Pferd/Pony selbst einfahren?

  • Hallo Freizeitfahrer,
    wer von euch hat sein Pferd oder Pony selbst eingefahren und wie lange habt ihr dafür gebraucht?
    Als "nur Reiterin" bin ich zum Shetty gekommen, na, ich möchte fast sagen wie Maria zum Kinde. Ich habe mich für die "Kleinen" nie interessiert aber seit ich dieses Energiebündel seit Mai dieses Jahres besitze bin ich hin und weg. Ich möchte die Kleine einfahren und habe mit der Doppellonge angefangen und auch vom Boden aus zu fahren, und besonders das letztere klappt ganz gut (ich glaub' longieren findet sie langweilig). Wir waren auch schon draussen auf der Strasse und am Samstag war zum ersten Mal die Schleppe dran und auch das klappte ganz gut. Zwischendurch versuche ich die Kleine sooft mit raus in den Wald oder ins Dorf zu nehmen wie es geht, damit sie soviel wie möglich kennenlernt.
    Derweil ich auf die Rückmeldung vom Landesfahrverband warte, zwecks Anmeldung zum Fahrlehrgang für Anfänger, schiele ich schon nacn geeigneten Gigs.... Aber ist das nicht vielleicht nicht noch zu früh?
    Würde mich auf Antworten von euch freuen.
    Gruss, SiBo und "Maggy"

  • Hallo SiBo,


    freut mich, jemanden zu finden mit den gleichen "Problemen": Ich bin im Moment auch nur Reiterin mit meinem WB Wallach, aber ich schiele auch schon seit einiger Zeit nach dem "Kutsche fahren". Hintergrund war hauptsächlich, dass ich viel Zeit mit meinem Pferd und meinem Freund verbringen kann - der ist nämlich Nicht-Reiter.


    Tja, sieht so aus, als ob Du mit dem Einfahren schon etwas weiter bist, als ich. Ich habe jetzt ein paar mal mit Doppellonge gearbeitet und Fahren vom Boden, aber wg. anstehendem Reitturnier bzw. jetzt noch einer Reitveranstaltung mußte ich mich in letzter Zeit doch eher wieder auf die Reiterei konzentrieren.


    Ich fände es schön, wenn du hier von euren Fortschritten erzählen würdest. Ich werd auch versuchen, so weit wie möglich mein Pferd selbst einzufahren (mit Beistand einer Bekannten, die Kutsche fährt). Ich werde aber auch erstmal sobald wie möglich (finanziell ;( ) einen Kutschlehrgang besuchen, bevor ich ernsthaft mit meinem Pferd weiterarbeite.


    Ich hoffe, es klappt dann nächstes Jahr mit dem Einfahren.


    Liebe Grüße


    Tina

  • Salü Zusammen


    Vor einem Jahr wahr ich in der gleichen Lage wie Ihr. Ich wollte meine Trächtige QH-Stute Sissi einfahren dass ich sie nicht reiten wollte bis zum abfohlen. Also kaufte ich ein Geschirr und Zweirad Wagen bei der Schweizer Armee. Zuerst fahren vom Boden. Dann holte ich Hilfe bei einem Kollegen. Der mir beim ersten Anspannen half. Sissi zog den Wagen solange ich sie führte. :] Aber sie meinte wenn der Chef nicht mehr bei mir vorne läuft dann laufe ich auch nicht mehr :( . Mein Kollege meinte bringe Sissi mal zu mir und wir werden sie mit meinem Haflinger zusammen einspannen. Gesagt getan und siehe da die Dame lief nach ein paar kleinen Schwierigkeiten schön neben dem Haflinger. Sissi zog nun den wagen gut nur ich hatte mit der Leinenhaltung noch meine mühe. Also machte ich ein Fahrkurs.
    Aus meiner Erfahrung sucht Euch ein/e erfahrenen Kutscher/in und macht ein Fahrkurs.


