Pferdeäppel weg machen oder nicht?

  • Hallo zusammen,
    heute hat mich beim Fahren eine aufgebrachte Anwohnerin angesprochen. Sie möchte das die Reiter und Fahrer die Hinterlassenschaften der Pferde wegmachen. Muß ich das machen? Es ist eine öffentliche Straße in einem kleinen Dorf (ca. 200 Einwohner), ich halte das für Blödsinn das wegzumachen. In der Stadt oder bei uns im Kurort sehe ich das ein, nicht in den kleinen Dörfern. Was sagt ihr dazu?
    Gruß Kata

    Argumente müssen nicht neu, nur gut und richtig sein.

  • Was für Hundebesitzer / Halter und die Beseitigungspflicht der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner gilt, gilt gleichermaßen auch für andere Haustierbesitzer / Halter und die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner !
    In Zweifelsfalle hilft ein Blick in die entsprechende Satzung (Reinigung von öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen) der Gemeinde / Stadtverwaltung.

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen
    :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • Ich find das Wegmachen selbstverständlich! Auf der Kutsche haben wir IMMER Eimer und Schaufel dabei und wenns beim Reiten passiert, dann fahr ich hinter mit dem Fahrrad hin und mache die Äppel weg.


    Bei uns ist es auch noch recht dörflich, aber es gibt einige Pferde und die Strassen wären ganz schön zugeschissen, wenn das nicht alle Reiter/Fahrer so handhaben würde - mal abgesehen davon steht das bei uns auch in der Satzung, daß man die Hinterlassenschaften seiner Tiere wegzuräumen hat, sonst droht glaube ich ein Ordnungsgeld (oder ne Verwarnung, weiß nicht so genau).

  • Ich find das Wegmachen selbstverständlich! Auf der Kutsche haben wir
    IMMER Eimer und Schaufel dabei und wenns beim Reiten passiert, dann
    fahr ich hinter mit dem Fahrrad hin und mache die Äppel weg.

    Das schaffst du? Würde ich wieder kommen, wäre hier schon alles breit gefahren. Hier geht die Bundesstraße durch den Ort mit etwas mehr Verkehr.


    Aber Katha wir haben hier in Neustadt der (sich selbst so nennenden) Stadt der Pferde eine riesen Pferdeäpfel Diskussion gehabt ;-). Man müsste denken, hier wären die Straßen und Fußwege vollgesch... , was keinesfalls der Fall ist. Mir begegnet hier äußerst selten mal ein Häufchen auf der Straße. Viel schlimmer ist es da mit den Hunden.



    Los geht's:


    21.03.2007


    Im Slalom um die PFERDEäPFEL Kampehler berichtet Stadtverordneten über Kot auf den Rad- und Gehwegen


    NEUSTADT Die Stadt der Pferde ist in der vergangenen Woche auf der Equitana in Essen(Pferdemesse) mit dem Titel „Pferdefreundliche Stadt 2006“ ausgezeichnet worden. Das teilte der Stadtverordnete Christian Kirsch (Bürgergruppe) am Montagabend bei der Stadtverordnetenversammlung mit. Mit dem Titel werden Gemeinden geehrt, die sich um die Pferdezucht, den Pferdesport sowie den Tourismus mit den Vierbeinern verdient gemacht haben. NEUSTADT wurde neben neun anderen Städten aus dem Bundesgebiet ausgewählt.


    Bei der Auszeichnung am vergangenen Mittwoch erhielten die Neustädter Vertreter ein Schild und eine Urkunde. Die Laudatio hielt Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Das Amt NEUSTADT hat sich anschließend präsentiert, ebenso taten das die anderen Preisträger. Christian Kirsch, der auch Abteilungsleiter im Hauptgestüt ist, dankte der Amtsverwaltung für die Unterstützung und wertete die Auszeichnung als einen „Schritt in die richtige Richtung“. Damit könne man NEUSTADT als Kompetenzzentrum profilieren.


