Begegnung mit Passanten von der Kutsche aus

  • Heute erst kurz nach 18 Uhr los gekommen und prompt auf einem Feld war der Teufel los , da müssen wir hin, ganz unbedingt und ganz klar . Zwei Mähdrescher am Körnermais dreschen , ein Fendt 1042 , die größte Serie die Fendt baut war mit einem Überladewagen vor Ort und mehrere Hängerzüge mit Traktoren vorne dran . Das Vorgewende auf und abgefahren und jeweils knapp an den Dreschern vorbei .


    Die Hächsler der Drescher werfen sogar Spindeln in unsere Richtung , kein Problem . Dann kommt trotz Überladewagen ein MD zum abtanken an den Hängerzug . Leider war er rückwärts zu uns , sonst wäre ich während des Abtankens zwischen Drescher und Hängerzug bei laufender Überladeschnecke über uns , das wäre es gewesen ...... echt schade . Konnte auch noch paar Bilder machen .


    Dann weiter ins Dorf zum Discounter , drauf auf den PP , ahhhh doch etwas mehr los heute ... ach freilich Samstag Abend , ganz vergessen . Da mach ich mich wieder von dannen dachte ich , als mich die Blicke eines Ehepaar mit zwei Kindern trafen , ob die kleine denn mitfahren dürfe . Klar ..... zuerst hatte sie Angst , aber der große Bruder ist dann auch mitgekommen , Für das Mädel ( ca 4 Jahre ) was das wohl supertoll , wir sind runter vom PP , eine kleine Runde gedreht , wieder drauf , die Kinder wieder abgeladen , und auch wieder weg da .


    Ich würde fast wetten dass ich diesem Mädel den Pferdevirus näher gebracht habe . Sie hat gestrahlt , die Mutter noch kurz gefilmt , und der Vater ist fast rückwärts weg gegangen . Es waren wohl keine Inländer . Mich hat es für die ganze Familie gefreut . Dann noch bei Bekannten vorbei geschaut die am grillen waren und schon war es wieder dunkel bis wir zu Hause an kamen .


    Ganz besonders schön wars heut !!!!!!!!!!!!!!

  • Von allem Anderen einmal abgesehen - was haben denn die Landwirte/Lohnunternehmer zu Deinem Besuch gesagt? Kanntest Du sie?

    Zum Hintergrund: in NRW darf man seit einigen Jahren überhaupt nicht mehr auf landwirtschaftlich genutzten Flächen reiten oder fahren. Früher durfte man das, wenn das Feld nicht bestellt war. Ist das auch in Bayern so?

  • Den Pächter kenne ich persönlich ja , den hab ich aber nicht gesehen, denke der war nicht zugegen . Seine Fahrer kenne ich nicht , die mich wohl eher auch nicht . Die Drescher-Traktor-fahrern hab ich mit erhobenem Hut begrüßt , den einen der fußläufig war, natürlich freundlich verbal und mit gehobenem Hut . Hoffe dass das so richtig war ?


    Im Bayern darf zu Zeiten der Vegetation kein landw Grundstück betreten werden , so das Gesetz .

    Ich meine da steht noch iwi dass man auf ein abgeerntetes Feld darf wenn man nichts kaputt macht , da bin ich mir mir aber gar nicht ganz sicher , kann das mal jem raussuchen ?


    Die Realität sieht ganz anders aus , da kacken die Hunde auf die Wiese , andere werden den weidenen Pferden hinterhergejagt . Es wird auch vom Wohngebiet eine Abkürzung über die Wiese genommen auf der das Gras 20 cm hoch steht .


    Gibt auch Reiter die sich gelegentlich daneben benehmen , wobei ich finde dass das eher selten geworden ist . Liegt eher daran dass es wenig Ausreiter gibt und die Ställe hier unter landw Führung sind .


    Zu meinem "Fehlverhalten " auf dem Feld , du kannst ganz sicher sein dass ich weiss wo ich keinen ( fremden ) Schaden anrichte . Wenn da jemand was gesagt hätte , dann wären vermutlich denen die Argumente ausgegangen .


    Meine persönliche landw . Meinung : Auf einem halbwegs trockenen Stoppelfeld kann ich weder als Reiter noch als Fahrer Schaden anrichten . Zu meinen Leuten sag ich immer , jetzt ist da und da abgeerntet , da könnt ihrs richtig krachen lassen . Letzeres wird aber auch kaum praktiziert da Angst vor irgendwelchen Löchern .


    Selbst reite ich schon mal IN der Reihe durch mein eigenes Maisfeld , oder In der Fahrgasse durch meinen eigenen Weizenschlag . Da haben auch schon auf der anderen Seite des Feldes Kollegen gewartet um mich "fest zu setzen " , und dann ahhhhh du bist es selbst .

    Edited 2 times, last by Kasparow ().