    Gruss QH :]

  • Hallo Mädels,
    bedanke mich für eure Postings.
    Also einen Fahrlergang machen steht natürlich auf dem Programm - leider haben sich bei unserem Landesfahrverband (noch???) nicht genügend Anfänger gemeldet, so dass der diesjährige Anfängerkurs im Herbst wahrscheinlich flach fällt. Mal kucken wie's weitergeht.
    Ich habe mir inzwischen etwas Literatur besorgt: "Neue Fahrlehre" von Hans-Jörg Schrenk, "Pferde richtig einfahren" von Sallie Walrond und "Fahren ohne Schlips und Kragen" von Burkhard Rau nachdem ich die beiden dünnen Heftchen von Kavalkade "Fahren 1 und 2" als Einführung gelesen habe.
    Uebrigens, QH, ich besitze neben meinem Shetty auch eine QH Stute. Meine Maus hat leider "Hufrolle", ist aber noch reitbar (keine Turniere mehr). Sie ist eine ziemlich peppige Reining-Stute und hat trotz ihrer Behinderung noch sehr viel Spass an der Arbeit und hängt die jungen Spunten beim Ausreiten locker ab.
    Ich bin auf jeden Fall froh, dieses Forum mit Gleichgesinnten gefunden zu haben und werde euch über unsere Fortschritte und/oder Probleme auf dem Laufenden halten.
    Eure SiBo :)

  • Hallo zusammen,
    feine Sache, aber bitte nicht alleine oder mit unerfahrener Hilfe!


    Ich "oute" mich jetzt mal mit unserer Vorgehensweise:
    Bei unserem Shetty waren wir vor drei Jahren waghalsig, aber eine superbrave, bis jetzt in jeder Situation verkehrssichere Stute.


    Erst Doppellonge,
    dann an Stricke zwischen den Beinen sicher gewöhnen,
    anschliessend mit Plane und Blechdosen nachschleppen (eine Person geht Pony führend vor, der andere zieht Dosen, Kästen, Plane klappernd und scheppernd nach
    -so oft,immer verschiedene Geräusche,verschiedene Bodenarten -bis es dem Pony mehr oder weniger egal ist...,
    dann eine Palette anstelle einer Schleppe im Auslauf, erst ohne, dann mit Belastung..,
    dann auf der Straße..dann mit Krawall auch von hinten alleine "trocken gefahren"


    Ganz wichtig finde ich: Loben, loben, loben- und dabei an ein Kommando gewöhnen, was in jeder brenzligen Situation bedeutet: Stehen bleiben, ruhig, gleich gibts ein Lob....(wer mag, halt auch ein Leckerli..) Hat uns im vergangenen Jahr schon in manch "heißer Episode" vor viel Unglück bewahrt.
    (Wir ernten dann Kopfschütteln, ein: wie machst Du das? oder auch Gelächter..)


    Die Nachbarn haben wahrscheinlich gedacht, wir spinnen! Manch einer wird das jetzt von mir auch..


    Als das alles gut geklappt hat(vielleicht über drei Monate Dauer der vorbereitenden Prozedur, nicht täglich), haben wir uns einen kleinen Gig geholt, Pony eingespannt, ich habe das Pony geführt, meine damals 13j. Tochter auf dem Gig mit Fahrleine.


    In den Wendungen hat das Stutchen trotzdem am Anfang noch Probleme gehabt, weil sie ja mit der Schere den Gig herumdrücken muss und den Widerstand nicht gewohnt war. Aber nach ein paar Mal gings besser, bis dahin bin ich halt einfach vor der Kurve als "seelischer Beistand" zum herumführen zu ihr an den Kopf. Das hat auch nochmal etwa drei Monate gedauert- vielleicht 3x pro Woche damals..


    Läuft heute superflott und sicher mit meiner 6-jährigen Tochter, die ja bald fürs Reiten für sie zu groß wird , aber Fahren kann sie das Pony immer!
    Auch an unserem Sonntagsausflug über 4 Stunden (mit einer Pause!) waren die beiden Top dabei!


    Ich hab mir vorgenommen, wenn ich altersgemäß irgendwann nicht mehr reiten kann und auch mit einem Endmaß an der Kutsche nicht mehr klarkomme, steig ich auf Shettys um!


    Diese Art selbst einzufahren war trotzdem zugegebenermaßen leichtsinnig, wenn das kleine Ding nicht so brav wäre, ich denke, wir zwei "Mädels" hätten sie in Panik doch nicht halten können.


