aktueller (2020) Pferde- und und Maultiereinsatz der Schweizer Armee

  • "Die Digitalisierung hat
    viele Vorteile, ist gleichzeitig
    aber auch sehr verletzlich. Das
    digitale System kann lahmgelegt werden und dann funktioniert fast nichts mehr. Fällt zum
    Beispiel der Strom aus, kommt
    es über kurz oder lang zu Engpässen in der Treibstoffversorgung. Wann immer das digitale
    System angegriffen wird und
    versagt, müssen wir auf zuverlässige analoge Mittel zurückgreifen können"
    sehr gut erkannt von der Schweizer Armee, wenn das nur mal alle verstehen würden

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • ;) Ich weiß nicht, ob es nur am Verstehen hapert. Ich meine immer, das sei eine Frage von Prioritäten - billiger Massenramsch mit viel Piepen und Blinken ist besser zugänglich als solide Dinge und meist zu einem Bruchteil der Kosten zu haben. Nur wehe, wenn das Zeug nach kurzer Zeit den Geist aufgibt...


    Davon ab - auch ich bedanke mich für den Artikel und wünsche allen Beteiligten, daß die Einsätze immer zivil bleiben mögen.

  • "Die Digitalisierung hat viele Vorteile, ist gleichzeitig aber auch sehr verletzlich. Das digitale System kann lahmgelegt werden und dann funktioniert fast nichts mehr. Fällt zum Beispiel der Strom aus, kommt es über kurz oder lang zu Engpässen in der Treibstoffversorgung. Wann immer das digitale System angegriffen wird und versagt, müssen wir auf zuverlässige analoge Mittel zurückgreifen können"
    sehr gut erkannt von der Schweizer Armee, wenn das nur mal alle verstehen würden

    Worüber ich einmal schmunzeln musste:


    Vor einigen Jahren hat mir ein Schweizer Milzoffizier eine vormals angeblich lange Zeit streng geheim gehütete Schweizer Verteidigungsstrategie verraten:

    Im Falle des Drohens eines Einmarsches einer feindlichen Macht waren die Schweizer Milizeinheiten darauf vorbereitet, innerhalb kürzester Zeit, sämtliche Ortstafeln, Straßenschilder und Wegweiser abzumontieren und an anderer Stelle anzubringen. Man wollte so dem Feind die Orientierung erschweren.


    Ich glaube, dass heutzutage diese Strategie im Falle des Ausfalls des digitalen GPS noch besser funktionieren würde, als in Zeiten, in denen man noch mit Bussole und Kompass zu arbeiten gelernt hatte:

    Überall stünden Orientierungslose herum, die nicht wüssten, wo sie überhaupt sind.

    Lange Ohren sind meine Leidenschaft! Deine auch?

  • Das war ja auch schon einer der Tricks, den die Tschechen bei der Invasion der Roten Armee beim Prager Frühling angewandt hatten (in welchem Jahr war das noch mal ??).


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Ich weiß nicht, ob es nur am Verstehen hapert. Ich meine immer, das sei eine Frage von Prioritäten

    Ardennerin , hat nix mit Prioritäten zu tun, wenn der Strom ausfällt ist über kurz oder lang Schluß mit Digital. Egal wo! Dann funktioniert keine Wasser- Abwasserversorgung mehr und der Verkehr bricht zusammen, es sei denn du nimmst das Pferd/ Esel/ Kuh. Wir haben das mal bei der Feuerwehr durchgespielt. Nach 4Stunden (früher 8) wird es kritisch.

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • Man muss aber unterscheiden zwischen militaerischen und zivilen Kommunikations- und Versorgungssystemen. Militaerische Systeme sind normalerweise so gebaut, dass sie autark arbeiten koennen. Wir schleppten immer zwei grosse Generatoren mit, einer als reserve, und wenn wir das System im Betrieb hatten, mussten die armen Schweine jede Stunde 100 Liter Diesel mit dem Kanister nachtanken...


    Hier in der Prairie ist es ziemlich ueblich, dass man einen Generator fuer den Notfall hat. Gerade wenn es bei einem Wintersturm die Masten knickt, muss man zusehen, dass die Heizung laeuft, damit das Wasser im Haus nicht einfriert und dann die Leitungen bersten.