    Während sich die einen über die Auszeichnung im Zusammenhang mit den Pferden freuen, hat ein anderer Probleme mit den Vierbeinern. Der Kampehler Ernst-Felix Rutsch nutzte die Einwohnerfragestunde, um auf etwas aufmerksam zu machen, was ihm schon länger stinkt.


    Es geht um die rückwärtigen Hinterlassenschaften der Pferde, die laut Rutsch auf den Rad- und Fußwegen der Stadt liegen. Der Kampehler hatte einige abgelichtet und sie dem Informationsmaterial der Stadtverordneten beigefügt. „Manchmal sind die Haufen so breit, daß man mit dem Fahrrad Slalom fahren muss“, so Rutsch. Dabei dürften die PFERDEäPFEL gar nicht dort liegen. Das besagt eine Satzung der Stadt. Demnach sind die Pferdebesitzer aufgefordert, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu beseitigen. Zudem dürfen Ross und Reiter Radwege nicht benutzen.


    Rutsch forderte, daß laut Satzung durchgegriffen werden müsse. Wenn nicht, solle man in einem neuen Papier beschließen, daß der Pferdekot zu NEUSTADT gehört. Zudem schlug er vor, z.B. Kutschen nur noch eine Fahrgenehmigung zu erteilen, wenn sie Behälter für den Kot der Rösser mitführen. In Erfurt sei das längst Usus, so Rutsch und zeigte es auf einem Plakat.


    Amtsdirektor Ulrich Gerber dankte dem Redner für seinen Hinweis und sagte: „Wir werden die Betroffenen für das Thema sensibilisieren.“ Dennoch müsse man die Kirche im Dorf lassen, so Gerber. NEUSTADT werde nämlich nicht durch Pferdedreck verunziert, sondern durch ganz andere Dinge. Auch die ehrenamtliche Bürgermeisterin Sabine Ehrlich sah für eine neue Satzung keinen dringenden Handlungsbedarf und verwies auf die Stadtordnung, die es einzuhalten gilt.


    12.12.2007


    Schöner Mist mit dem Mist Pferde Äppelei zunehmend Ärgernis
    Von Wolfgang Hörmann


    NEUSTADT Die Stadt der Pferde hat ein Problem mit Pferden. Es sind die Hinterlassenschaften, die von den Rössern achtlos fallengelassen werden, wo immer sie sich bewegen. Die Tiere können dafür nichts. Zuständig, die PFERDEäPFEL einzusammeln, sind die Menschen.


    Der Kampehler Ernst-Felix Rutsch wird nicht müde, dies einzufordern. Bei der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend zeigte Rutsch während der Einwohnerfragestunde eine großformatige Aufnahme aus dem Oktober dieses Jahres herum. Entstanden ist sie auf dem öffentlichen Parkplatz im Neustädter Ortsteil. Das Motiv: Schönster Pferdemist in einer Menge, die gleich mehrere Parkplätze verunreinigt hatte. Ihm sei es mit viel Überredungskunst gelungen, eine Beseitigung zu erreichen. Leider sei das aber die Ausnahme von der Regel.


    Die Misere betrifft weitere Stellen in NEUSTADT, hauptsächlich rund um das Gestütsgelände. Hier sind regelmäßig Reitschüler mit ihren Pferden auf Gehwegen unterwegs, mit den beschriebenen Folgen. Auch vor der Schule befinden sich unappetitliche Haufen, was der Abgeordnete Christoph Felgentreu (CDU) am Montag als „Riesensauerei“ bezeichnete.


    Der Verwaltung um Amtsdirektor Ulrich Gerber ist noch nichts eingefallen, was den Missstand dauerhaft beseitigen könne. daß abendliche Ausritte auch noch Gefahren für die jungen Reiter darstellten, käme noch erschwerend hinzu, so Gerber gestern.


    13.12.2007


    Zu „Schöner Mist mit dem Mist“, MAZ vom 12. Dezember Kein Grund zur Aufregung


    Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum sich Herr Rutsch so über die PFERDEäPFEL in NEUSTADT pikiert. Im persönlichen Gespräch mit ihm hatten wir darüber schon mehrfach diskutiert.


