Welsh B Zweispänner

  • Hallo :-]ich habe ein Welsh -B Zweispänner mit denen ich Hobbymäßig fahre.

    Ein 9jähriger Wallach den ich 3 Jahre lang einspännig gefahren bin und seit letztem Jahr einen 5 Jährigen Wallach der beim Vorbesitzer einspännig eingefahren wurde.Beide habe ich letztes Jahr von einem Profi zweispännig einfahren lassen.Soweit alles gut. Dieses Jahr habe ich beide wieder nach der Winterpause angespannt und beide liefen super. Seit kurzem fängt der 5jährige an permanent das andere Pony in den Hals zu beissen,was das ganze Gespann unruhig macht.Einfach nervig.

    Wenn ich dann antrabe dreht er anfangs immer seine Kruppe schräg nach aussen weg und bockt ein bisschen. Er ist auf der linken Seite angespannt.Sonst ist er ein total liebes, rangniedriges Pony.Hab ihn osteopatisch checken lassen.Keine Auffälligkeiten außer, das die Backenzähne gemacht werden müssten.

    Würde mich freuen wenn mir jemand einen Tip geben könnte.

  • Ich sage mal gleich, dass ich nicht sonderlich kompetent bin, was zweispännig fahren betrifft. Aber generell würde ich solche Mätzchen nicht dulden, sondern gezielt dazwischen hauen und zwar sofort und jedes mal. Leinen richtig verschnallt?
    Was das Abseichseln angeht: Vielleicht die Aufhalter zu kurz?

  • Hallo Kaidan,

    Das versuche ich schon zu machen,vielleicht bin ich tatsächlich nicht energisch genug dabei.Das Problem ist halt das er dann natürlich einen Hopser macht und den anderen damit auch antreibt.

    So schaukelt sich das dann hoch.

    Aufhalter zu kurz kann ich auf Jeden Fall checken. Das macht er halt meistens nur so die ersten 50m danach geht's....🤔

  • Sowas fahrerisch zu unterbinden ist mir nicht möglich, mal ja aber nicht wenn sich das grad als Macke steigert.


    Zuerst alles gegenchecken lassen von jemand fremden. Und auch selber nochmal mit der entsprechenden Literatur sich dransetzen und auch mal ne Stunden an der Koppel hocken. Nur auf einer Seite im Zweispänner laufen lassen, was soll das? Übergang Einspänner zu Zweispänner vom Profi ohne selber genau zu kontrollieren was da Sache ist?


    Generell bedeutet routinierter Einer auf Zweier umstellen, das die Sorgen bzgl. "Kollege ist überflüssig" was früher und ausgeprägter kommen als bei nichtroutinierten, denen eh erstmal alles neu Zuviel ist und die sich erst mit "Kollege nicht sympatisch" beschäftigen, wenn der Ihnen schon paarmal bei X psychisch geholfen hat. heißt, dass 2 reel einspännig gefahrene Pferde, nicht zwingend als Zweispänner laufen müssen.


    Nun ist fünfjährig theoretisch Baby, der weder 1 noch 2spännig routiniert sein kann. Der hätt bei mir spätestens bei der 3.ten daueraktion einen Maulkorb drangehabt und fertig. Nur wer dauerhaft beißt, hat dafür entweder den Grund Baby oder Stress. und wenn ich hier les: vom Profi umgestellt, Welsh B, Zahnsorgen, Arsch kommt raus, Winterpause liefen wie es glöckle, immer links angespannt, dann vermute ich Stress. Da würd ich mal ganz genau beobachten wie der Gesichtsausdruck/Körperhaltung ist wie das genau beginnt usw


    Freizeit gefahren könnt bei Welsh B auch bedeuten, dass die zu wenig gefordert werden vom einem schwächeren Fahrer und sich fünfjährig zu Tode langweilt. ich würd die wirklich was reel was schaffen lassen (dh nicht Tempo auf unkonditionierte Pferd, sondern deren Kopf beschäftigen mit viel neuem) und natürlich 5jährig paar touren Maulkorb drauf.


    Dies hier ist Inet, die Infos sind viel zu dürftig weder kenne ich dein Fahrkönnen noch dein Theoriekönnen noch deinen Tierverstand. Was ich kenne ist eine Zuchtrichtung Welsh B, und dies sind mir echt unangenehme Leistungstiere, welche unausgelastet bereits am Nervenzusammenbruch leben. Die Viecher sind wirklich liebe, aber zeigen jeden Furz quer sagen wir mal sehr deutlich an und brauchen um kopfklar zu bleiben richtige Auslastung, insofern sind die mir für meine Bedürfnisse zu heiß.

