Begegnung mit Passanten von der Kutsche aus

  • Und auch wieder diese Hetze gegen SUV...soll ich meinen Pferdehänger mit 2 Pferden drin mit einem VW-Golf ziehen? Es gibt übrigens auch noch andere Gründe, für einen SUV....wenn man nämlich krank ist und in einen normalen PKW kaum einsteigen geschweige denn aussteigen kann....na gut, ich könnte ganz aufs Autofahren verzichten...dann muss ich aber mit der Kutsche zum Einkaufen.

    Ich könnte natürlich auch darauf verzichten, meine Pferde mit dem Hänger zu fahren...und sie dann bei Kolik oder anderen Notfällen zu Hause verrecken lassen, anstatt in die Klinik zu fahren.


    Und zur rush hour kann ich auch nicht mehr einkaufen gehen...bin nämlich ziemlich langsam und behindere die gestresste, arbeitende Bevölkerung. Und auch beim Autofahren bin ich nicht mehr sooo sportlich wie vor 20 Jahren...also bleib ich besser zu Hause.


    Ich hatte es mir schon mal vorgenommen, hier nix mehr zu schreiben und das ist definitiv mein letzter Beitrag. Diese gehässige Besserwisserei geht mir auf den Nerv und mir ist die Zeit zu schade.


    Bedenken kann man auch in einem freundlichen, angemessenen Ton äußern. Leider geht dieses Forum den Weg vieler anderer Foren...es schreibt eh schon kaum mehr jemand.

  • Das Foto von E. Schmid ist zweifellos sehr schön. Aber ich sehe niemanden auf dem Bock oder an den Köpfen der Pferde. Und das finde ich riskant. Ich bin gewiss kein Achenbach

    Da muss ich was an den Augen haben. Auf dem einen Bild ist eindeutig ein Fahrer auf dem Bock und auf dem anderen Bild steht jemand bei den Pferden. Wo ist das Problem? An den Köpfen der Pferde, wohlmöglich noch die Leinen oder den Fahrzaum festhaltend, hat niemand etwas verloren bzw. Pferde die soetwas brauchen sind im Straßenverkehr falsch aufgehoben. Der Groom steht immer etwas seitlich mit Abstand vor den Pferden. Hier also vollkommen korrekt. Im übrigen sind bei dem Bild ohne Fahrer die Leinen am Unterwagen festgemacht und die Hebeldruckbremse ist angezogen, was auch vollkommen richtig ist. Bei längeren Pausen könnte man dann noch die Innenstränge lösen, was aber hier nicht nötig ist, da ja jemand bei den Pferden ist. Die Pferde müssten den gebremsten Wagen dann schon mit dem Maul wegziehen. Diese Art des Abstellens eines Gespanns war bis vor kurzem auch noch Bestandteil der StVo in Deutschland und wurde über Jahrhunderte so gemacht.

    Nur weil einigen hier etliches an Erfahrung fehlt, ist es noch lange nicht schlecht oder falsch.

    Edited 2 times, last by Lawirant ().

  • Quote

    Bei längeren Pausen könnte man dann noch die Innenstränge lösen, was aber hier nicht nötig ist, da ja jemand bei den Pferden ist. Die Pferde müssten den gebremsten Wagen dann schon mit dem Maul wegziehen. Diese Art des Abstellens eines Gespanns war bis vor kurzem auch noch Bestandteil der StVo in Deutschland und wurde über Jahrhunderte so gemacht.

    erlaube eine Anfängerfrage: reicht das wirklich? die könnten doch mit den Aufhalterketten allein auch einiges wegziehen, erst recht, wenn die äusseren Strangen noch dagegenhalten? (die festgeschlauften Leinen mal ausser Acht gelassen)

  • Vielleicht habe ich ja auch was an den Augen, aber ich sehe keinen Fahrer auf dem Bock - ist das im Bild abgeschnitten? Reden wir von unterschiedlichen Fotos? Die Person vor den Pferden hat keine Leinen in der Hand. Seht ihr mehr als ich? Dann möchte ich mich hiermit entschuldigen ich will hier gewiss niemanden zu Unrecht kritisieren.

