Fütterung vor und nach dem Fahren

  • Hallo


    Wie macht ihr das mit dem Füttern, wie lange vor dem Fahren und sollte man nach dem Fahren eine Futterpause einlegen bis die Pferde wieder abgekühlt sind?

  • Wenn wir um 10.00 Uhr abfahren, füttern wir spätestens um 7.00 Uhr.


    Mittags gibt es kein Kraftfutter, sondern nur Heu. Zunächst nur 1 Kübel Wasser, später (nach ca. 1 - 1,5 Std.) Wasser nach Verlangen


    Abends bei Ankunft maximal 1 Kübel Wasser und Heu, Kraftfutter und mehr Wasser erst nach 2,5 Std.


    Wir fahren täglich ca. 2,5 - 3 Std,, dann ittagspause (1,5 b is 2 Std.)



    Nachmittags weitere 2,5 - 3 Std. Fahren


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Hallo,


    auf Wanderfahrten füttere ich wie Herr Nemitz morgens (kleinere Portion) und Abends (größere Portion) Hafer, Heu und ggf. Gras ad lib in der Nacht. Unterwegs gibt es alle ca. 3 Stunden eine Pause, in der die Pferde grasen dürfen. Wenn kein Gras verfügbar ist, kann man natürlich auch Heu mitnehmen. Wasser dürfen die Pferde in jeder Pause (oder wenn man an einer Wasserstelle vorbei kommt) so viel haben wie sie wollen. Bei heißem Wetter ist ein (Falt)eimer nützlich, mit dem man Wasser schöpfen kann, wenn es für die Pferde nicht direkt zugänglich ist. Ein dehydriertes Pferd ist ein ernstes Problem, im Sommer muss man hier aufpassen. Schnelltest: Eine Hautfalte an der Schulter hochheben. Diese sollte in 1-2 Sekunden wieder glatt sein.


    Auf Distanzfahrten, wo man deutlich schneller unterwegs ist und daher der Energieverbrauch höher, gibt es ca. alle 2 Stunden Pausen, in denen die Pferde überwiegend konzentriertes Futter fressen, für die Struktur z.B. Heucops oä, dazu Kraftfutter und natürlich Gras, die wenigsten Pferde möchten Heu. Die Pausen sind recht kurz, daher fressen die Pferde kurz nach der Belastung. (natürlich keine riesigen Mengen). Wasser gibt es je nach Wetterlage alle ca. 10 km, so viel die Pferde möchten. Auch das klappt, Schwierigkeiten mit der Verdauung sind sehr selten.


    Daheim, bei üblichen kleineren Kraftfutterrationen, muss man sich m.E. keine großen Gedanken machen. Ideal ist es immer klassisch zuerst eine Weile Heu fressen zu lassen und dann das Kraftfutter. Meistens füttert man schon aus organisatorischen Gründen nach der Arbeit.


    Gruß Tina

  • Habe in meinem Leben nur einen distanzritt mitgemacht, aber war fasziniert wie anders da alles ist. Habe sonst immer wanderritte gemacht und da haben wir morgens und abends Kraftfutter gefüttert dazwischen und in der Nacht Heu/Gras ad libitum. Aber mit höherer grundgeschwindigkeit verändert sich das management total.

    Auch zb zwecks eindecken...

  • Lese ich das richtig aus euren Beiträgen, dass ihr eher wenig Hafer füttert? Ich dachte mir sie brauchen eher mehr, wenn sie arbeiten.

  • Hallo,

    wie viel Hafer man füttert, hängt von der Leistungsanforderung und vom Pferdetyp (Gewicht/Futteranspruch) ab.

    In früheren Lehrbüchern wurde meistens sehr viel Hafer und nur ein Mindestmaß an Heu empfohlen. Nach neueren Erkenntnissen ist eine Ernährung auf Basis von Heu ( mind 1.5kg pro 100kg) mit Hafer als Ergänzung in moderateren Mengen gesünder fürs Pferd.

    Gruß Tina