Passende Kutsche

  • Hallo an alle,


    da ich neu bin würde ich gerne mich und mein Pony gerne kurz vorstellen.


    Ich bin 40 Jahre alt und und wohne mit meiner Frau und beiden Kindern 3 und 9 Jahre in der nähe von Trier.

    Wir haben ein deutsches Reitpony mit einem Stockmaß von 1,45 m. Schätzungsweise mit einem Gewicht von 350 -380 kg.

    Er geht demnächst zum einfahren weg. Er wird auch vorerst als Einspänner gefahren.


    Da ich leider zu groß und schwer bin und ehe Interesse am Fahren hatte, habe ich anfang des Jahres das Fahrabzeichen 5 gemacht mit Prüfung etc.

    Das ganze wird als reine Freizeit gesehen, wo wir mal alle zusammen damit unterwegs sein können.

    Jetzt bin ich auf der Suche nach einer passende Kutsche. Wie es so ist, wurde im großen ganzen nicht auf die Kutsche und Größe eingegangen.

    Das einzigste was man gelernt hat welche Anspannung und Kutschentyp es gibt. Das was das Pferd / Pony ziehen kann mit 3/1, 2/2 und 1/1 ist soweit klar.


    Über diverse Plattformen bekommt man ja jede Menge angeboten, doch ich finde nichts passendes oder denke dies zumindestens.

    Entweder finde ich eine schöne Ponykutsche die von der Bockhöhe her passt, dann wiegt diese schnell bis 300 Kg. Habe da eine gefunden, Jagdwagen, zwischen 230 und 280 Kg denke die ist noch zu schwer.

    Ich, meine Frau und beiden Kindern kommen wir auf 180 - 200 Kg.

    Da kommen wir im Schnitt auf 450 Kg mit dieser Kutsche.


    Hab da noch ein leichteres Modell mit max 220 Kg. Darunter finde ich leider mit der passenden Bockhöhe nichts.


    Oder ich finde welche vom Gewicht her passen könnte, dann heist es bis max. 1,40 m Stockmaß.


    Gefallen würde mir am liebsten ein Jagdwagen oder eine schöne Wagonette, die würde auch noch gehen.

    Sollte für 4 Personen sein.


    Daher die Fragen an euch.


    Wie Schwer sollte die Kutsche max sein?

    Was sollte sie mindestens wiegen?

    Wie hoch oder tief soll der Sitz sein?


    Bei einer Kutsche, Jagdwagen wo bis max. 1,40 m Stockmaß angegeben wurde, hatte man gemeint, dass mit einer größeren Schere für unser Pony kein Problem wäre. Wäre das möglich, eine größere Shettykutsche und dann eine größere Schere zu montieren.


    Hättet ihr Vorschläge für mich.


    Bedanke mich schon mal für eure Antworten und Mühe.


    Gruß Werner

  • Hallo Werner

    Ich habe mir für mein Großshetty (110 cm) eine Mini Shetty Kutsche gekauft. Weil mir die auch etwas niedrig war, habe ich mir größere Räder drauf machen lassen. So sieht sie für mich perfekt passend aus und ist in unserem ebenen Gelände bei festen Boden noch gut ziehbar.

    Wie ist euer Gelände? Flach, hügelig, ...?

    Suchst Du etwas Gebrauchtes oder eine neue Kutsche?

    Bei einer neuen Kutsche hast Du den Vorteil, dass Du die nach deinen Wünschen bauen lassen kannst. Kosten etwa 2500 - 3500 Euro ... nach oben offen.

    So habe ich es gemacht. Habe mir die Kutsche (das entsprechende Modell) angeschaut und dann gesagt wie ich sie gerne hätte (Breite, Länge, Bremsanlage, größere Räder, Farbe, ...). Ich hatte Glück und wurde gut beraten. Hatte auch schon zuvor eine Liste aus diesem Forum und von meiner Fahrlehrerin auf was ich achten sollte ;). Konnte auch ausprobieren wie der Rollwiderstand ist (nahezu 0 ) und wie ich darauf sitze. Der Wohlfühlfaktor ist ja dann doch ziemlich wichtig. Mir war auch wichtig, dass sie möglichst kippsicher ist.

    Eine Bekannte von mir hat sich für ihren Isländer in bergigen Gelände eine gebrauchte Kutsche gekauft, die viel zu schwer und die Räder sehr schwergängig waren. Die konnte sie zum Glück wieder gut verkaufen und hat sich eine Marathonmix für Shettys und Ponys gekauft. Die wiegt nun 180 kg und wird von dem großen Isländer im bergigen Gelände mit bis zu 2 Personen gut gezohgen.


    Das sind nun meine Erfahrungen die ich in gut 1 Jahr als Fahrerin gesammelt habe.

    Sicher bekommst du noch gehaltvollere und qualifiziertere Antworten von dem ein oder anderen Alten Hasen. :-]


    LG Kiki

  • Hallo Kiki,


    danke für deine schnelle Antwort.

