Hat jemand Erfahrungen zu Schlemmer Lissy?

  • Oh klasse, eure Tips probier ich nachher mal aus!

    Für den Gr8ßen hab ich aber noch kein Geschirr (wird ein Sieltec) - da kann ich an keinem Selett was messen. Gibt es einen Punkt am Körper, über bzw unterhalb dessen die Anzen nicht sein sollen?

  • Hallo,


    die Tragaugen bringt man am besten kurz oberhalb der dicksten Stelle des Ponybauchs an. Bei dem Schecken in Hamishs Profilbild ca. im Bereich des weißen Fells auf Seletthöhe. Bei Sieltec kann man die Tragaugen frei positionieren, aber sie sollten nicht unter der breitesten Stelle des Bauches sein und auch nicht zu weit oben, sonst hat das Pony keine Führung durch die Anzen.


    Gruß Tina

  • Du kannst dein Hamish-Selett problemlos auf den großen legen, das Oberteil, dh Abstand Leinenaugen ist hier bis jetzt bei allen Geschirren gleich gewesen. ich hab Tragaugen knapp unterhalb Leinenaugen angebracht. Tragaugen unterhalb vom Buggelenk fand ich bisher irgendwie nicht gut zu fahren, obwohl ich das bis jetzt nicht festmachen konnte warum?

  • Mir ist aufgefallen, dass in England und USA die Tragaugen immer mittig Leib sind, also an der dicksten Stelle. Da solltest du auch messen, denn wenn du weiter oben misst (wie hier meist angespannt wird) , wird es zu eng, falls Du beim Austarrieren doch runter mußt. Etwas zu viel kann man immer mit einer Selettunterlage ausgleichen, aber zu eng geht gar nicht.

    Das Messen ist simpel:
    Selett drauf, Zollstock abknicken und auf's Selett auflegen, so dass die abgeknickte Seite anliegt. Auf der anderen Seite ein Lot anlegen (Schnur mit schwerer Schraube), Mit Markierstift die gemessene Position auf dem Zollstock anzeichnen, ablesen, fertig.

  • Dein Ziel muss sein beim Shetty maximal hoch zu kommen und bei groß maximal runter bzw überhaupt mal rauszufinden von wieviel Differenz wir da reden und auf Papier rechnen wieviel cm sich durch 20 cm unterschiedlich Anzenlängen ausgleichen lassen. Es kann zb gut sein, dass das Shetty im ortscheid zu hoch kommt und du das kleintier mit Umlenkrolen tiefer anspannen musst und für groß den ortscheid nutzt. Keins meiner Tiere hat 55cm bisher gehabt gewiß nicht bei hochanspannen, höchstens bei tiefer Buggelenk.

  • Ich würde gerne mitkommen, Bennyblue!


    Wie muß ich das mit dem "zu hohen Ortscheit" beim Shetty verstehen bzw. was hat das mit der Tarierung zu tun?

    Und woher kommen plötzlich die 55 cm?

    Und wie kann es sein, daß man mit Umlenkrollen tiefer anspannt als am Ortscheit - wenn die Umlenkrollen irgendwo in unmittelbarer Scherennähe sind, was ich annehme?


    Bitte, hilf mir auf.

  • Zu hoch wäre, wenn das Ortscheit höher liegt als das Brustblatt, die Zugrichtung also aufwärts geht? Ob man mit Rollen tiefer kommt dürfte von der Bauart des Gig abhängen.

  • Das Shetty ist für die Lissy zu klein, dh bei normal angebrachten ortscheid, wird vermutlich die Zugrichtung aufwärts verlaufen. Umlenkrollen sind ein billiges erprobtes Mittel schnell einen "ortscheid" höher oder tiefer anzubringen. Der Ortscheid an der Lissy scheint tendenziell höher zu sein, jedenfalls kenn ich bereits 2 Leut welche mit isi auf umlenke gewechselt sind. Mit ein bißchen Suchen finde ich an jedem Gig Punkte um via Umlenke bis auf Achshöhe runterzugehen.

    Hamish kam auf 55cm vorn Anzenbreite, dass ist zwar für ihr Vorhaben mit sehr unterschiedlichen Zugtieren zu fahren super, weil 55 cm war hier der Wert für G-Pony, aber bei K-pony hab ich das noch nicht gefunden und grad bei Frischling fährt es sich einfach besser wenn die Anzen anliegen, Schlemmeranzen in der Breite korrigieren ist erschwert, die Dinger sind relativ tückisch. Man muss auch immer bedenken durch die federung geben die Anzen ja vorn in jede Richtung 10 nach, dh auch die breite lässt sich um 10 cm aufdehnen.

  • Eigentlich geht nur um die Breite auf Anspannhöhe am Selett, aber es ist gewiß sinnig auch mal die breiteste Stelle vom Pony zu wissen, Eva hat hier das halbe Jahr mit dne Rippen gezogen, wobei mittlerweile ist zwischen Schere und Bauch gewohnt viel platz...viele Shetten ziehen anfangs mit den Rippen, weil die für die Standardscheren deutlich zu breit/fett sind, nur haben sich deshalb bei mir praktisch noch nie Pony beschwert und nach 3 Monaten passt die Schere eh, weil sich der Speck umverteilt, deshalb hab ich mich daran meßtechnisch noch nie versucht....Hamish müsste einen Wert zwischen 45 und 40 erreichen.