    Auch 2-Weg und CB Funkgeraete sind hier ziemlich verbreitet, weil die Mobilfunknetze nicht so Lueckenlos wie in Europa sind.


    Aber zurueck zum Thema: ganz klar schlaegt das Pferd den Helikopter bei schlechtem Wetter, sowie mit dem verursachten Laerm, allerdings sieht man die Pferde auch ziemlich gut mit Infrarotkameras.

  • Das war ja auch schon einer der Tricks, den die Tschechen bei der Invasion der Roten Armee beim Prager Frühling angewandt hatten (in welchem Jahr war das noch mal ??).


    A. Nemitz

    In der DDR gab es jede Menge Geheimobjekte: Russische Armee, Deutsche Arme, Regierungs-Atombunker....
    Regelmäßig waren in der näheren Umgebung solcher objekte die Karten absichtlich falsch - Wege falsch, Dörfer versetzt wegen der Kirchtürme als Bezugspunkte. In der Nähe des Atombunkers waren sogar Magnetnadelablenker im Boden versenkt. Da hat die Kompassnadel nur noch wie verrückt gedreht. Einmal hatte ich mich so verritten, dass ich an so einem Objektzaun landete ohne im geringsten noch zu wissen, wo ich bin. Ein Posten kam und sagte, ich solle verschwinden. Ich sagte, ich würde das gerne tun,wenn er mir freundlichst den Weg weisen würde. Er darauf: "Das darf ich nicht". Da bin ich abgesessen, habe meine Verpflegung ausgepackt und gesagt, dann möchte er bitte seinen Vorgesetzten holen, ich könne nicht einfach ins Blau reiten und wäre erschöpft. - Hab dann in Ruhe erst mal gegessen.
    Da war der ratlos. Hat dann doch die Richtung gezeigt, dort käme dann eine Straße. - Ich: "...die wohin führt?". Das dürfe er nicht sagen. Ich: "Aber das sehe ich ja dann sowieso?" - "Nein, trotzdem dürfe er nichts sagen".
    Absurdistan auf DDR-deutsch.
    Erst nach der Wende habe ich erfahren, dass dort der Regierungs-Atombunker war.

    Es gab mal einen Film über die Schweiz. Dort gibt es jede Menge Bunker, die täuschend echt als Almhütten, Heustadel und dergleichen getarnt sind.

  • Wenn das Ganze nicht zu furchtbaren Folgen führen könnte, wäre es ja einfach nur noch lächerlich:-; und auf dem Niveau von Grundschülern, die Cowboy und Indianer spielen.

  • Ich glaube, dass heutzutage diese Strategie im Falle des Ausfalls des digitalen GPS noch besser funktionieren würde, als in Zeiten, in denen man noch mit Bussole und Kompass zu arbeiten gelernt hatte:

    Überall stünden Orientierungslose herum, die nicht wüssten, wo sie überhaupt sind.

    Oh ja. Das wird spaßig.

    Nimm einem das Navi weg und schau was passiert ... :thumbsup::saint:


    Ich bin vor 1 Jahr mit einer Fahranfängerin richtig holländische Grenze gefahren. Auf der Autobahn fiel es mir noch nicht so sehr auf, aber als wir runter waren, schaute sie (gefühlt) mehr aufs Navi als auf die Straße. Auf meine Frage, warum, kam die Antwort: "Sonst weiß ich doch nicht wann die nächste Kurve kommt und wie die Straße verläuft."

    Nach dem sie zum drittenmal andere Verkehrsteilnehmer erst mit meiner Wahrung bemerkte habe ich auf einen Fahrerwechsel bestanden.

    Kurze Zeit später viel das GPS aus und sie wusste sich mit den Straßenschildern nicht zu helfen.

    Wieder Zuhause, habe ich ihrem Vater berichtet. Darauf bekam sie Kartenunterricht und musste noch mal auf begleitetes Fahren umsteigen.

    Inzwischen fährt sie gut und sicher.

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Ich sage auch beim Autofahren immer : Navi macht dumm. Und mit Pferd unterwegs ist das für mich GPS auch ein Stilbruch. Karte und Kompass muss.

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