Hufschuhe für Kaltblüter

  • Hallo Zusammen,

    mit welchen Hufschuhen seid ihr denn unterwegs?

    Meine Suche im Forum war nicht so ergibig.

    Auf einen Hufschutz kann ich leider nicht verzichten.


    Grüße Rudi

  • Also ab und an hab ich auch mit Kaltblütern zu tun und krieg da auch etwas mit .

    Ich würde so denken , wenn eine Garnitur Hufschuhe für ein WB schon iwo 400 - 500 € kosten , dann müsste das doch für ein KB mind. das Doppelte oder gar dreifache kosten .

    Für das Geld bekommst du etwa 3 - 4 Beschläge und zwar genau so wie du es möchtest , bzw hoffentlich das Pferd es braucht . I nder gleichen Zeit sind die Hufschuhe längst Geschichte .

    Ob so ein Hufschuh für den schweren Zug so gut geeignet ist , wage ich mal zu bezweifeln . Und falls es mal nötig ist , einen Stollen wirst in die Hufschuhe auch nicht eindrehen können .


    Also am besten einfach beschlagen oder beschlagen lassen . ( Das ist natürlich nur meine Meinung , da kommen bestimmt noch gegenteilige )

  • Alle KBs die ich so kennenlernte, welche beim fahren was Schuhartiges draufhatten trugen EB. Ferner fiel mir unangenehm auf beim letzten Second Flohmarkt der hiesigen Gegend, dass es ein sehr sehr großes Angebot an EF 15 gab, und zwar alle "neu". Ich hab hier sehr alte EB für Shetty in betrieb, welche auch mit 21 Jahren noch keine 2. Besohlung brauchen. Okay, hier Schuhzeit nur Winters 3 Monate, aber genutzt werden die scho. EF zerlegt es so nach 2-3 Jahren spätestens. mfg kirsten

  • Wenn die Füße nicht gar so groß sind... hier passen Marquis. Ob man Stollen verwenden kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber Widia-Stifte ganz sicher - habe ich nämlich.


    Marquis Hufschuhe


    Modulares System, hiesige Produktion, stabil.

  • (.......) trugen EB. Ferner (........)


    mfg kirsten

    EierBrei ???


    Angebot an EF 15 gab,. mfg kirsten

    EleFant ?


    welche auch mit 21 Jahren noch keine 2. Besohlung brauchen. mfg kirsten

    Die hast du bestimmt seit 21 Jahren ununterbrochen im Einsatz und gehst wöchentlich den Jakobskreuzweg , stimmt gell ?


    Benny mir wäre es lieber du würdest meine offene Frage auf deine "Feststellung " in dem anderen Fred beantworten , wäre das bitte möglich ?

  • Ist manchmal schon mühsam, diese ganzen Abkürzungen .....

    EB wird wahrscheinlich Easyboot sein / bei EF ist es vermutlich Equine Fusion.


    renatus

  • Kaspi lesen: die Schuh sind hier nur notfallmäßig bis Schmied oder im Winter 2-3 Monate im tgl. Einsatz. Hufschuh ist ein recht komplexes Thema: zb Easy Boot, also EB, die haben es doch wirklich geschafft unter einer Größenbenamsung 000 3 unterschiedliche Schuh zu vertreiben und deren Gummilegierung hat sich auch über die jahre geändert. Diese wirklich unkaputtbaren betrifft ausschließlich diese frühen Exemplaren (der Feuerreiter, die sind damit von Feuerland nach Alaska), also die Modelle vor Modell 2005. mein Modell 2005-2012 musste bereits zum erstenmal besohlt werden, dabei ist das 25% der Zeit der anderen bisher in Nutzung gewesen.....

    Für K-Pony ist die Auswahl relativ beschränkt, für Großpferd hatte ich EB, Marquis und SHB im Einsatz, wobei bei KBs nur an den Hinterhufen, da vorn idr durchgängig beschlagen war.

    KB geht ja nu von bis, da sollt man schon Hufbreite und Länge und Pferdsnutzung, gelände, Pferdsgangbesonderheiten wissen ….

    Generell sind Schuh immer billiger wegen der langen Nutzung im Verhältnis zu Beschlag, aber umständlicher im Handling, für 1 Pferd kann man das durchaus machen, da ja Schmied ein aussterbender Beruf ist. Schuhsuche ist was feines und mit Kutschpferd an der Hand sehr gut bildend.

    mfg Kirsten

  • Ich denke, Hufschuhe sind durchaus eine Alternative. Hufschmiede die keine Kaltblüter mögen gibt es genug, vor allem da sie sich ihre Kunden aussuchen können.

    Wenn viel gefahren wird, also die Eisen alle acht bis Zehn Wochen "runter" sind ist der Eiseneschlag durchaus von den Kosten her sinnvoll.

    Muß der Schmied die Eisen nur abnehmen um den Huf zu bearbeiten, kann die Eisen aber ein paarmal wiederverwenden, sind die Hufschuhe wohl günstiger.