    Der Pferdesport ist ein sehr großer und gut wachsender Wirtschaftsfaktor für NEUSTADT und die umliegenden Orte. Wegen dem Wahlpflichtfach Reiten sind bereits acht Familien hierher gezogen (auf Engagement von Herrn Falk), u.a. auch wir.


    Insgesamt ist in der Region ein Wegzug von jungen Menschen zu verzeichnen. Die Gegend würde ausbrennen ohne den Reitsport und das Engagement des Gestütes.


    Wäre NEUSTADT schöner, wenn die Straßen leer wären, ohne PFERDEäPFEL, ohne Reitermädchen und mit ein paar übriggebliebenen Alten, die es nicht mehr schaffen, wegzuziehen?


    Nein! Das kann nicht sein. Dann müssten viele Kleinunternehmen dichtmachen wie die Pizzeria, der Reiterladen, Olafs Werkstadt und viele andere mehr. Man könnte die Diskussion natürlich auch noch global führen.


    Und beispielsweise daran denken, wer sich über das allgemeine klimaschädliche Verhalten der Bevölkerung und Wirtschaft aufregt ... Statt sich damit zu beschäftigen, Beschwerden über dies und das und PFERDEäPFEL zu schreiben, könnte man doch ab und zu positiv aktiv werden und z.B. eine lustige „PFERDEäPFELwegsammelaktion“ anzetteln, das kostet wahrscheinlich ähnlich viel Zeit, wie ständig Briefe zu schreiben und Herrn Gerber zu kontaktieren. Wie wäre es denn damit?


    Ich kann gerade leider nicht aktiv mitmachen, weil ich mir bei einem Reitunfall den Fuß gebrochen habe, aber ein Teil meiner Familie würde bestimmt mithelfen. Dr. med. Karin Forschner, NEUSTADT

    Ponys are like potato chips, you can't have just one!!

  • 17.12.2007


    Zu „Schöner Mist mit dem Mist“, MAZ vom 12.12. Verordnung nur befolgen


    Keiner
    will bestreiten, daß Pferde und alles, was damit zu tun hat, für
    NEUSTADT wichtig sind. Das darf aber nicht zu einer völligen
    Unkritisierbarkeit führen. Es ist doch ganz einfach: Das Recht des
    Einen endet dort, wo das Recht des Anderen beginnt. Letzteres ist in
    NEUSTADT in der ordnungsbehördlichen Verordnung über die öffentliche
    Sicherheit und Ordnung auf Verkehrsflächen und in Anlagen der Stadt wie
    folgt festgelegt: „Hat jemand öffentliche Verkehrsflächen oder Anlagen
    auch in Ausübung eines Rechtes oder einer Befugnis verunreinigt oder
    verunreinigen lassen, hat er unverzüglich für die Beseitigung dieses
    Zustands zu sorgen. Hierzu zählen u. a. auch landwirtschaftliche
    Transporte mit Stroh, Heu Stalldung, Gülle und Feldfrüchten.
    Verunreinigungen von Fahrbahnflächen sind durch den Verursacher zu
    beseitigen.“


    Das ist eine klare Regelung, für deren Einhaltung
    eigentlich das Ordnungsamt zuständig ist. Da geschieht wenig. Also
    helfe ich kostenlos. Wenn es eine Verordnung gibt, muß sie auch
    eingehalten werden. Oder man ändert die Verordnung. Mein Ziel ist,
    einer von beiden Lösungen zum Erfolg zu verhelfen. Zum Schluss noch ein
    Denkanstoß. PFERDEäPFEL können auch gefährlich sein. Im Winter
    gefrieren sie.


    Ernst-Felix Rutsch,


    Kampehl


    17.12.2007


    MOMENT MAL Jugend forscht Wolfgang Hörmann zu einem typischen NEUSTADT-Problem, das noch nicht gelöst ist



    Der
    Kampehler Ernst-Felix Rutsch hat der Neustädter
    Stadtverordnetenversammlung ein Angebot gemacht. Er werde, wenn es gar
    nicht anders ginge, für Eimer, Kehrschaufeln und Besen Geld sammeln, um
    das Ganze öffentlichkeitswirksam dem Ordnungsamt zu übergeben.


