Zecken an Mensch und Pferd

  • Hallo ihr,
    ich finde das Holzrücken mit Pferden sehr interessant und hab schon viel im Forum darüber gelesen. Allerdings würde mich eine Sache bei uns in Bayern vom Holzrücken abschrecken:


    8o ZECKEN !!!! 8o


    Wie geht ihr bei der Waldarbeit damit um?
    Wieviele Zecken tragen die Pferde hinterher nach Hause?
    Gibt es dafür auch Hausmittel (zB Knoblauch)?
    Wo kann man in Bayern Holzrücken lernen?


    So, viele Fragen von einer Unwissenden!!


    Liebe Grüße
    Michaela

    Pfüfe alles, behalte das Beste !! :)

  • Dazu fällt mir eigentlich nichts mehr ein.


    Wenn du schon Angst vor Zecken hast, würde ich von der Arbeit im Wald abraten, da diese Arbeit auch (und vor allem) gravierendere Risiken für Mensch und Tier birgt als Zeckenbisse.


    Schau dir mal Zeckenstatistiken (die Risikogebiete werden anhand statistischer Daten bestimmt - eine Gegend mit 5 FSME-Fällen oder FSME-Antikörpern im Holzarbeiterblut in den letzten 15 Jahren wird zum Risikogebiet erklärt!) an und vergleiche die mit den Unfallstatistiken der Berufsgenossenschaft für Waldarbeiter...


    Wer sich ernsthaft Sorgen um Zecken macht, sollte sich überlegen, ob man nicht doch besser auf dem Reitplatz oder in der Halle mit den Pferden arbeitet.


    My ten cents,


    ts

  • verharmlosen wollte ich auch nichts.


    Aber wenn ich Angst vor Zecken habe, gehe ich nicht im Sommer in den Wald, so einfach ist das, oder?


    Übliche Schutzmassnahmen wie Insektenschutz, lange Kleidung usw. setze ich bei Reitern, Wald- und Wiesenfahrern und potentiellen Waldarbeitern eigentlich als bekannt voraus, ebenso das Wissen um das Risiko von FSME und Borreliose und die übliche Symptomatik dieser Krankheiten.


    Vielleicht bin ich da aber einfach zu sehr dran gewöhnt, weil ich unseren Jungs recht regelmässig Zecken rausziehe und der Hund, wenn er nicht grade komplett mit Insektenschutz vergiftet ist, täglich drei bis vier der lästigen Biester aus den Wiesen mit nach Hause bringt.


    Ich laboriere übrigens grad selber an einer aus heiterem Himmel gekommenen ziemlich schmerzhaften Polyarthritis, die Laboruntersuchungen auf Borrelien (und eine Menge anderer Sachen) laufen noch. Unangenehm bis beschissen - auch wenn ich noch ohne Krücken aus dem Bett komme.


    Vom Fahren oder Arbeiten im Wald würde mich die Tatsache, daß dort Zecken und Giftpilze wachsen dennoch nicht abhalten.


    Thomas

  • mal ein Hinweis zu Borreliose, schaut mal bei Plocher da gibt es ein Bericht wie ein Pferd geheilt wurde !


    Im Wald, meine Pferde haben mit Zecken weniger Probleme als ich.


    Ich bentutze dann im Sommer schon ein Mittel um dem Hals z.B. einzusprühen und nach der Arbeit, Kleidung in die Wäsche und ausbiebig Duschen und danach den Körper absuchen, auch am anderen Morgen den Körper noch mal absuchen. Oft beissen sich die Zecken nicht gleich irgendwo fest sondern laufen erst später zu den Plätzen wo sie sich festbeissen.....

    Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
    Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

  • Ich hab' vor 20 Jahren einen Zeckenbiss gehabt, der Borreliose-Symptome verursacht hat.
    Hatte drei Wochen, nachdem ich am Arm eine Rötung festgestellt hatte, allerschlimmste Rückenschmerzen und bin zum Arzt. Der hatte gleich den Verdacht und hat mir Antibiotika verschrieben.
    Die Blutuntersuchung hat ergeben, dass ich Borrelien im Blut hatte, die körpereigene Abwehr jedoch schon am arbeiten war.
    Habe Gott sei Dank (toi-toi-toi) keine Nachwirkungen (bis heute und hoffentlich bleibt das so).
    Das merkwürdige war, dass ich am Arm (in der Armbeuge) zu keiner Zeit eine festgebissene Zecke bemerkt habe.
    Allgemein heisst es ja, dass sich Zecken frühestens nach 12 Stunden, wenn sie ihr "Plätzchen" gefunden haben, festbeissen.
    Heute ist es so, dass wir uns immer, wenn wir im Wald oder bei den Kühen waren, gleich nach Zecken absuchen. Es ist dann auch nichts mehr passiert.
    Ich denke, durch diese Vorsichtsmaßnahme kann man die meisten Probleme von vorneherein vermeiden.


    Wolfgang

    :) Kühe sind die besseren Menschen :)
    und ausserdem schmecken sie auch besser!

  • Ich denke auch, daß man das Gesundheitsrisiko eines Zeckenbisses nicht unterschätzen sollte !
    Ich habe neulich einen Bericht im Fernsehen gesehen, wo ein neues Mittel vorgestellt wurde. Es wird auf der Basis von Mönchspfeffer hergestellt und diesen Geruch mögen die Zecken nicht und sollen vom Menschen und den Vierbeinern ablassen. Wie das Mittel genau heißt, weiß ich nicht mehr, aber wenn man Mönchspfeffer bei Google eingibt, schmeißt er einem diesen Bericht raus.


    Wäre ja eine Alternative.


    Gruss bolle

  • Heute hatte ich das Vergnügen bei meiner Katze und beim Muli Zecken zu Entfernen. Irgendwie wird es von Jahr zu Jahr extremer mit dieser Plage X(
    Hab nun von meiner Kollegin gehört, das es ein natürliches? Mittel (Marteck oder so) für die Zecken Abwehr gibt, hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht, und gibt es das auch für Pferde ?
    Sie nutzt es vor allem für hren Wau Wau. ;)

  • Mir fallen vier natürliche Mittel gegen Zecken bei Pferd, Hund und Mensch ein.


    - Spray auf Basis von Chrysanthemen (meist nur als Umgebungsspray, aber das liegt wohl nur an neuen Bestimmungen (muss sonst als Arzeneimittel o.ä. zugelassen werden)) Das hilft gegen Zecken, Flöhe und Fliegen. Verwenden wir bei unserem langhaarigen Hund, es riecht nicht, wirkt aber toll.


    - Zedanspray: Sauteuer, verwenden wir für die Pferde (wenn die Mückenplage echt schlimm wird auch für den Menschen) und es hilft toll gegen Fliegen und Zecken und Stechmücken


    - Knoblauch: über Wochen gefüttert dünstet es über die Haut aus. Wirkt bei Hund und Pferd gegen Zecken und Fliegen (den Maulgeruch muss man allerdings ertragen können)


    - Schwarzkümmelöl/-kuchen: Soll genau wie Knoblauch nach längerem Füttern gegen Ungeziefer (Fliegen, Zecken) helfen. (hab das allerdings noch nicht ausprobiert)