Anhänger für Kutschentransport

  • der einen Kutschhänger hatte der vorne auf der Deichsel die Kutsche hatte

    Das ist heute eine sehr übliche Art, einen Einspänner zu transportieren, es gibt hunderte von Fahrern, die sich so verschieben. Ich selbst fahre jedes Jahr einige tausend Kilometer mit einem solchen Anhänger, der übrigens sehr kommod ist. Weil er etwa 2 m länger ist und somit die Distanz zwischen Achsen und Aufhängepunkt länger ist, liegt er ruhiger auf der Strasse und ist einfacher zum Manövrieren. In der Regel genügt ein Zugfahrzeug mit 2,5 t Anhängelast. Mein beladener Anhänger z.B. wiegt knapp 2,1 t (ein Pferd 520 kg, Kutsche 300 kg, Ballast 100 kg und noch etwa 100 kg Geschirr, Futter, etc.)

    Drehschemel ins Spiel , hab ich als Kombihänger (Kutsche / Pferde ) noch nie gesehe

    Auch das ist ein Anhägermodell, das heute häufig von Fahrern verwendet wird, vor allem für Zweispänner, weil es etwas mehr Platz hat um Sachen zu verstauen. Allerdings braucht es ein entsprechendes Zugfahrzeug, da der beladene Anhänger rasch einmal 3,5 t oder mehr wiegt.

  • In den USA habe ich öfter einen "goose-neck trailer" gefahren, dazu braucht man ein schweren Pickup, allerdings gibt es goose-neck trailer, da passen 4 Pferde und eine Coach hinein. Auf deutschen Straßen möc hte ich allerdings ein solches Gespann nicht fahren müssen.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Ok ..... bin max auf 5-6-7 reinen Fahrveranstaltungen / Jahr , hab solche Hänger schon gesehen , aber eher selten. Was ich sehe sind LKW mit u ohne Anhänger , Anhänger in vielen verschieden Ausformungen . PKW mit Plattformhängern teils absenkbar , mit Plane u ohne , auch mal n Koffer . 100 te ... das muss alles weit weg v mir sein , in Bayern kann das eher nicht sein .


    Wenn mehr als 4 Pferde zu transportieren sind , hab ich den Anhänger mehrfach gefahren auch über mittlere Strecken v ca 240 km Zielort . Stimmt schon , der liegt da wie ein Brett und man kann mit einem PKW Kutsche u Pferde fahren. ( ich war ohne Kutsche drauf unterwegs )

    Das war es aber dann auch schon . Der Rest in meine Augen unkommod .

    - musste das Ding immer selbst fahren , andere weigerten sich wehement

    - zum rangieren ist er schnell aus dem Spiegel

    - um starke Radien dürfte es für ungeübte recht ungewöhnlich sein ( rechtes Rad ist ja bei normalen Anhängern schon der "schwache" Punkt , frag mal Anhängervermieter )

    - in engen PP steht der immer weiter auf den Weg

    - zur Unterbringung braucht er viel mehr Platz , jedes dafür gebaute Vordach an den Hallen ist zu kurz

    - wer nicht ständig mit Kutsche fährt , der fährt den Rest unnötigen "Ballast " in Form von Länge umher

    manövrieren ??? ( kommt von Manöver oder ? ) gerade aus zurück , da mags leichter funktioniren , ums enge Eck schon nimmer.


    Von Fahren her ist der Kutsche/ vorne sicher problemloser , der Rest gefällt mir nicht . Kutsche hinten find ich zwar eine tolle Idee , da das sonst ein "normaler" Hänger zu sein scheint , aber hier sehe ich den Gewichtsausgleich als schwierig an . Von Ottonormalverbraucher kann niemand einschätzen ob da jetzt genug Stützlast drauf ist oder nicht . Folge dessen ist der nicht Idiotensicher und deshalb gefährlich , so sehe ich das jedenfalls .

    Eine automatische Gewichtstarierung wird er wohl kaum haben , falls doch , nehme ich meine Aussage zurück .

    Interessant wäre noch eine verlängerbare Deichsel , aber auch das erfordert zu viel technische Kenntnis für den OttoNormalo .

  • Ich habe so einen Schmidthänger mit Kutschenaufnahme am Heck. Leider kann ich noch nichts über das Fahrverhalten mit Kutsche sagen,

    da mein Pferd ein Hängerproblem hatte. Nun muss ich auch das Verladen mit Pferd und Kutsche noch üben, wegen den Geräuschen.

    Ich habe mich für diese Variante entschieden, da ich ihn in der Regel vorwiegend als normalen Hänger brauche. Der Nachteil ist wie schon

    erwähnt kein Frontaustieg im Nottfall. Ein großer Nachteil ist auch das man die Kutsche nicht am Vortag verladen kann, und somit braucht

    man mehr Zeit bevor man losfährt.

    Bei meinem Hänger ist auf der Deichsel eine Metallkiste mit Gewichten drin. da kann man gut austarieren. Im Hänger kann ich das Pferd auf

    zwei Positionen stellen, je nach dem mit oder ohne Gewicht hinten dran.

    Ich habe sehr mit dem Anhänger von Nonnenmacher geliebäugelt, da dieser noch ausgereifter ist. Leider ist er nicht ganz in meinem Budget

    gewesen.


    LG Angelika

  • Hallo,


    ich bin seit Februar 2018 einen Schmidt Ponyanhänger mit ausziehbarer Kutschenplattform gefahren. Für das Pony war das beim ersten Mal ein etwas ungewohntes Geräusch, aber danach kein Problem mehr. Zu zweit haben wir meine Ponykutsche auch schnell verladen gehabt.

