Achenbach für Dummies

  • Für die Fahrabzeichenprüfung habe ich "Fahren nach Achenbach" gelernt. Zugegebenermaßen mit Ach und Krach und ohne daß die Feinheiten uns in der kurzen Zeit nahegebracht werden konnten. Später waren andere Dinge vorrangig und das Fahrsystem spielte, vielleicht weil trotz langen Büffelns noch unverstanden, keine wesentliche Rolle mehr. Trotzdem lege ich großen Wert auf pferdeschonendes Fahren und möglichst feine Hilfen - ich bin also nicht mit Müllkutscher-Niveau zufrieden. In den letzten Tagen war ich so viel einhändig fahrend unterwegs wie in den ganzen Jahren zuvor nicht - in der anderen Hand war der Führstrick des Nachläufers. (Er war sicher am Sulky befestigt, keine Sorge)


    Gestern und heute war ich einspännig unterwegs und wollte das vielgelobte Fahren in Grund- und Gebrauchshaltung in meiner Praxis ausprobieren. Dabei meine ich festgestellt zu haben, daß ich mehr in der Hand hatte als in der von mir sonst bevorzugten Dressurhaltung. Da liegt fast nichts in den Fäusten, weil ich viel feiner nachgeben und den Bewegungen des Kopfes folgen kann; ich spüre das Kauen auf dem Gebiß.


    Kann das jemand bestätigen?


    PS. Vielleicht ergibt sich bei Interesse die Möglichkeiten, hier das, was man glaubt, daß es "Achenbach" sei, kritisch zu diskutieren, um letztendlich (noch) besser fahren zu lernen und in der individuellen Situation die je richtigen Entscheidungen treffen zu können. Nicht jeder will sechsspännig in den Sportpalast einfahren. ;)

  • Gestern und heute war ich einspännig unterwegs und wollte das vielgelobte Fahren in Grund- und Gebrauchshaltung in meiner Praxis ausprobieren. Dabei meine ich festgestellt zu haben, daß ich mehr in der Hand hatte als in der von mir sonst bevorzugten Dressurhaltung. Da liegt fast nichts in den Fäusten, weil ich viel feiner nachgeben und den Bewegungen des Kopfes folgen kann; ich spüre das Kauen auf dem Gebiß.

    Vielleicht ist das ein Trugschluss? Schließlich hast du in der Grundhaltung beide Leinen samt ihrem Eigengewicht in einer Hand, während in der Dressurhaltung jede hand das Gewicht nur einer Leine zu halten hat. Ich fahre uch meistens in der Dressurhaltung, einfach um besser reagieren zu können im Falle, dass der Weg nicht breit genug ist anscheinend.

  • kaidan, Rossknecht


    Danke, ihr Lieben!

    Ich bin der Sache noch einmal nachgegangen und glaube eher nicht an einen Trugschluß. Werde die Sache aber im Auge behalten. Mittlerweile bin ich sogar zur Überzeugung gekommen, daß das Ganze sehr von der Art des Wagens abhängt und würde Rossknecht gar nicht mehr widersprechen wollen. :/


    Was ich bisher geschrieben und gedacht habe, bezieht sich auf einspännig-einachsig und Sulky, d. h. tiefer, zentraler Fahrersitz hinter dem Pferd. Die Leinenfaust steht dann fast auf Halshöhe (bei mir), wenn ich einigermaßen korrekt fahren möchte. Man kann sich vorstellen, daß das auf die Dauer zur Verkrampfung der beteiligten Muskulatur führt und ausgesprochen unbequem ist. Selbstverständlich hat das mit Achenbach direkt nichts zu tun, aber es stellt sich schon die Frage, ob Fahren nach Achenbach mit einem solchen Gefährt sinnvoll ist oder man da besser adaptiert, nicht wahr?