    Am Anfang wollte ich schon was gebrauchtes kaufen. Nicht das mein Pony keine Lust dazu hat und ich dann mit neuen Sachen da stehe.

    Wenn es klappen sollte, kommt in ein zwei Jahren was neues. Dann kann ich auchschon sagen was ich gerne hätte oder stört und was sonst noch so einfällt.

    Wir haben schon schöne flachere Gegenden mit der einen oder anderen leichten Neigung. Haben auch steilere Stellen, die muß ich ja aber nicht voll besetzt fahren oder umfahre sie.


    Gruß Werner

  • Du kannst problemlos vor eine Winzkutsche eine größere Schere montieren, aaaber dadurch ändert sich die zughöhe/ortscheidhöhe nicht. Deshalb sei sehr vorsichtig mit Shettykutschen. Zuerst vemriss mal dein Pony genau: Wiederrist, Buggelenk, Kniegelenk, Sprunggelenk, Halbe Röhrbeinhöhe.

    Du wirst bestimmt mit BB anspannen....wenn du mal genau Shetty beguckst wird dir auffallen, dass da viele Ortscheidhöhen von halbem Röhrbein haben....interessiert jetzt beim KB mit Kummt null, aber K-Pony im berg sehr wohl.

    Soweit mir bekannt ist Trier nicht grad eben, ich würd dir empfehlen dich sehr genau mit der Kutschart Buggy auseinanderzusetzen, hier hast du das benötigte niedrige Gewicht um Berge/Hügel mit 4 Personen auch raufzukommen und einen Hohen Zugpunkt für schwaches Tier. Aber dies ist keine Kutschsorte für Anfänger und da fährt sich wirklich jedes Exemplar anders. Kauf wenn gebaucht und mit Probefahrt!!! Kutschgewicht von 150 kg ist realistisch erreichbar.

    Die meisten Reitpony sind schmale Hänflinge (was ja dein gewicht bereits sagt...hier 1,20 m volltrainiert mit 300 kg...), da wär mir Optik relativ egal, aaber wie kutschgeeinget dein Exemplar da so sei ist natürlich Spekulation, gehört aber zur Kutschkaufüberlegung: scheut es? vereist es? rennt es gern? Die vereiser sind unkompliziert, aber diese selbstbewußtenIndividuen voraus, die gern eigene Entscheidungen im "notfall" treffen sind mit Vorsicht fahr/kutschtechnisch zu geniessen, hier ist Schwerpunkt Kutsch (Spur zu Sitzhöhe) und die Länge (langer Achsabstand für Frischling!) wichtig. je nach Kandidat ist Drehkranzbremse (die kg bringt) sehr sinnvoll. ich hatte einen sehr unsicheren Kandidaten voraus, der sehr bildend war, insofern konnte ich mich gut durch die Wagenarten durchtesten und Madam hat mir jeweils gezeigt worauf ich vergessen hatte zu achten....für mich wird es wohl buggyartig auf die dauer bleiben, ich liebe einfach das Fahrgefühl. mfg kirsten, mit Shetty/k-Pony im hügelland

  • Hallo Werner


    Ich habe angefangen keine Kutschen am Stange zu kaufen, weil ich auch keine Ponys ab Stange habe.

    Mein Sulky ist zwar ein Grundmodell hat aber viele zusätzliche Dinge und Änderungen. Mein bestellter Marathonwagen habe ich dem Kutschenhändler klare Vorstellungen gegeben, welches Gewicht, welche Bockhöche, wie ausgerüstet, welche Spurbreite, was für Abweiser usw usw. und der wird nun so gebaut, resp. die werden auch ein Standardmodell nehmen und z.B. die Abweiser anders ran schweissen, die Federung ändern usw. Auch da viele Sonderwünsche.


    An deiner Stelle:

    Mache dir ganz genaue Gedanken für was du die Kutsche nutzen willst und wie dein Pony so im Wesen etc. ist. Was willst du tun mit dem Pony.


    Und dann geh zu einem Kutschenhändler und erkläre dem genau was du willst und der soll schauen, ob er einen Wagen für dich modifizieren kann. Mach keine Kompromisse! Ich habe immer ein paar Kompromisse gemacht und war nie Happy! Seit ich ganz genau weiss was ich will, und ich auch im Voraus klar kommuniziere, wenn der Wagen nicht genau so kommt, nehme ich ihn nicht! Seit da habe ich auf einmal ein Gefährt das wirklich passt!


    Was das Gewicht anbelangt, eine 200kg Kutsche solltest du schon finden. Fragwürdig finde ich eher die Zuladung. Also wir fahren hier regelmässig mit Kleinpferden und ich fahre mit bei grossen Spanier. Je nach Gelände und Wege, finde ich für ein Reitpony 400-500kg zum ziehen schon arg genug! Also wir haben weniger und der Kanadier der noch nicht ganz Zugfest ist, der zeigt deutlich bergauf, dass ihm das Gewicht nicht wirklich passt. Bei steilem Gelände muss durchaus der Beifahrer absteigen. Manchmal sogar etwas schieben helfen!

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