Auf der Suche nach Experten ;-) Kutschen / Fahrsport

  • Hallo an Alle Mitglieder!


    Ich bin neu hier in der Runde - und das auch wegen eines bestimmten Grundes :-)

    Ich analysiere im Rahmen meines Masterstudiums aktuell den Pferdesport - konkret den Fahrsport. Und da ich eigentlich absoluter Laie bin - wobei ich echt schon extrem viel recherchiert habe und bei dem ein oder anderen Thema mittlerweile schon besser auskenne :-P - habe ich noch seeehr viele unbeantwortete Fragen.

    Nun kommt ihr / Sie ins Spiel...Ich habe die Hoffnung, dass mir ein paar Mitglieder vielleicht bei der Antwort meiner Fragen helfen können.


    Die Fragen, auf die ich noch keine Antworten gefunden habe sind die folgenden:


    Primär an Hersteller gerichtet (aber vielleicht kennt sich hier ja jemand aus?)


    Wie werden Kutschen (für den Fahrsport) hergestellt und was genau?

    Was wird eingekauft und nicht selbst hergestellt? Ich vermute zum Beispiel die Bremsen?

    Wie viel Mitarbeiter haben Kutschenhersteller ?

    Wie viel kostet eine Kutsche in der Herstellung (für den Fahrsport) ?

    Wie viel Kutschen können im Jahr hergestellt werden (für den Fahrsport) ? Wie viele werden hergestellt?

    Wie viele Kunden gibt es? Wie viele Kutschen werden verkauft? (bezogen auf Fahrsport)

    In welcher Länder werden Kutschen verkauft? Ist Fahrsport international beliebt?

    An Fahrer:

    Kauft man spezielle Kutschen? Gibt es hier bekannte Marken?Oder wechselt man auch mal den Hersteller?

    Ist man automatisch in einem Verein registriert wenn man Fahrsportler ist? Wenn ja unter FEI? Oder gibt es auch kleinere Verbände?

    Wie häufig muss man eine Kutsche erneuern? Kauft man direkt eine neue oder lässt sich seine reparieren?


    Es wäre super toll, falls Ihr / Sie Lust haben mir bei der Beantwortung der Fragen zu helfen :-)


    Im Gegenzug biete ich an meine Ergebnisse mit allen zu Teilen, vielleicht ist das ja für den ein oder anderen ganz interessant was man in einem Masterstudiengang der BWL so machen muss :-) und die Ausarbeitung ist auch recht Praxis nah :-)


    Ich freue mich über Jede/n der mir helfen mag!!!


    Viele liebe Grüße aus der Pfalz und ich hoffe wünsche allen Gesundheit in dieser verrückten Zeit!!!

    Lisa

  • Hallo Lisa, Deine erstgenannten Fragen richten sich an Kutschenhersteller. Gib doch einfach Kutschen/hersteller oder Verkauf/ Kauf ein und es werden Dir einige Händler angezeigt welche Du problemlos anrufen kannst. Z.B. Hansmeier , Ricker, Kellinghusen, Kühnle und viele weitere.

    :P

  • Das ist der Plan parallel! :) Danke dir für dein Feedback! Hansmeier hatte ich z.B. noch nicht auf der Liste ! LG :thumbsup:

  • Hallo, Lisa,


    Du wirst wissen, warum Du Dir als Nicht-Fahrerin ein solches Thema erwählt hast.


    ich schlage Dir dringend vor, zunächst einmal den Begriff des Fahrsports näher einzugrenzen. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen an die Fahrzeuge: die Bedürfnisse von Distanzfahrern sind ganz andere als die derer, die an internationalen Fahrsportereignissen teilnehmen. Im weiteren Sinn gehört das Shetty-Fahrturnier des heimatlichen Vereins genauso zum Fahrsport wie die Römerwagen-Rennen der Kaltblüter. Und dann gibt es auch noch die große Vielzahl von Fahrern, die nie an Turnieren teilnehmen, aber trotzdem mit ihrern Gespannen unterwegs sind.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg

    Die Ardennerin

  • An Fahrer:

    Kauft man spezielle Kutschen? Gibt es hier bekannte Marken?Oder wechselt man auch mal den Hersteller?

