Eröffnung Kutschenmuseums Schloß Augustusburg (Samstag, 27. September 2025)

Date

Eröffnung Kutschenmuseums Schloß Augustusburg

Sat, Sep 27th 2025

Local Time: Sat, Sep 27th 2025

Schloß Augustusburg, Sachsen, Schloß Augustusburg, 09573 Augustusburg

  • Redaktion hat einen neuen Termin erstellt:

    Redaktion
    September 17, 2025 at 3:12 PM

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    Vom Königswagen bis zur Feuerspritze: Ausgewählte historische Exponate ziehen in das Kutschenmuseum ein

    Ab Samstag, dem 27. September, präsentiert Schloß Augustusburg (Sachsen) in einer neu konzipierten Ausstellung auf 1.100 Quadratmetern 25 ausgewählte Kutschen und Schlitten. Von prächtigen Staatswagen und Gesellschaftswagen bis hin zu einfachen Kutschen für den Alltag ist alles dabei. Die Sammlung zeigt die Kulturgeschichte der Mobilität vom 18. bis ins 20. Jahrhundert, eingebettet in detailreiche Szenen.

    Festakt zur Eröffnung mit geladenen Gäst:innen und Pressevertreter:innen ist am 26.09.2025, 14 Uhr

    Schloß Augustusburg liegt in der Nähe von Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025, und ist als „Krone des Erzgebirges“ bekannt. Das Jagdschloß von Kurfürst August von Sachsen auf dem Schellenberg gilt als eines der schönsten Renaissanceschlösser Europas. Neben dem Charme seiner Architektur ist Schloß Augustusburg für mehrere Kulturschätze bekannt: Altar und Kanzel der Schloßkirche stammen aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Jüngeren, die Renkewitz-Orgel zählt zu den bedeutendsten Werken des deutschen Orgelbaus. Auf dem Schloß ist außerdem der älteste Treibgöpel Sachsens und der mit 130,6 Metern zweit­tiefste Burgbrunnen des Bundeslandes zu finden. Ein weiterer überregionaler Anlaufpunkt ist das Motorradmuseum mit mehr als 170 Exponaten aus 150 Jahren Motorradgeschichte.

    Mehr dazu im Forum

  • Schloß Augustusburg – Kutschen, Könige und Kulturgeschichte im Kutschenmuseum

    Auf Schloß Augustusburg (Sachsen) beginnt am Sonnabend, dem 27. September, ein neues Kapitel lebendiger Kulturvermittlung: In einer aufwendig inszenierten Ausstellung werden auf 1.100 Quadratmetern 25 ausgewählte Kutschen und Schlitten präsentiert. Von festlichen Staatswagen über elegante Gesellschaftskutschen bis hin zu bescheidenen Gefährten des Alltags spannt sich der Bogen dieser eindrucksvollen Sammlung – eingebettet in detailreiche, lebensnahe Szenerien, die einen Blick in die Welt vergangener Jahrhunderte eröffnen.

    Schloss Augustusburg: Die Krone des Erzgebirges

    Kutschen erzählen Geschichten

    Der Countdown zur Eröffnung des neuen Kutschenmuseums läuft. Ab dem 27. September steht die Ausstellung, die unter anderem mit einem Kutschenfahrsimulator aufwartet, dem Publikum offen. Besucher:innen erleben Technik, Handwerkskunst und Mobilitätsgeschichte in einer Form, die sowohl anschaulich als auch unterhaltsam ist. Noch herrscht geschäftiges Treiben in den sieben Themenräumen: „Wir stellen die Kutschen in den Mittelpunkt – mitsamt ihrer historischen Funktion, ihrer gestalterischen Raffinesse und ihrer kulturellen Bedeutung“, erklärt Patrizia Meyn, Geschäftsführerin der Augustusburg / Scharfenstein / Lichtenwalde Schloßbetriebe gGmbH. Vom höfischen Prunk bis zur bürgerlichen Alltagsmobilität reicht die Spannweite der Exponate – eingebettet in Szenen, die das Leben vergangener Epochen greifbar machen.

    Herrschaftlicher Glanz vom Dresdner Hof

    Besondere Aufmerksamkeit verdienen die vier herrschaftlichen Wagen aus dem Besitz der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Sie stammen aus dem Umfeld des sächsischen Kurfürsten- und Königshofes. Der Galawagen von 1876/77 beeindruckt sofort – nicht zuletzt wegen der sechs vorgespannten Pferde. Gefertigt von Hofwagenbauer Heinrich Gläser, ist er reich mit sächsischen Rautenmustern geschmückt, die sowohl im Wappen als auch auf Kasten und Rädern erscheinen. Zum Einsatz kam das prachtvolle Gefährt 1878 bei der Silberhochzeit von König Albert von Sachsen und Carola von Wasa-Holstein-Gottorp. Nicht minder bedeutend ist der Staatswagen von 1790, den Kurfürst Friedrich August I. eigens für die Krönung Kaiser Leopolds II. anfertigen ließ. Die kunstvoll gearbeitete Berline von Johann Christian Ginzrot wurde als Gesandtschaftswagen verwendet – für den Transport zerlegt und vor Ort wieder kunstvoll zusammengesetzt.

    Mobilität des Alltags

    In einem weiteren Raum rückt das Kutschenmuseum die alltägliche Nutzung von Fuhrwerken in den Mittelpunkt. Ein Postwagen, ein Bäckerwagen und ein Spazierwagen zeigen exemplarisch die Fortbewegung im bürgerlichen und bäuerlichen Leben. Ein besonderes Exponat stammt direkt aus der Geschichte des Schlosses selbst: 1802 fertigte die Firma La War eine Handdruckfeuerspritze mit Zweizylinderpumpwerk, betrieben durch Wippenbalken – sechs Personen waren erforderlich, um das Gerät zu bedienen, das von Pferden gezogen wurde. Vermutlich kam es beim Brand des Brunnenhauses im Jahre 1831 zum Einsatz.

    Für jeden Anlaß die passende Kutsche

    Ein weiterer Themenraum widmet sich Fahrzeugen, die für besondere Anlässe bestimmt waren: Kinderkutschen, Hochzeitswagen und Ausflugsgefährte verschiedenster Bauart spiegeln das gesellschaftliche Leben ihrer Zeit wider. Eindrucksvoll ist ein Leichenwagen aus dem späten 19. Jahrhundert, der bis in die 1950er Jahre in Hohndorf im Erzgebirge verwendet wurde. Früher trug man die Toten noch zu Fuß – später gewährten gläserne Fenster des Wagens Einblick auf den Sarg. Verzierungen wie stilisierte Urnen, Palmenornamente, Akanthusblätter und Engelsfiguren verliehen dem Gefährt eine würdevolle Ausstrahlung.

    Bilder von ASL-Schlossbetriebe GmbH

  • auch ohne Kutschen ist die Augustusburg einen Besuch wert! jederzeit...

    »Es gibt kein christliches, kein muslimisches, kein jüdisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut. Wir sind alle gleich. Seid Menschen!«

    Margot Friedländer, April 2025

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