    Worum
    geht´s ? Ganz Recht. PFERDEäPFEL auf Straßen und Gehwegen liefern den
    Stoff für Pro und Kontra. Ja, haben die denn keine anderen Sorgen, wird
    sich mancher fragen. Doch, haben sie, genau, wie jede andere Kommune
    auch. Das kann aber nicht bedeuten, daß eine beschlossene Verordnung,
    die Ordnung und Sauberkeit sichern soll, nur gegen Hundehalter
    umgesetzt wird. Wer bei der Pferdeäppelei gerade in der Stadt der
    Pferde Gleichbehandlung einfordert, darf sich im konkreten Fall
    möglicherweise schnell als Meckerkopp und Nestbeschmutzer abstempeln
    lassen. Im Unrecht ist er dennoch nicht. Dabei muß eine Lösung her,
    die der Quadratur des Kreises gleichkommt. Wie sollen zum Beispiel
    Reitersmann oder Amazone im Sattel bei Ritten auf öffentlichem Terrain
    die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen? Damit ist schon
    gesagt: Was fehlt, sind intelligente Lösungen. Die finden sich
    vielleicht bei „Jugend forscht“ oder besser in Gemeinschaft von
    Verwaltung und Gestüt. siehe Seite 18


    29.06.2009


    POLITIK Diskussion zum Thema „PFERDEäPFEL“



    NEUSTADT
    Im Dezember des vergangenen Jahres wurde der neue Ausschuss „Stadt der
    Pferde“ in der Neustädter Stadtverordnetenversammlung gebildet. Er hat
    sich bisher bereits sehr aktiv mit der Verbesserung des Reitwegenetzes
    innerhalb NEUSTADTs beschäftigt, vor allem im Hinblick auf die
    Sicherheit für Nichtreiter und Reiter (Die MAZ berichtete). Das Thema
    „Verunreinigungen durch PFERDEäPFEL“ in NEUSTADT wurde bei fast jedem
    Tagungstermin kontrovers mitdiskutiert. Ausschussvorsitzende Karin
    Forschner: „Stellen Verschmutzungen durch PFERDEäPFEL ein Problem für
    die Bevölkerung dar? Oder sind es nur einige wenige Bürger, die sich
    daran stören?“


    Damit der Ausschuss die Bedürfnisse der
    Bevölkerung einschätzen und unterstützen kann, sind die Einwohner ganz
    besonders zur nächsten Sitzung eingeladen. Sie findet an diesem
    Mittwoch, 1. Juli, statt und beginnt um 19 Uhr im Vereins- und
    Bürgerhaus in der Schulstraße. „Bei wenig Bürgerpräsenz gehen wir davon
    aus, daß es keinen Handlungsbedarf gibt“, so Karin Forschner. MAZ


    07.07.2009


    STADTBILD Gegen die Pferdeäppelei



    NEUSTADT
    Pferdefuhrwerke des Neustädter Gestüts sollen künftig Schaufel, Besen
    und Eimer mit sich führen, um Hinterlassenschaften der Vierbeiner zu
    beseitigen. Es werde eine entsprechende Anweisung geben, sagte die
    kommissarische Geschäftsführerin der Stiftung Brandenburgisches Haupt-
    und Landgestüt Regine Ebert den Stadtverordneten des Ausschusses „Stadt
    der Pferde“ bei deren jüngster Sitzung. Weiterhin werden auch private
    Lenker von Fuhrwerken aufgefordert, sich um das Beseitigen der
    PFERDEäPFEL zu bemühen. „Durch das neu entstehende Reitwegenetz wird es
    in Zukunft nur noch selten zur Nutzung von Gehwegen durch Reiter
    kommen, womit dann auch hier nicht mehr mit Verschmutzungen zu rechnen
    ist“, sagt Ausschussvorsitzende Karin Forschner. Bei der Sitzung waren
    auch Zuhörer anwesend. Die meisten sahen Verunreinigungen durch
    Pferdekot in Maßen als typische ländliche Erscheinung an. kafo


    Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung


    Soviel dazu ;-).


