Woran erkennt man gutes Mineralfutter?

  • Hallo,


    ich bräuchte mal Eure Hilfe in Sachen Mineralfutter/- versorgung.


    Bisher sah unsere Fütterung sehr simpel aus, es gab für unsere Noriker (9 Jahre) nur Gras und Heu.

    Außerdem liegen noch je einen Salz- und Mineralleckstein im Stall oder auf der Koppel.

    Ab und an gibt's zusätzlich noch ein bisschen Müsli.


    Wir konnten dieses Jahr durch die Trockenheit leider nur sehr wenig Heu ernten. Glücklicherweise können wir von der LPG Grassamenheu bekommen. Mir wurde in einem anderen Thread geraten zu diesem Heu zusätzlich Mineralfutter zu füttern.

    Nun zu meine Fragen:


    Vielen Dank für Eure Hilfe.


    Gruß Marcus

  • Meiner Meinung nach sollte man, um das passende Mineralfutter für seine Pferde zu finden eine Heu Analyse (bzw. vom gesamten Raufutter) machen lassen. Erst auf Grundlage dieses Ergebnisses kann man ein passendes Zusatzfutter raussuchen.

  • Du könntest bestimmt dem Rat meines Vorschreibers folgen - ob das in Deinem Fall sinnvoll und wirtschaftlich ist, mußt Du letztendlich entscheiden. Fütterst Du viele unterschiedliche Partien, werden die sich wahrscheinlich in ihrer Zusammensetzung und damit im Mineralstoffgehalt unterscheiden.


    Du kannst das Pferd vom Schwanz her aufzäumen und 200 .- Euro (für 2 Pferde) in eine Haarmineralanalyse stecken, die Dir über die Versorgung mit den gängigen Massen- und Spurenelementen der letzten zwei Monate Auskunft gibt (und über ein paar andere Dinge mehr). Das ist aussagefähiger als ein Blutbild und Du siehst, wo es ggfs. mangelt. Die Methode ist nicht esoterisch und hat mit Pendeln o. ä. nichts zu tun.


    http://www.traceelements.de/ (Beispiel; ich habe da analysieren lassen)


    Es wird u. U. bei weitem nicht reichen, einen Mineralleckstein zur Verfügung zu stellen. Dort werden vor allem die Massenelemente Natrium und Calcium angeboten, das Angebot mit den eher kritischen Spurenelementen (hier insbesonders Zink) ist wahrscheinlich nicht ausreichend.


    Gute Mineralfutter zeichnen sich dadurch aus, daß sie nicht vor allem aus "leckeren" (billigen und für den eigentlichen Zweck recht nutzlosen) Zusatzstoffen (Apfeltrester, Kleien, usw., usw.) bestehen, sondern die Stoffe, die Du zuführen willst in ausreichender Menge und vor allem in einer für die Verarbeitung im Stoffwechsel günstigen Form ("hoch bioverfügbar" ist das Schlagwort) bieten. Über die genaue Zusammensetzung streiten sich die Gelehrten, aber wenn Du zu einem hochwertigen Produkt greifst, machst Du zumindest keine groben Fehler. Wenn Du die Inhaltsstoffe miteinander vergleichst, wirst Du sehen, daß es nicht so viele Abweichungen gibt.


    Ob man das letztlich will und tut, ist eine Gewissensentscheidung - es gibt kerngesunde Menschen, die von Aldi-Produkten leben und todkranke, die ihr ganzes Leben teuerste Lebensmittel zu sich genommen haben.


    HTH!


    Ich bitte um Ergänzungen/Korrekturen.

  • nun, eine Haaranalyse beschreibt die Vergangenheit, eine Futtermittelanalyse die aktuelle und zukünftige Situation. Wenn mehrere Chargen Heu da sind, alle zu gleichen Teilen mischen, dann hat man die Situation über's ganze Jahr und kann die ganze Zeit mit dem gleichen Mineralfutter arbeiten (kurzzeitige Schwankungen kann der Körper problemlos abpuffern)

  • Danke für den Link, souris.


    Selbstverständlich hast Du völlig recht mit der Einordnung in die Zeit.

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