    Also wie erwähnt: Als mir der Fauxpas kürzlich passierte, stand ich direkt neben dem Ponykopf und konnte nicht schnell genug reagieren. Ich fahre dieses Pony seit knapp 10 Jahren. Nachlässig ist und bleibt riskant.

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • Die Person vor den Pferden hat keine Leinen in der Hand.

    Vielleicht solltest du, Shettyfreak, den Text von Lawirant ganz lesen. Er hat richtigerweise geschrieben

    An den Köpfen der Pferde, wohlmöglich noch die Leinen oder den Fahrzaum festhaltend, hat niemand etwas verloren bzw. Pferde die soetwas brauchen sind im Straßenverkehr falsch aufgehoben. Der Groom steht immer etwas seitlich mit Abstand vor den Pferden. Hier also vollkommen korrekt

  • erlaube eine Anfängerfrage: reicht das wirklich? die könnten doch mit den Aufhalterketten allein auch einiges wegziehen, erst recht, wenn die äusseren Strangen noch dagegenhalten? (die festgeschlauften Leinen mal ausser Acht gelassen)

    Ja, das reicht. Die an der Bracke befestigten Leinen müssen so kurz sein, das die anstehen, bevor Stränge ( falls noch fest ) oder Aufhalter/Kette anstehen können. Daher macht man die Leine recht kurz, so dass Stränge und Aufhalter bei anstehender Leine durchhängen bzw. löst den Innenstrang und schnallt die Aufhalter/Ketten lang.

  • Ich oute mich auch als gelegentlicher "ins-Städtchen-Fahrer", um kleinere Besorgungen zu erledigen, manchmal wandern wir auch zu Fuß in den Ort. Mein Pony ist verkehrssicher und lässt sich auch problemlos an Laternen anbinden (Stallhalfter über dem Fahrzaum). Die Leute freuen sich überall, hatte noch nie Probleme. Im Gegenteil, man muss etwas mehr Zeit einplanen für die ganzen netten Gespräche zwischendurch.

    Fahrübungen auf einem Supermarktparkplatz würde ich nur außerhalb der Öffnungszeiten machen, um die Kundschaft nicht zu verärgern. Gerade wenn es im Feierabendzirkus rund geht und die Leute eher genervt sind, sind solche "blöden Sprüche" vorprogrammiert. Was anderes ist es, wenn man sich in eine Ecke des Parkplatzes verzieht, um dort zu parken und den Supermarkt als das nutzt, was er ist: ein Geschäft zum Einkaufen. Immerhin ist es ein Privatgrundstück, das man nutzt und da sollte man es sich mit dem Eigentümer / Mieter nicht verscherzen. Außerhalb der Öffnungszeiten stört man keine Kundschaft, da kann man dann kringeln bis einem schwindelig wird.

    Suns always shine :)

  • Würde man da auf alle hören dann dürfte man gar nix mehr machen ! Den einen passt das nicht den anderen jenes . Ein bisserl Toleranz wäre auch ganz gut .


    Ist halt so , im Grunde sind alle wegen dem Fahren hier , jedoch ist von Hobbykuschelfahrer bis zum gewerblichen Profi alles dabei .


    Da müssen ja die Meinungen auseinander gehen ! Im Grunde geht es um Minimierung von Restrisiko , das besteht bei jedem Fahrer , jedoch ist dies bei einem Profi prozentual viel viel weniger als bei jemand der nur ein oder Pferde bedient . . ( ein Profi ist für mich jemand der (meist ) beruflich bedingt mehrere Stunden mit verschiedene Pferden verbringt und damit einen Teil seines Auskommens verdienen muss. )


    So jemand kann auch viel besser einschätzen wie weit er sich aus dem "Fenster" lehnen kann .

  • I Irgendwelche Wendemanöver kann man auch gut zuhause auf der Hoffläche trainieren. Es geht doch vielfach um Eitelkeiten.

    Was soll ich da ? Wo sind da die fremden Reize für die Pferde ? Das kennen die alles vom ersten Tag ihres Lebens , das ist laaangweilig und nicht lehrreich ! Ich möchte dahin wo möglichst viele neue fremde akustische und optische Reize vorhanden sind .