    Wir kommen im Augenblick kaum noch zum Fahren, da geht bei unseren z.Zt. auch barhuf. Deshalb stellen wir langsam auf Schuhe um, da kommt man auch mit ein(er) Hufpfleger(in) aus, von denen es deutlich mehr gibt.

    Erfahrungen haben wir mit Old-Mac G2 Größe 12 auf den hinteren Hufen gemacht (Rh.-Dt. Kaltblut). Da haben wir 288€ inkl. 16 Spikes, verlängerte Riemen und Versand bezahlt.

    Gut, ist nur für ein halbes Pferd.... aber inzwischen günstiger als der Beschlag (~150€/Pferd), obwohl die Schuhe neu besohlt wurde.

    Allerdings ist der Klett um die Fessel etwas kurz geraten, der Schuh sonst groß genug. Ich habe einmal auf einer Galoppstrecke einen verloren, aber sofort gesehen und mein Beifahrer mußte nicht allzuweit zurücklaufen um den wieder einzusammeln.

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Ich finde es leicht seltsam, dass es eine Frage des Geldes sein soll, ob Hufschuhe oder Beschlag. Wäre es nicht eher angebracht zu fragen, was für das Wohl des Pferdes besser ist?

  • Wenn viel gefahren wird, also die Eisen alle acht bis Zehn Wochen "runter" sind ist der Eiseneschlag durchaus von den Kosten her sinnvoll.

    Muß der Schmied die Eisen nur abnehmen um den Huf zu bearbeiten, kann die Eisen aber ein paarmal wiederverwenden, sind die Hufschuhe wohl günstiger.

    Das ist dann bei uns anders , liegt das nur an dem Unterschied WB - KB ? Ein Komplettbeschlag für WB kostet bei uns vom Schmied ca 100 € mit vier neuen Eisen und je 2 Stiften , nur umlegen dürfte dann bei gut 80 € liegen . So gross ist doch da der Unterschied nicht , denke ich .

    Ich denke, Hufschuhe sind durchaus eine Alternative. Hufschmiede die keine Kaltblüter mögen gibt es genug, vor allem da sie sich ihre Kunden aussuchen können.

    Hufschmiede gibt es doch wie Sand am Meer , die kalten wollen sie halt nicht machen weil man eben für relativ weniger Geld mehr Schweiss und Knochen hinlegen muss .

  • Ich finde es leicht seltsam, dass es eine Frage des Geldes sein soll, ob Hufschuhe oder Beschlag. Wäre es nicht eher angebracht zu fragen, was für das Wohl des Pferdes besser ist?

    Am besten wird es wohl ganz barfuss sein , aber das geht halt nicht immer . Trotzdem glaube ich dass viele Pferde beschlagen sind die es eigentlich nicht bräuchten .


    Ob Hufschuhe oder Beschlag wird von Fall zu Fall unterschiedlich sein . Auch gehen da die Meinungen weit auseinander . Mehrere Hufschmiede behaupten der Schuh bremst zu sehr und geht deshalb auf die Gelenke .


    Mir persönlich ist ein Beschlag lieber , trotz alledem ist es schon der Wahnsinn was ein Bar- Huf aushält , wenn man etwas darauf achtet und öfters mal Korrektur raspelt oder schneidet .


    Für jemand der gewerblich fährt wird es sehr wohl mit eine Frage des Geldes sein für was er sich entscheidet. Für machen Hobbyaner wo es finanz. gerad so geht , ebenfalls . Aber das kann man sicher auch anders sehen .

  • Mein Pferd ging am Anfang auch mit Eisen (nur Vorderhufe). Die haben mich damals mit ausschneiden der Hinterhufe schon 100 - 120 Euro gekostet - je ... nach Art der Eisen. Weil mein Pferd sich aber ständig die Eisen abgetreten hat, habe ich es dann aber aufgegeben und mir Easyboots (Epic) gekauft. Die sind etwas schwerer anzuziehen, sitzen aber super. Das war noch zu meinen Turnierzeiten, weshalb ich die nur etwa 1x in der Woche fürs Gelände drauf hatte. Die sind jetzt etwa 15 Jahre alt und bei dem recht geringen Gebrauch noch wie neu! Inzwischen sind die Hufe meines Pferdes breiter geworden. Die Schuhe bekomme ich deshalb nur noch mit Mühe drauf und er läuft meist Barfuss...

    Allerdings hatte ich die nur an den Vorderhufen und für einen Hessenwallach...


    LG Kiki

  • Seit dem Frühjahr nutze ich die Scoot Boots, allerdings habe ich das Gegenstück zu Deinem Kaltblut :tongue: denke, mit Easyboots bist Du ganz gut bedient, die haben eine recht stabile Sohle.

    Bei einer wöchentlichen Durchschnittsnutzung von 40 km auf Asphalt und Schotter haben meine Equine Fusions drei Jahre gehalten - die Sohle war danach immer noch nicht durch, aber der Schuh selbst hat sich nach und nach aufgelöst. Das war ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und mein Pony hat seitdem deutlich stabileres Horn, da der Hufmechanismus nicht mehr durch Eisen eingeschränkt wird.