    Ich wünsche mir jetzt allerdings einen mit mehr zul GG, da meiner nur 1,4 to hatte.



    Mein Wunsch wäre so einer wie in der Anzeige (Alu, Frontausstieg, Kiste vorne zum Tarieren):

    Schmidt Pferdeanhänger mit Kutschenhalterung Frontausstieg Alu

    Mit Herrn Schmidt habe ich auch gestern schon telefoniert. Er sagte auch, dass die Stützlast kritisch werden kann, wenn man nicht gut austariert. Es gibt wohl auch Wiegemöglichkeiten dafür.


    Aktuell suche ich aber noch eine Bedienungsanleitung für den Schmidt, um anderen zu erklären, wie das nun funktioniert mit der Kutschenplattform. Hat jemand eine? Mein Anhänger war leider ohne beim Kauf.


    Ich war sehr zufrieden mit meinem Plane/Holz-Modell, aber bin jetzt bereit für ein besseres Modell.:thumbup:


    Grüße

    Nathalie

  • NanaSO es gibt Stützlastwaagen. Wir hatten uns dieses Jahr erst eine gekauft, da wir zum ersten Mal mit einem Wohnwagen unterwegs waren.

    Da wir Fahrräder auf der Deichsel hatten, mussten wir auch austarieren. Gut der Wohnwagen ist einachsig, der Pferdeanhänger 2 Achsig, es ist aber schon interessant zu sehen, was ein 12l Kanister mit Wasser, hinten im Wohnwagen plaziert, ausmacht.

    Daher stelle ich mir das mit dem Austarieren mit dem Pferdeanhänger gar nicht mehr so leicht vor. Bzw, wenn man immer mit dem selben Pferd/Kutsche unterwegs ist, kann man es vermutlich einmal einstellen. Hat man aber wechselnde Gewichte drin, muss man ja jedes Mal neu schauen.

  • Bei uns (Alberta) kann man (solange man nicht gewerblich faehrt) hinter dem Gooseneck noch ein Anhaenger ziehen, solange man nicht das zulaessige Gesammtgewicht und 30 m laenge nicht ueberschreitet. Es gibt elektrisch gebremste Anhaenger bis 10 to, die mit dem Pick-up gezogen werden koennen, die meine 16 iaehrige Tochter fahren darf.


    Aber zum original post: je nach dem wie die Vorschriften sind und wie es mit Steuern und Versicherungen ist, kann es sein dass es billiger kommt wenn man mit 2 kleineren Fahrzeugen Pferdeanhaenger und Kutschenanhaenger separate zieht. vorallem wenn man fuer den Alltag sowieso 2 Autos braucht.

  • Also der Plattformanhanger ,vorne Kutsche ,Pferd im Kasten , wie zB Böckmann Duo den ich viele Km gefahren hab , ist vom Fahrkomfort besser als ein solo Hänger , durch die Länge .

    Das verladen von Pferd und Wagen ist normal einfach. Auch das befestigen der Kutsche .

    Für uns ist er leider ungeeignet , da die Historischen Wagen leider zu groß sind .


    der Lohmüller

  • Da stellt sich mir nun die Frage. Wie kann man bei beladenem Hänger mit Kutsche hintendran, die Stützlast messen.

    Ich möchte ungern ohne das der Hänger am Auto und das Pferd darin steht, so eine Stützlastwaage unter die Zugkupplung stellen.

    Wer hat da Tipps?


    LG Angelika

  • Gerade mal zwischendurch:

    Wie kann ich die Stützlast berechnen?

    Die gesetzliche Bestimmung gibt vor: Die Stützlast muss mindestens 4 Prozent des tatsächlichen Anhängergewichts betragen. Mehr als 25 Kilogramm brauchen es aber nicht zu sein. Die Regelungen in § 44 Abs. 3 StVZO gelten für alle Anhänger mit einer Achse sowie für zweiachsige Anhänger, bei denen der Abstand zwischen beiden Achsen weniger als 1 Meter beträgt.

    Formel zur Berechnung der minimalen Stützlast: minimale Stützlast=tatsächliches Gewicht des Anhängers x 0,04

    Während Sie den Mindestwert der Stützlast berechnen können, ist der Höchstwert vom Hersteller des Autos/Anhängers vorgeschrieben.

    Auf die Mindeststützlast kommt es nich sooo drauf an: "Mehr als 25 Kilogramm brauchen es aber nicht zu sein."

    Zum abschätzen der tatsächlichen Stützlast könnte man ja den Anhänger mit der maximalen Stützlast z.B. 50kg) austarieren, anhängen und die Höhe der Kupplung messen. wenn auf der gleichen Stelle der mit Pferde und Kutsche beladenen Anhänger angehängt ist, nochmal den Zollstock benutzen. Wenn das Auto weniger einfedert, ist die max. Stützlast nicht überschritten.

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Wenn das Auto weniger einfedert, ist die max. Stützlast nicht überschritten.

    Und wenn sie dann doch überschritten sein sollte, wird es bei einer Kontrolle ziemlich teuer! (Mindestens hier bei uns in der Schweiz)

  • Hallo!


    Vielen Dank für die vielen Hinweise und Kommentare.

    Wir haben uns von der Idee des Hängers mit Kutsche hinten in der Zwischenzeit verabschiedet.

    Wir würden uns an der Stelle für einen Hänger mit Kutsche auf Deichsel entscheiden; ggf. noch evtl. einen gebrauchten LKW, aber ich denke, dass wird von den Kosten her nicht in unser Budget passen......


    Freundliche Grüße aus dem Rheinland

    Klaus