    Aber immerhin hat dieses Erfolgserlebnis mich nach knapp 30 Jahren "Angst vorm Kutschefahren" geheilt und mit Hilfe und großartiger Unterstützung von mehreren Bekannten haben wir vergangenes Jahr- nach ebensolcher Klapper-Zuhause-Vorbereitung auch meinen Endmaß-Wallach mit viel Geduld eingefahren.


    Die meiner Meinung nach gefährlichste Phasen mit Schleppe und Kutsche aber in einer Reithalle- und rechts und links je ein Mann mit Führstrick bzw. Longe als Reserve am Stallhalfter, einer mit der Fahrleine hintennach, einer zum blitzschnellen Ablösen der Schleppe bei dem Ortscheit. (1x pro Woche Halle, etwa 4 Monate bis zum "Alleine/damals mit 15j. Tochter als Beifahrerin Fahren im Verkehr von mir"


    Alles erfahrene Fahrer und langjährige Pferdebesitzer, die nicht gleich bei einem "Hopser" alles fallenlassen und wegrennen.


    Bis jetzt haben diese "alten Hasen" so in Gemeinschaftshilfe fast jedes Pferd geduldig "kutschensicher" gemacht,- Pferde, die sich nicht dazu eignen (auch das gibts ja!) kommen gar nicht erst aus der Halle in den Verkehr!


    Mein Dicker hat sehr viel Kraft und er weiß das auch negativ ganz bewußt einzusetzen! Außerdem erkennt er raffiniert jeden Sekundenbruchteil Unachtsamkeit oder Schwäche. Einfahren wäre mir ohne diesen -mittlerweile Freundeskreis- zu riskant gewesen.


    Mit meinem Vater und meinem Bruder habe ich als Jugendliche mit unseren Ponys etliche Unfälle, Bruch, Durchgehen, Steigen..etc mit der Kutsche erlebt,- durch das Shetty habe ich wieder Mut gefasst und das erste! Mal Spaß am Fahren gefunden. -

    Heute reite ich nur selten, lieber auf die Kutsche!
    Probiere und übe auch anderes damit zusammenhängende (Pflügen, Eggen, Roden..) aus.


    P.S. Auch das Fahrabzeichen zuerst ablegen macht Sinn, habe ich auch letztes Jahr erst gemacht, gibt immer was dazuzulernen, selbst wenn ich nun schon knapp 40 Jahre mit Ponys und Pferden zu tun habe und seit 32 Jahren eigene halte......das will echt gar nichts heißen! Vor so manchen "Anfängern" kann ich nur den Hut ziehen!


    Wenn Du zuerst Fahrabzeichen machst, kannst Du Dich selbst dabei prüfen, ob Dir das wirklich so viel Spaß macht wie Du hoffst, ob Du Dir das zutraust - und Du hast die Sicherheit, einen erfahrenen Kutschfahrer direkt bei Dir zu haben; die Pferde sind schon gut eingefahren...
    ob Du Dir die Mehrarbeit und Mehrkosten aufladen willst (Sattel ist schneller geputzt als Kutsche und Geschirr!!!) ..
    ------------------------
    Andere Möglichkeit: Pferd weggeben, von Fremden einfahren lassen,- bewerte ich persönlich mit Zweifeln, fehlt das persönliche Know-How...die beobachtende Zeit, das Kennenlernen der eigenen Reaktion und der Reaktion des Pferdes (mit der helfenden und dann ja sicher vorhandenen Unterstützung von Erfahrenen...)
    habe auch schon oft gehört, dass die Pferde dort gut gingen, aber zuhause nach einer Weile angeblich "gesponnen" hätten.... nur ab und zu sind die Pferdebesitzer wirklich zufrieden.
    -----------
    Immerhin- mit Kutsche bist Du auf der Straße, im Verkehr, so ein Geschoß kann durchgehend leicht schwerverletzend sein für Fahrer, Fußgänger, Fahrradfahrer- ganz zu schweigen von Kratzern und Beulen...dabei denke ich an die Kutsch-und Einfahr-Unfälle mit den Ponys meines Vaters-
    ----------------------


    Wenn`s aber gut und geduldig vorbereitet nachher klappt, machts irre viel Spaß, ist Erholung pur, macht süchtig....jeder Tag ohne ist ein verlorener Tag...hätt ich nie geglaubt!