    Suns always shine :)

  • Die Hufstruktur passt sich den Gegebenheiten besser an (Kommt wohl daher, dass der Hufmechanismus ohne Eisen besser arbeiten gann und besser durchblutet wird). So wird der Huf (bei guter Pflege) weniger brüchig und wiederstandsfähiger.

  • Ich finde es leicht seltsam, dass es eine Frage des Geldes sein soll, ob Hufschuhe oder Beschlag. Wäre es nicht eher angebracht zu fragen, was für das Wohl des Pferdes besser ist?

    Wir hatten bis vor zwei Jahren gleichzeitig vier Pferde beschlagen. Wenn man nicht gerade Privatier ist oder die Pferde zum Geld verdienen nutzt, ist das für einen Normalverdiener schon eine Nummer. Wir haben zuletzt, wie oben schon erwähnt, 150 € für einen Komplettbeschlag bezahlt, allerdings mit sechs Widiastifte. Auch das "Umlegen", also Eisen runter, Huf ausschneiden, Eisen nachschmieden, neue Widiastifte rein war auch nicht billiger. Der Schmied meinte, mit alten Eisen könnte man max. fünf € sparen.

    Mehrere Hufschmiede behaupten der Schuh bremst zu sehr und geht deshalb auf die Gelenke .

    Ja, der Hufschmied lebt vom Beschlag... Frag mal jemand, der keinen heißen Beschlag machen darf.

    Übrigens hat mir unser damaliger Hufschmied, ein sehr guter, der hat in einem Landgestüt im benachbarten Bundesland die Warm- und Kaltbüter beschlagen, mir zu Schuhe geraten, bzw. meinte er, wenn wir etwas weniger fahren würden wäre ein Beschlag unnötig. Er hat damals nur 120€ genommen....


    Außerdem bin ich der Meinung, ein guter Beschlag auf einem gesunden Huf beeinträchtigt die Gesundheit und das Wohlbefinden des Pferdes nicht.

    Im Gegenteil, bei Fehlstellungen verschiedenen Huferkrankungen und Verletzungen ist der richtige Beschlag zur Heilung notwendig.

    Unsere Elena schlurft sich hinten die Hufe auf Asphalt schief ab, deshalb die Schuhe. Die Eisen waren nach einer Periode einseitig abgeschliffen.

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Also wenn der Hufmechanismus wegen den Eisen ( bzw besser gesagt wegen der Nägel ) behindert ist , dann ist das Pferd einfach falsch beschlagen , im Regelfall wurde weiter zurück genagelt als die weiteste Stelle des Hufes .


    Und zur Beruhigung ( bevor sich wieder welche aufregen ) , das ist eine Erklärung von Fritz Rödder .

  • (......) mir zu Schuhe geraten, bzw. meinte er, wenn wir etwas weniger fahren würden wäre ein Beschlag unnötig. Er hat damals nur 120€ genommen....


    Außerdem bin ich der Meinung, ein guter Beschlag auf einem gesunden Huf beeinträchtigt die Gesundheit und das Wohlbefinden des Pferdes nicht.

    Im Gegenteil, bei Fehlstellungen verschiedenen Huferkrankungen und Verletzungen ist der richtige Beschlag zur Heilung notwendig.

    Unsere Elena schlurft sich hinten die Hufe auf Asphalt schief ab, deshalb die Schuhe. Die Eisen waren nach einer Periode einseitig abgeschliffen.

    @ Jeverson ich habe da kaum was zuzufügen und bin fast der gleichen Meinung .


    Das mit dem abrupten stoppen auf Beton und Asphalt sehe ich aber schon auch so wie die Schmiede , ob jetzt da gleich ein Gelenk kaputt geht sei mal dahin gestellt , das kommt halt auch drauf an wie häufig die Dinger benutzt werden .


    Mir persönlich wären die Hufschuhe viel zu umständlich , oft ist halt gerade am Abend nicht die Zeit da wie bei einem privaten , wo diese kaum ne Rolle spielt . Es reicht ja so schon wen man zwei Pferde fertig putzt und einschirrt und dann noch anspannt . Jetzt würden da noch die Hufschuhe dazu kommen und das 8 mal , oder gar 16 mal im Viererzug , nein , darauf hab ich kein Lust , ich verbringe diese Zeit lieber mit fahren .

    Wobei ich jetzt aber dazusagen muss , dass ich versuche so zu fahren , dass ich spätestens in der Dämmerung wieder zuhause bin . Bin jetzt für die Dunkelheit noch nicht so ausgerüstet , aber ich seh schon das muss ich noch machen .

  • Erfahrungen haben wir mit Old-Mac G2 Größe 12 auf den hinteren Hufen gemacht (Rh.-Dt. Kaltblut). Da haben wir 288€ inkl. 16 Spikes, verlängerte Riemen und Versand bezahlt.

    Wie leicht bzw. schwer läßt sich der denn anziehen? Mit meinen Marquis muß ich ganz schön kämpfen; zumindest an den Vorderhufen. Fördert die Gesundheit des Rückens nicht.