Yak Trekking

  • Wir kennen sie von Bildern der Tibetexpeditionen und Bergbesteigungen im Himalaya. Auf keiner Fotosammlung Fernreisender die den Himalaya oder die Mongolei besuchten fehlen sie: domestizierte Hausyaks als Tragtiere. In Europa sind sie Exoten.


    Im Wallis ist Rosula Blanc „auf die Yaks gestoßen“ und bietet Trekking mit diesen „Grunzochsen“ an.



    mehr Informationen auf ihrer Hompage: www.yakshuloche.ch


    Rosula unternimmt mit ihren Yaks wunderschöne Touren. In ihrem Blog finden sich dazu beispielsweise hier schöne Eindrücke:

    https://www.yakshuloche.ch/post/naulekh-solo

    https://www.yakshuloche.ch/post/grisons-i

    https://www.yakshuloche.ch/post/grisons-ii


    Hier noch ein aktueller Bericht in Schweizer Familie SFA1951_050_wis_mein tier.pdf


    Voriges Jahr wollte sie auf dem Zentralalpenweg dem Alpenbogen entlang bis in meine Gegend säumen und mich mit ihren Tieren besuchen. Ein unerwarteter Kieferbruch ihres Trekkingochsen „Tsarang“ machte ihr dabei einen Strich durch ihre Pläne. Nach Tsarangs Genesung war es zu spät im Jahr, um zu diesem Abenteuer zu starten. In diesem Jahr liebäugelt sie wieder mit diesem Plan oder mit dem GTA im Piemont auf den sie wohl nach den Fotos meiner Säumertour Lust bekommen hat.


    Die größten Hürden für ihre Säumerpläne sind die sich ständig ändernden Veterinärbestimmungen der EU für die „Verbringung von Rindern“. Hier haben es die Schweizer Yaks wesentlich schwerer als ihr Einhufer-Kollegen.

    Lange Ohren sind meine Leidenschaft! Deine auch?

  • Heute ist das noch garnichts im Vergleich zu der Zeit VOR Schengen. Mirt hat dieses Abkommen ein Menge Mühe bei den Alpenüberquerungen erspart. Ich möchte es auf keinen Fall missen.


    Wenn man diese Routen öfters fährt, bemerkt man mit der Zeit ein immer größeres Entgegenkommen bei den jeweiligen Grenzstationen, auch in nd aus der Schweiz.


    So rief bei einer Passstation, als mich ein junger Grenzbeamter kontrollierte, sein Vorgesetzter aus dem Fenster: "Lass ihn, der Herr ischt amtsbekannt!"


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Die größten Hürden für ihre Säumerpläne sind die sich ständig ändernden Veterinärbestimmungen der EU für die „Verbringung von Rindern“.

    wirklich die sich ständig ändernden Bestimmungen oder ehr die sich ständig ändernden Beamten die den Stempel schwingen?


    was geht als "Zirkustier"?

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    "Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt."

    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

  • die sich ständig ändernden Beamten die den Stempel schwingen?

    Das Problem sind in der Regel nicht die Beamten an der Grenze, die den Stempel "schwingen", sondern die Beamten ind den Hauptstädten, die die Regeln schreiben.

  • Simlon, Nufenen, Gotthard, Oberalp -bewundernswerte Trittsicherheit dieser Wiederkäuer:

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  • mich beeindruckt v.a. die Beziehung der Frau zu ihren Tieren, die in ihren Berichten zu erkennen ist, und ihre Zähigkeit (nein, bei Schneeregen muss ich nicht in den Bergen biwakieren und darauf warten, ob Herr Yak heute noch Lust hat, weiterzugehen :tongue: ). Natürlich ist die Trittsicherheit von Klauentieren der der Einhufer überlegen; aber das Gezeigte ist auch für Pferde nicht unmöglich - die können auch als Flachländer sehr viel dazulernen! Ich habe etliche dieser Teilstrecken auch schon gemacht (Esel und Mulis sind dann nochmals eine Klasse besser, keine Diskussion!)

  • Es gibt auch Beschreibungen von Fjordies auf ähnlichen "Wegen" in Norwegen, zum Teil als Packtiere bei der Elchjagd, d.h. unter sehr schwerem Gepäck.

  • Albert, ich danke Dir!

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    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

  • sehr beeindruckend, diese Tiere und ihr Können!

    beeindruckend schon. aber mit welcher Reisegeschwindigkeit kann ich hier rechnen. hab manchmal den Eindruck es geht seeehr langsam vorwärts, bzw. tempo wird komplett durch Willen des Yak bestimmt

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • ab manchmal den Eindruck es geht seeehr langsam vorwärts, bzw. tempo wird komplett durch Willen des Yak bestimmt

    das dürfte manchmal die sichere Version sein

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
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    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

  • In der Ruhe liegt die Kraft :tongue: Denke, lange Strecken werden das in den Gelände nicht sein und auf befestigten Wegen laufen die Yaks in den Video ja ganz locker und gehorsam mit .

