40 Mile Flats, Canadian Rockies

  • Meine Juengste war auf einem einwoechigen Trip in die Berge als Helfer/Pferdeknecht.

    Erster Tag: 100km Anfahrt, 50 km davon Schotterstrasse. Pferde und Wagen ausladen und bereit machen. Die Fahrt von der Stageing Area zum Camp dauert 4 Stunden, alles im Schritt. Mehrmals muessen Fluesse und Baeche ueberquert werden, sei es ueber Bruecken oder Furt. Nach der Ankunft koennen die Pferde grasen unddas Camp wird errichtet. Als Schlafgelegenheiten dienen die Wagen sowie Zelte. Ein Elekrozaun wird um das Camp gezogen, um die Baeren fernzuhalten.

    Fortsetzung folgt...

  • Hallo,

    schöne Gespanne, Tolle Landschaft,:thumbsup:

    aber Western Live 2020, ja richtig, die fahren ja mit Gummireifen :-]

  • Mit den Wagen ist sicher kein Concour d'Elegance zu gewinnen, aber dafuer erfuellen sie den Zweck. Bei den meisten Wagen betraegt die Watttiefe 3 Fuss (90cm) damit ein Fluss durchquert werden kann ohne das Risiko einzugehen, dass der Wagen aufschwimmt und die Pferde mitreisst. Die Raeder stammen meist von Gelaendewagen und sind relativ gross, breit und weich, damit sie besser ueber den manchmal weichen, manchmal steinigen Untergrund rollen. Die Mehrheit dieser Wagen ist gebaut aus einem Ackerwagen-Fahrgestell mit Achsschenkellenkung, was das Deichselschlagen verhindert auf unebenem Grund. Auch ist die Kippgefahr bei dieser Lenkung kleiner, was wichtig ist bei Wagen mit hohem Schwerpunkt. Der Wagenkasten ist federnd auf das Fahrgestell aufgebaut. Haeufig passt der Wagen mit abgebauter Plane und Boegen in den Stocktrailer, So koennen Pferde in einem Abteil und der Wagen im anderen auf einmal transportiert werden.

  • Cool, und die Landschaft….

    Ich habe selbst Verwandtschaft in Canada und war schon ein paar mal drüben, das wäre echt eine Alternative zum Ländle.

  • Am zweiten Tag mussten die Girls dann frueh raus um die Pferde zu fuettern, putzen usw. Gefuettert werden Heuwuerfel, um kein Unkraut einzuschleppen. Nach dem Fruehstueck gings dann auf einem Halbtages-Ritt nach der gestrigen relativ anstrengenden Anreise. Die Mehrzahl ritt ohne Sattel. Zurueck im Camp wurde Brennholz fuer den Rest der Woche gemacht, zum Teil mit Hilfe der Pferde angerueckt.

    Diese Woche war die Gruppe klein, nur die beiden Outfitter/Guides mit ihren Gespannen sowie ein Ehepaar mit einem Gespann plus 2 Reitpferde, Normalerweise nehmen bis zu 20 Reiter/Fahrer teil.

    Bilder kommen noch mehr, muessen zuerst formatiert werden.

  • Hallo,

    Naturschutzgebiet ? Von wegen kein Unkraut einschleppen?

    Gibt es dann auch irgendwelche "Bestimmungen" ?

    Ja Bitte noch weitere Bilder hier einstellen.

    Ist ja für uns "Europäer" sehr interessant.:]

  • Unsere Ortschaft ist das letzte Dorf/ Kleinstadt bevor den Rockies, zuerst kommt da privates Landw. Land, dann verschiedene Zonen mit vom Staat gepachteten Weiden, Wald und Provinz und Nationalpaerken. Jede Zone hat verschiene Vorschriften, ob, wie, wann, und mit was sie betreten werden darf.

    Einmal gehts uebers Wasser, das naechste mal durchs Wasser.

  • Seufz! Wie schön das dort ist und wie schön es wäre, dort fahren zu können!