    Gestern nun hatte ich Gelegenheit einen Wagen zu fahren, wo die Sitzhöhe annähernd gleich der Widerristhöhe der Pferdchen war - was für eine andere Perspektive tat sich da auf! Plötzlich liefen die Leinen ganz natürlich abwärts, ich mußte das Handgelenk in der Grundhaltung nicht mehr anwinkeln, sondern konnte es quasi in Null-Stellung belassen und hatte es plötzlich sehr bequem, weil physiologisch. Das war für mich ein Aha-Moment und ich konnte einsehen, daß ich bisher recht einseitig gedacht und argumentiert hatte, genau wie die Achenbach-Verfechter der ganz sturen Sorte. Mutig geworden, habe ich weiter überlegt und dann gleich noch eine Entdeckung gemacht: wenn ich mich nicht mittig, sondern leicht versetzt nach rechts setzte, konnte ich nicht nur die Leinenfaust, sondern sogar meinen ganzen linken Arm sehr bequem halten und hatte in der Grundhaltung die Hand mittig hinter dem Prerd und dazu noch - meine ich - gleich lange Leinen links und rechts. Genau, wie man sich das eigentlich vorstellt.


    Sicher nicht nach Achenbach - mein Buggy hatte mich in eine Art Cowboy-Haltung ("Kutscher-Haltung") auf dem Bock gezwängt - aufgerichtet sitzen ging einfach nicht, weil die Rückenlehne mich nach vorn drückte und die Beine mangels ausreichenden Fußraums stark angewinkelt werden mußten. So konnte der Unterarm zeitweilig auf dem Oberschenkel liegen und mußte nicht einmal getragen werden. Tatsächlich hätte ich wahrscheinlich stundenlang ermüdungsfrei so fahren können.


    Ich hatte mich nämlich schon lange gefragt, wie die Kutscher früher die Belastungen überhaupt aushalten konnten, denn nach 4 -5 Stunden Sulky bin ich völlig verkrampft.

  • Sulky ist weder ein Gefährt für langstrecken noch eins zum dressurfahren mM nach. der ist geeignet um in hohem Tempo von A nach B zu kommen oder auf Show zu driften bzw spektakulär zu fahren. Dressur ist nicht wegen der Tarierei (gut, setz ich den negativ fest entfällt der Punkt) und dem tifen nicht erhöhbaren Fahrersitz. ich fahr nicht länger als 1,5 -2 Stunden freiwillig, weil sonst Knie, Fußi und Rücken dezent es motzen starten. ich sitz bei Hca so nah hinterm Pony, dass die kommunikation idr ohne leine erfolgt und gewiß nicht nach Achenbach im gelände, ich hab eine sehr kurze leine gesichtert an der Reling, meistens liegt die frei über Reling und Pony lauft wie es meint bzw geleitet durch Zuruf/peitsch wird. Akut nehm ich den zum Ausbau Stimme.


    Zum Dressurfahren nehm ich Gig (eh 5cm höher Sitz) und Bockkeil (15cm höher), sitz dann also auf 95 was mit Anspannhöhe 85 relativ gut paßt, jedenfalls trennt der dicke Ponyarsch nicht dauernd die Leinen und ich kann reel einhändig fahren.


    Einhändig ist find ich das fahren generell deutlich hamronischer, ich stell den sommer um von Wurschtel zweilagig (also EInhorn, Tandem, Vierer, Fünfer) auf Achenbach, da fällt halt extrem auf wie die Pony bereits nach paar Meters einhändig anders laufen. ich halt eben leinenlegastehniker und werd das wohl auch bleiben: ich bin nicht in der lage 2 Hände synchron zu nutzen.


    Und ja Buggy ist sitztechnisch einfach nur spitze (also mein aktueller der halt auf mich gebaut wurde), ich hab immer meine Hände auf den Knie liegen und normalerweise die Peitsche im rechten Obershcnekel und auf dem Schlüsselbein liegend, so dass die hand dann wahlweise in der rechten höhe sich auf der peitsche abstützt bzw links frei getragen wrden kann, falls grad leinenvebrindung nach vorn benötigt wird.