    Ist man automatisch in einem Verein registriert wenn man Fahrsportler ist? Wenn ja unter FEI? Oder gibt es auch kleinere Verbände?

    Wie häufig muss man eine Kutsche erneuern? Kauft man direkt eine neue oder lässt sich seine reparieren?

    Puuh, also wenn du noch kannst würd ich dir raten das Thema zu wechseln!!


    Ich fahre K-Pony (Stockmaß 0,65-1,27m), deshalb schreib ich viel von Pony....


    Wie die Vorschreiber schon schrieben ist die Materie grob einteilbar in Zweck (Tunier, Freizeit, Arbeit, Distanz,Tradition) und dann nochmal in Pferdsgewicht, also KB braucht Materialstärke, Ortscheidhöhe, Radgröße, Kutschgewicht X, Shetty Y. Wenn du überhaupt eine Chance haben willst, das Thema einigermassen zu packen würd ich mich festlegen auf Tunier+Großpferd Zweispänner. Weil wenn ich zb Shetty fahre ist die Wagenwahl eine Wissenschaft für sich, da 2 Shetty mit je 150 kg Eigengewicht natürlich in einer völlig anderen Leistungsklasse ziehen (tunier ist Kutschgewicht vorgeschrieben in LPO). Sind also bei Shetty 224kgWagen+Gewicht Fahrer und Beifahrer von zb 140 kg = 370 kg entspricht dem 1,23fachen Eigengewicht), dem hingegen beim Haffigespann 370 kg/900kg "Pony" = 0,4faches Eigengewicht....noch Fragen warum Shetten so selten im Tuniersport vertreten sind???

    Mit 150 kg Eigengewicht wird es beim zweiachsigen Fahren bei Shetty recht spannend, da bereits ein scheibengebremstes Rad mit Achsteil 22kg wiegt, dh mein tuniertauglicher Unterbau immer 88kg hat, wird es sehr sehr eng mit Aufbau der dann auf Buckelpiste dem Gewicht von 140 kg standhalten soll...

    merkst was? Keine einfachere Materie beschränk auf großpferde Zweispänner Tunier, dürfte deinen einzige Chance sein in Kombination mit Kutschhändlern, so coronabedingt einer von denen sich mit dir beschäftigen mag....


    1.) Ja, man kauft entsprechend den eigenen Bedürfnissen für den Ausbildungsstand Pferd/Fahrer. Erste Regel beim Fahren: Der Karren ist tauschbar, das Pferd eher nicht....oder man wählt eine Disziplin z.B. Tunier und tauscht dann bei gleichbleibendem Wagen die Pferde so lang bis passt.

    2.) Sobald du eine Veranstaltung nennen willst, auch beim kleinsten WBO-Tunier ist Vereinsmitgliedschaft erforderlich. (Arbeite dich durch den Stoff des 4er Abzeichen Organisation des Fahrsports ist dort ein Prüfungspunkt). Außer Clea und 1 oder 2 anderen fährt von den hier anwesenden niemand auf dem Niveau FEI, hier sind die leut mehr WBO, LPO Grnezgebiet unterwegs, bzw eigentlich bist du hier völlig falsch weil hier theoretisch die Pferdearbeiter/Traditionalisten sind, und unter deren gnädiger Duldung ist noch die Deichselhamsterfraktion zahlreich vertreten (Pony).

    3.) Preis einer Kutsch geht von 100,-€-10.000,-€, wobei sich das gro zwischen 500,- und 2500,-bewegen dürfte. Beim Fahren wird das Material erheblich belastet, so dass eigentlich jeder Kutschfahrer im Laufe der Jahrzehnte zum Schrauber und Experten seiner Wägen wird. Wer ohne Standardwerkzeug außerhalb seiner Hausrunde unterwegs ist handelt fahrlässig. Ein Tunierwagen hält so 3-5 Jahre, danach sollte der dringend an irgendeinen netten Freizeitzockler weitergegeben werden, denn je nach Fahrstil und Nutzung ist das Material danach auf. anderseits kann genau dieser Wagen bei jenem freizeitzockler, der zb noch ein älteres Pferd hat, im Norden (ebenes gelände) wohnt noch jahrzehntelang vollwertig genutzt werden. Das ganze Thema ist sehr schwer und schwierig zu fassen, deshalb halte dich ans tunierfahren, wo die Nutzung (in rasantem Tempo mit vielen engen Kurven extrem materialbelastend) genau vorgegeben ist.