  • Also erst mal Danke für die Tipps.

    Das einzige wo ich Schwierigkeiten habe zu verstehen ist die Tatsache das die Probleme mit dem Knappen etc. erst auftraten als ich nach der Winterpause öfter angespannt habe.so nach dem 6ten oder 7ten mal wurde das mehr. Wenn ich das mal auf die Aussage beziehe das sie vielleicht unterfordert sind. Die Ponys werden im Offenstall ganzjährig draussen gehalten.

    Der ältere von den beiden ist in Stall und Weide das Ranghöhere.

    An der Kutsche gibt er alles. Wenn es Berg hoch geht zb.legt er sich richtig ins Zeug und den 5jährigen muss ich dann mehr antreiben.

    Stress könnte ich mir tatsächlich vorstellen bei ihm.

    Wollte ihn jetzt nochmal einspännig fahren und beobachten wie es da klappt.

  • macken steigern sich idr immer langsam und nach dem 5-10.mal ist bevor Routine da ist, aber das neue bereits weg ist, dh jetzt kann so das nachfragen ob alles so sein muss kommen. ich hab grad Frischling ab Herbst übernommen, das Tier massiv überfettet...die beißt sobald überfordert tempo/kopfmäßig auch nett zum Nachbarn und die interessiert dabei null wer ranghöher oder so ist. ich find ein gutes zeichen für mich wann grad Stehpause oder längere Schrittstrecke angesagt ist. An sich ist das ein liebes nicht ranghohes Tier, aber was sich hier ab kauf abgespielt hat wegen "Diät" und Arbeitsaufnahme war nicht rares. mfg kirsten

  • Bennyblue hat recht. Erst mal auf der Koppel beobachten. Wann zwicken Pferde sich gegenseitig? Kann Spiel sein, aber auch dann steckt Ernst mit drin. Auf jeden Fall versucht der Zwicker, beim Anderen eine Reaktion auszulösen. Entweder hat der seine Kompetenzen überschritten oder es soll was neu geklärt werden. Wie nah sind sie sich auf der Koppel? Wird Fellpflege betrieben? Oder halten sie einen Mindestabstand ein? Und wird der im Gespann unterschritten? Dann hat man vielleicht einen Ansatz zur Ursachenforschung, aber noch keine Lösung.
    Generell heißt Pferde für unsere Zwecke zu nutzen (Reiten, Fahren), dass es gelingen muß, sie weitgehend von ihem Instinktverhalten zu lösen. Wir unterdrücken z.B. ihren Fluchtinstinkt, idealerweise, in dem wir ihnen mehr Sicherheit geben, als die unbekannte Ferne. Es gehört in jedem Fall dazu, dass sie erkennen, dass z.B. in einer Abteilung oder im Gespann WIR die Regeln bestimmen.
    Gerade auch das Auftreten nach der Winterpause spricht dafür, dass die guten Sitten etwas in Vergessenheit geraten sind.
    Man kann ja auch einen Schritt zurück gehen und das zu Fuß erst mal klären.
    z.B. nebeneinander auf Tuchfühlung anbinden und sich brav langweilen lassen. (Lange! Eine Stunde!) Touchirgerte in der Hand und jeden Zwickversuch im Keim mit NEIN und Schnipser unterbinden. das ist ungefährlich.
    Dann kann man entsprechend führen. Beide Führpersonen außen. Auch gekoppelt führen ist eine gute Übung. Bügel an Bügel reiten, falls sie reitbar sind. Und keine Ungezogenheit durchlassen. Was auch immer Pferde untereinander auszumachen haben: Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps.


    In noch einer Sache muss ich Kirsten recht geben: Welsh B sind ganz schön heiße Öfen. Ich habe auch einen und der ist viel anstrengender als meine Vollblutaraber obwohl es durchaus Parallelen gibt.
    Meist wird gelehrt, solche Pferde "auszulasten", sprich müde zu machen. Aber ich finde, es steigert nur die Kondition und die Bereitschaft zur Flucht nach vorn. Bei Arabern absolut sinnlos, weil nicht müde zu bekommen. Als Jugendliche hatte ich einen Reitlehrer, bei dem fing jede Reitstunde mit 30 Minuten Schritt am langen Zügel an. Das habe ich mein Leben lang beibehalten. Ruhe rein bekommen, Grundgehorsam. Stress gar nicht erst aufkommen lassen.

    Leider schaffen wir mit unseren Freizeitpferden die Auslastung meistens doch nicht. Gerade für lebhafte Pferde wäre am Besten: Den ganzen Tag im Schritt arbeiten.

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