    Genau danach suche ich zu meiner eigenen Sicherheit und die der Pferde , egal ob auf Bock oder Pferd .


    ich kenne die Bilder zu genüge von abspringenden und " flüchtenden " Reitern , nur weil man sich mit einem Schlepper vorsichtig nähert . Sowas muss nicht sein , das ist alles erlernbar . (sofern ein Wille ,)


    Weiter geht es mir nicht um die Frage ob PP oder nicht , (das für mich keine Frage ) sondern um Begegnungen mit Passanten . Das ist beantwortet , alles bestens bei euch . Super , freut mich .

  • Was soll ich da ? Wo sind da die fremden Reize für die Pferde ? Das kennen die alles vom ersten Tag ihres Lebens , das ist laaangweilig und nicht lehrreich !

    Das streite ich nicht ab. Wenn das zur Ausbildung eines sicheren Gespannes führen soll, kann man das machen. Inwieweit das zu welchen Zeiten erfolgen sollte und auch wo, ist hier schon ausreichend diskutiert worden.

    Lawirants Erklärung habe ich durchaus gelesen.

    Dann habe ich das in meinem Abzeichenkurs wohl falsch gelernt. Ich finde die Position des Helfers nur dann richtig, wenn der Fahrer mit den Leinen in der Hand auf dem Bock säße und sich vielleicht gerade noch sortiert, bis er mit einem Kopfnicken signalisiert, dass der Helfer auf den Wagen steigen kann.

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • ....

    Dann habe ich das in meinem Abzeichenkurs wohl falsch gelernt. Ich finde die Position des Helfers nur dann richtig, wenn der Fahrer mit den Leinen in der Hand auf dem Bock säße und sich vielleicht gerade noch sortiert, bis er mit einem Kopfnicken signalisiert, dass der Helfer auf den Wagen steigen kann.

    Ich stelle mir gerade vor, wie ich unseren Landwirtschaftsbetrieb weiterhin mit Pferden bewirtschaften soll, wenn ich dauernd auf eine Hilfsperson angewiesen wäre. Wie soll ich frühmorgens auf der Fahrt zur Milchsammelstelle das Weidetor auf- und wieder zumachen, wie die Milchkannen abladen, wie den Mist mit dem Hoflader auf den Miststreuer aufladen, wie den Kreiselheuer auf der Wiese für die Arbeit aus- und wieder einklappen, wie die Ackeregge von Grasbüscheln befreien, wie die Schneepfosten für den Winter einschlagen, wie die Kartoffelsäcke auf den Wagen aufladen, wie ... wie ... wie


    Gruss E. Schmid

  • Wenn das zur Ausbildung eines sicheren Gespannes führen soll, kann man das machen.


    Also das setze ich mal als Grundprinzip voraus , egal ob Fahren oder Reiten . Jedwede Beschäftigung mit den Pferden muss/soll zu einer Besserung in welcher Hinsicht auch immer führen . Wi soll sowas von statten gehen wenn ich immer alles vermeide ?

    LKW in welcher Form auch immer , Schlepper u Mähdrescher sind für uns ( meine Pferde und mich ) kein Problem , ja warum denn wohl ? hmmmm .......... ???

    Problematischer wird es mit Rindern auf der Weide für ein Pferd , auch die anderen kucken da gern mal etwas erregt hin , ja warum wohl ??? na weil es das hier eher selten gibt und ich das nicht so üben kann wie ich möchte .


    Aufgemalte Verkehrszeichen , Wasserrinnen und Haltelinien an der Fussgängerampel finden sie ganz zu Anfang zwar spannend , sind aber immer überzeugbar , nach paar mal interessiert das nicht mehr .


    Das schwerste Hindernis ist die Glasfront im Eingangsbereich des Discounters mit zusätzlicher Bodenbemalung . Da müssen sie im 45 Grad Winkel quasi in ihr eigenes Spiegelbild laufen . Kann ich natürlich nur außerhalb der Geschäftszeiten üben . Passiert nicht so oft , folgedessen ist das auch nicht bei allen so sehr gefestigt .

    Und jetzt komm mir keiner an dass das die Pferde nicht sehen /deuten können !

