Die Gäule der Queen of Brexittoon, Elisabeth II. Saxe-Coburg and Gotha (today Windsor)

  • Dokumentation


    Pferde werden großgeschrieben im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland. Vor allem bei der Wahrnehmung zeremonieller Aufgaben des Hofes. Wo kommen diese Pferde her?


    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • die "englisch Lissbett, Liesbett oder 's Bettche" :tongue:


    Bemerkenswert, die eigene Schmiede und die Sattlerei. Nur durch das "sich leisten eines solchen Pferdeluxus" ist es dort möglich diese alten, zur Zeit in vielen Industrienationen schon längst kaum oder nicht mehr benötigten Handwerksberufen eine Existenzgrundlage zu erhalten.

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

    Edited once, last by Hippo-Sohle ().

  • Es gab mal einen Bericht über die Hufschmiede des King´s Troop in der Horse & Hounds. Dort wurden, je nach Arbeit bzw. Abnutzung auch längere Beschlagperioden angegeben. Es ist wohl vom Einsatz und den orthopädischen Voraussetzungen des jeweiligen Pferdes abhängig.

  • Hallo Herr Nemitz,


    dazu kann ich jetzt auch nichts sagen, es wird ja auch nicht weiter darauf eingegangen bzw. begründet, warum solch extrem kurze Beschlagsintervalle angewendet werden, es ist aber schon sehr ungewöhnlich solch extrem kurze Zeitabstände anzuwenden.

    Selbst auf der Galopprennbahn sind Beschlagintervalle von 4 Wochen recht durchschnittlich, wobei hier oft die weitgehende Abnutzung der leichten Eisen durch forciertes Training und die abrasive Wirkung des Sandes des Geläuf's ausschlaggebender sind als eine sich in 4 Wochen zu stark veränderte Zehenachse.

    Als Ausnahme wären hier wohl besondere Umstände mit sehr speziellen orthopädischen Beschlägen zu betrachten. Aber Pferde mit solchen besonderen Beschlägen und einer damit in Zusammenhang stehenden Erkrankung gehören eigentlich nicht in einen normalen, täglichen Regelberitt, sondern bis zu ihrer weitgehenden Genesung auf Krankenstation mit Veterinärmedizinischer und eben auch Beschlagorthopädischer Begleitung, denn da ist oft keine oder nur geringe (z.B. 2 x 10 oder 15 min.) tägliche Bewegung - meist auch nur im Schritt angesagt. Da kann es durchaus schon angesagt sein, in solch kurzen Zeitabständen Horn abzutragen und den Beschlag neu korrigieren bzw. eigentlich nur neu aufzupassen und wieder aufzuschlagen wobei man versucht nach Möglichkeit jeweils die bereits vorhandenen Nagelkanäle wieder zu verwenden um ein zu starkes zernageln der Hornwand so gering wie möglich zu halten.

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    (frei nach Gustav Mahler)

  • Die Ferien-Vertretung von meinem Hufschmied machte Eisen ohne Stifte drauf, nach 2 Wochen waren die vorderen Eisen durch.


    Oder Staatsbetrieb = Arbeitsbeschaffung?

  • Da kann es durchaus schon angesagt sein, in solch kurzen Zeitabständen Horn abzutragen und den Beschlag neu korrigieren bzw. eigentlich nur neu aufzupassen und wieder aufzuschlagen wobei man versucht nach Möglichkeit jeweils die bereits vorhandenen Nagelkanäle wieder zu verwenden um ein zu starkes zernageln der Hornwand so gering wie möglich zu halten.

    Danke, Hipposohle

    Oder Staatsbetrieb = Arbeitsbeschaffung?

    Das war auch meine erste Überlegung.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Da gibt es nichts zu Beanstanden, Cleveland Bay sind edle Gäule.

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Oder Staatsbetrieb = Arbeitsbeschaffung?

    Nun, das glaub ich sicher nicht !

    In England ist es durchaus noch üblich, daß Schmiede die Eisen für die zu Beschlagenen Pferde selbst Herstellen - wie man ja auch in der kurzen Filmsequenz ein wenig sehen kann. Und eigentlich halten so geschmiedete Hufeisen im vergleich durchaus schon etwas länger wie die sonst verwendete Industrieware. Und auch wenn die Gebrauchshufeisen in GB nach einer etwas anderen Vorgehensweise geschmiedet werden als dies bei uns z.B. für die Lehrgangs- und Prüfungseisen geschieht, so steckt doch auch hier in jedem Eisen eine gehörige Portion können und vor allem einiges an Handarbeit. Von daher würde ich nicht davon ausgehen, daß man dort die Pferde nur deshalb in so kurzen Zeitabständen neu beschlägt, weil man sonst nichts zu tun hätte ...

    Kaltblutpower.
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    Edited once, last by Hippo-Sohle ().

  • Habe eine Frage an "Vielfahrer"?

    Wie lange halten die Eisen, wenn Täglich 30 bis 50 km gefahren wird,

    bedeutet je Woche 300 km?

    Bei mir "Wochenkilometer" nur etwa 50 km

    Sind die Eisen nach 6 -8 Wochen ca 300 - 400 km durchgelaufen?

    Auf Asphalt laufen die bei mir höchstens 50 - 60 km

    Ich fahre sehr ungern auf Kreis oder Landstraßen,

    viel lieber auf Geschotterten Waldwegen, bei feuchtem Wetter.

    Trotzdem können bei mir die Eisen selten 2 x benutzt werden?

    Von Bauern die noch mit den Pferden arbeiten mussten,

    wurde mir auch erzählt das Sie öfters den Schmied "besuchten" ,

    teilweise jede Woche.

    Besonders von Holzfuhrleuten, allerdings hier auch Asphaltwege!

    Wer würde unnötig die Pferde mit neuen Eisen beschlagen?????????

  • Die Eisenabnutzung hängt nicht nur von der Straßenoberfläche, sondern auch sehr vom Auf- und Abhufen des jeweiligen Pferdes ab. Es gibt "Schlurfer" bei denen schon nach 8 Tagen das Eisen durch sein kann.


    Im Durchschnitt bei "normalen" Pferden hält ein Eisen bei 200 - 300 Km/wöchentlich 6 Wochen, dann sind auch meist die Nägel locker. Ein gutes, nicht abgelaufendes Eisen können (wir bei uns) zumeist noch eine weitere Beschlagsperiode nutzen.


    Bei Pferden, die einseitig ihre Eisen abnutzen. legt der Schmied eine Hartelektrode auf die erfahrungsgemäß abgenutze Seite des Eisens (z.B. Zehe) oder bohrt ein zusätzliches Loch für einen weiteren Widiastift.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

    Edited once, last by A. Nemitz ().

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