    Edited once, last by Bennyblue ().

  • Das Shetty ist für die Lissy zu klein, dh bei normal angebrachten ortscheid, wird vermutlich die Zugrichtung aufwärts verlaufen. Umlenkrollen sind ein billiges erprobtes Mittel schnell einen "ortscheid" höher oder tiefer anzubringen. Der Ortscheid an der Lissy scheint tendenziell höher zu sein, jedenfalls kenn ich bereits 2 Leut welche mit isi auf umlenke gewechselt sind. Mit ein bißchen Suchen finde ich an jedem Gig Punkte um via Umlenke bis auf Achshöhe runterzugehen.

    Hamish kam auf 55cm vorn Anzenbreite, dass ist zwar für ihr Vorhaben mit sehr unterschiedlichen Zugtieren zu fahren super, weil 55 cm war hier der Wert für G-Pony, aber bei K-pony hab ich das noch nicht gefunden und grad bei Frischling fährt es sich einfach besser wenn die Anzen anliegen, Schlemmeranzen in der Breite korrigieren ist erschwert, die Dinger sind relativ tückisch. Man muss auch immer bedenken durch die federung geben die Anzen ja vorn in jede Richtung 10 nach, dh auch die breite lässt sich um 10 cm aufdehnen.

    Es gib mit Steckanzen!!! Da ist die Breitenregulierung sehr einfach. Ich habe sogar enger Anzen von einer anderen Gig eingesteckt. Passt auch. Natürlich muss man an der Höhe auch rumschrauben. Von daher kann man fast auch gleich die kompletten Anzen tauschen - 2 Paar machen lassen.
    Mir wäre aber das dauernde Rumschrauben zu lästig. Ich würde lieber für jedes Tier ein passendes Gefährt kaufen - für das Kleine einen Sulky.

  • Steckanzen würde ich meiden wollen, wegen der Vorlastigkeit. Generell denk ich, dass das Vorhaben 1,50 und 1,15m sehr ambitioniert ist besonders von jemand, der im Prinzip von Tarierung keine Ahnung hat. Es sind Anspannhöhen von ~1,15 und 0,9-0,95 an einem Wagen zu kombinieren mit Anzenlängendifferenz von 20cm. Also 20 cm unterschiedliche Anzenlänge muss durch 20 cm unterschiedliche Anzenhöhe aufgefangen werden, ich hab noch kein Papier bemüht, denk aber das kommt nicht hin, was bedeutet, das bei jedem Wechsel die tarierung neu justiert werden muss. Geht ist aber Aufwand, somit wird eher nicht täglich umgespannt. ich hatte zu Hochzeiten 2-3*/Woche auseinandergebaut und zusammen und ich musste dabei jedesmal neu tarieren, das war kein Spaß und hat mich routiniert immer nochmal 15 Minuten Zusatz gekostet.

    Und das Ergebnis war halt different zwischen akzeptabel und traumhaft. Heut vermeide ich auseinanderbauen und tarier nur 1*/3 monatlich, wobei seit ich 2cm längere Anzenschrauben hab (sind heut serienmäßig) ist tarieren ein Kinderspiel geworden.

    Und dann beide Pferde bis jetzt nicht gefahren!!!! Klein mit großen Wagen einfahren suboptimal aber kein Problem....nur groß mit zu kleinem Wagen als Frischling ist mutig. ich hab Lissy bisher nur mit totbraven Zugtier "gehinkt" (stm 1,35-1,40) insofern kann ich den Wagen gar nicht beurteilen, vermute aber das der Wagen mit zu großem Zugtier grenzwertig wird. 10 cm Stm sind eine Welt und keine Nuance.

    In meinem Gelände bietet sich zu großer Karren halt eben echt nicht an, wenn man überall langkrautert. Und mit 1,25 Spur komm ich hier auf dem Radweg usw auch nur erschwert zurecht.

    Ich hätt für klein Zazou besorgt und für groß im netz geforscht, das gibt es öfter billige Gigs mit Blattfederung im Bereich 300-500€ und passenden Maßen, sonst spätestens bei Fohlenwagen wird man günstig und komfortabel für groß fündig.

  • Bennyblue ,

    danke für deine offenen Worte!

    Die Lissy ist bis 1,48 angegeben, und da ist mein größerer etwas drunter. Daher hatte ich das nicht als Problem gesehen.

    Alles andere: yepp, da werd ich mich jetzt mal an das Geodreieck setzen und dann nochmal mit Herrn Schlemmer besprechen.

    Gute Punkte, danke!

    Unser Gelände hier besteht fast ausschliesslich aus Spurbahn, und wo ein Trecker durchkommt, sollte es für mich auch passen. Ich muss etwa 100m den Radweg entlang, dann eine Straße überqueren, und ab da ist Spurbahn. Das stellt daher nicht das Problem dar, denke ich.

    Beim Austarieren lass ich mir noch was einfallen...

    Meine letzte Idee war, daß ich die Anzen für den Kleinen bestelle, und wenn geliefert wird, soll Herr Schlemmer mal gucken, wie wir das mit dem Großen lösen.

    Du hast aber sicher Rechht: die Bestellung sollte gut durchdacht sein.

    😁

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