    Und deshalb: Loslegen und gute Hilfe suchen! Viel Spaß! Und so ab und zu mal im Forum berichten?


    Herzlichst

    Edited once, last by kirra ().

  • Hallo Kirra,
    Danke für deinen Beitrag! Ja, das mit der Hilfe suchen ist so 'ne Sache. Das meiste mache ich wohl oder übel alleine. Ich muss dazu aber bemerken, dass ich dann auch viel ruhiger bin und besonnener handle. Beim Longieren, Doppellonge und vom Boden aus fahren gab's bisher keine nennenswerten Probleme. Am Tag "x", wo die Kutsche bzw. Gig angespannt wird, hole ich mir selbstverständlich Hilfe. Das wäre mir alleine zu riskant.
    Auch bei den ersten "Ausfahrten" werde ich nicht allein sein. Aber bis dahin ist noch ain gaaannzz langer Weg :D
    Leider steht der Winter vor der Tür und ich kann abends nicht mehr mit der Kleinen üben, da es schon dunkel ist wenn ich von der Arbeit komme. So bleibt uns nur das Wochenende. ;(
    Ueber unsere Fortschritte bzw. Fehlschläge werde ich euch allen trotzdem regelmässig berichten.
    Tschüss, SiBo

  • Hallo,
    wir haben vieles selbst vorbeireitet und den Rest dann doch vorsichtshalber einem Fachmann überlassen.
    Ich habe darüber so ausführlich auf unserer HP geschrieben, dass ich jetzt mal darauf verweisen möchte. Wen´s interessiert, der kann ja mal vorbeischauen.
    Viel Spaß - Petra

  • Hi Sibo,


    klick mal links auf den unterstrichenen "Rico" ,
    da siehst Du diverse Info´s. U.a. eben auch die Adresse der Homepage.


    Viel Spaß beim schmökern, sie ist echt super.


    Gruß
    Tina

  • Hallo Sibo,
    ich hoffe, Du hast die Seite gefunden. Unter dem Text sind doch auch noch mehrere Buttons, unter anderem einer mit www. Auch darüber kommst Du auf unsere Seite.
    Viele Grüße - Petra

  • Hallo SiBo, habe euren chat mit Interesse verfolgt. Bin letztes Jahr durch Zufall über meinen Verein an's Fahren gekommen. Es fing mit einem Fahrkurs an. Dieses Jahr habe ich den zweiten gemacht. Einen Fahrkurs halte ich für dringend erforderlich, sowohl für die Ausbildung, als auch für das Ausfahren. Dies ist allein aus versicherungstechnischen Gründen erforderlich. Wenn ein Unfall passiert, ist es grob fahrlässig sich ohne entsprechende Schulung mit einem Gespann im Straßenverkehr zu bewegen. Es gibt dir allein schon Sicherheit, wenn Du die Leinenhaltung beherrscht. Die Ausbildung mit der Doppellonge und das Gewöhnen an die Stränge kannst du alleine üben. Toll finde ich den Tipp mit den Klapperdosen. Laßt doch die Nachbarn blöd gucken. Zum Einfahren, auch mit Schleppe, sollte man doch einen zweiten dabei haben. Was, wenn sich das Pferd plötzlich dreht, etc. Ich meine, dass man auch beim Einspänner (beim Zweispänner ist ein Beifahrer zwingend vorgeschrieben) unbedingt einen Beifahrer mit dabei haben sollte. In brenzligen Situationen (es gibt genügend Kraftfahrer, die keinen Pferdeverstand aufweisen) ist es gut, wenn sich der Beifahrer vor's Pferd stellen kann. Außerdem macht's mehr Spaß. Fahre selber nächstes Jahr meine Stute ein, habe aber Glück, dass ich dabei im Verein Unterstützung von einem erfahrenen Fahrer habe, der uns auch die korrekte Handhabung der Doppellonge beibringt. Meine Freundin fährt ihr Westernpferd auch mit seiner Hilfe ein. Erst wenn das Pferd auf alle Hilfen bei der Doppellonge reagiert, sollte man mit der Schleppenarbeit anfangen. Wie sieht es aus, hast du keine Fahrer bei euch in der Gegend? Hier werden mehrer private Kurse von Ausbildungsstellen angeboten. Viel Spaß bei der Ausbildung, Astrid :P