    Eva ist peitschen unsensibel und besteht im Sommer auf Vollpanzerung, so dass reeles treiben nur am Bauchnabel funzt und akut wegen der Schulterverletzung wegfällt. leinenverbindung haben wir seit November stark dran trainiert, dass im Gelände eher nicht benötigt und jetzt hab ich rausgefunden, das mit der Leine treiben bei vorn null verbindung sehr gut wirkt, wesentlich besser als peitsch und auch gut abstufbar usw völlig verrückt, weil doch total verpönt? Nun ja, dass was ich da "treib" sind wellenbewegungen, welche die leine (n)-je nach zweck auch sehr gut einseitig nutzbar um ungefähr 1cm aus dem Liegen aufm Poppes "lupfen", somit kann ich Eva zb deutlich besser im galopp halten, wo sie gern zum ausfallen neigt (die ist ein Altherrenpferd und bewegt sich zwar ausdauernd aber tendenziell lsg also erhöhte Ausfallquote richtung trab), ich kann ja sehr gut von hinten beobachten, was da im Maul ankommt: nichts??? Eva ist auch maulsensibel, die würd gewiß sehr deutlich melden, wenn ihr was nicht gefallen würd.Das tolle am Kutshcfahren ist ja die große bandbreite, wenn ich wieder gesund bin, werd ich bestimmt keine Probleme haben wieder reel Dressur zu fahren aufm Platz nur so halb einhändig und ohne peitsch fällt das akut nunmal weg und außerdem wollt ich schon immer dass mein Pferd leinenlos gut bis sehr gut fahrbar ist.

  • So ungefähr habe ich mir die Diskussion hier vorgestellt:-)


    Nicht ganz im Thema: Bennyblue und ich werden uns wohl nie eins hinsichtlich der Zweckbestimmung und der Tarierung eines Sulkys. Hier kann ich ohne große Ausgleichsbewegungen in Schritt und Trab fahren ohne daß die Scheren nicken. Ich fahre in leicht unebenem Terrain. Will sagen: die Tarierung ist kein Hindernis für das Dressurfahren hier. Warum das bei Dir anders zu sein scheint verstehe ich noch nicht, glaube aber, daß das mit der relativen Scherenlänge zu tun haben könnte. Ich fahre ausgesprochen lange Scheren (1,50 m) und schätze den Abstand zum Pony. Fände ich eine Möglichkeit, etwas komfortabler zu sitzen, wüßte ich auch nichts, was gegen einen Langstreckeneinsatz spräche - es sind wohl einige Distanzfahrer mit Sulky unterwegs. Generell wäre es von Vorteil, wenn man die Körperhaltung verändern könnte, um Verkrampfungen entgegenzuwirken. Man kann nicht stundenlang als Statue unterwegs sein ohne hinterher bös dafür zu zahlen.


    Die Geschichte mit dem Leinentreiben nehme ich staunend zur Kenntnis. Wenn es ginge, wären Versuche, die den Druck der treibenden Leine im Maul messen würden, gut. Aber das ist wohl einfach zu schwierig.

  • ich hab null Problem einen Sulky egal welcher Bauart im Gelände schwebend zu tarieren und dabei auch noch eine halbwegs vernünftige Leinenverbindung zu haben, also völlig ausreichend um präzise um die Kurve zu kommen oder den weg meiner Wahl zu treffen, zumal Pony ja eh mitdenkt. Aber beim Dressurfahren hat das pony nicht zu denken sondern exakt das zu machen was ich grad verlang "vorn geht es um kurve, okay, sie will das ich außen laufe, Logisch innen ist ja arg uneben...ist was ganz anders wie präzise die gleiche Aktion sinnfrei auf grüner Wies!!) und ich konzentriere mich auf leinen und Peitsch voll, da ne falsch tarierung zur Unzeit (zu weit vorgeneigt um vorn Peitsche verwahrend anzulegen oder so) gibt irritation im Ponyrücken und zack rausgehoben beim leinen aus der Hand kauen, was rechtsrum eh seine Tücken hat oder so in der Art. Und beim Langstreckengalopp langsam bzw Bahnarbeit nervt mich diese "gautscherei" des Sulky. Wenn Galopp am Sulky dann am besten dezent bergauf und gut ist. Die meisten Distanzfahrer, die ich kenne, joggen zwischendrinn durchaus mal paar km neben dem Zugtier her, insofern hohlen die sich so ihre Entlastung von der eintönigen Sitzposition.


