• Eine Geschichte die mir Rob Johnson erzählt hat und die ich hier zum besten geben darf.


    Ich muß vorausschicken, daß Rob als Fahrlehrer in Australien versucht das Fahren nach Achenbach zu lehren und immer wieder ausgemusterte Traber von der Rennbahn zu "richtigen" Fahrpferden ausgebildet hat.


    "Vor ein paar Tagen wurde mir mitgeteilt, dass ich demnächst ein Video erhalten würde, und ich wurde an Filme erinnert, die meine Schüler vor Jahren aufgenommen hatten. Normalerweise fuhr ich zu der Zeit mindestens 3 Pferde pro Tag querfeldein, jeweils mindestens eine Stunde lang, egal ob ich unterrichtete oder nicht, Sommer wie Winter, es spielte keine Rolle.

    Ich fuhr dann meinen vertrauenswürdigen (kürzlich zu Grabe getragenen) Karren mit seinen Autoreifen und den langen Anzen, ein sehr stabiler, aber langer Wagen!

    Ich fuhr auf den Wegen der Ausläufer des Berges "Mount Mazedon", einer Gegend mit vielen Wasserübergängen, Serpentinen, steilen Hügeln und Gefälle. Mit der Zeit wurde ich schnell und schneller und machte "unmögliche" Sachen mit meinen sehr nach vorn gehenden Trabern und meinem stabilen Wagen. Ich habe also die Wasserüberquerungen sehr schnell gefahren, lernte im Lauf der Zeit die richtigen Winkel, die es mir ermöglichten, die Bäche im Galopp zu überqueren und letztlich tatsächlich über eine Klippe zu fahren! dann über diese Klippe zu galoppieren!

    Die Möglichkeiten an "machbaren" Sachen wurden immer größer.

    Eines Abends erhielt ich also einen Anruf von einem örtlichen Kneipenwirt. "Doc" wollte, dass ich zu ihm kam um über touristische Aufträge zu sprechen. "Doc" war ein großer Mann, es ist nur gerecht zu sagen, dass er seine Produkte alle selber ein bisschen "probiert" hat, er trug eine dicke Brille, war oben kahl, hatte aber einen langen Pferdeschwanz. Ein ziemlicher Charakter.

    Ich ging also rüber und sprach mit "Doc". Er hatte vor von den Ställen im hinteren Teil der Kneipe nach Hanging Rock zu fahren, einer Touristenattraktion außerhalb der Stadt. Er wollte Picknickfahrten machen, denen ich zustimmte, er sagte aber auch, dass er viele deutsche Rucksacktouristen in seiner Kneipe hatte. Ich sagte ihm, dass ich denen eine "richtig berauschende Fahrt" anbieten könnte! Seine Lippe kräuselte sich naserümpfend. "Was ist berauschend an einer schei ------ Kutschenfahrt?".

    "Doc", sagte ich, "ich gehe jetzt nach Hause, um 3 Pferde zu fahren, willst du mitkommen?". Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, Doc folgte mir nach Hause.

    Ich habe "Swifty" eingespannt, mein bestes Pferd zu der Zeit, ein echter Gaskocher. Er würde durch eine Mauer gehen, wenn man ihn darum bittet und während wir langsam die Straße entlang trotteten, erklärte ich "Doc" wie man sich auf dem Sulky festhält, wie man den Karren ausbalanciert beim bergauf und bergab fahren, alles während ich "Swifty" aufwärmen ließ und bis wir zum sog. Firetrail kamen.

    Der Firetrail war eine Schönheit, ein feiner Feldweg, aber mit einer Reihe von natürlichen Hindernissen, Sprüngen und Gräben, Überquerungen von schnell fließenden Bächen, Steilufern ins Wasser, Bäumen, Serpentinen und DER KLIPPE! .

    "Doc" war inzwischen gut eingewohnt als wir vom Kies auf den Firetrail rollten und dann ging es los; Ich warnte "Doc" noch auf seinen Kopf aufzupassen, als wir zwischen einigen Bäumen durch peitschten, dann ging es über einen Sprung, danach durch einen Graben, der ihm zu seinen ersten Geschmack von schlammigem Wasser verhalf, schließlich schnell durch einen Bach.

    Als wir herauskamen, flogen wir für einen Moment in der Luft, "Doc" schaffte es gerade noch, seine Körpermasse im Wagen zu halten und er hatte kaum Zeit, sich zu erholen, weil wir schnell auf tiefes Wasser stießen. Die Wassermenge, die jetzt auf uns schwappte, schockierte "Doc", er war sprachlos, dann grinste ich ihn an. "Erinnerst du dich, wie man den Karren bergab ausbalanciert?", er nickte. "DANN TU ES JETZT!", rief ich ,während "Swifty" über die Klippe verschwand, runter raste, weiter runter, dann mit voller Geschwindigkeit in ein weiteres Wasser, was uns beide komplett durchnässte.

    "Doc" sagte eine Weile nichts, er versuchte seine Brille zu reinigen, gab dann auf und stopfte sie in seine Tasche. er wusste nicht, was er sagen sollte, er war immer noch in einem Schockzustand, dann kamen die Kraftausdrücke, er versuchte auszudrücken, was passiert war, aber alles, was er noch tun konnte, war Fluchen!

    Und weißt Du, er hat mich nie wieder naserümpfend mit gekräuselter Lippe angesehen !! Dies ist eine wahre Geschichte und ein Freund und ehemaliger Schüler hat ein Video von mir, wie ich diesen Firetrail fahre, aufgenommen vom Beifahrersitz, einschließlich der Klippe, obwohl dieser Teil ziemlich verschwommen ist und der Kameramann laut flucht weil das Wasser die Kamera zerstört hat, sie hat nie wieder richtig funktioniert.

    Ich habe lange gebraucht um diese Fähigkeit zu erreichen, bin endlos viel gefahren, mit einem sehr stabilen Karren und einem ausgezeichneten Pferd (Traber natürlich), aber ich wollte niemanden erlauben, das Kutsche fahren schlecht zu reden!"

    Rob Johnson.

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    "Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt."

    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

    Edited 3 times, last by zeno ().

  • sowohl als auch, aber die Pacer-Rennen sind mit Sicherheit in der Überzahl

    http://www.harness.org.au/racing/video-replays/

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    "Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt."

    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

  • ein Freund und ehemaliger Schüler hat ein Video von mir, wie ich diesen Firetrail fahre, aufgenommen vom Beifahrersitz, einschließlich der Klippe,

    zeno Für diesen Film würde ich sogar die Geduld bei unserm lahmen Internetzugang aufbringen. Weißt du, ob und wo man den im www finden kann?

    danke für die Geschichte :o)

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • der ist in Privatbesitz, vor internet-Zeit ...

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


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    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

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