    :) Das Leben ist ein steter Lernprozeß :)

  • Hallo SiBo,


    ich finde es total schade, daß es bei Euch so wenig Fahrkurse gibt. Wenn du einigermaßen mobil bist, kannst du es aber mal in Rheinland- Pfamz versichen. Da gibt es in letzter Zeit ziemlich viele Kurse- auch so im Trierer Raum.
    Infos bekommst du unter anderem beim Landesverband der Reit- und Fahrvereine in Bad Kreuznach. Frau Reinhard dort ist sehr nett und kennt sich super aus- die fährt selbst und ist Fahrrichterin.


    Viel Erfolg beim suchen.
    Ohne Kurs würde ich es auch nicht probieren- ist schon manchmal echt gefährlich.

    Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich. 8)

  • Hi Astrid, Hi Anouschka!
    Danke für eure Postings!
    Ich habe schon mit der Schleppe geübt - allein - und genau das ist passiert was du, liebe Astrid, beschrieben hast. Die kleine Laus hat sich "in der Schleppe gedreht". Nicht, dass sie das aufgeregt hätte. Sie hat sich alles angekuckt und 2x nach den Zugsträngen geschlagen und als die immer noch da waren, hat sie sich wieder umgedreht und wir sind wieder ganz normal weitergegangen. Seither hat sie sich auch nicht mehr rumgedreht.
    Ganz ehrlich, mit einem Warmblut oder vergleichbar Grossem würde ich sowas nicht machen aber die Kleine macht wirklich begeistert mit - obwohl ich meine, dass sie einfach happy ist, dass sich jemand mit ihr beschäftigt, egal was da jetzt gemacht wird.
    Letzte Woche hatte ich frei und wir haben täglich geübt! Nur einmal im Wald wollte sie Reissaus nehmen: da waren 3 Waldarbeiter mit gelber Sicherheitskleidung und jeder hatte die obligatorische Kettensäge in der Hand. Das war ein bischen viel für die Kleine - mit gutem Zureden und Loben ging sie dann doch an ihnen vorbei. Wobei ich auch die Männer loben muss: 3 Kerle wie Bäume, die sich nicht mehr bewegten und "ach wie süss" murmelten.... Zu komisch! :tongue:
    Danke dir, Anouschka, für den Tip vom Reit-und Fahrverein in Bad Kreuznach! Wenn ich bis Ende Dezember keine positive Zusage von unserem Landesverband erhalten habe, werde ich Kontakt mit Frau Reinhard aufnehmen.
    Zwischenzeitlich "trockenübe" ich die verschieden Griffe nach Achenbach, mit dem Buch von Hans-Jörg Schrenk "Neue Fahrlehre" neben mir - im Bett! :]
    Ich träume schon von Docken, Bracken, Spielwaagen und dem ganzen Zeug!
    :rolleyes:

  • Liebe Anuschka!


    Danke für die Email-Adresse bzw. Telefonnummer! :]


    Am Wochenende fahre ich höchtswahrscheinlich mit meinem Freund auf die "Pferd & Kutsche" nach s'Hertogenbosch in Holland, um mich nach "Material" d.h. Einspänner-Shettygeschirr und Gigs umzuschauen. Ich freue mich riesig und hoffe, dass ich fündig werde! Ich werde euch auf jeden Fall berichten wenn ich was für die kleine Maus finde!


    Bis dann, Sibylle

  • Hi SiBo,


    hmm das mit dem selber einfahren ist so eine Sache. Ich rate jedem der mich fragt; laßt es von einem Fachmann machen. Investiert die Kosten und ihr werdet es nicht bereuen. Vor allem könnt ihr sicher sein, daß das Pferd es dann kann und auch die Hilfen, die ihr geben müßt, versteht. Das ist eben auch das Wichtigste :]


    Es kann schon sein, das du es hinbekommst, mit dem selber einfahren. Dazu aber mußt du selbstsicher und konsquent sein und vor allem wissen was du machen willst.