  • Ich stelle mir gerade vor, wie ich unseren Landwirtschaftsbetrieb weiterhin mit Pferden bewirtschaften soll,


    Gruss E. Schmid

    Da klafft einfach der Unterschied zw Hobby und Profi viel zu weit auseinander . Da sind die Welten dazwischen zu gross .


    Einer meiner Vorfahren erzählte mir dass der Rossknecht mit dem Kartoffelwagen vierspännig Richtung Stadt gefahren ist , alleine versteht sich . Auf dieser Strecke waren zwei Steigungen zu befahren, deshalb vierspännig . Am Stadtrand angekommen wurden die Vorderpferde ausgespannt , gedreht und mit einem Klaps auf den Hintern Richtung Heimat geschickt , ohne weitere Begleitperson versteht sich .

    Edited once, last by Kasparow ().

  • Ich denk, Shettyfreak hat da durchaus recht: Hobbytiere sind ziemlich explosive Viechers, denen teilweis echt der Dampf wegen Mangelbeschäftigung aus den Ohren kommt. (kaspi paar Seiten woanders machst mich an, weil ich mir erlaub mir von den Pony helfen zu lassen beim rangieren mit Gewicht ohne Pony aufzuwärmen? manchmal springst auch bißli in deinen Ansichten?). Meine stehen Ende Sommerferien auch überall "zuverlässig" in der Gegend rum...sieht da im März/April irgendwie bißle anders aus (in hieisiger Gegend dürften Kinder nie vor Mittwoch an die Leinen....), obwohl durchgängig angespannt wird. Auch ist bei mir ein Riesenunterschied zwischen "Schwerlast" und Tunierkutschiererei festzustellen. Überwiegend tunierlastig werdens irgendwie anders, als nur im Hausverkehr/Veranstaltungen/Umzüge. mfg Kirsten

  • (kaspi paar Seiten woanders machst mich an, weil ich mir erlaub mir von den Pony helfen zu lassen beim rangieren mit Gewicht ohne Pony aufzuwärmen? manchmal springst auch bißli in deinen Ansichten?).


    . mfg Kirsten

    äheeemmm , wo siehst du da ein Widerspruch ? Wo hätte ich geschrieben ein unaufgewärmtes Pferd zur Volllast zu benutzen ? Kann nichts finden , wo bitte ist der Sprung ?

  • Hallo Kasparow,

    Pferde finden Ihren Stall,

    das kann ich leider bestätigen,

    meine Tochter damals Teenager, reitet mit Schw. Warmblut Stute aus.

    100 m nach dem letzten Wohnhaus, auf Feldweg, bockt die Stute,

    Tochter fällt runter, die Stute läuft im Trab zurück zum Stall,

    wir wohnen leider mitten im Dorf, an der Kreisstr.

    Früher war das kein Problem,

    Pferde sind sehr Lernfähig.

  • Hallo Christoph das ist mir doch durchaus alles bewusst , wobei es hier nicht um den heimatlichen Aktionsradius geht , sondern von da wo die losgelassen wurden , waren es ca 12 km und durch zwei Dörfer nach Hause . Diese Erzählung hat mich als kleiner Junge sehr beeindruckt . Leider weiss ich nicht wie oft die diese Strecke gingen , jedenfalls denke ich eher nur saisonal .


    Ich denk mir , warum sind die da nicht "eingekehrt " an einer satten Wiese ?

  • Hallo,

    12 km, das ist schon eine Hausnummer !

    Vor allem war das ein Gespann,

    wenn die ohne Maulkorb oder Futtersack waren?

    Ist das wirklich beeindruckend, das die an keiner Wiese gegrast haben.

  • Hallo,

    12 km, das ist schon eine Hausnummer !

    Vor allem war das ein Gespann,

    wenn die ohne Maulkorb oder Futtersack waren?

    Ist das wirklich beeindruckend, das die an keiner Wiese gegrast haben.

    Es war ja niemand dabei , vielleicht haben die das ja getan , man weiss es nicht . An Details wie Futtersack Maulkorb und ob als Gespann oder einzeln kann ich mich nicht erinnern , oder es wurde damals einfach nicht erzählt .


    Heute würden die nicht weit kommen , die wären alsbald Verkehrsopfer .