Probleme beim Beschlagen, was nun?

  • Wie in einem anderen Tread schonmal gesagt, Pferde spiegeln ihre Besitzer, und ich konnte als kleines Kind auch nicht stillsitzen und war dann und wann auch mal bockig und zickig, warum also meine Pferde auch nicht ;-)
    Das wird schon wieder, es tut nur gut, hier zu lesen, das alles ganz normal sein kann und manchmal auch nichts krankhaftes dahintersteckt.


    Da muss man nun durch, ich musste ja damit rechnen, wenn ich mir so starke Tiere anschaffe, ansonsten hätt ich mir ja ein shetty zulegen können (obwohl die auch manchmal ganz schön..schwierig sind *lach*)


    Precieux war von anfang an mein Traumpferd- gesehen, drüber geschlafen und verliebt.es war nicht immer einfach, am anfang gab es schonmal tage, wo ich alles hinwerfen wollte und nurnoch geweint habe, weil ich das gefühl hatte, ich komme nicht klar mit ihm, aber irgendwann kam der punkt, wo wir beide angefangen haben, uns zu vertrauen und der kleine mann begriffen hat, das die blonde lady der boss ist..seitdem wird es nurnoch besser. inzwischen kann ich auch wieder unproblematisch die hufe auskratzen und draußen spazierengehen mit halfter und strick. eine zeitlang war das garnicht möglich, selbst mit trense und gebiß hat er völlig durchgedreht und mir weißmachen wollen, er wäre ein feuriger araber und hätte balletttänzergene in seinem blut. gaaanz toll, bei 800kg pferd.
    wir werden sehen ;)

  • Meine Freundin hatte auch das Problem, das es beim beschlagen
    die Stute nicht stehen blieb.
    Sie hat IHr dann immer vorm Hufschmid 2-3 Bier gegeben, dann war
    Sie super gestanden. Und irgendwann brauchte Sie gar nichts mehr, weil Sie irgendwann kapierte, das es ja gar nicht so schlimm ist......

  • Quote

    Sie hat IHr dann immer vorm Hufschmid 2-3 Bier gegeben ...


    Das könnte als "Verführung Minderjähriger zum Alkoholismus" ausgelegt werden ... ;):D:tongue:

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • Hallo? Bier? 3 Liter?
    schonmal darüber nachgedacht wie empfindlich die Leber eines Pferdes ist???
    Die Methode hilft vielleicht beim Pferdebesitzer wenn er Angst vorm Zahnarzt hat.

  • ist das pferd da nicht getorkelt und hat doppelt soviel angst vorm hufschmied gehabt...? weil es gleich doppelt soviele hufschmiede gesehen hat, wie eigendlich da waren? 8)

  • Es war vielleicht 1 Liter Bier bei ca. 500 kg Pferdegewicht.
    Das Pferd war müde dran gestanden und war brav gestanden.
    Sie reduzierte es dann immer mehr und irgendwann stand Sie
    ohne irgendetwas super.
    Auch nicht besser Sie jedes mal spritzen zu müssen.
    Aber das muß jeder selber wissen.
    Und der Hufschmid kommt ja so im acht Wochen Rythmus, Sie
    bekam es ja nicht jeden Tag.

  • 8) Hat der Schmied gen wenigstens auch ein Bier bekommen???? :tongue:


    Hab übrigens gestern mit jemandem ein Gespräch gehabt, über einen Stallwechsel, den betreffende Person mit ihrem Pferd vor 5 Monaten vornehmen mußte. Erzählte mir, dass komischerweise die Beschlagtermine seither völlig unproblematisch verlaufen. Anderer Schmied, anderer Stall, kein Problem mehr beim Beschlagen. Der Grund für diese positive Veränderung ist dem Pferdbesitzer verborgen geblieben. Aber jetzt gehts.


    Der Umgang mit Pferden ist und bleibt eine spannende Angelegenheit. :D


    LG Jessi

    "Es ist immer problematisch, wenn das Pferd mehr Hirn hat als der Mensch." Zitat unser Hufschmied :D

  • Wollte damit nur sagen, es gibt gerade im Bereich Pferd viele alte Tipps, die man doch beim genaueren hinsehen vielleicht besser nicht einsetzt.
    Da wabern zu viele Märchen herum. Könnte da noch massig Beispiele nennen, die total unsinnig sind und von denen fast jeder ein ultimativer Tipp vom alten Stallmeister zu sein scheint.
    Man hat als Tierhalter eine große Verantwortung und daher ist meine Wahl dann doch der TA.