    Also wie gesagt da ist der Fachmann gefragt.


    LG Jörg

    Die Kunst des Fahrens endet, wo die Gewalt beginnt - Gewalt beginnt dort, wo das Wissen endet. :]

  • Hi Sybille, hatte das Problem mit dem Umdrehen auch. Was für eine Schleppe nimmst du? Ich habe 2 Autoreifen zusammen gebunden. Lustig war, dass mein kleiner Wallach (Franz), der eigentlich faul ist, die Schleppenarbeit toll mitgemacht hat und die Stute (Nelly) nur Blödsinn gemacht hat. Habe dann immer zugesehen, dass ich hinter ihr blieb. Mit den Großen ist das so eine Sache. Goldi, meine Alt-Oldenburger Stute habe ich in einem Anfall von jugendlichem Leichtsinn sogar vor eine Egge gespannt. Habe sie aber dabei geführt. An der Doppellonge draußen hat sie mich veräppelt, den Hals gerade und sich losgezogen. Unser erfahrener Kumpel hat sie in der Halle rangenommen, da war sie dann artig. Mit unserer Haffi-Stute (Mona) war ich auf der Straße. Hatte blöderweise die Leinen durch die beweglichen Leinenaugen und verlor die Kontrolle. Gott sei Dank war meine Tochter dabei und hat sie am Kopf gehalten. Habe echt Panik davor, Goldi zu fahren, weil sie mir im Gelände schon durchgegangen ist. Werde sie also auch zum Ausbilder bringen, bevor ich es versuche. Was macht deine Shetty-Maus für Fortschritte? Auf wen hat sich eigentlich das "ach wie süß" der Waldarbeiter bezogen? :)
    Liebe Grüße, Astrid.

    :) Das Leben ist ein steter Lernprozeß :)

  • Hi Kirra,


    kann deine Meinung über das weggeben zum Einfahren verstehen, aber ich habe genau das Gegenteil von dem erlebt was du erzählst.


    Also mein ältere Hafi wurde von einem erfahrenen Fahrlehrer eingefahren. Ich selber konnte täglich ihm bei der Arbeit zusehen und ich hatte immer Kontakt zu meinem Haflinger. Als er mit der Ausbildung fertig war, mußte ich praktisch eine Probefahrt mit dem Fahrlehrer machen um auch zu sehen, wie er im Gespann oder auch als Einspänner läuft. Dabei wurden mir auch Tips gegeben, wie ich was am besten machen könnte. Jetzt fahre ich mit ihm schon 4 Jahre und er läuft vor der Kutsche wie ein Uhrwerk. Ich bin super zufrieden und wenn ich wieder ein Pferd zum Einfahren hätte, würde ich es wieder so machen.


    Das andere Beispiel, ein Bekannter von mir fährt mit seinen beiden Haflinger-Stuten auch Touristen durch die Gegend, weil es eben sein Broterwerb ist. Diese beiden Stute, so brüstet er sich habe er in liebevoller Kleinarbeit selber eingefahren.


    Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Seine beiden Stuten sind in den 2 Jahren schon dreimal durchgegangen. Jedesmal gab es erhebliche Sachschäden und Gott sei Dank nur leichte Personenschäden.


    Du siehst man kann es so oder auch so haben. Vielleicht sollte man einen Grundsatz aufstellen, der da lautet:


    Selber einfahren, dann aber nur als Sachkundiger oder mit sachkundiger Hilfe.


    Als Laie würde ich es mir nie zutrauen!

    Die Kunst des Fahrens endet, wo die Gewalt beginnt - Gewalt beginnt dort, wo das Wissen endet. :]