  • Ich habe nichts von "Fehlverhalten" gesagt und nichts bewertet.

    Außerdem bin ich auch der Meinung, daß es möglich ist, mit entsprechender Rücksicht landwirtschaftlich genutzte Flächen zu bereiten/befahren ohne Schaden anzurichten. Hier bestehen inzwischen sehr viele Landwirte darauf, daß ihr Privateigentum grundsätzlich nicht betreten wird - tatsächlich bin ich schon einmal von einem erzürnten Bauern mit dem Traktor laut brüllend gejagt worden, als ich nah am Rand über ein abgeerntetes Maisfeld ritt. Tatsächlich aber gibt es Reiter und Hundehalter, denen Rücksicht fremd ist. Dann darf man sich nicht wundern.

  • In Hessen darf man meines Wissens nach überall reiten oder fahren, wo kein ausdrückliches Verbot ausgesprochen wurde. Das gilt aber nur für Wege (Wald- oder Feldwege). Stoppelfelder darf man eigentlich nicht einfach nutzen. Da müsste man vorher den Landwirt fragen. Die Felder um unseren Stall gehören aber fast ausschließlich "unserem" Bauern. Der hat nichts dagegen. Im Stadtwald darf man nur die Reit- und Fahrwege nutzen.

    Auch ich bin Hundebesitzer. Meine Hunde laufen auch oft frei. Die laufen aber nie aufs Feld zum K..., sonder machen an den Rand. Im Zweifelsfall mache ich den Haufen weg. Das ist allerdings nicht bei Jedem so. Oft lassen die Leute ihre Hunde riesige Löcher buddeln. Das ärgert mich in mehrfacher Hinsicht !!!

  • Außerdem bin ich auch der Meinung, daß es möglich ist, mit entsprechender Rücksicht landwirtschaftlich genutzte Flächen zu bereiten/befahren ohne Schaden anzurichten.

    Na so pauschal kann man das nicht sagen. Wie stellst du es denn an wenn z B jetzt ein stehendes Maisfeld oder im Juli einen Getreideacker /Kartoffelacker oder oder oder ... befahren möchtest ?

    Auch setzt es Fachwissen voraus das leider in der breiten Masse der Bevölkerung ( einschließlich Reiter/Fahrer ) nicht vorhanden ist . Klar gibt es da auch Abweichungen .


    Für Bayern :

    https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayNatSchG-27

  • Auch ich bin Hundebesitzer. Meine Hunde laufen auch oft frei. Die laufen aber nie aufs Feld zum K..., sonder machen an den Rand. Im Zweifelsfall mache ich den Haufen weg.

    Bei uns gibt es auch einen Hund . Die Probleme werden immer größer , klar wir sind ein Wohlstandsland und da werden auch die Hunde immer mehr . Die Kommunen kassieren ein , machen auch etwas , aber zu wenig . Ausbaden müssen das meiste die Bauern in den Fluren nahe der Wohngebiete . Es artet aus ! Morgens laufen ganze Horden , offensichtlich verabredet , mit den Hunden in die Flur .

    Die Kommunen müssten in jedem neuen Wohngebiet eine extra Parzelle als Hundekakaplatz ausweisen und das wilde Liegenlassen unter Strafe stellen .


    Was passiert wenn ich wen anzeige dessen Hund in meine Wiese / Weide kackt ? Ich denke gar nix , weiss es aber nicht .


    Das mit dem an den Rand kacken sehe ich so : Ist es eine Wiese , ganz schlecht , weil die meist bis zum Weg bewirtschaftet werden. Auch der Streifen muss meist vom LW abgepflegt werden .


    Ist es der Ackerrand kommt es auf die Frucht an die da drauf steht , bei Getreide stört es mich nicht . Sehr stört es mich bei Kleegrass , bei Gemüse und Kartoffeln .

  • Mit Rand meine ich den kleinen "Miniwall" zwischen Weg und Feld (Feld liegt etwas tiefer).

    Ja, gerade bei Kartoffeln stelle ich mir das sehr unschön vor....

  • ...

    Im Bayern darf zu Zeiten der Vegetation kein landw Grundstück betreten werden , so das Gesetz .

    Ich meine da steht noch iwi dass man auf ein abgeerntetes Feld darf wenn man nichts kaputt macht , da bin ich mir mir aber gar nicht ganz sicher , kann das mal jem raussuchen ?

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    Unsere zwei Mädchen freuen sich auf die Getreideernte, fragen immer, wann wird gedrescht, denn nach der Getreideernte dürfen sie mit den Pferden auf den Stoppelfeldern rumgaloppieren - und zwar nur dann. Sonst dürfen die Reiter bei uns weder Wiesen, Weiden, noch Fruchtflächen betreten. Ob das Gesetz ist, weiss ich nicht, wenn ich jemanden erwische, gibt's ein klärendes Gespräch.


