Woilach richtig falten - beim Saumsattel

  • Hallo Schwolli,

    bist Du dir mit den Schaffellen als Sattelunterlage sicher? Ich kenne sie nur von Gemäden als SattelAUFlage. Das ist heute noch sehr beliebt, vor allem bei Wanderreitern. Unter dem Sattel bilden Schaffelle sehr leicht Filz-Dreck-Knoten und führen zu Drücken. Die schlechteste aller denkbaren Sattelunterlagen. Sehr üblich bei vielen Reitervölkern war und ist dagegen Filz.

    Mein Woilach war der mit den kreut in der Ecke, ich glaube, es war gestickt, und 2m x 1,70m.

  • kenn einer die Variante aus Jutesack mit Rosshaar gefüllt als Sattelunterlage die sich dann verfilzte?

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • Kenne ich nicht, aber im Prinzip waren ja früher die Polsterungen der Sättel so gefüllt mit dem großen Vorteil, dass man die Polsterung grob dem Rückenverlauf anpassen konnte und das Ganze sich dann im Gebrauch perfekt der Rückenform anpaßte. Diese Sättel erforderten dann auch nur dünne Unterlagen, die nur vor Schweiß schützen sollten.


    Früher gab es ja sogar rosshaargefüllte Matratzen. Die waren recht teuer.
    Ich amüsiere mich immer darüber, was für absurde Sattelkonstruktionen heute produziert werden und trotzdem Reiter auch nach 100 Anproben angeblich oder tatsächlich den passenden Sattel einfach nicht finden.
    In den orientalischen Ländern war und ist es üblich, unter Trag- aber auch unter Reitsättel mehrere Teppichschichten zu legen, was auch den Druck großflächig verteilt und sich passgenau setzt.

  • Hallo Schwolli,

    bist Du dir mit den Schaffellen als Sattelunterlage sicher? Ich kenne sie nur von Gemäden als SattelAUFlage. Das ist heute noch sehr beliebt, vor allem bei Wanderreitern. Unter dem Sattel bilden Schaffelle sehr leicht Filz-Dreck-Knoten und führen zu Drücken. Die schlechteste aller denkbaren Sattelunterlagen. Sehr üblich bei vielen Reitervölkern war und ist dagegen Filz.

    Mein Woilach war der mit den kreut in der Ecke, ich glaube, es war gestickt, und 2m x 1,70m.

    Hallo Kaidan,

    Ja mit den Schaffellen als Unterlage bin ich mir sicher wenn das ganze auch beim Militär um 1700 -1800 verwendet wurde.

    allerdings muß ich dazu anmerken das die Felle unter dem Sattel damals umgekehrt verwendet wurden nicht wie die später auf dem Sattel. Die Felle waren mit der Fellseite auf dem Pferd und auf der Fleischseite lag der Sattel. Das ist aus meiner Sicht keine schlechte Art da diese bei den Western Reitern und bei Viehhirten teilweise heute noch verwendet wird. Fürs Pferd sicher nicht schlecht nur sehr pflegeintensiv und nicht unbedingt langlebig.

    Diese Art der Sattelunterdecke hat mit der bis heute verwendeten Art als Sattelüberdecke also auf dem Sattel in der Der Reiter auf der Fellseite sitzt nichts zu tun.

  • Ich konnte vor vielen Jahren eine gebrauchte Schaffell-Sattelunterlage erwerben. Sie hat etwa die Abmessungen eines Western-Sattelpads. Die Oberseite ist aus etwa 2 mm dickem, festen Leder. Die Unterseite ist aus gekämmtem, nicht zotteligen Schaffell (kein Lammfell!), das so verarbeitet wurde, dass die Schaffell-Haare in Esel-(Pferde)-Fell-Richtung liegen. Zwischen Schaffell und Leder ist anscheinend noch zusätzliches Polster eingearbeitet. Das Teil ist genial. Mein Großer hat es bei bis zu einwöchigen Packsattel-Wanderungen unterm Packsattel getragen. Einziger Nachteil ist, dass das Fell etwas über den Rand hinausragt - sehr dekorativ, aber dort sammeln sich Kletten usw. Abends wurde die Fell-Unterlage auf Kletten o.ä. kontrolliert, falls nötig mit dem Striegel ausgebürstet und zum Lüften/Trocknen mit der Fellseite nach außen gelagert. Für den Alltag ist das sicher nichts, aber bei Wanderungen unterwegs für mich einfacher zu handhaben als ein Woilach, bei dem ich immer Sorgen hätte, dass eine ungewollte Falte Druck verursacht.

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