    Leinentreiben: eben weil die Leine verbindungslos zwischen Kandare und Halsriemenring durchhängt kann ich von hinten seitlich gut sehen, das etwaige Wellen durch beide Leinenringe hintereinander perfekt und endgültig gebrochen werden ankommen tut da nichts am Maul, aaaber es ist hier eine akzeptable Notlösung und hat sehr wenig mit dem beherzten Leinen auf Arsch klatschen diverser Anfänger zu tun. Wenn die Wellen bewegung Leine nämlich oberhalb der 5cm ist, fangen die Leinenringe die nicht mehr komplett ab und ein Anfänger hat irgendwelches leinenmaß und achtet nicht gezielt drauf den rechten bogen zwischen Ring und kandare zu haben vorm treiben. Und mit klatschen hat einen Wellenlinie von 2cm Höhe in der leine auch nicht viel zu tun, keine Ahnung warum das tier da soo gut drauf anspricht, jedesfalls Schmerzen halt ich für ausgeschlossen, Bei uns vermute ich, dass Pony hier die Wellenbewegung Leine mit dem normalen Peitschentreiben gleichsetzt und die gute Reaktion akut vielleicht noch mit der Überraschung zusammenhängt, da sie ja weiß, dass mit "Panzer"/Insektenschutzdecke eigentlich kein Peitschetreiben möglich ist.

  • Bennyblue


    Danke für die Erläuterungen, ich verstehe es jetzt besser. Ich muß trotzdem noch einmal etwas bohren. Mein "Dressurtraining" findet notgedrungen im Gelände statt und ist immer ganz kurz, also kann ich mich da von tieferer Erfahrung freisprechen. Trotzalledem hatte ich bisher nicht den Eindruck, daß mich die Bauart des Wagens an Erfolgen hinderte - hätte ich einen Einachser dahinter, würden wir durch das Rumpeln wohl auch gestört werden. Einen richtig feinen Platz haben wir noch nicht besuchen können, auch wenn es schön wäre.


    Was den Galopp angeht, sind meine Erfahrungen ähnlich - besonders schön ist das nicht. Aber Langstrecke fände hier sowieso kaum im Galopp, sondern eher in Schritt und Trab statt. Tatsächlich überlege ich jetzt, ganz un-achenbachisch zeitweise neben dem Sulky zu gehen. Das Korrekturpony kann das und der Frischling wird's lernen, falls er es noch nicht kann.


    Ich verstehe auch das Leinentreiben jetzt, nachdem Du erklärt hast, wie Du die Nicht-Verbindung zum Maul herstellst. Tatsächlich hatte ich eher an eine Abart des Troika-Antreibens gedacht, wo die Leinen ja mit Knöpfen versehen sein sollten und zum Antreiben gebraucht werden.

  • Also bei -20°C hab ich ebenfalls null Verbindung zum Pferdsmaul generell außerdem eh gelände gefahren werden die pferd sich selbstständig die beste Spur suchen und bei dickem WInterfell wird man wohl schwere leinen benötigen um durchzukommen und ich stell mir schwere Leinen an sich in Punkto aufschwingen und so eh recht brauchbar vor, grad wenn ohne konstante Maul-Hand-Verbindung genutzt. Man muss da unterscheiden zwischen dem bißle Troika-Show im Kurort und Troika als Alltag in unwegsamem Gelände bei Minus und gegen die Uhr....ganz gewiß waren da die Außenpferde nicht massiv nach außen ausgebunden usw.


    Unterschied Zwei zu Einachser in Punkto rumpeln, das eine bist du selber weil du durch Peitschennutzung/Oberkörperdrehung was an der tarierung veränderst das andere ist halt rumpel und losgelöst vom Fahren bzw deiner EInwirkung aufs Pferd. Und gescheit Dressurfahren geht halt eben eh nicht vom Sulky aus, weil deine Hände zu tief sind und der ponyarsch generell die leinen zweiteilt. Ich kann aus der Sitzposition extrem schlecht links Pony am ausfallen hindern, weil ich ja komplett übers Pony rüber muss....ich Leinenlegastheniker hab da immer eine Leinenmaßveränderung, könnt aber auch an mir liegen.....wird nur über die letzten 10 Jahre nicht deutlich besser trotz üben.