    Gruss E. Schmid

  • Unsere zwei Mädchen freuen sich auf die Getreideernte, fragen immer, wann wird gedrescht, denn nach der Getreideernte dürfen sie mit den Pferden auf den Stoppelfeldern rumgaloppieren -

    Gruss E. Schmid

    Das ist ja auch das Normale , ich kenne das auch nicht anders obwohl ich auch ruhiger geworden bin .

    Als Jugendlicher erinnere ich mich , wenn eine Gewanne zu kurz war , dann ist man eben über den geteerten Feldweg in die nächste Gewanne Stoppelacker galoppiert . Besonders Spass hat das in der Dämmerung gemacht wenn am Teer die Funken der beschlagenen Pferde in der Dunkelheit kurz aufleuchteten .

    Würde das heute jemand mit meinen Pferden machen , aber wehe dem .....

  • Da Du mich ansprichst - mein Verständnis von Rücksichtnahme schließt ein Bereiten/Befahren/Betreten landwirtschaftliche genutzter Flächen aus bis abgeerntet ist. Obwohl mein Pferd "zwischen den Reihen" gehen kann, tue ich das nicht. Kurz: ich tue das, was man schon immer getan hat. Allerhöchstens.

  • Wir gehören auch zu denen, die mit unseren Ponys überall hin fahren, denn Üben schadet nie.

    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.

  • Unser Weg, wenn wir fahren wollen.... (Und das ist schon eher am Ende des Dorfes ?)


    Stoppelacker kann ich nicht leiden. Habe als Jugendliche einen schweren Unfall miterlebt, weil ein Pferd im stoppelacker gestürzt ist.. Da hatten wohl Mäuse zu viele Löcher gegraben.... Ist aber meine persönliche Erfahrung!

    Wir wohnen zum Glück in einer Gegend wo es sehr viele Graswege gibt auf denen man reiten und fahren kann.... (Wobei manche davon im Herbst auch viele Mäuselöcher haben....)

  • Zu Post #34 kann ich zustimmen, im Bernbiet sind die Leute freundlicher als dort wo sie weisse Socken tragen;)

    Ich wohn mittlerweile im Weisse-Socken-Land und muss sagen, dass obwohl überall "Achtung Gefahr" dransteht, die meisten Verkehrsteilnehmer doch deutlich freundlicher gegenüber Kutschen und Pferden sind als gewisse Alphabethinterste, die nichts mit Schienenfahrzeugen gemeinsam haben. ;)

    Dort hab ich die noch regelmässig beschimpfen und anschreien dürfen, weil sie mal wieder mein linksabbiegendes, deutlich diese Absicht anzeigendes Gespann überholen wollen und einfach Gas geben. Ich hätte da keine Peitsche für die Ponys sondern einen Prügel für die Autos gebraucht! :cursing:

  • ich wusste gar nicht, dass ich weisse Socken tragen sollte...:wacko:

    ernsthaft (naja, mehr oder weniger...): in 25 Jahren Wanderreiten durch alle fast Kantone kristallisieren sich schon verschiedene Charaktere heraus. Pauschal gesagt, entspricht der Charakter der (einheimischen) Menschen in grossen Zügen dem der von ihnen gezüchteten einheimischen Hunderassen... :]:tongue: die Scholle formt den Menschen!

  • Äcker sind Privatgrund und somit darf man sie nur betreten, wenn der Landwirt seine Zustimmung dazu gibt. Dafür braucht es kein zusätzliches Gesetz, worin geregelt ist, wer wann wo reiten / fahren darf, denn dies bezieht sich dann auf öffentliche Wege und nicht auf Ackerflächen.

    Abgeerntete Felder dürfen in unserer Gegend seitens der Landwirte beritten oder befahren werden, da sagt niemand etwas. Bei Stoppelfeldern warte ich grundsätzlich ab, bis das Stroh gepresst ist, denn allein ein scheuendes Pferd kann schon die Strohreihen durcheinander wirbeln und das ist dann ein Schaden für den Landwirt, der unnötig und vermeidbar ist. Ein freundliches Miteinander, Respekt und Rücksichtnahme öffnet wie auch sonst im Leben viele Türen.

    Suns always shine :)

  • Mit andern Worten Zürcher z.B. sind charakterlos ... ?

    weil sie keine eigene Sennenhunderasse haben? *hinterm Ohr kratz*

    man könnte da endlos diskutieren - erlass mir bitte die Antwort, ich bin in Basel geboren!!!:P


    (an Aussenstehende: zwischen den Schweizer Kantonen bestehen jede Menge Föppeleien, in aller Freundschaft...)

  • ich bin in Basel geboren!!!

    Dann bist du sowieso entschuldigt! (... ich am Zürichsee [das heisst im Klartext, ich bin kein Zürcher, sondern ein Seebueb!])