Welche landwirtschaftlichen Arbeiten habt ihr heute mit den Pferden erledigt?

  • herzlich willkommen, aber habt ihr nicht zu DRITT + Pferd gearbeitet

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • zu viert? ;-)

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    "Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt."

    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

  • noch eine Frage die mir jetzt erst auffällt:

    die Erde scheint trocken genug zum Pflügen, warum klebt sie trotzdem an der Schar?

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    "Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt."

    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

  • Hallo Lohmüller,

    das stimmt schon. Man sieht aber auch dass das Streichblech bei jeder Runde suberer wird. Das Pferd plagt sich aber in diesem Film nicht unbedingt wegen dem Streichblech. Meistens sind das mehrere Faktoren, die verantwortlich sind dass sich das Pferd plagen muss. Durch die Optimierung der Pflugeinstellung und evtl. das Pferd in der Furche laufen zu lassen, könnte sich das deutlich ändern.

    Grüße

    Bernd

  • Hallo,

    vermutlich hat dieser Pflug mehrere Jahrzehnte Rost angesammelt?

    Leichter Rost vom Vorjahr wäre nach drei Runden nicht mehr zusehen.

    Finde es aber Toll, mit dem kleinen Nachwuchs auf dem Rücken, zu pflügen:-]

  • Hallo Zusammen,


    Rost war an dem Pflug keiner mehr, bekanntlich ist Erde sehr unterschiedlich, und warscheinlich war es etwas zu feucht. Aber um zu trainieren ist das noch in Ordung gewesen. Hin und wieder mal die Schar sauber machen und dann passt das schon, mann muss ja nicht den ganzen Tag so pflügen.
    Aber besser das Pferd bewegen als es im Stall stehen zu lassen.

    Das Pferd geht ganz bewusst am Land und nicht in der Furche.

    Hab ich aus mehreren Büchern so rausgelesen und dann eben so umgesetzt, da es so empfohlen wird.

    Warum denkst du das Pferd plagt sich Strolch?
    Was passt an den Pflug/Geschirreinstellungen deiner Meinung nach nicht?

    Ich lerne gern dazu.


    LG

    Gerhard




  • Hallo Gerhard,

    meines erachtens plagt sich das Pferd nicht. Den Ausdruck habe ich nur von Lohmüller übernommen (Das Pferd plagt sich und die Arbeit ist auch nicht gut) . Das Pferd hat gut zu tun. Genaue Angaben zur perfekten Pflugeinstellung ist anhand des Filmes schlecht zu machen. Die Furchenbreite und Tiefe wären da evtl. die erste Korrektur. Auch würde der Pflug dann besser krümeln. Der Pflug zeichnet nicht, evtl. bohrt er. Wie gesagt, das kann man anhand des Filmes nicht genau sagen. Warum geht das Pferd an Land. Lass es mal aleine gehen und du wirst sehen es sucht die Furche. Manchmal entscheidet auch das Pferd was besser sein könnte. Das Geschirr sitzt gut. Meine Meinung ist das auch. Was nützt das schönste, stärkste und beste Pferd im Stall:thumbsup:. So wie ihr euch im Film zeigt, macht euch die Arbeit Spas auch dem Pferdchen.

    Grüße Bernd

  • Etwas wollte ich noch anmerken. Meiner Meinung nach geht ein Pferd in einer sauber ausgeräumten Furche lieber und gelassener. Einfach mal ausprobieren. Halbe Stunde in und halbe Stunde auf der Furche. Dann wirst du den Unterschied sehen und kannst dich entscheiden.

  • Hallo Bernd,


    Danke für die Tips;

    Wir werden das mal ausprobieren. Wenn ich mir das Video bewusst anschaue, denke ich auch das der Pflug zu tief arbeitet. Wir haben verschiedene tiefen probiert, kommt im Video nicht raus.



    Kannst du mir noch die Begriffe "zeichnen" und "bohren" erklären.
    Die Ausdrücke kannte ich noch nicht wenn es ums Pflügen geht.

    Danke auf jeden Fall für die Anregungen, Meinungen und den Gedankenaustausch!
    Nur so kann man sich verbessern.

    Danke
    Gerhard

  • Hallo Gerhard,

    gerne kann ich dir die Begriffe erklären. Das ist aber anhand von Bildern oder Filmen sehr schwierig. Lehrreicher wäre für dich aber einen Pflügekurs zu besuchen, oder zumindest mal bei einem erfahrenen Pferdepflüger über die Schultern zu schauen. Da lernt man meist mehr als nur durch die Theorie. Bestimmt kannst du hier https://www.ig-zugpferde.de/arbeitskreise/ak-pfluegen/ etwas passendes finden. Sollten die aktuellen Veranstaltungsbeschränkungen so bleiben, sind Veranstaltungen im Freien unter bestimmten Bedinungen möglich. Dann können auch Kurse stattfinden, Siehe Link.

    Grüße

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    Danke für den Tip mit den Kursen, wäre sicher mal interessant hier neue Eindrücke zu gewinnen.
    Einen Grundlehrgang zu dem Thema hab ich schon mal gemacht, ich frag da mal nach ob ich damals nicht aufgepasst habe wen es ums bohren und zeichnen geht. :/
    Aber da ich in Österreich lebe, können sich dort und da Begriffe unterscheiden in der Sprache. Vor allem wenn es um Begriffe in der Landwirtschaft geht, sind die Begriffe bei uns oft alle 40km unterschiedlich, und ich weigere mich standhaft den Dialekt abzulegen. :evil:
    Aber seine Erfahrungen zu vertiefen und andere Meinungen zu hören helfen meistens um sich zu verbessern.