    Und Dressur kannst im gelände zwar fahren, aber die wirklichen Schwierigkeiten bemerkst halt erst wenn du freie Fläche mit 80 m befestigt und nun reifen nass und bitte diagonal fahren kannst....du wirst entsetzt sein welche Schlangenlinie da rauskommt.....im Wald korrekt um die kurve ist simpel, 12m Volte auf Asphalt mit nassen reifen bildend....in der halle 70 m Banden parallel mit 10cm Abstand ist auch feine Sache viiiel schwieriger als draußen mit 1 rad 70 m auf der Bürgersteigkante von 10cm.

  • ich fahre seit ich das Brevet habe (das ist wohl in Deutschland das Fahabzeichen oder ähnlich) nur noch nach Achenbach ob 1 oder 2 Spännig , ob Tandem oder ganz selten 4 Spännig.

    Ich erlebe nicht, dass ich mehr in den Händen hätte. Ich muss aber sagen ich farhre oft in der Dressurhaltung, viel einhändig und ganz selten in den Gebrauchshaltung.


    Unterdessen wo ich die Leinengriffe mit verbundenen Augen beherrsche, fällt mir es so zu fahren viel einfacher.


    Tipp meinerseits, am Abend vor dem TV einfach mal 10 Minuten mit 2 Seilen die Griffe üben.... Man muss auch gar nicht gross ein Fahr-Lehrgerät basteln, es reicht wenn man die Enden an einem Tischbein befestigt, es geht nur darum die Griffe zu üben. Je routinierter man sie beherrscht, je feiner die Hand.

  • :)


    Ich war heute kurz mit dem Sulky unterwegs und habe extra darauf geachtet, was ich mit meinem Körper mache, wenn ich Peitschenhilfen gebe: ich sitze recht statisch, verdrehe weder den Oberkörper noch neige ich ihn. Allerdings beschränkten sich heute die Peitschenhilfen auf ein kleines bischen Peitsche kreiseln lassen auf Scherenhöhe, um das Korrekturpony zu einem konstanten Trab anzuhalten. Ich muß da nicht viel machen - Korrekturpony ist sozusagen peitschensensibel. Werde aber weiter schauen, um das besser beurteilen zu können.


    Was unsere Vorstellungen von Dressur angeht - sie liegen weit auseinander. Ich habe sozusagen Minimalansprüche und betreibe das, um das Pferdchen ein wenig zu gymnastizieren. Begonnen habe ich mit einem einseitig sehr steifen Pferd, das wie ein Brett in der Kurve lag. So haben wir dann angefangen, Biegungen zu fahren - größere und kleinere. Da ist Ponylein wohl zum ersten Mal ein kleines Licht aufgegangen, daß Fahren nicht bedeutet, wie irrsinnig in der Gegend herumzurennen, sondern manierlich einem vorgegebenen Weg zu folgen. Auch die Lenkung haben wir damit verbessern können, auch wenn's die S-Fahrer eindeutig besser können als wir. Da sieht das so natürlich und leicht aus...


    Heute konnten wir zum ersten Mal rückwärts etwas rangieren, d. h. in einen abzweigenden Weg zurücksetzen, um die Straße zu räumen. Super Pony:-) Natürlich nicht zu vergleichen mit den Arbeitspferden, die die Wagen in die Scheune drücken, aber zumindest ein Anfang ist gemacht. Also: Weihen und Künste streben wir hier nicht an. Und Achenbach in Reinkultur ist halt körperlich ziemlich anstrengend, wenn mit Abstrichen auch möglich.


    Mikado

    Erst gar nicht gesehen...


    Ich werde darüber nachdenken, mich nochmals über die Griffe herzumachen. Die habe ich auch gelernt fürs Fahrabzeichen:-; Ehe es einen falschen Klang hier bekommt - ich bin nicht hier, um das Fahrsystem für schlecht zu erklären - im Gegenteil. Ich möchte ein tieferes Verständnis erreichen, weg vom sturen Griffekloppen und Löcher-in-der-Leine zählen. Ich will, wenn es geht, verstehen, was gemeint ist und es sinnvoll abwandeln können, falls das notwendig oder besser ist.


