrigen Linden. Ab und an reitet eine Spinne auf ihrem Faden durch diesen Trubel, viel zu klein um selber sichtbar zu sein aber Spinnfäden sind ein Hauch glänzender Traumseide die Hinweise geben. Viel zu schön für jeden Tag, aber in dieser Jahreszeit, in der Sonntagssonne, bezaubern sie. Was muß das für ein Fest gewesen sein, als der Natur diese Idee einfiel!

    Nach dem Kaffee heißt es Kartoffeln nachlesen, die vielen kleinen, die die große Maschine verächtlich liegen ließ; mir sind sie grad recht, eimerweise Freßchen für die nächsten Tage. Trotz des heftigen gestrigen Regens läßt sich der Boden nicht lumpen und offenbart seine Früchte großzügig. Nicht sicher warum, aber selbstgeklaubte Kartoffeln sind immer besser als gekaufte ;-)

    Gegen Abend hole ich die Crew wieder rein; Ulli, der Nachwuchs, muß noch eine Runde mit mir gehen. Eine absolute Pflichtübung, auch heute. Viele Kommandos hat er schon begriffen, trotzdem haben wir manchmal noch unterschiedliche Vorstellungen von was wir zu tun gedenken. Vor allem Bremsen auf dem Heimweg ist schwierig. Seine wackligen Hornknöpfe suchen sich grad eine passende Stelle an seinem Kopf um sich dort dauerhaft niederzulassen; es juckt. Dankbar läßt er sich kratzen - und frisiert mich dafür neu. Das hat er von seiner Ma. Ich lass ihn gewähren - heute ist Sonntag.

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
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    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

    Edited once, last by zeno ().

  • Hallo Zeno,

    einfach schön, dieser Dein Sonntag! Wenn der Beitrag nicht so lang wäre, könnt er auch in der ZEIT unter der Rubrik, "Was mein Leben reicher macht", stehen.

    Edited once, last by Victor ().

  • Seit dem COVID ist der Sonntag der einzige Tag wo ich Zeit fuer die Pferde habe. Ich wollte eigentlich die Heu-Rundballen mit den Pferden nach Hause holen, aber dann kam ein Notfall dazwischen, und bis ich dann wieder zu Haus war, waren weder Zeit noch Helfer uebrig. Jetzt liegen sie halt noch eine Woche laenger auf der Wiese...

  • Hallo zusammen,


    Victor, ein tolles Tier hast Du da. Sieht wirklich Klasse aus!


    @haffiking, Du hast geschrieben, dass Dir die Sieltec Stränge im Zug gerissen sind. Hast Du danach die Firma Sieltec mal kontaktiert?

    Ich meine mal gehört zu haben, dass lt. deren Aussage das Material mit Pferden nicht an seine Belastungsgrenzen gebracht werden könnte...


    Viele Grüße, Chris

  • Spanier Kaltblut: Nein, Die Stränge hatten offenbar unter der UV-Strahlung gelitten. Im neuen Zustand halten die sicherlich. Da mir Sieltec ohnehin nicht gefällt, habe ich keine weiteren Ambitionen in diese Richtung entwickelt. Dieser ganze Plastik-Käse kann es nicht mit den Materialen aufnehmen, die nachhaltig seit Jahrhunderten im Einsatz sind. Auch die Kunststoffseile vom Profiseiler, dich gerade eingebaut habe, werden keine zehn Jahre mitmachen. Die Hanfstränge von einem 70 Jahre alten Geschirr aber mit Sicherheit.

    Habe auch die Vinyl-Pads im Einsatz, auch diese werden nach 5-8 Jahren an den Kanten spröde und müssen ausgetauscht werden.

    Wenn man ehrlich ist, liegt in den Kunststoffprodukten im Pferdebereich keine nachhaltige Entwicklung vor, sondern nur kurzfrister und fragwürdiger Vorteil (man drückt sich um die Pflege).

  • Dieser ganze Plastik-Käse kann es nicht mit den Materialen aufnehmen, die nachhaltig seit Jahrhunderten im Einsatz sind. Auch die Kunststoffseile vom Profiseiler, dich gerade eingebaut habe, werden keine zehn Jahre mitmachen. Die Hanfstränge von einem 70 Jahre alten Geschirr aber mit Sicherheit.

    Habe auch die Vinyl-Pads im Einsatz, auch diese werden nach 5-8 Jahren an den Kanten spröde und müssen ausgetauscht werden.

    Wenn man ehrlich ist, liegt in den Kunststoffprodukten im Pferdebereich keine nachhaltige Entwicklung vor, sondern nur kurzfristiger und fragwürdiger Vorteil (man drückt sich um die Pflege).

    Da hat er recht !


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Die Hanfstränge von einem 70 Jahre alten Geschirr aber mit Sicherheit.

    kann ich bestätigen; hab ein uraltes Geschirr übernommen, wollte die Stränge erst austauschen, aber sie tun ja vorläufig noch

    und sie tun, und tun, und tun ...

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
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    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

    Edited once, last by zeno ().

  • Nach der Kartoffelernte haben wir jetzt noch geschält und bauen eine Begrünung an über den Winter.
    Pflügen wie immer einspännig bei uns.

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