    Suns always shine :)

  • nun, die Frau will immerhin die ganze Länge der Alpen (in Etappen) schaffen, und sie macht auch sonst beachtliche Wanderungen... befestigte Wege sind da nicht die Regel. Ausserdem - im Gebirge gibt es schon einen gewissen Zeitdruck. Schnee ist von August bis Juni möglich, und dann sind die Pfade bedeckt, und sind v.a. die auf den Felsen aufgemalten Wegmarkierungen verschwunden. Das kann ungemütlich werden, ebenso wie Unwetter und dicker Nebel. In Ruhe vorwärts gehen ist ja das eine, aber völlige Verweigerung einer Passage, was offenbar öfters mal vorkommt, kann schon problematisch werden.

  • beeindruckend schon. aber mit welcher Reisegeschwindigkeit kann ich hier rechnen. hab manchmal den Eindruck es geht seeehr langsam vorwärts, bzw. tempo wird komplett durch Willen des Yak bestimmt

    Vom Wallis ans Mittelmeer: "acht Wochen, 600 Kilometern und der Überquerung von 36 Pässen"

    Rosula führt ihre Tiere meist mit ihrem "meditativ, dynamischen Energiefluss". Das ist wohl das, was auch ich mit meinem Esel versuche: wenn du lange genug mit deinem Tier unterwegs bist, benötigt es keinen Führstrick und keine Worte. Dich versteht dein Tier über deine Gedanken, oder was auch immer du da ausstrahlst, und kannst es so "führen". Und umgekehrt fühlst du, was dein Tier denkt, und verstehst seine Entscheidungen. In Rosulas Film sind Passagen, in denen man spüren kann, wie der Yak denkt und dann entscheidet. Wer da sich und seinem Tier nicht die Zeit und Geduld gewähren kann, um hinzuhören, wird auch nicht diesen tiefen Zugang und gegenseitiges Vertrauen finden - aber er ist vielleicht schneller dort.

    Lange Ohren sind meine Leidenschaft! Deine auch?

  • aber er ist vielleicht schneller dort.

    hmm, nicht wenn er das Tier dabei haben will bei der Ankunft

    das funktioniert nur als Team

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    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

  • Rosula führt ihre Tiere meist mit ihrem "meditativ, dynamischen Energiefluss". Das ist wohl das, was auch ich mit meinem Esel versuche: wenn du lange genug mit deinem Tier unterwegs bist, benötigt es keinen Führstrick und keine Worte. Dich versteht dein Tier über deine Gedanken, oder was auch immer du da ausstrahlst, und kannst es so "führen". Und umgekehrt fühlst du, was dein Tier denkt, und verstehst seine Entscheidungen. In Rosulas Film sind Passagen, in denen man spüren kann, wie der Yak denkt und dann entscheidet. Wer da sich und seinem Tier nicht die Zeit und Geduld gewähren kann, um hinzuhören, wird auch nicht diesen tiefen Zugang und gegenseitiges Vertrauen finden - aber er ist vielleicht schneller dort.

    Ich bin ja immer von den Leuten die ihre Tiere lesen können beeindruckt und umgekehrt die Tiere ihre Menschen lesen können. Es ist unglaublich wie viel Körpersprache wir besitzen und wie wenig wir das nutzen.


    Ich bin 30 Jahre verheiratet..... ich kann genau sehen was meine Frau denkt....., das spricht manchmal Bände..... :thumbsup:


    Das Thema Körpersprache ist super interessant. Da geht es los mit Verkäufer, Manager Training über Tier Training und Unterhaltung "Wahrsagen" es ist überall zu finden für mich super interessant.


    Bis auf Unterhaltung "Wahrsagen" habe ich an einigen Seminar teilgenommen total beeindruckt.


    Mit "meditativ, dynamischen Energiefluss".

    Kann ich nichts anfangen..... ist aber eigentlich auch egal wie man das nennt Hauptsache es funktioniert.


    Ich bin immer wieder begeistert von Menschen und ihren Tieren die einen angenehmen Umgang pflegen. :thumbsup:


    Viele Grüße Stefan

    Edited once, last by 123-Tuning ().

  • Tiere, die untereinander hauptsächlich über Körpersprache kommunizieren, lernen unglaublich schnell, menschliche Körpersprache zu verstehen. Für Tiere ist das Verstehen von menschlicher Körpersprache möglicherweise vergleichbar mit einem Menschen, der z.B. Spanisch lernt. Das Prinzip ist klar, nur die Vokabeln und deren Bedeutung muss neu gelernt werden.

    Die "Maulgeräusche", mit denen wir Menschen den Tieren etwas mitteilen wollen, begreifen Tiere dagegen manchmal nur langsam, weil gerade "Beutetiere" wie Equiden nur wenig über Lautäußerungen kommunizieren.

    Ich möchte das vertrauensvolle folgen der Tiere daher nicht als "führen mit meditativ dynamischem Energiefluss" bezeichnen. Das klingt für mich zu mystisch/magisch. Sondern so: Man verdient sich durch dauernden, häufigen, konsequent-fairen Umgang mit den Tieren das Vertrauen der Tiere. Herdentiere folgen einem vorausgehenden Herdenmitglied, dem sie vertrauen. Wenn ein Mensch in dieser Führungsposition ist, erkennen die folgenden Tiere an der menschlichen Körpersprache (die wir Menschen seltenst bewußt steuern), dass Mensch sich sicher ist (was den Weg, dessen Sicherheit und das Ziel angeht), keine Angst hat und entspannt/zufrieden ist. Also folgen die Tiere - nicht blind, aber vertrauensvoll.

  • jo, die leitende Position muß man sich verdienen

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    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

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