    Wir
    räumen auf der undesstraße nichts weg! Denn es ist breit gefahren, wenn
    wir die Chance haben etwas zu bereinigen. Benutzen wir mal den Gehweg
    (meist zum angewöhnen der jungen Pferde an den Verkehr, wenn keine
    Fußgänger unterwegs sind) und die Ponys lassen mal etwas fallen wird
    das im Anschluss natürlich bereinigt.


    Benutzen wir den Radweg
    (ich weiß, das darf man nicht) um der Bundesstraße (theoretisch tempo
    80, praktisch 120) zu entgehen und trotzdem außehalb der ortschaft ans
    ziel zu kommen) räumen wir auch die Hinterlassenschaften weg.


    Ansonsten
    Bundesstraße und Feld und Waldwege, da lassen wir alles liegen. Ich
    setze nicht mein Leben aufs Spiel um die Äppel wegzuräumen und lasse
    mich da vom LKW anfahren, wenn ich versuchen würde da sohnehin schon
    breit gefahrene abzukratzen... neeee. ne nächste regenguss nimmts weg.


    Irgendwo
    ist das die gleiche Diskussion als wenn jemand in eine Einflugsschneise
    zieht und sich beschwert, daß da Flugzeuge fliegen. Oder Leute die aus
    der Stadt aufs Land ziehen und sich beschweren, daß es nach Kuh,
    Schwein und Mist stinkt... ja davon gibt es genug Leute... :huh: :thumbdown:

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    Einmal editiert, zuletzt von Rocky_Graziano ()

  • Nicht gerade konstruktiv, aber lustig zu erzählen zur Entspannung von Verbissenheit: 8) Unser Dorf ist nicht eben klein, aber ein Dorf - regt sich ein Fremder über einen Pferdehucken auf, den der Haflinger, mit dem mein (damaliges) Reitmädchen unterwegs war, auf der Fahrstraße hinterlassen hatte.
    Marion war schlagfertig: "Da können sie rumgehen - schon mal ner Abgaswolke ausgewichen ?" :D


    Nun aber ernsrthaft:
    Da ich im Einspänner immer allein unterwegs bin, ist es mit dem Sofort-wegräumen schwierig. In den Nebenstraßen fahre ich nachher mit dem Fahrrad hin, auf der Durchgangsstraße bleibt es liegen. Hat noch niemand was gesagt.
    Kehrblech, Handbesen und Plastiktüte habe ich immer im Bockkasten - z.B. muß ja auch auf dem Parkplatz vor dem Kaufmannsladen wieder sauber gemacht werden.


    Einen Gruß vom Harzrand
    Helga :-]

  • Danke Rocky-Graziano für diese amüsante Dokumentation am Beispiel Neutstadt/Dosse: Auf der einen Seite schmükct man sich gerne mit diesem schönen Titel, ist ja toursimusfördernd, auf der anderen Seite regt man sich über die Pferdeäppel auf (zumindest immer einige wenige). Frührer gehörte es zu den Aufgaben der Stadtreinigung, "für das Fortkommen der Pferdeäppel" zu sorgen. Heute sind die weniger sichtbaren "Hinterlassenschaften" der Autos, wie Feinstaub, Reifenabrieb, Abgase, verlorene Zierabdeckungen an Reifen, Zigarettenkippen, die eben diese Stadtreinigung wie selbstverständlich wegkehrt. Warum dann nicht auch die Pferdeäppel?


    Man kann nicht die Attraktion der schönen Pferde auf der einen Seite haben, ohne auch diese "Hinterlassenschaften" auf der der anderen Seite in Kauf nehmen zu müssen.


    Ich selbst habe noch nie diese (unwürdigen Scheiß-) Beutel benutzt, bei den Vorderpferden eines Vierspänners eh nicht ganz einfach, ich lehne es auch ab, diese Hinterlassenschaften auf einer öffentlichen Straße weg zu räumen.