    Viel Glück und gleichzeitg herzliches Beileid, möge keiner der Prüfer/Lehrer mit dem Fahrsport bekannt sein, sonst wird das ne üble Sache für dich...

    mfg Kirsten

  • Ich würde es für wichtig halten, dass Du mal konkret schreibst, wie das Thema Deiner Masterarbeit lautet und welches ziel angepeilt wird.
    wirtschaftlichkeit der Produktion von Kutschen?
    Vielleicht kann man dann gezielter antworten. Du wirst vermutlich eine Selbstbeschränkung auf einen bestimmten Bereich des Fahrens vornehmen müssen, z.B. Turniersport mit Großpferden.
    Momentan sind deine Fragen überwiegend so gestellt, dass sinnvolle Antworten unmöglich sind.
    Das ist so, als würdest Du fragen: Was kostet ein Auto oder die Herstellung eines Autos?
    Und was meinst Du mit dieser Frage?
    "Wie werden Kutschen (für den Fahrsport) hergestellt und was genau?"
    Jedenfalls nicht in Großserien, sondern eher manufakturmäßig, oft sogar auf Bestellung.
    Was ist "was genau"?
    Wenn Du dir die Seiten der Hersteller ansiehst, bekommst du einen Eindruck.

    Am besten, Du erarbeitest einen kurzen Fragebogen mit Ankreuzmöglichkeiten (z.B. Preisspannen), Mitarbeiterzahhl: 1-5; 6-10 usw.
    Ich weiß nicht, ob die Hersteller unbedingt mit solchen Interna wie Herstellungskosten rausrücken werden. Das berührt ja auch die Gewinnspanne.

  • Die Gewinnspanne kann nicht besonders groß sein, weil es zum einen kaum Fahrer gibt, zum anderen 2kleine Stories:


    Es gab einen Sulkybauer "shettysulky.de" der einen hervorragenden Distanz-Sulky für k-pony <1 m herstellte bis er vom Finanzamt hochgenommen wurd..dieser Mann stellt im Netz sämtliche Baupläne/Infos zur freien Verfügung, es könnte also jeder Metallbauer mit Spaß an der Sache in die Miniproduktion gehen, so alle 3 Monate gibt es da auch jemand.....nur spruchreif wird nie?? ich war da auch schon dran an der Kalkulation und hab abgebrochen.....zu kleine Gewinnspanne innerhalb D. Aktuell führend im Gigbau K-Pony ist ein Rentner (Johannes Schlemmer, Aspach), der im Keller Kutschen baut und vom Preis/Leistungverhältnis top ist....wenn der aufhört, wird die Produktion auch geschlossen werden.

    Da Arbeitszeit in D extrem teuer geworden ist (vor Coronazeit) lohnt die Manufaktur Produktion in D nicht.

    Und Maschine a la Fließband geht ebenfalls nicht, da Kutschen bestellt werden in vielenvielen Details.

    Nahezu alle Kutschen kommen aus Polen, der ganz billige K-Pony-Ramsch (Sulky Cavaletti, ist eine leichte Gig) aus China.

    Edited once, last by Bennyblue ().

  • Hallo Zusammen,


    erst einmal vielen, vielen, vieeeelen Dank für Euer Feedback! Kurz zur Erklärung: Ich schreibe keine Masterthesis über das Thema " Kutschen - respektive Fahrsport".

