Plan-/Gebirgswagen

  • Eigentlich wollten wir letzten Sommer schon eine Wanderfahrt in die Rockies machen, hatte dann aber zeitlich nur zu einem Ritt gereicht. Ich versuche dieses Jahr noch mal ein Anlauf zu nehmen zu dem Projekt.

    Zuerst muss ich aber noch einen Wagen dafuer richten, da mein Ackerwagen zu breit, zu schwer und zu unbequem ist.

    Nach vielen Gespraechen mit verschieden Fahrern steht zwar fest, dass der Wagen eine Achsschenkellenkung haben muss, aber beim Fahrwerk (Federn und Aufhaengung) scheiden sich die Geister. Das faengt an mit Langbaum-Fahrgestellen mit einfachen Blattfedern ueber Doppelelyptikfedern, Schraubenfedern, Einzelradaufhaengung mit Laengslenker zu Luftfederung mit Doppelquerlenker. Und fast jeder behauptet dass sein Wagen sich faehrt wie ein Cadillac...

    Eine Luftfederung wuerde mir gefallen wegen dem Einstellen fuer verschiedene Gewichte, aber wie alltagstauglich sind die Baelge?

    Fuer Blattfedern wuerde die einfachheit der Konstruktion sprechen, wobei vorne die Federn wegen der Steuerung nur quer eingebaut werden koennen.

    Mit Schraubfedern koennte ein sehr langer Federweg erreicht werden,was auch zu einem grossen Verschraenkungswinkel fuehren wuerde.

    Auch scheiden sich die Geister wie fest die ungefederte Masse eine Rolle spielt bei der geringen Geschwindigkeit.

    Was habt ihr fuer Erfahrungen gemacht?

    Faehrt jemand von Euch mit gefederten Sitzen? Wie fest machen die einen Unterschied zu einem "normalen" Sitz? Meine Frau hat nach einem Reitunfall ein laediertes Steissbein und ich moechte den Wagen so bauen, dass sie so weit als moeglich schmerzfrei sitzen kann.


    Das ist das Gebiet wo wir fahren wollen: 40-mile-flats-canadian-rockies/

  • Also ich kenne nur die gefederten Schwingsitze auf den Marathonwägen und kann sagen, dass diese den Sitzkomfort deutlich erhöhen.

    Auf meinem 2 Tonner Spindelkipper nutze ich immer eine sehr dicke Schaumstoffunterlage die die Stöße etwas abfedert, weil der ja so hate Federn hat das es zumindest unbeladen wie ungefedert zu fahren ist. Daher könnte ich mir gut vorstellen, dass ein separat gefederter Bock durchaus angenehm zu fahren wäre.

  • Monamie : Kutschen bei denen der Kasten mit Riemen an C-Federn aufgehaengt sind, sind sehr gefaehrdet um zu kippen, da bei seitlicher Neigung oder (zu)schneller Kurvenfahrt sich der Kasten ueber die talseitigen Raeder bewegt. Ein Panhardstab laengs und ein Wattgestaenge quer zur Fahrtrichtung wuerden hier wahrscheinlich zur Stabilitaet helfen, nur habe ich das noch nie so verbaut gesehen. Zudem muesste das Fahrgestell laenger und breiter sein als der Kasten und das will ich nicht.

  • Frag doch mal direkt bei mehreren solchen Guides nach. Ich weiß ja nicht wie professionell die das betreiben aber wenn die solche Touren öfter machen, werden sie ja auch entsprechende Erfahrungen gesammelt und für sich dementsprechend etwas passendes dafür zusammen gestellt haben. Zwar wird da wahrscheinlich auch der eine dieses und der andere jenes favorisieren aber vielleicht schränkt das die Auswahl trotzdem schon mal sehr stark ein.

  • FritzS die Wagen die ich möchte stehen ganz selten zum Verkauf und die zum Verkauf stehen sind meist nicht tauglich für die Berge. Kutschenbauer wie in Europa gibt es hier im Westen keine. Der lokale Kutschenhändler will 19000 $ für die große Wagonette mit Luftfederung von Coyaltix aus Polen. Der schlechte Wechselkurs und die hohen Transportkosten machen es uninteressant Kutschen aus Europa zu importieren. Zudem ist die Lieferfrist mindestens ein halbes Jahr.