    Wenn ich irgendwo parke (Gasthof oder ähnliches) frage ich dort nach Besen und Schaufel, und wenn das nicht vorhanden ist, lasse ich die "Hinterlassenschaften" eben dort. Und wenn das dann zu Irritatioen seitens des Gastwirtes führt, sage ich ihm klipp ujnd klar: Meine Gäste haben bei Dir eine Zeche von z.B. 100,-- Euro gemacht, und wenn Dir das nicht paßt, es gibt genügend andere Wirtschaften, die mit Anbindebalken, Wasser für die Pferde


    und einem reservierten, gekennzeichneten "Pferdeparkplatz" werben, wo wir uns dann vielleicht eher willkommen fühlen.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Gern geschehen ;-). Ich habs hier auch mit einem seichten Lächeln verfolgt. Konnte damals leider nciht zu dieser Ausschusssitzung, als darüber gesprochen wurde. Da mir der Herr, der sich darüber aufregt auch bekannt ist, belächel ich die Angelegenheit. Gibt halt Leute die nix zu tun haben, als sich mit soetwas zu beschäftigen.


    Ebenso unpassend ist hier die Wegerationalisierung der sogenannten Sommerwege (straße, daneben ein Sandweg) der von allen Reitern und Fahrern genutzt wurde, um eine neue schicke Straße zu bauen. Dem steht auch nichts im Wege, aber die Straße wurde schmaler und der ehemalige Sommerweg riesen Grünfläche mit hoher Bordsteinkante. Ja dann blockieren wir halt die enge Bundesstraße... früher sind wir auf dem Sommerweg gefahren. Aber man will Stadt der Pferde sein.


    Ich finde das manchmal sehr traurig, daß über soetwas beim Neubau der Straßen nicht nachgedacht wird. Eine Straße mit Sommerweg im Ort bleibt uns noch, hoffentlich auch Dauerhaft. Aber da fährt eh kaum ein Auto...

    Ponys are like potato chips, you can't have just one!!

  • zurück zum Thema....


    ich weiss nicht wie die anderen das sehen - ich gehe einfach davon aus, was mir recht wäre und was nicht: Pferdescheisse vor meiner Einfahrt wäre mir jedenfalls nicht recht. Habe ich es schon erwähnt: Mein Schorschi scheisst zielgerichtet irgendwem vor die Einfahrt oder vor das Gartentor, nie einfach so auf die Strasse, gut, könnte auch daran liegen, daß bei uns im Dorf Einfahrt an Einfahrt und Gartentor an Gartentor liegt.....


    Also fahre ich hinterher durchs Dorf und sammle es ein. Ich möchte auch bei der relativ hohen Pferdedichte kein böses Blut erzeugen. Ausserhalb der Ortschaft lasse ich es liegen, bin ja nicht lebensmüde. ;(

  • Huhu!


    Ich selbst hab das Problem fast nie, da der Dicke sein Geschäft stets im Stehen erledigt, Schaufel usw ist eh mit und er bleibt anschließend problemlos stehen, auch wenn ich allein bin, sollte es uns mal bei gefährlichem Verkehr passieren, würde ich den Dicken erst in Sicherheit bringen und anschließend Haufen bzw reste wegkratzen.
    man muß bei der Diskussion nicht vergessen, daß die Leut immer weniger bezug zur natur haben und häufig auch des Autofahrens kaum mächtig sind. mal Fuß vom gas in einer unübsichtlichen dörflichen S-kurve ist nicht und da ein bzw x Haufen ungünstig, können den nächsten Motorradfahrer zum Kleben an der nächsten hauswand bringen. Es hat auch kaum noch jemand einen garten, wo er Mist brauchen kann und sich über die Äpfel vor der haustür freut.
    Landwirtschaftlich haben wir im Jahr mind. 3 Anzeigen wegen verschmutzter Wege, obwohl wir in der Ernte wirklich zeitnah rund um die uhr am Straße putzen sind. Oft ist die polizei noch zu gast und hält einen auf, obwohl man eigentlich schon dringend weiter müßte um woanders zu putzen.
    Genial fand ich vorletztes jahr so einen Stadtaffen im Cabrio, der noch nicht mal Anschnitt abwarten konnte (morgens 8.00), obwohl Häcksler und Gespannfahrer sichtlich bemüht waren schnellstmöglich zu räumen (wir reden von Landstraße mit max. 5 Minuten Sperre, wenn überhaupt). Was haben wir gelacht, als dieser Volldepp ins Cabrio reichlich Silo bekam, recht geschieht es ihm!!!
    mfg Janker