    Ich habe eine Aufgabenstellung erhalten, die primär darum geht: wie führe ich ein Unternehmen, welches sich in einem Markt befindet bei dem die Nachfrage rückläufig ist ---> und mein "fiktives" Unternehmen verkauft Kutschen für den Pferdesport. (Thema wurde mir vorgegeben, es war keine Auswahl und mein Prof. wird erkennen, ob wir uns versucht haben mit dem Thema auseinander zu setzen oder nur einfach Texte aus Büchern abgeschrieben haben ;-) )

    Das heisst meine Fragen zielen nur auf einen ganz kleinen Ausschnitt der Seminararbeit ab und zwar meiner externen Marktanalyse . Ich versuche zu verstehen, wie viele Kunden es gibt, welche Anforderungen die Kunden haben, wie Groß der Markt ist (Vereinszahlen helfen hierbei manchmal), oder auch welche Kostenposten ein Kutschenhersteller zum Beispiel hat. All diese Informationen helfen (mit noch vielen weiteren Überlegungen) bei der Entscheidung wie sich ein Unternehmen in einem schrumpfenden Markt positionieren soll.


    Das Gute an dieser Leistung ist, dass wir so lernen wie ein Geschäftsführer sein Unternehmen mit "Instrumenten der Wissenschaft" führen kann.


    Aus eurem Feedback konnte ich schon ein paar hilfreiche Informationen raus ziehen, wie z.B. dass die Herstellung einer Kutsche nicht überdurchschnittlich kompliziert ist (im Vergleich z.B. mit der Herstellung eines chemischen Produktes), dass Turnierwagen alle 3-5 Jahre erneuert werden müssen, und und und. DAAANKE auf jeden Fall schon einmal hierfür. Ich hoff der ein oder andere meldet sich dennoch noch zusätzlich!


    Ich wünsche allen ein schönen Abend!!!


    Liebe Grüße

    Lisa

  • Guter Rat für den Unternehmer ... schnell Insolvenz anmelden. Kutschenherstellung muss Passion sein und nicht gewinnorientiert in der heutigen Zeit.

    Den Billigkutschen aus dem Ausland kann man nicht mit deutscher Produktion nicht Paroli bieten. Zudem ist der Fahrsport in Deutchland auf dem absteigenden Ast, letztes Jahr grad mal um die 10 FN Turniere in Bayern, mit einem Großteil an Wiederholungstätern.

    Der Fahrsport ist aus Unternehmersicht in Deutschland so gut wie tot, nicht umsonst haben sich viele Kutschenhersteller umorientiert und setzen auf Restauration und Handel mit alten Kutschen bzw. Replica aus dem Ausland.

    LG Tonkel

  • Gibt es Firmen, welche rein mit Kutschen handeln? Entweder sind es ambitonierte Fahrer mit Normalberuf, die zb via Saisonarbeiter gute Kontakte nach Polen haben und dort dann fertigen lassen oder Firmen, welche sich schon lang auch andere Standbeine gesucht haben zb Kibele Kutschen+Anhängerhandel.

    Die Herstellung einer Kutsch ist im Prinzip zwar eine einfache Sache (also die Komponenten aus Autoteilehandel sozusagen vorgegeben zb Brembo-Scheibenbremsen), aber man muss unbedingt seine Maße beherrschen zb Stm Pferd X= Ortscheidhöhe Y daraus folgt Radgröße XY Zoll usw. Und diese Zusammenhänge stehen nicht grad an die nächste Hauswand gepinnt, die Bestellung einer Kutsch steht und fällt mit Wissen von Käufer und Verkäufer.

    Die Gruppe der Fahrer ist winzig, also die Fahrer großer Mehrspänner (4-6 Spänner) kennen sich sozusagen innerhalb D persönlich. Wir fahren bißle Tunier, also da kenne ich mal mind. 60% aller Anwesenden und ich bin nicht grad ne Festtagshupe.

    Und Fahren an sich klappt "nie", dh bei Tunier hat man gegenüber reiter ja deutlich mehr Gepäckvolumen, dh man vergißt gern irgendwas, was theoretisch unbedingt da sein sollt....zb grad den 13zehner Gabelschlüssel, den 2. Bauchgurt, beliebt zum vergessen ist auch die fahrpeitsche---> da das sozusagen dazugehört sind Fahrer sehr nett und hilfsbereit.

  • Billigkutschen aus dem Ausland

    Wenn man Qualität haben will, muß man auch für Polenkutschen entsprechende bezahlen.

    Vielleicht könnte man neben den eigenen höchstwertigen, aber auch hochpreisigen Premiumkutschen auch gute Importkutschen für den "normalen" Geldbeutel anbieten. Also auf jedenfall als Kleinunternehmen sein Produkt selbst vermarkten. Es ist halt eine "Nische"...