  • Nun, den Pferden wird täglich hier und da en Pülverchen gegeben, hier Mineralien gefüttert, dort ein Fliegenspray aufgesprüht. Mähnenspray das der Gaul schön glänzt...sorry da seh ich Bier als das kleinere Übel an :rolleyes:. Wenn der Gaul lahmgeht und täglich was gespritzt und geschmiert kriegt, ist das gesünder? Man kann auch übertreiben, bei täglich 3 Bier würd ich mir da auch Gedanken machen :D. Die alten Stallmeister haben übrigends sehr gute Tipps, schlechter als der ganze neumodische Kram sind die auch nicht.

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  • Wenn dein Pferd Vetrauen zu Dir hat, läßt es eigentlich alles über sich ergehen. In unserem Stall sind Reit-und Fahrpferde, und alle lassen sich super aufhalten. Ich halte sie alle selber auf und sie wissen das ihnen nichts passiert. Meine eigenen Stute hatte am Anfang auch Probleme beim Beschlagen. Ich habe sie vorher immer gut bewegt und da war sie ausgeglichen. Mittlerweile kann sie der Schmied auch selbst Aufhalten. Ein Pferd muß sich sicher fühlen, ob es ein Kaltblüter o. Warmblüter ist spielt keine Rolle. Und es sollte der nötige Respekt vorhanden sein. (bezieht sich nicht auf Schläge)

  • Wenn dein Pferd Vetrauen zu Dir hat, läßt es eigentlich alles über sich ergehen.


    Das ist sicher richtig, solange nicht anatomische Probleme das Pferd hindern, seine Hufe herzugeben.


    Ich habe das zweifelhafte Glück, zur Zeit zwei (neu gekaufte) Pferde zu haben, die offenbar ein Problem mit dem Darmbein-/Kreuzbeingelenk zu haben scheinen. Ein Defekt, der sich nach Auskunft des Tierarztes am besten nach der Schlachtung beweisen läßt. Diese Pferde können einfach nicht die Hinterhand hergeben ohne umzufallen. Die (für den Profi peinliche) Lösung war, die Pferde hinten unter Vollnarkose zu beschlagen. Ist mir in 36 Jahren gewerblichen Fahrens auch noch nicht passiert.


    Natürlich kenne ich auch andere Methoden, solche Pferde zu beschlagen; doch bei einem vierjährigen Pferd wollte ich diese (noch?) nicht anwenden.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • meine freundin hat eine 25 jährige stute, welche beide hufgelenke nicht mehr knicken kann, bedingt durch arthrose.


    auch mit schmerzmittel geht es nun nicht mehr.
    ohne beschlag kann sie nicht mehr laufen. ansonsten ist sie bis auf die gelenke fit.


    der schmied hat er nun gesagt, es ist das letzte mal gewesen, dass pferdi und er sich so quälen müssen beim beschlagen....


    das heißt dann, dass in 3 monaten dieses tier, obwohl so gesehen noch fit auf der weide und ordenlich mit dem jungvolk am kaspern, über die regenbrogenbrücke gehen muß. ohne den beschlag kann sie nicht laufen.... ;(

  • bei dieser aussage würde ich mich mal nach nem anderen schmied umsehen.der schmied kann ja wohl kaum vorschreiben wann das tier zum schlachter gehen soll, wenn es wirklich so ist, dass das tier sonst gesund ist und noch freude am leben hat.
    der gute mann erbringt schließlich eine dienstleistung. wenn ihm diese zu aufwendig ist muss er es lassen.der termin findet schließlich nur alle paar wochen statt und dauert nur eine gewisse zeit.
    vielleicht sollte man nach möglichkeiten suchen, dem schmied und dem pferd die prozedur angenehmer zu machen.