    :thumbsup:

    MFG

    Gerhard

  • Schau dir das Bild (vom Link), gepflügtes Beet an. Was fällt als erstes auf. Dichtliegende geschlossene, hochgepflügte, krümelige gerade Furchen, kein Bewuchs sichtbar. Jede Furche sehr gut zu erkennen. Das ist die Zeichnung eines Beetes und die hohe Kunst des Pflügens. Was auch zu Vorteilen bei der weiteren Bearbeitung und einem sehr geringen Unkrautdruck führt. Das setzt natürlich eine Gewisse Erfahrung und einen perfekt laufenden und eingestellten Pflug voraus.

  • Mal grundsätzlich , der Pfugfurche nach zu schließen ist die Arbeit gar nicht schlecht .

    Der Pflug , der gefällt mir sehr gut , es ist ein ein sogenannter Brabanter - Drehpflug mit guten Einstellmöglichkeiten .

    Wie schon geschrieben -das Pferd sollte in der Furche laufen ,dafür kann man die Zugkette am Pflug nach links und rechts vestellen,und stellt sich beim Wenden von selbst ein.

    Das Rad in der Furche soll einen cm neben der Kante laufen ,also halt nicht dran schleifen.

    Der Pflug , richtig eingestellt läuft allein .

    Auch wichtig : Immer scharf gedenggelte Schare , bitte nicht schleifen ,da wird der Stahl zu weich .

  • Hallo Gerhard, herzlich willkommen im Forum.

    Schön zu sehen, dass noch jemand da ist der auch einspännig pflügt.


    Das mit "an Land" oder "Furche" gehen ist so eine Sache.

    Ich habe mein Pferd von Anfang an in der Furche laufen lassen, hat den Vorteil, dass bei sauberer Furche, alles wie auf schienen läuft, einzig bei unsauberer Furche muss mit Leinenhilfen teilweise die Richtung korrigiert werden.


    Was in meinen Augen bei Furchengängern jedoch nachteilig ist, ist die schiefer verlaufende Zugbahn. Klar kann der Zugpunkt am Pflug nach rechts versetzt werden, aber nur in einem begrenzten Bereich...

    Gefühlt einfacher läuft das Pferd an Land, hier ist jedoch das Problem, zumindest bei mir, dass mein Pferd dann mal 20cm nach links oder rechts läuft während ich mich auf den Pflug konzentriere, dies gibt dann Kurven in der Furche ;-)


    Aber das ist so wie bei allen Dingen, fragt man 10 Leute, bekommt man auch 10 verschiedene Antworten/Meinungen. Und jeder einzelne weiß es natürlich besser...


    Alle in allem sieht das doch schon sehr ordentlich aus! Einfach erstmal machen und selbst Erfahrungen sammeln.


    Viele Grüße aus Hessen, Chris

  • Die Tage haben wir mal Heu gemacht, gewendet haben wir mit unserem kleinen Traktor, geschwadet mit dem Pferd.


  • Braves Pferdchen. Diese Form des Heuma-Zugs ohne Deichsel würde ich bei uns auf den meist steilen Wiesen nicht machen wollen. Im Ebenen mit einem zuverlässigen Roß gehts aber offensichtlich.

    Danke für den Eindruck.

    In der Ebene und mit den Sonnenrädern am Boden ist das kein Problem gewesen. Aber in steilem Gelände würde das nicht funktionieren. Und auch nicht auf der Straße .....
    Wir haben das Glück das unsere Felder gleich hinter dem Hof sind.

  • Ob man eine Heuma direkt mit Pferden nutzen kann, kommt auch immer auf die Bauart der Heuma an.


    Unsere Heuma ist z.B. eine Niemeyer RLZ 66 mit vier Rädern und sechs Sternrädern. Dieses Gerät ist eigentlich für den Schlepperzug ausgelegt. In der Ebene und bei leichten Hanglagen funktioniert sie echt super. Wenn es jedoch etwas steiler wird, kann es vorkommen das die Heuma, trotz beidseitig festgestelten Hinterrädern etwas bergab wandert. Da sie über vier Räder verfügt, reichen oft schon kleinere Bodenwellen aus um das richtungsweisende Zugrad auszuhebeln, insbesondere wenn man bergauf schwadet. Hier würde die Deichsel bei Direktanspannung dann dem Sattelpferd in die Beine geraten.


    Vor einigen Jahren habe ich mir daher schwere Laufräder aus Stahl anfertigen lassen, die zusätzlich noch einen "Kamm" haben. Seither geht es sehr viel besser aber ganz lässt sich der Nachteil der vier Räder (gegenüber drei Rädern) natürlich nicht ausgleichen.


    Das Schwaden selbst würde jetzt aus technischer Sicht mit einem Gespann gut funktionieren. Für den Transport auf Feldwegen zur Wiese ist das Ganze dann jedoch zu breit, da die Deichsel direkt am Laufrad angebracht ist und das Sattelpferd so "neben" der Heuma läuft. Außerdem ließe sich die Deichselspitze nicht genug anheben, da sie sonst an die "Höhenverstellschiene", die ca. einen 3/4 Meter über das Zugrad hinausragt, anstößt. Für den Transport müsste die Deichsel also anders geformt sein, was aber vielleicht beim Schwaden wieder stört.


    Von daher ist für diese Heuma ein VW, bei dem man die Deichsel je nach Bedarf hinter das linke oder rechte Rad hängen kann, wahrscheinlich sinnvoller.

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