    Ich will weiter beobachten, ob ich immer noch meine, in Grundhaltung mehr Gewicht auf der Hand zu haben als in Dressurhaltung. Ich bemühe mich wirklich um eine ständige Anlehnung mit minimaler Krafteinwirkung von hinten - nicht mehr als beim Reitpferd. Schaffe ich in Grundhaltung nicht bisher.

    Edited once, last by Ardennerin ().

  • Achenbach versteht man wenn man damit fährt, wobei ich im 2 Spänner nicht ganz korrekt nach Achenbach mit meinen Ponys gefahren bin.


    1. Pony eher faul, aber grösser und länger

    2. Pony, kurz kompakt, kleiner und übermässig fleissig


    Ich hatte am Marathonwagen eine Spielwage jedoch liess die nur ca 5cm Spiel zu, das reichte auch mit dem Leinenausgleich nie gescheit. Der faulere liess sich immer klein wenig nach hinten fallen, das fleissigere hat gezogen wie ein Weltmeister, der faulere entzog sich so auch galant den Leinenhilfen.

    Fazit ich hatte dann den Aufhalter vom fauleren 1 loch kürzer als das vom fleissigen, das löste alle Probleme....


    Manchmal muss man auch etwas pragmatisch sein in den Lösungen.


    Die Leinenhaltung nach Achenbach machte für mich insofern auch Sinn, weil ich bemerkte dass man in der Tat maulschonender fährt, wenn man die Hände so hält wie nach Achenbach. Ich konnte einfacher in Biegung fahren, die Ponys besser stellen.


    Natürlich geht Achenbach in der Landwirtschaft/Forst nicht, dort hat man andere Schwerpunkte

  • Siro

    Das war eine augenzwinkernde Anleihe an die Titel einer recht bekannten Buchreihe "... für Dummies" aus dem Wiley-Verlag, die für die kompetente, aber etwas unernste Vermittlung von Grundlagenwissen, vor allem in der angewandten Informatik (Office-Programme, etc.) berühmt geworden ist.

  • Ich finde die Dressurhaltung sehr ermuedend und ungenau, jedesmal wenn man den Kopf dreht, veraendert sich leicht die position der Haende.

    Dann drehst du nicht den Kopf, sondern den ganzen Oberkörper. Eigentlich ist die Dressurhaltung doch nur eine etwas breitere Grundhaltung, die genau so ermöglicht, präzise zu fahren. Ganz anders als in Bierkutscherhaltung jede Leine separat.

  • kaidan wenn ich angehaengte Geraete beobachten, oder auch nur die Umgebung angucken will, die in meinem Blickwinkel von mehr als 60 Grad (zu einer Seite) liegen, muss ich mehr als nur den Kopf drehen. Zusaetzlich ist es vorteilhaft, eine Hand frei zu haben, um Geraete zu bedienen oder Insekten abzuwehren. Soviel Woelfe wie es bei Euch hat, solltet ihr ja immer eine Hand am Abzug haben... ;)

  • kaidan wenn ich angehaengte Geraete beobachten, oder auch nur die Umgebung angucken will, die in meinem Blickwinkel von mehr als 60 Grad (zu einer Seite) liegen, muss ich mehr als nur den Kopf drehen. Zusaetzlich ist es vorteilhaft, eine Hand frei zu haben, um Geraete zu bedienen oder Insekten abzuwehren. Soviel Woelfe wie es bei Euch hat, solltet ihr ja immer eine Hand am Abzug haben... ;)

    :* :* :*

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Also, ich fahre auch weitgehend nach Achenbach - mit leichten Abweichungen.

    Zum Beispiel sind meine kleinen Finger nicht mit einbezogen, da ich dort Arthrose habe und das auf Dauer schmerzt. Und ich möchte nicht wissen wie oft mir meine Fahrtrainerin auf die Finger kloppen würde weil ich die Hände nicht ordentlich genug halte.

    Inzwischen fahre ich auch öfter einhändig (zumindest im Gig) um meine rechte Hand mal zu entlasten. Auf dem Platz übe ich das einhändig Fahren auch immer wieder.

    Mogli macht sich ganz gerne mal rechts etwas fest, daran lässt sich aber leichter in Dressurhaltung arbeiten, aber ich würde nicht sagen, dass ich einhändig mehr in der Hand habe.

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