  • Tja, da gibts bei uns im Dorf auch böses Blut. Meine Nachbarin (3 Häuser weiter) hält ihre 2 Pferde am Haus und reitet bzw. sie geht täglich mit beiden spazieren. Die beiden erleichtern sich regelmässig auf der Strasse und nicht erst im angrenzenden Feldweg.


    Da unser Dorf wirklich seeehr klein ist, wäre es ein Leichtes, nach Rückkehr einen Besen zu nehmen und die Hinterlassenschaften in den Graben zu schubsen, vor allem, da es ja keine 20 m von ihrem Haus entfernt ist.


    Also für mich wäre das selbstverständlich, den Dreck wegzumachen, vor allem, wenn ich ihn fast direkt vor der Haustüre habe. Sehr viel weiter weg ist das natürlich schon ein Problem. Ich fahr mit meinen Shettys (bis jetzt) nur Flurbereinigungswege und (bis jetzt) haben die ihre Geschäftchen schön brav daheim erledigt ;)


    Im nächstgrösseren Ort gab es da auch schon Zorres... Da hält eine Frau Pferde auf einem Grundstück, also ehrlich, da ist mein Garten grösser, und die marschiert mit ihren Pferden immer durch den Ort in die Reithalle. Da es sich hier ja um bis zu 4 Pferde handelt, die auch regelmässig ihre Haufen auf der Marktstrasse hinterlassen, gibts da auch grad Ärger.

  • Hallo



    Bei uns ist es eine selbstverständlichkeit die pferdeäpfel wegzuräumen :-)


    ich hab auf der kutsche immer einen Kehrwisch und schaufel dabei dann wird es in die nächste wiese entsorgt :-)



    auf geschotterten wegen steigt mein beifahrer ab und schiebt es auf die seite .



    seid ihr schon mal mit dem motorrad oder fahrrad auf einen pferdeapfel gekommen .... hui da haste glück wenn man sitzen bleibt !


    Also bitte leute räumt doch die Äpfel weg !



    grüssle cissi

  • Nach dem Bayerischen Straßen- und Wegegesetz hat "Wer eine Straße über das übliche Maß hinaus verunreinigt, (..) die Verunreinigung ohne Aufforderung unverzüglich zu beseitigen; andernfalls kann der Träger der Straßenbaulast die Verunreinigung auf Kosten des Verursachers beseitigen." (wenn er ihn denn erwischt ;)) Die Vorschriften dürften in anderen Bundesländern ähnlich lauten.


    In meinem früheren Stall musste ich öfters durchs Dorf, da gab es sofort Beschwerden, wenn die "Hinterlassenschaften" nicht beseitigt wurden (und die wussten genau, wer welchen Haufen produziert hat). Also bin ich nach dem Reiten mit der Mülltüte und Kehrschaufel hin und habs beseitigt. Auf der Kutsche kann man die Schaufel ja gleich dabei haben.


    Im Naherholungsbereich von Augsburg gibt es bei der Häufung von Pferden auch schon mal Beschwerden von Spaziergängern und Wanderern, wenn sie "Slalom" auf den Wanderwegen laufen müssen.


    Ich geb' ja zu, ich mach's auch nicht immer weg, aber immer öfter.

  • Auf Innerortsstraßen hab ich die letzten Jahre immer alles weggeräumt. Jetzt beginnen die alteingesessenen Bürger aber sogar darüber zu maulen, daß die Flurbereinigungswege "total verschissen seine". Da hab ich dann geantwortet, "Sie gönnen den Schnecken aber auch garnix".