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Woher weiß ich beim Kauf, welche Sorte von Lagern verbaut wurden? Logisch, bißle kann ich es am Preis festmachen....

    Metallstärke ist ja noch nicht mal meßbar, wer hat nicht schonmal vor einer gebrochen Deichsel gestanden erstaunt festgestellt, dass da doch deutlich was nicht paßt (Materialstärke zu Innen-Durchmesser), Beim Kauf orientiere ich mich doch am Außenmaß! Schweißnähte kann ich prüfen (also auch hochgepriesene Kutschbauer sind da zwar alltagstauglich, aber nicht unbedingt "hübsch").


    Hier waren schon Shettykutschen, die wir trotz allem aufbocken, Lager tauschen, schmieren nicht "flott" bekommen haben, mir sind die ein echtes Rätsel geblieben, ich war aber froh, wenn die das Lokal hier verlassen hatten jeweils in die Hände von Wenigfahrers mit "zu großen" Pony….also Shettykutsch zu Welsh B fahrers oder so in der Art.

  • Ich versuche zu verstehen, wie viele Kunden es gibt, welche Anforderungen die Kunden haben, wie Groß der Markt ist (Vereinszahlen helfen hierbei manchmal), oder auch welche Kostenposten ein Kutschenhersteller zum Beispiel hat. All diese Informationen helfen (mit noch vielen weiteren Überlegungen) bei der Entscheidung wie sich ein Unternehmen in einem schrumpfenden Markt positionieren soll.


    ......dass Turnierwagen alle 3-5 Jahre erneuert werden müssen, und und und. DAAANKE auf jeden Fall schon einmal hierfür. Ich hoff der ein oder andere meldet sich dennoch noch zusätzlich!

    Angaben zu Turniersport (ohne Freizeit- und Berufskutscher)


    - Marktgrösse in D (2017) : ca. 5000 - 6000 lizenzierte Fahrer, (bitte berücksichtige, dass nicht jeder mit Lizenz auch tatsächlich fährt!).


    - (Marathon-)Kutschen werden nicht alle 3 -5 Jahre erneuert, das wird bestenfalls im internationalen Top Sport gemacht. Diese Kutschen werden dann immer nach individuellen Angaben und Bedürfnissen angefertigt. Ich treffe auf nationalen Turnieren Fahrer welche seit 10 Jahren die gleiche Kutsche fahren sowie einige "Exoten" die noch mit Kutschendatum 19 . . unterwegs sind!


    - Der Preisdruck ist enorm in der Branche. Einheimische Hersteller gibt's fast keine mehr. Preise von 8000 - 15'000 € sind dann "normal"."


    - Chinesische Produkte können für unter 1000 € importiert werden (40-Fuss Container). Jede Schweissnaht eine "Sollbruchstelle".


    - Polnische Standard-Produkte werden für 1500 - 2000 € importiert. Materialstärken und Finish (Edelstahl, Federung, Farbe etc.) gibt's auch auf Wunsch, dann wird's aber sofort teurer.


    - Händlermargen liegen da bei 100 - 300% .


    - Service, Garantie, Ersatzteile ist manchmal ok und manchmal Glücksache (je nach Anbieter/Händler)


    Angaben zu Hobby- und Freizeitfahrern habe ich nichts verlässliches. Die Probleme bezüglich Kutschen bleiben aber gleich; da gibt's dann aber auch noch einen entsprechend grossen Gebraucht-Markt.


    renatus

  • Bei schrumpfendem Markt läuft es doch in allen Branchen gleich:
    Überleben tun nur die, die im Luxussegment produzieren. Nimm z.B. Uhren, Maßschuhe, Maßanzüge. Früher gab es überall Schuhmacher und Schneider.
    Alles, was handwerklich gefertigt werden muß, kann im Preis mit Industrieware nicht konkurrieren. Und das, was nur wenige noch brauchen, wird teurer, weil es eben auch kaum noch Halbfertigprodukte von Zulieferern gibt.
    Auch das Wissen droht natürlich verloren zu gehen.

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