    PrinzB hab ich schon gemacht. Der gemeinsame Nenner war die Achsschenkellenkung. Einer hat den Wagen komplett aus Alu gebaut um Gewicht zu sparen, allein das Material war fast 10000$...

    Der interessanteste Wagen hat ein Langbaum-Fahrgestell das mit Torsionsfedern an den Rädern versehen war und der Kasten mit langen Schraubenfedern aus dem off-road Bereich nochmal darauf abgefedert ist. Also eine doppelte Federung.

  • [Blocked Image: https://www.anhaenger-ersatzteile24.de/media/images/info/laufachsemb8a_5_loch_new.jpg]ich würde es mit einer Anhängerachse bauen ungebremst gibt's schon für knapp 200€.

    [Blocked Image: https://www.anhaenger-ersatzteile24.de/media/images/info/img_2310_4_loch_new.jpg]gebremst für ca. 420€. Die Federung ist bereits eingebaut

    und warum unbedingt eine Achsschenkellenkung, wegen umkippen? Mit einen Drehkranz kann ich auf der Stelle drehen und es bedarf schon extrem Situationen zum kippen. die meisten landwirtschaftlichen Wagen haben einen Drehschemel und auch die Stagecoach und Planwagen. Problem bei der Federung sind immer die unterschiedlichen Lasten. einzig Luftfederung ließe sich über den Druck einstellen

    :thumbup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • HeiBo :

    Der interessanteste Wagen hat ein Langbaum-Fahrgestell das mit Torsionsfedern an den Rädern versehen war und der Kasten mit langen Schraubenfedern aus dem off-road Bereich nochmal darauf abgefedert ist. Also eine doppelte Federung.

    Der einzige Wagen wo ich mit Torsionsachsen gesehen habe, hat zusaetzlich noch Schraubfedern um genuegend Federweg, Verschraenkung und Komfort zu haben.


    Umkippen ist das kleinere Problem, und meist nur wenn der Wagen leer ist. Aber bei jedem Loch oder Stein wo nur eins der Vorderraeder ueberwinden muss, schlaegt die Deichsel seitlich gegen die Pferde beim Wagen mit Drehkranz.

    Problem bei der Federung sind immer die unterschiedlichen Lasten. einzig Luftfederung ließe sich über den Druck einstellen

    Das sehe ich auch so, vorallem wenn man Proviant und Futter fuer eine Woche auf dem Weg hinein mitnehmen muss.

  • Hello Rossknecht,
    selber zu bauen ist zu bewundern, vielleicht helfen Bilder und Kontakt zb zu meinem Kutschenbauer in Baden Württemberg, https://www.sawa.de/produkte/softrunner-4w/ Schmid in Herdwangen, die haben alle Modelle in Bildern online, und jetzt sah ich sogar eine Liste mit Reifengrößen zu Pferdegrößen.

    Es gibt da auch einachsige Gazellen, die sehr geländegängig sind, nahe am Boden.

    Grüßle

    Mona

    Monamie

    Edited once, last by Monamie ().

  • So etwas wie der Trekking Wagen schwebt mir vor, nur mit Achsschenkellenkung, mehr Watttiefe und einen guten halben Meter laenger.

    Diese duennen Raeder sehen zwar gut aus, habe aber bedenken damit, dass es einen Felgenschlag gibt, wenn man ein Flussbett durchquert.

  • Ah ja,


    war ja nur Anschauungsmaterial,
    " jedem Tierchen
    sein Pläsierchen!" wie der Schwabe sagt
    Der macht Wettbewerbswagen für die W-Meisterschaften Dressur, Gelände Hinderniss auf dem Platz, die haben größere Radumfänge aber noch keine Bilder von längeren Typen http://www.kuehnle.de/neue-marathon-vierspaenner.html Es gab auch einpaar Amerikaner die bei den Weltmeisterschaften mitmachten. Fast wäre ich mal nach New Jersey geflogen zu einer dort 1991 oder 93 war das, aber wir sollten im Gruppenarangement dann im Waldorf Astoria Hotel unterkommen, dann dachte ich und dahin, wenn man nur mit Anorak und Jeans den ganzen Tag draußen ist??? ;) ;_) ;)

    und 3000,. DM für 3 Tage war dann doch zuviel,
    wenn ich es mit einer andern Pauschalreise kombiniert hätte wäre es eventuell gegangen aber das war nachher auch nichts mehr.

    Grüßle

    Monamie

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