  • Hallo zusammen!
    Also, Jörg, du hast sicher im Grossen und Ganzen recht zubehaupten, dass es sicherer ist, die Pferde von einem Fachmann einfahren zulassen.
    Trotzdem: mein Hufschmied hat das gemacht und sein Pferd versteht auch alle Hilfen wunderbar aber innerhalb eines Jahres ist das Pferd ihm 2x durchgegangen (einmal mit seiner kleinen Tochter an Bord). Will sagen: der Fachmann/-frau muss ja meistens ziemlich schnell arbeiten, denn die Leute wollen ihr Pferd kein ganzes Jahr weggeben bzw. könnten/wollten das auch nicht bezahlen. Also bekommt das Pferd die Hilfen beigebracht. Mehr nicht. Ueben muss man dann doch selber wenn man wieder zuhause ist. Ich stehe nicht unter Erfolgsdruck und lasse mir Zeit mit meinem Shetty in den Wald oder ins Dorf spazieren zugehen und ihm alles zuzeigen wie z.B. Mülltonnen, Bagger etc. Das mache ich noch immer regelmässig. Zwischendurch habe ich das Geschirr draufgemacht und sie damit longiert. Momentan arbeiten wir mit der Schleppe. Ausserdem kenne ich das Pony so gut, um zu sehen wann sie überfordert ist. (Meistens ist sie nur faul :D ).
    Der nächste Schritt, den ich plane: eine Holzkonstruktion, wie sie im Buch von Sally Walrond ("Pferde selber einfahren") abgebildet ist. Diese Holzkonstruktion kommt nach der Arbeit mit Schleppe und bevor man den Wagen anspannt. Ich weiss nicht wie ich euch dieses Unikum beschreiben soll: da kommen 2 Holzgabeln in die Trageösen und hinten schleift das Pony dann quasi eine Art Wagengestell ohne Räder hinter sich her.


    Ein weiterer Grund weshalb ich die Kleine selber einfahre: ich hatte bei ein paar Leuten nachgefragt, ob sie das Pony einfahren möchten, doch irgendwie scheinen diese Fachleute ein Problem mit Shetties zu haben bzw. wurde ich nicht ernst genommen. Ein anderer meinte gar, ich könne "das Ding" in 5 Wochen wieder abholen. Da mein Shetty aber leider schlechte Erfahrung gemacht hat (sie war sehr kopfscheu als ich sie bekommen habe - ist jetzt viel besser) und ausserdem sehr sehr stur sein kann, möchte ich nicht dass sie nach dem Einfahren beim Profi noch verstörter zurückkommt, als wie ich sie damals bekommen habe.
    (Es gibt einen Fahrstall in Deutschland, wo ausser Eseln auch Shetties eingefahren werden; der ist aber leider von mir aus sehr weit weg...)
    Ja, das sind die Gründe weshalb ich mich entschlossen habe, es selbst zu probieren. Ich bin zwar nur eine Reiterin und hatte bis dato mit Fahren nicht viel am Hut aber zumindest kenne ich mein Pony und weiss was und wieviel ich ihm zumuten kann. Schützenhilfe was die technischen Details beim An-/Abspannen betrifft bekomme ich von einem Onkel, der beruflich mit Rückepferden gearbeitet hat und privat mit seinen Pferden gefahren ist.
    Gruss, Sibylle
    P.S. Da hatte weiter oben jemand nach der Schleppe gefragt? Das Teil habe ich bei uns (sehr altes Haus) gefunden und das sieht noch richtig gut aus. Das ist ein Holzstück wo oben zwei bewegliche Haken sind, wo man die Zugstränge dran festmacht. Dann ist an der Unterseite in der Mitte auch ein Haken, wo ich z.B. einen Autoreifen dran festmachen kann. Ich denke, dass da früher Geräte wie z.B. eine Egge festgemacht wurden? Auf jeden Fall ein sehr praktisches Teil!

  • Hi Sibylle,


    da hast du vermutlich schon recht, das es unter den sogenannten Fachleuten auch solche gibt, die einem das Pferd ein wenig "verändern"


    Deine Argumente kann ich sehr gut verstehen und sie sind auch nachvollziehbar.


    Ob nun Reiter oder Fahrer, eines ist doch erst einmal wichtig, das ich Zugang zum Pferd habe und das das Pferd mir vertraut, dann kann ich auch einiges mit Pferd anstellen und sei es einfahren.


    Ich habe schon oft erlebt, das manche ihre Pferde einfach überfordern und sich dann wundern, warum es nicht funktioniert.


    Ansonsten hört es sich bei dir an, als wenn es funktionieren würde.

    Die Kunst des Fahrens endet, wo die Gewalt beginnt - Gewalt beginnt dort, wo das Wissen endet. :]

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