    LG Iris

    "Es ist immer problematisch, wenn das Pferd mehr Hirn hat als der Mensch." Zitat unser Hufschmied :D

  • Tückische Gegenfrage: :D
    Kehren denn die Landwirte auf den Flurbereinigungswegen den draufgeschleppten Dreck?
    Ich hatte jedenfalls neulich auf einem viel von Spaziergängern benutzten Weg einen Kilometer lang eine Mist- und Erdspur aus sehr grobstolligen Reifen. Das hörte erst auf, als der leere, völlig vermatschte Mistplatz am Feldrand passiert war. X(


    Mal wieder zweierlei Maß????


    Den verschnobten Pferdehaltern gehört was auf die Mütze!!!! :evil:



    Einen Gruß vom Harzrand
    Helga


    Vorsicht - Beitrag ist ironieverseucht! :S

  • huhu Helga!


    Selbstverständlich kehren Landwirte ihren "Mist" weg!! Wie alt war denn "deine" Spur? Bei einem Wirtschaftsweg kann das nämlich auch mal bis zu 1 Woche dauern bis ich zum kehren komm, schließlich wartet sonst ja auch noch Arbeit und wenn ich weiß, daß ich später sowieso mit dem Radlader in die ecke wieder muß, rücke ich für einen Wirtschaftsweg normalerweise nicht extra aus. Und Arbeitszeit+Kraft von 2 Stunden Weg Putzen muß erstmal vakant sein. Wie es der teufel will, sind sowas ja meistens Übermüdungsfehler und Erntegut+Reperaturen geht vor.
    Bei den nächtlichen Putzaktionen draußen zu stehen und um einen rum tobt der Bär, dh laufen 2-3 mähdrescher/häcksler+ x Gespanne hat was total irreales.


    mfg Janker

  • Hi...
    Anwesende natürlich ausgeschlossen! Bin da jetzt eine Weile nicht gefahren, kann also nichts dazu sagen, obs noch rumliegt. Nicht persönlich nehmen, bitte! :(
    Komme zur Zeit überhaupt kaum auf den Bock - der Garten liegt voller Äpfel, die versorgt sein wollen ! Ein-Frau-Betrieb eben! Bitte um mindestens eine Dose Mitleid!


    Einen Gruß vom Harzrand
    Helga

  • Nö, Helga, kein Mitleid. Mein Apfelbaum ist jetzt 8 Jahre alt und hatte in der ganzen Zeit 2 , in Worten "Zwei", Äpfel. Also beklag Dich nicht :thumbsup: .


    LG Iris

    "Es ist immer problematisch, wenn das Pferd mehr Hirn hat als der Mensch." Zitat unser Hufschmied :D

  • der Garten liegt voller Äpfel, die versorgt sein wollen !


    :D Da bekommt doch der Treadtitiel eine völlig neue Bedeutung.... :D


    JessiNeuling : So gings mit meinem Apfelbaum auch jahrelang (auch etwa 7 Jahre alt). Nun kriegt er nach jedem Rasenmähen eine halbhandbreit hohe Schicht Grasschnitt auf die Baumscheibe, und im März und Juni reichlich Pferdemistkompost - und trägt dieses Jahr so viele Äpfel, daß ich die Äste abstützen muß, damit sie nicht abbrechen...


    LG, Pauline

  • im Prinzip dürfen Pferde, genauso wie Rinder, auf die Straße "scheißen" - wenn dadurch keine Verkehrsbeeinträchtigung entsteht (ausrutschen...)


    bei uns im Dorf mach´ ich´s allerding weg (Eimer auf der Kutsche) aber nur aus gutem Willen (unser Dorf soll schöner werden ). Ansonsten gilt, Pech gehabt.


    Möglicherweise hilft auch: " das ist ein hochwertiger Rosendünger, da verlangen sie auf´m Stadtmarkt 5,- für´s Kg...."


    Grüße


    W. Bayer