  • ...du scheinst schmied und pferd zu kennen :S


    nein, da geht nix mehr!


    und einen besseren schmied als dieser mann gibt es nicht für diese stute. meine freundin fährt nur für diese stute über 1,5std zu ihm hin!


    alle anderen hatten die stute schon vor 3 jahren aufgegeben :!:

  • es gibt doch auch hervoragende klebebeschläge, vielleicht wäre das eine moderate alternative für alle?
    dabei muss das pferd das bein nicht lange beugen und man kann die eisen zur not schon vorher anschrauben...
    meine hatte den klebebeschlag wärend einer akuten hufrehe und konnte ohne schmerzmittel beklebt werden?
    ist etwas teurer aber keine schlechte sache...
    lieben gruß

  • bei dieser aussage würde ich mich mal nach nem anderen schmied umsehen.der schmied kann ja wohl kaum vorschreiben wann das tier zum schlachter gehen soll,

    Hat er (der Schmied) das so gesagt ?
    ... oder geht das aus little joe's darstellung (Text) etwa so hervor ???


    der gute mann erbringt schließlich eine dienstleistung. wenn ihm diese zu aufwendig ist muss er es lassen.der termin findet schließlich nur alle paar wochen statt und dauert nur eine gewisse zeit.

    Du scheinst ja über die erbringung "Dienstleistung Hufbeschlag", und hier insbesondere einer möglicherweise extrem schweirigen Beschlagsausführung sehr gut bescheid zu wissen, da so ne Sache ja "nur eine gewisse Zeit" dauert.
    Warst wohl schon oft mit dabei, wenn so eine Beschlagsausführung auf der Tagesordnung steht ?


    vielleicht sollte man nach möglichkeiten suchen, dem schmied und dem pferd die prozedur angenehmer zu machen.

    Vielleicht hat Gott die Welt geliebt ...


    In manchen Todesanzeigen wird folgender Text verwendet:


    Als die Kraft zu Ende ging
    war`s kein Sterben,
    war`s Erlösung.


    Vielleicht sollte sich der eine oder andere Zeitgenosse auch soetwas mal zu Gemüte führen.


    Sicher hängt jedes Lebewesen an seinem Leben.
    Zumindst bis zu einem bestimmten Moment ...


    Von einigen Arten weiß man ja, daß alte, sterbebereite Tiere ihre Herde verlassen um sich selbst zur ihrer letzten Ruhestätte zu begeben. So ist es zuweilen auch bei (frei, wild lebenden) Pferden, wenn sie denn die möglichkeit dazu haben.


    Ich habe vor etlichen Jahren auf einem Domänenhof mal eine ältere Araberstute ausgeschnitten. Da das Pferd die Gliedmaßen kaum noch beugen konnte, wurde es zum beschneiden der Hufe (mangels Beschlagstand) in einen vorhandenen Klauenstand gestellt. Das Pferd kannte diese Prozedur wohl bereits aus vorangegangener Zeit ... sonst hätte es sich wohl dem freiwilligen Eintritt in den Klauenstand verweigert.
    Auf der Koppel bewegte sich das Tier zwar noch ohne vermeintlich sichtbare Lahmheitsanzeichen. Aber beim niederlegen zum ruhen und noch mehr das aufstehen war schon ein gewaltiger Kraftakt. Auch hier waren diese erheblichen Bewegungseinschränkungen in den Huf, Kron, Fessel, Vorderfußwurzel- und Sprungelenken durch knöchere Veränderungen (Arthrose) hervorgerufen.


    Zur Arbeitsausführung nur so viel: es war - auch mit Hilfe des Klauenstandes ein Kraftakt für alle beteiligten Personen, verbunden mit vielen Verrenkungen und für das Pferd wahrscheinlich auch mit reichlich ungemach, wenn nicht sogar schmerzen verbunden ?
    Vom anbringen irgend welcher Hufeisen oder Klebeschuhe (was hier allerdings nie zur Debatte stand und in diesem Fall auch garnicht von nöten gewesen wäre) hätte und unter den gegebenen Umständen überhaupt keine Rede sein können.


    Das war auch das letzte mal, daß sich das Pferd ... und die Menschen drum herum so abmühen und verrenken mussten !


    Etwa vier Wochen später ist sie auf der Koppel im schein der wärmenden Nachmittagssonne entschlafen ...


    Man könnte solche alte und kranke Pferde zwar, - etwa in einer Klinik mit hydraulisch klappbarem OP - Tisch komplett umlegen und so eine Bearbeitung der Hufe vornehmen (wenn dies ohne Narkose möglich ist) ?


    Aber-, steht das im Verhältnis zu ..... ?

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

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