    Danke fürs Einstellen.

  • und wie schön es wäre, dort fahren zu können!

    Ich hatte mal vor Jahren zwei Schwere Warmblüter nach Oregon/USA zu bringen und bin dann mit den neuen Besitzern ein paar Tage in den riesigen Wäldern der "cascades" gefahren, Unendliche Wege, ohne jede Bezeichnung, die man ohne Karte gar nicht fahren konnte. Schönste, einsame Natur. ABER, es gab dort natürlich überhaupt keine Infrastruktur. Man musste alles selbst dabei haben, und sobald das aufgebraucht war, blieb einem nichts anderes übrig, als doch in die Städte zu fahren und sich wieder auf zu proviantieren. Und in diesen Städten ("towns") war es wirklich nicht ratsam, mit einem Gespann aufzutauchen.

    Es hat alles eben zwei Seiten.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Das macht mich jetzt aber doch neugierig - war es da so gefährlich wegen des Verkehrs oder herrschten so rauhe Sitten? Als Mitteleuropäerin kann man sich das so richtig gar nicht vorstellen, glaube ich.

  • Wieso sind Pferde (und Fahrer) derart entspannt?


    Macht die Arbeit brav oder wie geht das sonst?

    die kennen ihre ARBEIT, dazu kommt, das es keine hochgezüchteten Sportpferde sind, sondern Drafthorses.

    und ja, wenn Corona nicht wäre , wär ich jetzt am Yukon;(

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • Proviant wurde fuer die ganze Woche mitgenommen, mit den Pferden zum naechsten Laden waere eine ganze Tagesreise. Auf den mit Fahrzeugen befahrbaren Strassen muss man zu dieser Zeit mit viel Verkehr rechnen, fuer viele ist Campen im Busch das einzige wo sie in der Freizeit machen koennen. Gerade wo so viele wegen dem Virus nicht arbeiten. Seit 2 Monaten faengt am Donnerstag abend die Karawane an, bestehend aus Pickup-Trucks mit Wohnwagen, Quadtrailer oder Stocktrailer, ziehen Richtung Westen. Und am Sonntagnachmittag herscht dann das totale Chaos im Dorf, wenn alle auf einmal nach Hause wollen.

  • Ich hatte mal vor Jahren zwei Schwere Warmblüter nach Oregon/USA zu bringen und bin dann mit den neuen Besitzern ein paar Tage in den riesigen Wäldern der "cascades" gefahren, Unendliche Wege, ohne jede Bezeichnung, die man ohne Karte gar nicht fahren konnte. Schönste, einsame Natur. ABER, es gab dort natürlich überhaupt keine Infrastruktur. Man musste alles selbst dabei haben, und sobald das aufgebraucht war, blieb einem nichts anderes übrig, als doch in die Städte zu fahren und sich wieder auf zu proviantieren. Und in diesen Städten ("towns") war es wirklich nicht ratsam, mit einem Gespann aufzutauchen.

    Es hat alles eben zwei Seiten.


    A. Nemitz


    Das macht mich jetzt aber doch neugierig - war es da so gefährlich wegen des Verkehrs oder herrschten so rauhe Sitten? Als Mitteleuropäerin kann man sich das so richtig gar nicht vorstellen, glaube ich.

    Nein, nein, da wird nicht gleich geschossen, es ist nur der Verkehr, die Unmöglichkeit, das Gespann zu parken. Der große Gegensatz: da die fast unberührte Natur, dort die moderne Stadt.


    Im Vergleich zum Reisen mit Pferd und Wagen hier in Oberbayern oder in der Toskana (sicher gibt es noch viele andere ähnliche Landschaften) sind auch die Siedlungen noch näher eingefasst in die Landschaft. Man findet im Dorf noch Bauernhöfe, in deren Stallungen man die Pferde einstellen kann, oder in der Toskana die vereinzelt liegenden Agriturismi, in denen man leicht B&B sowie häufig auch Unterkunft für die Pferde bekommt.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

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